Themendienst 04-2017

Weltdiabetestag: Wenn der Blutzucker Achterbahn fährt

Weltdiabetestag: Wenn der Blutzucker Achterbahn fährt

Mehr als 6 Millionen Diabetiker leben in Deutschland. Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer bei weiteren 2 Millionen liegt. Häufig bleibt Diabetes mellitus über Jahre unerkannt. Um auf die Volkskrankheit aufmerksam zu machen, wurde der Weltdiabetestag ins Leben gerufen, der jährlich am 14. November stattfindet. „Menschen mit dem sogenannten Typ 1 Diabetes sind dauerhaft auf Insulin angewiesen. Bei Diabetes Typ-2 hingegen – das betrifft etwa 95 Prozent der Erkrankten – hilft meist schon eine Gewichtsabnahme durch mehr Bewegung und eine ausgewogene Ernährung“, erklärt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio.

Ursachen von Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2

Bei Menschen mit Diabetes mellitus produziert die Bauchspeicheldrüse nur noch wenig oder gar kein Insulin mehr. Unser Körper braucht dieses lebensnotwendige Hormon jedoch, um Zucker aus dem Blut in die Zellen zu transportieren. Wenn das nicht mehr funktioniert, steigt der Blutzuckerspiegel. Unbehandelter Diabetes mellitus kann langfristig große und kleine Gefäße an Herz, Augen, Nerven und Nieren schädigen. Es steigt das Risiko, an Durchblutungsstörungen, Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erkranken. Der Typ-1-Diabetes wurde früher als jugendlicher Diabetes mellitus bezeichnet, weil er in der Regel bereits im Kindes- und Jugendalter auftritt. Diese Form des Diabetes mellitus ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die Insulinproduktion vermindert ist oder ganz zum Erliegen kommt. Das ist nur bei ungefähr 5 Prozent der Erkrankten der Fall. Der überwiegende Teil der Zuckerkranken gehört zu den Typ-2-Diabetikern. Bei dieser Form spricht der Körper nicht mehr ausreichend auf das Hormon Insulin an, weil entweder die Wirkung oder die Produktion des Insulins gestört ist. Möglich ist auch, dass die Menge an Insulin für das Körpergewicht nicht mehr ausreicht. Die frühere Bezeichnung "Altersdiabetes" ist heute nicht mehr zutreffend, da auch zunehmend junge Menschen erkranken. „Risikofaktoren sind, neben der genetischen Veranlagung und dem Alter, vor allem Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen sowie Bewegungsmangel“, so Dr. Annette Neubert.

Klassische Symptome

Häufig wird die Diagnose Diabetes mellitus zufällig bei einer Routineuntersuchung gestellt. Laut Statistiken vergehen mehrere Jahre, bis ein Typ-2-Diabetiker weiß, dass der Grund für seine Beschwerden im Diabetes mellitus liegt. Zu den häufigsten Symptomen, die auf die Krankheit hinweisen, gehören:

  • Trockener Mund und extremer Durst
  • Starker Harndrang
  • Abgeschlagenheit und Konzentrationsschwäche
  • Verschwommenes Sehen
  • Pilzinfektionen und häufig wiederkehrende Blasenentzündungen
  • Hautjucken

Ein Bluttest klärt auf

Um eine Diabetes-Erkrankung festzustellen, wird nüchtern der Blutzuckerwert gemessen. Einen solchen Blutzuckertest bietet nicht nur der Hausarzt an, sondern auch viele Apotheken. Mithilfe eines Blutzuckermessgeräts wird das Ergebnis in Sekunden ermittelt. Wenn in der Familie Fälle von Diabetes mellitus bekannt sind, typische Symptome auftreten oder Übergewicht vorliegen, empfiehlt es sich, den Blutzucker einmal jährlich zu testen. Der Wert sollte nüchtern bei 80 bis 100 Milligramm pro Deziliter liegen. „Falls Diabetes mellitus in der Familie vorkommt, ist es sinnvoll, den Hausarzt darüber zu informieren und regelmäßig die eigenen Blutzuckerwerte mit ihm zu besprechen, um gegebenenfalls eine rechtzeitige Therapie zu starten“, rät die Ernährungswissenschaftlerin.

