Lange Leine, starke Beine – ab auf die Slackline!

Vom Extremsport zum Trendsport und inzwischen auch im heimischen Garten angekommen: der Balance-Akt auf der Slackline. Warum das ein Spaß für die ganze Familie ist, welche Vorteile es für den Körper hat und welche coolen Games man mit der Slackline spielen kann, lesen Sie bei uns. Schluss mit Langeweile, jetzt wird geslackt!

Der Artikel im Überblick:

Was ist eine Slackline?

Bei einer Slackline handelt es sich um einen Kunstfasergurt, der zwischen zwei Befestigungspunkte gespannt wird, um darauf etwa 20 bis 60 Zentimeter über dem Boden zu balancieren. Im Gegensatz zu den straffen Drahtseilen beim Seiltanz gibt die Slackline unter der Last des balancierenden Menschen nach und hat daher auch ihren Namen – Slackline bedeutet so viel wie schlaffe Leine. Aufgrund dieser Dynamik verlangt die Slackline dem Sportler viel ab. Ständiges Ausgleichen ist gefragt! Beim Slacklining trainieren Sie Ihre Balance, schulen Ihre Koordination und lernen, sich besser zu konzentrieren.

Slackline: Warum Kinder und Erwachsene davon profitieren

Das Balancieren auf der Slackline ist tatsächlich ein effektives Work-out mit vielen positiven Auswirkungen auf den Körper von Kindern und Erwachsenen. Inzwischen wird Slacklinen sogar auch im physiotherapeutischen Rahmen angewandt. Entdecken Sie hier acht Gründe, warum der Sport Klein und Groß so guttut:

  1. Stärkt den Gleichgewichtssinn
  2. Ist gut für die Wirbelsäule und wirkt Haltungsschwächen entgegen
  3. Kann Rückenschmerzen lindern
  4. Unterstützt die Gelenkstabilität, womit man künftigen Verletzungen vorbeugen kann
  5. Ist ein gelenkschonendes Ganzkörper-Training
  6. Verbessert sensomotorische Fähigkeiten
  7. Optimiert die Reaktionsgeschwindigkeit
  8. Wirkt sich positiv auf das allgemeine Körpergefühl aus

Schritt für Schritt zum Slackliner: Tipps für Anfänger

Wer zum ersten Mal auf der Slackline steht, muss sich nicht vor der kleinen „Zitterpartie“ erschrecken, die ihn dabei erwartet. Die Beinmuskulatur muss sich erst einmal an diese neue Art der Belastung gewöhnen. Mit der Zeit trainieren sich sowohl Erwachsene auch als Kinder das „Wackeln“ weg. Einfache Anfänger-Tutorials können Sie sich z. B. mit der kostenlosen GIBBON App anschauen. Hier gibt’s schon einmal erste Tipps für den Start:

  • Auf die Länge kommt es an: Beginner spannen die Slackline am besten zwischen acht und zehn Meter. Ist sie länger, schwingt sie stärker – ungeübte Slacker geraten hier schnell ins Wanken.
  • Alles eine Sache der Haltung: Immer leicht die Knie beugen, der Rest des Körpers bleibt schön aufrecht. Die Arme zum Ausbalancieren auf Schulterhöhe oder höher anheben.
  • Balance auf den ersten Blick: Suchen Sie sich einen Fixpunkt, zum Beispiel den gegenüberliegenden Baumstamm. Schauen Sie jedoch nicht unter sich auf die Slackline, das bringt Sie aus dem Gleichgewicht.
  • Nicht den ersten Schritt machen: „Dumm rumstehen“? Unbedingt! Anfänger üben erst einmal, sich ruhig auf der Slackline zu halten. So bekommen sie ein Gefühl für Ausgleichsbewegungen, Balance und die Slackline an sich.
  • Lieber stützen: Anfänger sollten durchaus Schulter oder Hand eines „Buddys“ in Anspruch nehmen. Alternativ kann dieser Helfer die Line auch mit den Händen fixieren oder sich in ausreichender Entfernung daraufsetzen. Das erhöht die Spannung und kann Sie bei den ersten Versuchen unterstützen.

