Themendienst 03-2019

Frau vs. Mann: Große Unterschiede in der Ernährung

Frau vs. Mann: Große Unterschiede in der Ernährung

Frauen greifen eher zum Salat, Männer zum Steak – dieses Klischee kennt jeder. Stimmt es vielleicht sogar? Und wie sehr unterscheidet sich das Ernährungsverhalten der Geschlechter? Die repräsentative Studie von Nestlé „So is(s)t Deutschland 2019“ zeigt, was nur ein Klischee ist und wo mehr dahinter steckt. „Für Männer spielt das Thema Ernährung eine geringere Rolle als für Frauen“, sagt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio. „Fast 60 Prozent der Frauen beschäftigen sich intensiv mit ihrer Ernährung. Bei Männern sind es nicht einmal 40 Prozent. Ein Unterschied, der sich auf dem Teller bemerkbar macht."

Fleisch, das Gemüse des Mannes

Stimmt: Für Männer steht Fleisch noch immer weit oben auf der Beliebtheitsskala. Gerade einmal sechs Prozent achten verstärkt auf eine vegetarische Ernährung. Unter den Frauen sind es mit 15 Prozent mehr als doppelt so viele. 57 Prozent der männlichen Befragten geben sogar an, dass sie mindestens viermal in der Woche Fleisch essen. Bei rund einem Drittel sind es noch ein- bis dreimal in der Woche. Zuviel? Männer scheinen in diesem Punkt durchaus selbstkritisch zu sein. Knapp ein Viertel empfindet den eigenen Fleischkonsum als zu hoch. Bei den Frauen kommt nur jede zehnte Befragte zu diesem Schluss. Auch ist vielen der positive Beitrag von Obst und Gemüse bei einer gesunden, ausgewogenen Ernährung bekannt. „Für die Hälfte aller Frauen gehört viel Obst und Gemüse zu ihrer Ernährung dazu – das trifft hingegen nur auf 27 Prozent der Männer zu“, erklärt Dr. Annette Neubert. In den letzten zehn Jahren sei der Wert gegenüber der Nestlé-Studie von 2009 bei den Männern sogar leicht zurückgegangen (von 30 Prozent), so Neubert weiter.

Disziplin – eine weibliche Stärke

Vor allem in Punkto Disziplin können sich die Männer einiges von den Frauen abschauen. Sie beschäftigen sich nicht nur intensiver mit ihrer Ernährung, sondern leiten daraus auch mehr Regeln ab und setzen diese konsequenter um. So reduzieren Frauen beispielsweise häufiger Zucker in ihrer Nahrung, essen vegetarisch oder achten auf eine kohlenhydratarme Ernährung (Low Carb). Insgesamt zeigen sich die Männer nicht ganz so diszipliniert. Ein Drittel gibt regelmäßig spätabendlichen Heißhungerattacken nach oder bewertet das eigene Essen als zu fettig. Auch sind die Portionen bei einem Viertel der Männer nach eigenen Angaben oft zu groß. Nur 15 Prozent der Frauen sagen das über ihre Essensportionen. „Aber auch Frauen werden manchmal schwach“, merkt Ernährungswissenschaftlerin Dr. Annette Neubert an. „28 Prozent der Frauen essen nach eigenem Empfinden zu viel Süßes und liegen in diesem Punkt vor den Männern mit 22 Prozent.“ In der Küche gibt es für die Männer Positives zu vermelden: Im Vergleich zu 2009 kochen sie jetzt häufiger. Bei genauerer Betrachtung zeigen sich auch hier Unterschiede. Am besten lassen sich diese Abweichungen bei Single-Haushalten beobachten: Für alleinstehende Männer ist Kochen eher eine lästige Pflicht und endet gerne beim Aufwärmen von Fertiggerichten. Die anspruchsvolle berufstätige Single-Frau kocht häufiger selbst als der Single-Mann. Damit behält sie die Kontrolle über die Essenszutaten und nimmt deutlich häufiger Selbstgekochtes mit zur Arbeit.