Achtsam leben mit Diabetes mellitus

Blutzuckerkontrollen, eine angepasste Ernährung, regelmäßige Bewegung und falls nötig eine individuelle Insulintherapie sind die Grundsätze der Behandlung. Für beide Diabetes mellitus-Typen sind eine fettbewusste, ballaststoffreiche und bedarfsgerechte Ernährung sowie regelmäßige Bewegung der Schlüssel zum Erfolg. Prinzipiell gelten für Menschen mit Diabetes mellitus die gleichen Ernährungsregeln, die auch stoffwechselgesunden Menschen empfohlen werden:

  • Täglich frisches Gemüse und Obst essen (5 Mal am Tag) 
  • Kohlenhydrathaltige Lebensmittel über den Tag verteilen
  • Täglich ballaststoffreiche Lebensmittel wie zum Beispiel Vollkornprodukte oder Hülsenfrüchte essen
  • Bevorzugt fettarme Lebensmittel auswählen
  • Wertvolle Pflanzenöle wie Raps- oder Olivenöl verwenden
  • Übergewicht abbauen, beziehungsweise vermeiden 
  • Mindestens 1,5 bis 2 Liter am Tag trinken: ideal sind Mineralwässer und ungezuckerte Tees
  • Möglichst wenig zuckerhaltige Lebensmittel verzehren


Umfangreiche Informationen zu Diabetes mellitus bietet das Nestlé Ernährungsstudio in einem Ratgeber für Diabetes mellitus an. Die Broschüre „Diabetes mellitus – Ausgewogen essen und trinken mit der ganzen Familie“ steht kostenlos im Broschüren-Bereich des Nestlé Ernährungsstudios als Download zur Verfügung und kann als Print-Version online oder telefonisch unter 069 / 66 71 88 88 (Montag bis Freitag: 8:00 bis 17:00 Uhr) bestellt werden.

In einem leicht verständlichen Video erklärt zudem das Helmholtz Zentrum München, was bei Diabetes mellitus im Körper genau passiert und wie sich Typ-1-Diabetes von Typ-2-Diabetes unterscheidet: https://youtu.be/RiCzvzPL72E

Weitere Informationen und Serviceangebote zum Thema Ernährung unter http://ernaehrungsstudio.nestle.de

Erfolgreich abnehmen: Energiebilanz im Lot

Erfolgreich abnehmen: Energiebilanz im Lot

Viele Diäten und Ernährungsformen versprechen, ein schneller Weg zum Wohlfühlgewicht zu sein. Doch nach wie vor ist eine Kombination aus geringer Energieaufnahme und höherem Energieverbrauch zielführend und auf lange Sicht erfolgreich. „Vor allem Blitzdiäten werben mit hohen Gewichtsverlusten in kurzer Zeit. Mit einer langfristigen Ernährungsumstellung wird das Wohlfühlgewicht zwar langsamer, dafür aber langanhaltender erreicht“, erklärt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio.

Was ist mein Wohlfühlgewicht?

Das Wohlfühlgewicht ist oft eine subjektive Einschätzung. Der Body-Maß-Index (BMI) gibt auf Basis des Alters, des Gewichts und der Größe eine objektive Bewertung, ob das Körpergewicht im empfohlenen Bereich liegt. Mit Hilfe des BMIs kann zudem ermittelt werden, wie viel Gewichtsreduzierung sinnvoll ist, um in den empfohlenen Bereich zu gelangen, beziehungsweise, um ihn nicht zu unterschreiten. Wer seinen BMI überprüfen möchte, kann dies selbstständig im Internet tun. „Das Nestlé Ernährungsstudio bietet dafür nicht nur einen einfachen BMI-Rechner an, sondern stellt den Nutzern einen virtuellen Berater zur Seite: Chat Bot Nutri“, so Dr. Annette Neubert. Nutri interagiert auf charmante Weise mit dem Nutzer, errechnet den BMI und gibt hilfreiche Tipps rund um das Wohlfühlgewicht.

