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Vegane Kost/Veganer

Im Rahmen der veganen Kost werden ausschließlich pflanzliche Lebensmittel verzehrt. Auf Lebensmittel tierischen Ursprungs wie Fleisch, Fisch, Milch, Milchprodukte, Eier und Honig wird verzichtet. Veganer sollten ihren Speiseplan besonders sorgfältig zusammenstellen, um mögliche Nährstoffmängel zu vermeiden. Vor allem auf die ausreichende Versorgung mit Eisen, Zink, Jod, Vitamin B12 und Calcium muss geachtet werden.

Vegetarismus/Vegetarier

Vegetarier verzehren eine "lebende" Kost, bei der überwiegend pflanzliche Lebensmittel und Lebensmittel vom lebenden Tier (Käse, Milch und Eier), nicht aber Fleisch und Fisch verzehrt werden. Man unterscheidet zwischen ovo-lakto-vegetarischer und lakto-vegetarischer Kost. Die strengste Form des Vegetarismus ist die vegane Kost. Fruktarier, die auch als Frutarier bezeichnet werden, halten eine besonders strenge Form der veganen Kost ein und verzehren ausschließlich pflanzliche Produkte, die nicht zur Beschädigung der Pflanze führen, von der sie stammen.

Verdauung

Bei der Verdauung wird die Nahrung im Mund mechanisch zerkleinert, im Magen vermischt und mit saurem Magensaft versetzt, im Darm mit Verdauungssekreten wie dem Bauchspeichel und der Gallenflüssigkeit gemischt und durch Verdauungsenzyme in Bruchstücke (Bausteine) gespalten. Diese können dann aus dem Darm ins Blut oder in die Lymphe aufgenommen und zu den Orten im Körper transportiert werden, an denen sie gebraucht werden.

Verdauungsenzyme

Die Hauptnährstoffe Kohlenhydrate, Eiweiße (Proteine) und Fett müssen zunächst im Verdauungstrakt in kleinere Bruchstücke (Bausteine) aufgespalten werden. Sonst kann der Körper sie nicht aufnehmen und verwerten. Die Enzyme des Verdauungstraktes zerlegen bei der Verdauung die einzelnen Nährstoffe so weit, dass sie schließlich vom Darm resorbiert (Resorption) und im Blut oder der Lymphe transportiert werden können.

Verdauungstrakt

Der Verdauungstrakt ist mehr als 6 Meter lang und besteht aus Mund, Speiseröhre, Magen sowie Dünn- und Dickdarm sowie Anus. In jedem Teil finden unterschiedliche Verdauungstätigkeiten und die Resorption der Nährstoffe und von Wasser statt. Im Dickdarm leben Bakterien (Darmflora), die von den noch nicht verwerteten Nahrungsresten - insbesondere Ballaststoffen - leben. Die Stoffwechselendprodukte der Bakterien können ebenfalls zumindest teilweise vom Körper aufgenommen werden.

Versteckte Fette

Versteckte Fette sind Fette, die nach außen nicht direkt sichtbar sind. Viel verstecktes Fett enthalten beispielsweise Wurst, Käse, Pommes frites, deftige Snacks wie Chips aber auch Torte und viele Süßigkeiten. Bei einer fettreduzierten Kost im Rahmen einer Reduktionsdiät und aus gesundheitlichen Gründen sollten nicht nur Streich- und Kochfette, sondern auch die versteckten Fette eingespart werden. Wichtig ist es, wertvolle Nahrungsfette, mit einem hohen Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren inklusive Omega-3-Fettsäuren zuzuführen. Das ist beispielsweise über hochwertige Pflanzenöle (wie beispielsweise Rapsöl, Leinöl oder Walnussöl) oder Nüsse möglich.

Verstopfung

Verstopfung (Obstipation) entsteht infolge von Darmträgheit. Der Darm wird dabei seltener als alle drei Tage entleert und der Stuhl ist hart und fest. Er lässt sich in der Regel nur schwer und zuweilen sogar nur unvollständig ausscheiden. Bestimmte Ballaststoffe tragen zu einer normalen Darmfunktion bei. Daher sind auch eine ballaststoffreiche Ernährungsweise mit Vollkornprodukten, Gemüse und Obst, viel Bewegung sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens 1,5 bis-2 Liter pro Tag wichtig für den Darm.

Vitamin A

Vitamin A (Retinol) ist ein fettlösliches Vitamin. Das essentielle (lebenswichtige) Vitamin hat im Körper vielfältige Aufgaben: Retinol trägt zur Erhaltung der normalen Haut und des Sehens bei. Zudem ist es wichtig für die Funktion des Immunsystems und trägt zur Aufrechterhaltung der normalen Schleimhäute bei. Vitamin A kommt nur in tierischen Lebensmitteln vor (z. B. Innereien oder Käse), wird aber im Körper auch aus Carotinoiden, z. B. Beta-Carotin gebildet.

Vitamin B1

Vitamin B1 (Thiamin) ist ein wasserlösliches Vitamin, das in vielen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vorkommt. Gute Quellen sind Schweinefleisch, Vollkorngetreide (vor allem Haferflocken) und Hülsenfrüchte. Thiamin trägt beispielsweise zur normalen Funktion des Nervensystems und des Herzens bei.