Dönerbude oder Café – Eine Frage des Geschlechts

Das ungesündere Essverhalten der Männer schlägt sich auch außerhalb der eigenen vier Wände nieder. Der Mann mag es auswärts eher fleischlastig und deftig. Während Restaurants mit internationaler Küche und Bäckereien bei beiden Geschlechtern gleichermaßen beliebt sind, sucht die Hälfte aller Männer hin und wieder eine Dönerbude oder ein Fastfood-Restaurant auf – bei den Frauen sind es nur ein Drittel. Besonders deutlich ist dieser Unterschied bei anderen Imbissangeboten wie Pizza- oder Würstchenständen. Etwa halb so viele Frauen (16 Prozent) wie Männer (30 Prozent) nutzen diese Essensangebote sporadisch. Bei Frauen dafür besonders beliebt: Cafés. Dort kehren sie bis zu zehn Prozent häufiger als Männer ein. 
Fazit: Fleisch statt Gemüse, große Portionen, deftiges Essen – auf dem Teller bestätigen Männer immer noch viele Vorurteile. Daraus resultieren nach wie vor große Unterschiede im Ernährungsverhalten von Männern und Frauen.


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So is(s)t Deutschland: Sieben Ernährungstypen

So is(s)t Deutschland: Sieben Ernährungstypen

Moderne Multi-Optionale, Sorglose Sattesser, Problembewusste, Gehetzte, Nestwärmer, Gesundheitsidealisten und Leidenschaftslose Pragmatiker: Laut der Nestlé-Studie „So is(s)t Deutschland 2019“ lässt sich praktisch jeder einem dieser sieben Ernährungstypen zuordnen.

Ein voller Terminkalender prägt das Ernährungsverhalten der Modernen Multi-Optionalen und der Gehetzten. Sie essen, wenn es zeitlich passt. Wenigstens am Wochenende versuchen die Modernen Multi-Optionalen ihre hohen Ansprüche an die Ernährung und Gesundheit umzusetzen, wohingegen für die Gehetzten dann das bewusste Genießen im Familienkreis zählt. „Daneben gibt es die Gesundheitsidealisten und Nestwärmer mit einem sehr hohen Frauenanteil. Für diese beiden Ernährungstypen hat eine gesunde und ausgewogene Ernährung einen hohen Stellenwert, der auch ausgelebt wird“, sagt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio. „Bei den Gesundheitsidealisten steht die Umsetzung der eigenen Ernährungsideale und bei den Nestwärmern die Ausgeglichenheit, Harmonie und Verantwortung im familiären Umfeld im Fokus.“ Sorglose Sattesser und Leidenschaftslose Pragmatiker sind dagegen eher Männer. Für sie zählt das Motto „Quantität vor Qualität“, und Essen wird als Mittel zum Zweck angesehen. Den Themen Ernährung und Gesundheit messen beide Ernährungstypen keine hohe Bedeutung zu. Ganz anders die Problembewussten: Aufgrund von Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Bluthochdruck achten diese diszipliniert auf eine gesunde Ernährung. Sie haben unter den Ernährungstypen den höchsten Altersdurchschnitt.


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Die Multi-Optionalen: Hohe Ansprüche in allen Lebensbereichen

Bei den Modernen Multi-Optionalen handelt es sich hauptsächlich um Männer und Frauen im Alter zwischen 30 und 59 Jahren – meist höher gebildet und in hoher Position berufstätig. Neben Lebensstil, Gesundheit sowie Ernährung haben Moderne Multi-Optionale hohe Ansprüche an ihren Beruf. „Beim Thema Ernährung sind wissenschaftliche Erkenntnisse und eine hohe Qualität der Lebensmittel für sie entscheidend. Die praktische Umsetzung scheitert jedoch häufig am vollen Terminplan und dem inneren Drang, allen Ansprüchen gerecht zu werden“, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Dr. Annette Neubert. „Essen ist für sie häufig mit Zeitdruck und Stress verbunden“. Unter der Woche essen die Modernen Multi-Optionalen meist auswärts. Aber was unter der Woche auf der Strecke bleibt, holen sie am Wochenende ausgiebig nach – eine hochwertige, gesunde und ausgewogene Ernährung. Dabei genießt dieser Ernährungstyp das Kochen internationaler Gerichte mit frischen Zutaten und im geselligen Beisammensein mit Familie und Freunden.