Den eigenen Energiebedarf kennen

Um sein Wohlfühlgewicht zu erreichen, ist es wichtig zu wissen, wie viel Energie in Kalorien der Körper pro Tag benötigt. Denn für jeden gilt: Wer dauerhaft mehr Energie aufnimmt als er benötigt, nimmt zu. Ist die Energieaufnahme längere Zeit geringer als der Kalorienverbrauch, führt das zu Gewichtsverlust. „Der individuelle Bedarf ist jedoch sehr unterschiedlich. Dabei spielen neben Alter und Geschlecht auch das Gewicht und die körperliche Aktivität eine entscheidende Rolle“, so die Ernährungswissenschaftlerin. Chat Bot Nutri kann hier ebenfalls unterstützen und errechnet schnell und einfach den persönlichen Energiebedarf pro Tag.

Kalorienbewusste Ernährung für eine gute Energiebilanz

Um die Ernährung auf den Energiebedarf anzupassen, empfiehlt sich eine ausgewogene Ernährung im Sinne der Ernährungspyramide und der 10 Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Mehr Bewegung hilft zusätzlich dabei, das Wunschgewicht zu erreichen oder zu halten:

  • Mindestens drei Mal täglich Gemüse und Salate: Gemüse bei jeder Mahlzeit und auch zwischendurch essen, um den Hunger zu stillen, denn es hat relativ wenig Kalorien
  • Vollkornerzeugnisse statt Weißmehlprodukte bevorzugen
  • Zwei Portionen Obst pro Tag: Vor allem kalorien- und fettreiche Snacks durch Obst ersetzen, wenn der Hunger auf Süßes kommt
  • Regelmäßig Hülsenfrüchte in den Speiseplan aufnehmen, dazu zählen unter anderem Linsen, Kichererbsen oder Bohnen
  • Zucker und Salz einsparen
  • Pflanzliche Fette nutzen: zum Beispiel Rapsöl
  • Ganz allgemein: eine große Lebensmittelvielfalt genießen, um sich nicht einseitig zu ernähren

Mit Sport gezielt Kalorien verbrennen

Regelmäßiger Sport verbessert die Ausdauer, baut Muskeln auf, wirkt positiv auf Herz und Kreislauf und verbraucht Kalorien. Je mehr Muskelmasse vorhanden ist, desto höher ist der Energieverbrauch, selbst im Ruhezustand. Um eine Sportart regelmäßig und langfristig auszuüben, ist es notwendig, sich einen Sport zu suchen, der Spaß macht. Aber nicht nur Sport, sondern auch Alltagsbewegungen haben einen Einfluss auf den Kalorienverbrauch. Je aktiver der Alltag gestaltet wird, desto besser. „Zu Fuß gehen, Fahrrad fahren, häufiger die Treppe nehmen, einen strammen Spaziergang unternehmen oder beim Telefonieren durch die Wohnung laufen – die Möglichkeiten, den Alltag aktiver zu gestalten, sind vielfältig und sollten nicht unterschätzt werden“, motiviert die Ernährungswissenschaftlerin.

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Das Salz in der Suppe: Gewürztipps für mehr Geschmack

Das Salz in der Suppe: Gewürztipps für mehr Geschmack

Im Gegensatz zu den Hauptzutaten einer Mahlzeit machen Gewürze und Kräuter mengenmäßig nur einen geringen Teil aus. Doch sie tragen maßgeblich zum Geschmack bei. Erst durch das Zusammenspiel von Zutaten und Gewürzen entfaltet ein Gericht sein unverwechselbares Aroma und bereitet so ein Genusserlebnis. „Gewürze wecken darüber hinaus auch Erinnerungen. Zimt, Nelke und Kardamom lassen uns an die gemütliche und festliche Weihnachtszeit denken, Minze, Zitrone und Basilikum eher an den Sommer“, erklärt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio.