Vitamin B12

Die Vitamine der B12-Gruppe werden auch als Cobalamine bezeichnet. Cobalamine tragen zur normalen Funktion des Immun- und Nervensystems bei. Zudem verringern die Vitamine Müdigkeit sowie Erschöpfung und tragen zum normalen Energiestoffwechsel bei. Vitamin B12 kommt fast ausschließlich in tierischen Produkten vor. Fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut enthalten ebenfalls Vitamin B12.

Vitamin B2

Riboflavin wird auch Vitamin B2 genannt. Riboflavin erfüllt wichtige Funktionen im Körper: Es trägt zur Erhaltung der normalen Haut und des normalen Sehens bei. Zudem trägt es zum Schutz von Zellen vor oxidativem Stress bei. Riboflavin ist enthalten insbesondere in Milch und Milchprodukten enthalten. Das Vitamin ist sehr lichtempfindlich. Deshalb sollte beispielsweise Milch in dunklen Flaschen aufbewahrt werden.

Vitamin B6

Das wasserlösliche essentielle (lebenswichtige) B-Vitamin Pyridoxin wird auch als Vitamin B6 bezeichnet. Vitamin B6 trägt zum normalen Stoffwechsel von Eiweißen und Glykogen. Zudem trägt es zur normalen Immunsystem-Funktion und der normalen Bildung roter Blutkörperchen bei. Pyridoxin ist für die Regulierung der hormonellen Aktivität wichtig. Es kommt in vielen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vor. Besonders gute Lieferanten sind Schweinefleisch, Fisch, Kohlarten, Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Bananen.

Vitamin C

Ein Synonym für Ascorbinsäure ist Vitamin C. Ascorbinsäure hat viele Aufgaben im menschlichen Körper. Dazu gehören unter anderem, dass Vitamin C zur normalen Funktion des Nervensystems, Energiestoffwechsels und Immunsystems beiträgt. Zudem trägt es auch zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress und zur verbesserten Eisenaufnahme beispielsweise aus pflanzlichen Lebensmitteln bei. Gesunde Erwachsene sollten täglich 100 mg Vitamin C mit der Nahrung aufnehmen. Das Vitamin ist insbesondere in frischem Obst, vor allem Beerenfrüchte, und viele Gemüsearten, wie Paprika aber auch Kartoffeln, enthalten.

Vitamin D

Vitamine der D-Gruppe werden auch als Calciferole bezeichnet. Vitamin D gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Bei ausreichender Sonnenbestrahlung werden sie vom Körper selbst in der Haut gebildet. Vitamin D hat vielfältige Aufgaben im Körper: Es spielt u. a. eine Rolle im Prozess der Zellteilung und trägt zur normalen Funktion der Zähne und Knochen sowie des Immunsystems bei. Das fettlösliche Vitamin trägt auch zur normalen Verwertung von Calcium bei. Lebertran, Fische wie Aal, Sprotte, Bückling, Forelle, Hering, Matjes Lachs oder Makrele, Meeresfrüchte wie Muscheln und Hühnerei enthalten Vitamin D. Der regelmäßige Aufenthalt im Freien mit ausreichender direkter Sonnenbestrahlung der Haut ist wichtig, um die Vitamin D Versorgung zu optimieren.

Vitamin E

Vitamin E (Tocopherol) gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Das essentielle (lebenswichtige) Vitamin trägt zum Schutz von Zellen vor oxidativem Stress bei. Vitamin E kommt in hochwertigen pflanzlichen Ölen, wie in Sonnenblumenöl, Rapsöl, Weizenkeimöl und in Nüssen vor.

Vitamin K

Vitamin K ist ein lebenswichtiges fettlösliches Vitamin. Es trägt zur normalen Blutgerinnung und Aufrechterhaltung der normalen Knochen bei. Das Vitamin ist in zahlreichen Lebensmitteln enthalten, vor allem in grünem Gemüse. Bei den heute üblichen Verzehrgewohnheiten ist kein Mangel an Vitamin K zu erwarten.

Vitamine

Vitamine sind lebensnotwendige (essentielle), unentbehrliche Nährstoffe, die der Körper in der Regel nicht selbst bilden kann. Vitamine müssen daher regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden. Sie haben im menschlichen Körper vielfältige Aufgaben. Man unterscheidet fettlösliche (Vitamine A, D, E und K) von wasserlöslichen Vitaminen (Vitamin C und B-Vitamine).

Vollwertige Ernährung

Die vollwertige Ernährung nach den 10 Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e. V. basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und ist die Grundlage einer ausgewogenen Ernährungsweise. Sie zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Obst, Gemüse und Vollkorngetreideprodukten aus. Eine Bewertung der Lebensmittel nach ihrem Verarbeitungsgrad wird kaum vorgenommen. Nach Angaben der DGE hält vollwertig essen gesund, fördert die Leistung und das Wohlbefinden.

Vollwertkost

Die Vollwertkost oder Vollwert-Ernährung ist eine überwiegend lakto-vegetabile Kost, die neben Gesundheitsaspekten auch die Umwelt- und die Sozialverträglichkeit von Lebensmittel beachtet. Naturbelassene Lebensmittel werden bevorzugt. Zudem werden möglichst ausschließlich Erzeugnisse aus ökologischem Landbau verwendet, die aus der Region stammen und jahreszeitgemäß (Saisonale Produkte) sind.