Die Sorglosen Sattesser – Quantität vor Qualität

So könnte das Motto der Sorglosen Sattesser lauten. Oft sind es jüngere, ledige Männer mit niedrigem Bildungsniveau und geringem monatlichen Einkommen. Gesunde Ernährung spielt für sie eine unbedeutende Rolle. Beim Essen geht es dem Sorglosen Sattesser hauptsächlich darum, so schnell wie möglich Appetit und Hunger zu stillen. Die Mahlzeiten werden unreflektiert und unregelmäßig eingenommen. Auch für Bewegung begeistern sie sich nur wenig. Als Resultat ihrer Lebensgewohnheiten sind ihr Gesundheits- und Fitnesszustand meist nicht besonders gut. Übergewicht und dessen Folgeerscheinungen wie Bluthochdruck und hohe Cholesterinwerte treten bei diesem Ernährungstyp häufiger auf. Kochen und Einkaufen empfinden die Sorglosen Sattesser als lästig. Die Nähe zur Einkaufsstätte, das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie ein schnelles Sättigungsgefühl haben für sie einen hohen Stellenwert. Auswärts kommt bei ihnen am liebsten deftige Hausmannskost auf den Tisch. Daheim bestimmen Mikrowellen- und Tiefkühlkost ihren Speiseplan. Allerdings machen sich die Sorglosen Sattesser oft nicht die Mühe zu kochen, sondern greifen zu Fast Food.

Die Problembewussten: Die Gesundheit beeinflusst die Ernährung

Dieser Ernährungstyp ist durchschnittlich am ältesten. Viele der Problembewussten befinden sich bereits im Ruhestand und leben in mittel- und kleinstädtischen Gebieten sowie ländlichen Regionen. Mit 63 Prozent machen Frauen einen Großteil des Ernährungstyps aus. Meist müssen sie aus gesundheitlichen Gründen diszipliniert auf ihre Ernährung achten, da sie häufig an Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder erhöhten Cholesterinspiegeln leiden. Aus diesem Grund setzen die Problembewussten alles daran, ihre Gesundheit zu schonen. Sie legen zudem großen Wert auf regelmäßige Arztbesuche sowie Informationen von Gesundheits- und Ernährungsexperten. Frische Lebensmittel, Obst und Gemüse sind ein wichtiger Bestandteil ihrer Ernährung und sie achten beim Einkauf neben der Frische auf die Qualität und den Preis. Mahlzeiten bereiten die Problembewussten fast ausschließlich selbst zu und essen nur selten außer Haus.

Die Gehetzten: Keine Zeit für gesunde Ernährung

Zum Ernährungstyp der Gehetzten zählen überwiegend ledige, karriereorientierte Männer im Alter von 20 bis 45 Jahren. Bei ihnen landen häufig Fast Food und fettreiche Snacks aufgrund eines vollen Terminkalenders auf dem Teller. „Die Gehetzten nehmen oft kleine Mahlzeiten zu sich, eher ohne Plan und Konzept. Dabei treibt sie der Heißhunger an“, erläutert Dr. Annette Neubert. „Sie sind sich durchaus darüber bewusst, dass sie besser auf ihre Ernährung und Gesundheit achten sollten und würden es auch gerne tun. Der prallgefüllte Terminkalender hindert sie allerdings daran.“ Sie leiden überdurchschnittlich viel an Schlafstörungen, Müdigkeit und Übergewicht. Ihr Herz schlägt für deftige Kost, sei es aus der heimischen oder internationalen Küche. Nur an den Wochenenden haben sie die Möglichkeit, das Essen zu genießen und nehmen Mahlzeiten am liebsten im Kreise der Familie oder mit Freunden ein. Die Gehetzten empfinden Einkaufen als lästige, zeitraubende Aktivität. Frisches Obst und Gemüse findet dabei nur selten den Weg in ihren Einkaufswagen – dafür landet dort Convience-Food, dass sie schnell und einfach zubereiten können.