Lecker essen: Abschmecken wie ein Profi

Beim Würzen das richtige Maß zu finden, ist nicht immer einfach, denn einheitliche Dosierempfehlungen gibt es nicht. Nach Geschmack zu würzen, ist deshalb die beste Vorgehensweise. Wichtig ist, dass zunächst nur geringe Gewürzmengen ausprobiert werden. Anschließend das Gericht zwischendurch immer wieder probieren und bei Bedarf nachwürzen. Manche Gewürze wie zum Beispiel Zimt, Paprika edelsüß und Currypulver können mit dem Teelöffel dosiert werden. Andere wiederum, dazu zählen beispielsweise Nelken und Cayennepfeffer, entfalten bereits in geringen Mengen ihr intensives Aroma – da ist oft schon eine Messerspitze ausreichend.

Salz und Pfeffer sind Basisgewürze

Salz und Pfeffer passen zu fast jedem Gericht und bilden deshalb die Grundlage beim Würzen. Ganz ohne Salz schmecken Mahlzeiten meist fade, jedoch reicht es in der Regel, das Essen nur wenig zu salzen. Zu viel Salz kann den Eigengeschmack der Speisen überdecken und auf Dauer zu einer Steigerung des Blutdrucks führen. „Allgemein gilt, dass nicht mehr als 6 Gramm Salz pro Tag verzehrt werden sollten, das entspricht in etwa einem Teelöffel. Diese Menge ist relativ schnell erreicht, da nicht nur das selbst gekochte Essen, sondern auch viele zubereitete Nahrungsmittel aus dem Supermarkt gesalzen sind“, so Dr. Annette Neubert. Pfeffer verleiht dem Essen die richtige Schärfe. Während der mildere weiße Pfeffer sich prima für helle Soßen eignet, passt schwarzer Pfeffer gut in dunkle Soßen. Wer es gerne sehr scharf mag, greift zu Chili oder Cayennepfeffer. Diese Gewürze regen den Speichelfluss an und können deshalb bei Mundtrockenheit und Appetitmangel helfen.

Köstliche Geschmacksvarianten

Zusätzliche Gewürze neben Salz und Pfeffer machen Speisen interessanter und abwechslungsreicher, zum Beispiel Muskat, Curry, süße Paprika und Zimt. „Muskat verleiht Mahlzeiten einen leckeren nussigen Geschmack, der zu vielen Speisen gut passt – zum Beispiel Kartoffelgerichte, Eintöpfe oder Gemüse wie Kohlrabi, Rosenkohl und Spinat“, empfiehlt die Ernährungswissenschaftlerin. Curry ist ein Muss für Liebhaber exotischer Gerichte und lässt sich vielfältig kombinieren. Wenn es bei milder Hitze mitgebraten wird, entfaltet es sein volles Aroma am besten. Süßes Paprikapulver macht herzhafte Gerichte angenehm süßlich. Für Desserts sind Zimt, Vanillepulver oder -schoten eine gute Basis. Raffiniert wird es mit Anis, Ingwer oder Nelke.

NahrungsmittelDas passt gut zum WürzenRaffinierte Zugaben
FleischPfeffer, Paprika, Piment, Kümmel, Lorbeer, Nelken und SenfKnoblauch, Estragon, Thymian, Rosmarin, Petersilie, Liebstöckel, Salbei, Kapern, Wacholderbeeren, Muskat, Curry, Ingwer und Meerrettich, Zwiebeln
GeflügelBasilikum, Majoran, Oregano, Minze, Salbei, Koriander, Lorbeer, Piment, Paprika, Sellerie, KreuzkümmelKnoblauch, Estragon, Thymian, Rosmarin, Petersilie, Liebstöckel, Salbei, Kapern, Wacholderbeeren, Muskat, Curry, Ingwer und Meerrettich
FischWeißer Pfeffer, Petersilie, Zitrone, Dill, SchnittlauchKapern, Weißwein, Sherry, Curry, Ingwer, Senf, Meerrettich, Estragon, Schalotten
Gemüse, SalatPfeffer, Petersilie, Kümmel, Zucker, Zitrone und Gewürznelken, PaprikaKnoblauch, Muskat, Koriander, Kerbel, Wacholderbeeren, Majoran, Bohnenkraut, Paprika, Kreuzkümmel, Anis, Fenchelsamen und frischer Ingwer, Lauch- und Frühlingszwiebeln, Gemüsezwiebeln
Obst, SüßspeisenZitrone, Zimt, VanilleAnis, Ingwer, Nelke