Slackline ohne Baum? Das geht!

Ihnen stehen keine Bäume zur Verfügung, Sie würden sich aber gerne auf die Slackline schwingen? Inzwischen ist das glücklicherweise kein Problem mehr. Hersteller wie GIBBON bieten auch freistehende Slackline-Systeme an, die mithilfe von Erdankern und speziellen Gestellen arbeiten. Ob im baumlosen Gelände oder indoor – so können Sie jederzeit slacklinen.

Gartenolympiade: Slackline-Spiele für die ganze Familie

Auf der Slackline haben ganz große, aber auch ganz kleine Füße Spaß! Hier kommen sechs Spiele für Kinder und Erwachsene, die nicht nur für gute Laune sorgen, sondern auch Ihre Balance schulen. Diese „Gartenolympiade“ eignet sich ideal für Familienfeiern, Kindergeburtstage, als aktiver Zwischenstopp auf langen Autoreisen oder einfach für einen schönen Nachmittag. Auf Eltern und Kids wartet eine neue gemeinsame Herausforderung.

  1. 10-Sekunden-Challenge: Wer schafft es, mit den wenigsten Versuchen als Erster für zehn Sekunden über die Slackline zu balancieren?
  2. Am längsten stehen/sitzen/liegen: Gewinner ist, wer am längsten im Stand, im Schneidersitz, auf dem Po oder dem Rücken die Balance hält. Es gibt drei Runden. Halten Sie mithilfe einer Tabelle die Zeiten fest.
  3. Die hungrige Raupe: Eine Person versucht die Slackline zu überqueren und erhält dabei Unterstützung von einer Reihe von Menschen, die ihr die Hände reichen. Hat sie die andere Seite erreicht, reiht sie sich in die Menschenkette ein und unterstützt den nächsten Slackliner.
  4. Stille Post: Ist die Slackline vollständig gespannt, kann man darüber tatsächlich kommunizieren: Teilen Sie sich in zwei Gruppen auf und stellen Sie sich an je einem Ende bereit. Der Jüngste in der ersten Gruppe denkt sich ein Wort aus und spricht es „auf“ die Slackline. Eine Person auf der gegenüberliegenden Seite horcht mit dem Ohr auf der Slackline und gibt das, was sie verstanden hat, über die Slackline an ihr Gegenüber weiter. Sobald jeder Mitspieler einmal dran war, darf das Wort aufgelöst und hoffentlich herzlich gelacht werden.
  5. Slack-Stacking: Während ein Mitspieler auf der Slackline versucht, sein Gleichgewicht zu halten, versuchen die übrigen möglichst viele Gegenstände (Steine, leere Flaschen, Holzklötze, LEGO-Steine) auf die Slackline zu legen. Das Mitglied mit den meisten Gegenständen gewinnt.
  6. Hip-Shimmy: Für dieses Spiel müssen Sie die Slackline nicht aufspannen. Zwei Gegenspieler stehen sich in etwa zwei bis drei Metern Abstand gegenüber. Jeder nimmt das Band und legt es sich um die Hüfte, mit einer Hand darf es festgehalten werden. Ziel ist es, den Gegenspieler durch Ziehen, Lockerlassen und rasche Hüftbewegungen zu einem Ausgleichsschritt zu zwingen.

Hier gibt es eine Punkteliste für Ihre Gartenolympiade zum Download:

Jetzt herunterladen

Fazit: Walk the Line!

Diese etwas andere Form des „Seiltanzes“ macht Spaß, schult die Balance, trainiert die Konzentration und kräftigt obendrein die Muskulatur von großen, kleinen, jungen sowie alten Slacklinern. Jeder kann mitmachen und das fast überall. Ob Kindergeburtstag, Work-out oder Family-Wettbewerb im Grünen – mit der Slackline kommt Stimmung UND Spannung auf!

Kalorienverbrauchs-Rechner

So viele Kalorien verbrennen Sie tatsächlich!
Gleich ermitteln

Unterwegs gesund snacken

Zwischen zwei Terminen schnell was essen – geht auch gesund!
Jetzt Tipps lesen