Die Nestwärmer – mindestens eine warme Mahlzeit!

Die Nestwärmer sind ausgesprochene Familienmenschen. Sie haben meistens Kinder und der Frauenanteil ist überproportional hoch. Nestwärmer leben häufiger in kleinstädtischen Milieus oder im Umland mittlerer sowie größerer Städte und verfügen über ein mittleres bis hohes Haushaltseinkommen. Ausgeglichenheit, Harmonie und Verantwortung ist ihnen im familiären Umfeld und in anderen Lebensbereichen ein großes Anliegen – so auch die Ernährung. Aus diesem Grund kochen sie sehr gerne und häufig und scheuen dabei keinen Aufwand, um ihre Familie gesund und ausgewogen zu ernähren. „Jeden Tag mindestens eine warme Mahlzeit!“ ist für diesen Ernährungstyp ein Muss und er schätzt das Gemeinschaftserlebnis bei Tisch. „Damit liegen Nestwärmer voll im Trend“, sagt Dr. Annette Neubert. „Denn 77 Prozent der Befragten gaben in der Nestlé-Studie an, dass ihnen gemeinsame Mahlzeiten wichtig sind.“ Frische, Qualität und Herkunft sind die Schlagwörter beim Einkaufsverhalten der Nestwärmer. Dafür greift dieser Ernährungstyp gern etwas tiefer in die Tasche.

Die Gesundheitsidealisten – überwiegend weiblich

Die Gesundheitsidealisten sind zu drei Viertel Frauen und kommen meist aus einem städtischen Umfeld. Unter ihnen finden sich überdurchschnittlich viele Akademikerinnen und Akademiker mit einem sehr hohen Anspruch an ihr Leben. Dazu gehören die Verwirklichung kreativer Ziele und ein Leben im Einklang mit der Natur. Dieser Ernährungstyp achtet stets auf ausreichend Bewegung und beschäftigt sich leidenschaftlich gern mit Ernährungs- und Gesundheitsfragen. Eine hochwertige und gesunde Ernährung spielt in ihrem Leben eine übergeordnete Rolle. Sie sind bereit, mehr für qualitativ hochwertige Lebensmittel auszugeben. Gesundheitsidealisten ernähren sich häufig vegetarisch oder haben ihren Fleischkonsum bewusst eingeschränkt. Sie lehnen Fertigprodukte ab, kochen bereitwillig mehrfach am Tag und probieren gerne neue Rezepte aus. Dadurch möchten die Gesundheitsidealisten sicherstellen, dass sie ihre eigenen Ernährungsideale einhalten. Auf ihrem abwechslungsreichen, oft internationalen Speiseplan stehen Vollwertkost, Bioprodukte und nährstoffreiche Lebensmittel.

Die Leidenschaftslosen Pragmatiker: Essen als Mittel zum Zweck

Es handelt sich bei dieser Gruppe mehrheitlich um Männer verschiedener Altersklassen mit geringem bis mittleren Einkommen. Vielen Dingen des Lebens stehen sie eher gleichgültig gegenüber. Ihre Lebensqualität bewerten sie als durchschnittlich, genauso wie ihren Fitness- und Gesundheitszustand. Für die Leidenschaftslosen Pragmatiker besitzen die Themen Ernährung und Gesundheit keinen hohen Stellenwert – Essen ist ein Mittel zum Zweck. Einkaufen muss für sie ohne viel Aufwand vonstattengehen. Die Lebensmittel sollten möglichst günstig sein. Kochen ist für diesen Ernährungstyp weder Hobby noch soziales Event, sondern dient nur der reinen Nahrungsaufnahme. Besonders beliebt bei den Leidenschaftslosen Pragmatikern ist deftige Hausmannskost.