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Winterblues adé: Beschwingt durch die trüben Tage

Winterblues adé: Beschwingt durch die trüben Tage

„Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung!“ Mit diesem Motto im Hinterkopf fällt es leicht, dem Winterblues zu entgehen. Vor allem in der kühlen Jahreszeit tut regelmäßige Bewegung und Sport an der frischen Luft gut, denn die frische Brise verbessert bei vielen die Laune. Darüber hinaus hilft ein farbenfroher Speiseplan dabei, schwungvoll durch die trüben Tage zu kommen.

Bewegung gegen Müdigkeit

Ausgedehnte Spaziergänge, Radfahren, Wandern oder Joggen machen munter und halten den Kreislauf in Schwung. Darüber hinaus gewöhnt sich der Körper durch wechselnde Kälte- und Wärmereize an Temperaturschwankungen und wird widerstandsfähiger. Wetterfeste, warme Kleidung ist natürlich wichtig, um sich nicht zu erkälten. Besonders auf die Füße ist zu achten, denn sind die Füße warm, ist der Körper besser durchblutet und das Immunsystem aktiver. „Eine goldene Regel für die trübe Jahreszeit ist: Jeden Tag reichlich Tageslicht und wann immer möglich Sonne tanken“, rät Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio.

Leckeres Winterobst und -gemüse

Nicht nur durch ausreichend Bewegung, sondern auch durch eine ausgewogene Ernährung rüsten wir den Körper für die kalte Jahreszeit. Im Winter gibt es viele Obst- und Gemüsesorten aus heimischem Anbau. „Verschiedene Kohlarten haben jetzt Saison, von Blumenkohl über Rotkohl, Grünkohl und Wirsing bis zum Kohlrabi. Darüber hinaus gibt es viel Feldsalat, Lauch oder Schwarzwurzeln. Zum Winterobst zählen vor allem Äpfel, Birnen, Quitten und Weintrauben. Obst und Gemüse bringen farbenfrohe Abwechslung auf den Teller und sind reich an wertvollen Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen“, erklärt Dr. Annette Neubert. Einige dieser Nährstoffe tragen zu einer normalen Funktion der Abwehrkräfte bei, was in der kälteren Jahreszeit den Körper besonders unterstützt. Wenn das Lieblingsgemüse nicht frisch erhältlich ist, eignet sich auch Tiefkühlgemüse prima. Das schmeckt ebenfalls gut und enthält oft genauso viele wertvolle Inhaltsstoffe wie frisches Gemüse und ist daher eine gute Alternative.

Schlafen macht munter

Für einen aktiven Alltag ist erholsamer Schlaf wichtig. Regelmäßige Schlafgewohnheiten und genügend Schlaf – in der Regel sind das 6 bis 8 Stunden – sorgen für ein ausgeschlafenes Gefühl. Für erholsamen Schlaf eignet sich ein gut gelüftetes Schlafzimmer mit 18 Grad Celsius Raumtemperatur. Vor dem Zubettgehen wirkt ein warmes Getränk entspannend. Wer nach einer halben Stunde noch wach im Bett liegt, sollte besser wieder aufstehen und sich erst wieder hinlegen, wenn die Müdigkeit bemerkbar ist. „Zum Abend ist es ratsam, ein leichtes Essen zu wählen, wie zum Beispiel belegte Brote, Rohkost oder ein Salat aus dem Lieblingsgemüse sowie schmackhaftes Obst. Falls doch mal ein schweres Essen auf dem Speiseplan stehen sollte, zum Beispiel ein Gyrosteller mit Pommes Frites, hilft es, bis zum Schlafen gehen ausreichend Zeit einzuplanen“, rät Dr. Annette Neubert.

Stress lass nach!

Stress ist allgegenwärtig in unserem Leben. Leider kann zu viel Stress schlechte Laune verursachen und sogar die Entstehung verschiedener Krankheiten fördern. Deshalb ist Entspannung auch gerade in der kalten Jahreszeit besonders wichtig und wohltuend. Kurze Ruhepausen über den Tag verteilt sowie Entspannungskurse helfen dabei, das Loslassen zu lernen. Autogenes Training, Yoga, Meditation oder progressive Muskelentspannung sind wissenschaftlich anerkannte Entspannungstechniken, die auch als Kurse angeboten werden. Stress wird effektiv abgebaut und die Entspannung gefördert.

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Leserfrage: Was macht Grünkohl zum Superfood?

Leserfrage: Was macht Grünkohl zum Superfood?Portraitfoto Dr. Annette Neubert?

Frage von Karen L. aus Bremerhaven an Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio:

„Viele Stars schwören auf Grünkohl und bezeichnen ihn als Superfood. Ich kenne Grünkohl noch aus Omas Küche – was macht ihn jetzt zum Superfood?“

International wird der Grünkohl gerade zunehmend beliebter. In Australien ist er eine gefragte Zutat in grünen Smoothies und in den USA sind Kale-Chips eine populäre Knabberei. Grünkohl enthält eine Vielzahl an lebenswichtigen Inhaltsstoffen und wird deshalb „Superfood“ genannt. Er liefert viel Eiweiß, in 100 Gramm stecken 4,3 Gramm Protein und damit vergleichsweise sogar mehr als in Vollmilch! 100 Milliliter davon enthalten nämlich 3,3 Gramm Eiweiß. Darüber hinaus liefert Grünkohl auch Ballaststoffe: 4,2 Gramm pro 100 Gramm Grünkohl. Damit nicht genug, das Wintergemüse ist auch reich an vielen Vitaminen und Mineralstoffen, zum Beispiel Calcium, Folsäure und Vitamin C. Calcium ist wichtig für unsere Knochengesundheit, Folsäure ist besonders für Schwangere essentiell und sorgt zum Beispiel für eine gesunde Entwicklung des Babys im Mutterleib. Vitamin C trägt zur normalen Funktion unseres Immunsystems bei. Bereits etwas mehr als 100 Gramm Grünkohl decken die empfohlene Tageszufuhr an Vitamin C für eine erwachsene Frau.

NährstoffeGehalt in 100 g Grünkohl (verzehrfertig)DGE-Referenzwerte*
Kalium (mg)4904000
Calcium (mg)2121000
Vitamin A (µg)1447800
Vitamin B2 (µg)2001100
Vitamin B6 (µg)2501200
Folsäure (µg)187300
Vitamin C (mg)10595
Vitamin K (µg)81760

Quelle: Elmadfa, 2015; * DGE, 2015 (Werte für eine erwachsene Frau; 19-25 Jahre) sowie
https://www.dge.de/uploads/media/DGE-Pressemeldung-aktuell-01-2017-Ref-FAQ-Na-Cl-K.pdf

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Fotos

Fotos von oben nach unten: kerdkanno – fotolia/Nestlé Ernährungsstudio (Header), Kwangmoo - fotolia/Nestlé Ernährungsstudio, Kzeno – fotolia/Nestlé Ernährungsstudio, droonny - fotolia/Nestlé Ernährungsstudio, LeslieAnn - fotolia/Nestlé Ernährungsstudio, julijadmi - fotolia/Nestlé Ernährungsstudio


Der Abdruck der Fotos ist honorarfrei in Verbindung mit den Texten dieses Themendienstes.

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