Die Nestlé-Studie 2019

Was, wann und wie oft essen die Deutschen? Unter anderem diese Fragen stellte die umfassende Nestlé-Studie „So is(s)t Deutschland“ zum Ernährungs- und Einkaufsverhalten der Deutschen. In Kooperation mit dem Institut für Demoskopie Allensbach wurden in der Nestlé-Studie 2019 insgesamt 1636 Personen zwischen 14 und 84 Jahren befragt. So entstand ein repräsentatives Bild zum Ernährungs- und Einkaufsverhalten in Deutschland.


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Abwechslung für die Schultüte

Abwechslung für die Schultüte

Jedes Jahr im Sommer steht vielen Kindern in Deutschland ein großer Tag bevor – die Einschulung. Höchste Zeit, sich über den Inhalt der Schultüte Gedanken zu machen. Denn die gehört zum Schulstart einfach dazu und hat in Deutschland eine lange Tradition. „Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts begannen Eltern, vor allem in Sachsen und Thüringen, ihren Kindern den ersten Schultag mit prallgefüllten, spitzen Tüten zu versüßen. Allerdings war das zunächst nur in größeren Städten und innerhalb wohlhabender Gesellschaftsschichten üblich. Aber bald verbreitete sich die Schultüte in ganz Deutschland. In anderen Ländern ist dieser Brauch übrigens eher unbekannt“, verrät Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio. Heute wie damals erwarten die angehenden Erstklässler gespannt den ersten Schultag und ihre Schultüte.

Lecker und spannend

So stehen in diesem Jahr wieder viele Eltern deutschlandweit vor der Frage: Was kommt in die Tüte? Eine abwechslungsreiche Mischung aus kleinen Köstlichkeiten und netten Geschenkideen macht jede Schultüte zu einer spannenden Angelegenheit. „Der erste Schultag ist ein einmaliges Erlebnis. Als kleine Extras beziehungsweise Ausnahmen bei besonderen Anlässen sind Süßigkeiten und Knabbereien in Maßen auch in einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung erlaubt“, sagt Ernährungswissenschaftlerin Dr. Annette Neubert. „Eine geeignete Portionsgröße ist dabei ganz einfach zu bemessen: Eine Portion entspricht der Menge, die in die Hand des Kindes passt.“ Verbote sind hingegen kontraproduktiv und führen eher zu einer Trotzreaktion des Kindes. Deshalb ist es ratsam, dass Eltern mit ihren Kindern über eine gesunde Ernährung sprechen. Klare Regeln oder Absprachen zum Verzehr von Süßigkeiten und Snacks, zum Beispiel wann und wie oft genascht werden darf, helfen den Kleinen dabei, zu verstehen, dass es sich um Extras in einer ausgewogen Ernährung handelt.

Ausgewogener Mix für die Schultüte

Neben den Klassikern wie Schokoriegeln, Butterkeksen oder Gummibärchen können Müsliriegel, Reiswaffeln, Studentenfutter, Vollkorngebäck, Kinder-Zahnpflege-Kaugummis und frisches Obst, wie ein Apfel oder eine Birne, den Inhalt der Schultüte abrunden. „Lebensmittel wie Vollkorngebäck, Nüsse und Obst enthalten wichtige Nährstoffe, die im Schulalltag zur Leistungsfähigkeit und Entwicklung der Kinder beitragen“, erklärt Dr. Annette Neubert. Als kleine Geschenkidee bietet sich beispielsweise eine coole Trinkflasche, eine Pausenbrotbox, ein Springseil oder ein Tischtennisschläger an. Aber auch Straßenkreide, Aufklebe-Tattoos, kleine Autos, Hörbücher oder bunte Stifte und Radiergummis für den Unterricht erfreuen sich bei den Schulanfängern immer großer Beliebtheit. Alternativ ist ein Gutschein für einen Ausflug in den Zoo oder eine gemeinsame Radtour eine schöne Geschenkidee. Mit einer abwechslungsreichen Mischung aus Leckereien und kleinen Überraschungen bestückt, wird der erste Schultag sicher unvergesslich!


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Leichte Snacks für den kleinen und großen Hunger

Leichte Snacks für den kleinen und großen Hunger

Ein kleiner Imbiss oder Pausensnack als Mahlzeit zwischendurch ist oft die Rettung in der Not. Doch nicht selten wird bei Heißhunger zu kalorienreichen Leckerbissen gegriffen, die oft nur kurzzeitig sättigen. „Besser sind leichte, ausgewogene Snacks wie selbstgemachte Smoothies, Rohkost, ein Vollkorn-Muffin oder Joghurt mit frischem Obst. Sie enthalten für den Körper wichtige Nährstoffe und können zur Sättigung beitragen“, sagt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio.

Heißhunger adé

Regelmäßige, ausgewogene Mahlzeiten im Sinne der Ernährungspyramide versorgen den Körper gleichmäßig mit Energie, die für sämtliche Stoffwechselvorgänge benötigt wird. Kohlenhydrate und Ballaststoffe aus Vollkornerzeugnissen wie Nudeln, Brot oder Reis, Gemüse und Obst halten den Blutzuckerspiegel für längere Zeit auf einem konstanten Niveau. Dies wirkt dem Hungergefühl entgegen und sorgt dafür, dass man sich fit und leistungsfähig fühlt. Die meisten Menschen kommen mit fünf kleineren, ausgewogenen Mahlzeiten gut über den Tag.

Für den kleinen Hunger zwischendurch

Schnell, lecker und nährstoffreich – das sind die Anforderungen an einen idealen Snack. „Wer gerne zwischendurch mal zugreift, sollte Obst, Rohkost, Nüsse und Produkte mit hohem Vollkornanteil wie Müsli oder Vollkorncerealien mit fettarmen Milchprodukten bevorzugen“, rät Dr. Annette Neubert. „So bietet sich beispielsweise ein Wrap mit Hummus und Gemüse, Porridge oder isländischer Joghurt „Skyr“ mit Obst und Nüssen als eine leckere Zwischenmahlzeit an.“ Aber auch frische Obststückchen, Fruchtmus oder Gemüsesticks aus Gurke, Kohlrabi, Paprika und Möhre mit Joghurt- oder Quarkdip sind leckere Snacks für zwischendurch. Einfach abends vorbereiten, das Obst oder Gemüse in einer Frischhaltebox, den Dip in einem Behälter mit Schraubverschluss über Nacht im Kühlschrank aufbewahren, am nächsten Tag mitnehmen: Fertig!

Tipps für den größeren Hunger

Manchmal ist die Zeit knapp und der Hunger groß. Aber auch im Restaurant oder in der Kantine lässt sich auf eine ausgewogene und kalorienbewusste Ernährung achten. „Als Hauptspeise einfach mal die vegetarische Variante mit viel Gemüse oder Salat ausprobieren, Gerichte ohne viel Soße oder mit wenig Käse überbacken auswählen. Außerdem hilft es gekochte beziehungsweise gedünstete Speisen den frittierten oder gebratenen Gerichten vorzuziehen. Denn sie enthalten meist weniger Fett und Kalorien“, empfiehlt Ernährungswissenschaftlerin Dr. Annette Neubert. „Fleisch und Fisch gegrillt, gebraten oder gedünstet und ohne fettaufsaugende Panade bevorzugen.“ Alternativ bietet es sich auch an, Gerichte vorzubereiten oder vorzukochen und am nächsten Tag bei Bedarf zu verzehren. Dafür eignen sich gemischte Salate, Gemüsegerichte mit magerem Fleisch, Nudelgerichte mit selbstgemachten Pesto, Eintöpfe oder Suppen.

Nascherlaubnis: Verbieten ist verboten

Süße und herzhafte Leckereien sind erlaubt, solange die Menge stimmt. Bis zu 200 Kalorien am Tag aus Süßigkeiten und Knabbereien helfen als Richtwert, um deren Verzehr im Auge zu behalten. So viele Kalorien stecken unter anderem in 20 Salzstangen und fünf Butterkeksen oder einem Crêpe mit Apfelmus. Aber es gibt auch fettarme Snacks und Knabbereien. Dazu gehören beispielsweise Obstkuchen mit Biskuit oder Hefeteig und Fruchteis oder Sorbet.

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Tropische Früchte – so schmeckt die Sonne

Tropische Früchte – so schmeckt die Sonne

Von Ananas und Bananen über Kiwis, Litschis und Mangos bis hin zu Papayas und Sternfrüchten – das Angebot in deutschen Supermärkten lässt kaum Wünsche offen. Die Fruchtimporte aus tropischen Ländern versprechen das ganze Jahr über exotischen Genuss. „Die verschiedenen Exoten bieten geschmackliche Abwechslung und liefern zum Beispiel als fruchtige Zwischenmahlzeit zahlreiche Vitamine“, sagt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio.

Exoten reif genießen

Wie heimisches Obst schmecken auch exotische Früchte am besten und enthalten am meisten Vitamine, wenn sie reif geerntet werden. „Im reifen Zustand sind sie vor allem reich an Vitamin C und Betacarotin, der Vorstufe des Vitamin A. Exportiert werden die Früchte jedoch häufig unreif, damit sie länger haltbar sind“, erklärt Dr. Annette Neubert. „Die meisten Exoten wie Bananen, Kiwis, Mangos und Papayas reifen auch nach der Ernte noch nach. Ananas, Granatäpfel und Litschis sollten hingegen reif gekauft werden.“ Der Reifegrad kann mithilfe des Geruchs- und Tastsinns festgestellt werden. Verströmen die Früchte einen aromatischen Duft und gibt die Schale auf Druck leicht nach, sind die meisten Sorten reif. Auch an der Färbung lässt sich erkennen, ob das Obst genießbar ist. Allerdings gibt sie nicht immer Auskunft über den Reifegrad der Frucht. So kann eine noch grüne Ananas reif sein, wenn sich die Blätter aus der Mitte leicht auszupfen lassen.

Zubereitung und Lagerung

Bananen und Kiwis sind hierzulande wohl die bekanntesten tropischen Früchte. Mit Exotik bringt sie aber kaum noch jemand in Verbindung und sie sind für viele Menschen inzwischen selbstverständlich. Dagegen haben sich beispielsweise Litschi, Mango, Sternfrucht oder Kaki ein exotisches Flair bewahrt und bereichern den heimischen Speiseplan. Ob als einzelne Frucht oder besondere Zutat in Smoothies, Dips, Suppen oder Salaten – die Exoten sind immer ein fruchtiges Highlight. Wichtig ist, dass die Früchte richtig gelagert werden. Ernährungswissenschaftlerin Dr. Annette Neubert empfiehlt: „Da exotische Früchte in der Regel keine Kühlschranktemperaturen vertragen, sind Bananen, Mangos und Papayas nicht im Obst- und Gemüsefach des Kühlschranks, sondern idealerweise an einem kühlen, dunklen Ort aufzubewahren.“

Rezept für Mango-Salsa

  • 1 rote Chilischote
  • 1 große reife Mango 
  • ½ Orange 
  • 1 Teelöffel Limettensaft 
  • 1 Teelöffel Zucker 
  • Speisewürze 
  • Currypulver 
  • schwarzer Pfeffer

 

Zubereitung:

  1. Chilischote waschen, Kerne und weiße Innenhäute entfernen und in kleine Würfel schneiden. Mango schälen, das Fruchtfleisch vom harten Kern lösen. Ein Viertel der Mango in kleine Würfel schneiden und beiseite stellen, den Rest in große Stücke schneiden. 
  2. Mit dem Stabmixer Fruchtfleisch, Saft der halben Orange, Limettensaft und Zucker pürieren. Mit Speisewürze, Curry und Pfeffer nach Belieben abschmecken. Chilischoten- und Mangowürfel unterrühren.

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Leserfrage: Schwimmen – eine Sportart für jedermann?

Leserfrage: Schwimmen – eine Sportart für jedermann? Portrait: Dr. Anette Neubert

Frage von Julia H. aus München an Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio

Ich bin übergewichtig und möchte gerne mehr Sport treiben, um abzunehmen. Ist Schwimmen wirklich ein geeigneter Sport, der auch die Gelenke schont?

„Schwimmen ist ein idealer Ausdauersport auch für Menschen mit Übergewicht und Gelenkproblemen. Die Sportart vereint fast alle Vorteile, die man sich von einem Ausdauertraining wünschen kann. Denn Schwimmen wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus, indem es die Durchblutung im ganzen Körper fördert und so den Kreislauf in Schwung bringt. Außerdem kräftigt Schwimmen alle großen Muskelgruppen gleichmäßig und entlastet durch die Auftriebskraft des Wassers gleichzeitig Wirbelsäule, Gelenke und Bänder. Auch Verspannungen in der Hals-, Schulter- und Rückenmuskulatur können, besonders beim Rückenschwimmen, gelöst und Stress kann durch den Abbau von Stresshormonen reduziert werden. Zudem verbraucht der Körper bei dieser Ausdauersportart viele Kalorien, was beim Abnehmen oder dem Erhalt des Körpergewichts helfen kann. Für die gesundheitsfördernde Wirkung ist die richtige Technik beim Schwimmen ausschlaggebend. Vor allem falsches Brustschwimmen kann den Bewegungsapparat einseitig belasten und führt zu Verspannungen – mit erhobenem Kopf zu schwimmen, strapaziert häufig die Hals- und Brustwirbelsäule und ein Hohlkreuz entsteht. Tipp: Beim Brustschwimmen mit Kopf und Wirbelsäule eine Linie bilden. Neben der richtigen Schwimmtechnik trägt eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung zur Leistungsfähigkeit im Schwimmsport bei. Dabei helfen die Empfehlungen der Ernährungspyramide. Der Verzehr von wertvollen Kohlenhydraten und Ballaststoffen aus Vollkornerzeugnissen und Gemüse hält beispielsweise den Blutzuckerspiegel konstant – eine wichtige Voraussetzung für eine lang andauernde Leistungsfähigkeit. Ebenso müssen Schwimmer wie andere Sportler ausreichend Flüssigkeit aufnehmen, weil auch sie schwitzen! Für die Flüssigkeitszufuhr vor oder während des Trainings eignen sich am besten Wasser oder eine Saftschorle im Mischverhältnis ein Viertel Saft und drei Viertel Wasser. Wer weniger als eine Stunde schwimmt, kann den Flüssigkeitsverlust auch nach dem Sport ausgleichen. Bei längerem Training ist das zwischenzeitliche Trinken kleinerer Mengen zu empfehlen.“


Dr. Annette Neubert ist promovierte Ernährungswissenschaftlerin. Sie verantwortet mit ihrem Team den Bereich Ernährung, Gesundheit und Wohlbefinden bei Nestlé und damit auch die individuelle Ernährungsberatung im Nestlé Ernährungsstudio.

 

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Pressesprecher Ernährung und Gesundheit
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