Wie viel Salz ist ungesund?

Ist Salz ungesund? Wie viel des weißen Goldes soll es sein?

Salz haucht vielen Speisen die gewünschte Würze ein – das sprichwörtliche Salz in der Suppe gibt dem Essen das gewisse Etwas. Allerdings ist es immer wieder in der Diskussion: Wie viel Salz ist für die Gesundheit unbedenklich? Welche Menge Salz pro Tag kann ich bedenkenlos essen? Und welche Lebensmittel sind wahre Salztöpfe? Jetzt gibt‘s Antworten!

Wie viel Salz ist ungesund?

Fest steht: Salz besteht aus den lebensnotwendigen Mineralstoffen Natrium und Chlorid. Natrium ist z. B. wichtig für den Säure-Basen-Haushalt sowie die Muskel- und Nervenzellen. Chlorid ist Bestandteil von Verdauungssäften. Natrium wird zu 90 % über Speisesalz aufgenommen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) schätzt die angemessene Natriumzufuhr auf 1,5 g Natrium pro Tag. Daraus leitet sich die Empfehlung ab, täglich zwischen 4 und 6 g Speisesalz zu konsumieren. Die tatsächlich aufgenommenen Mengen liegen jedoch weit über dieser Empfehlung, nämlich bei Männer im Durchschnitt bei 10 und Frauen bei 8,4 g Salz pro Tag.


Wie Sie den Salzgehalt Ihrer Lebensmittel im Auge behalten, lesen Sie jetzt.

Salzkonsum einschränken, aber wie?

Für das Zuviel an Salz wird häufig der Salzstreuer an den Pranger gestellt. Ein großer Teil der täglichen Salzration stammt jedoch aus folgenden Lebensmitteln:

  • Brot und Brötchen: 24 %
  • Fleisch- und Wurstwaren: 15-21 %
  • Käse und Milchprodukte: 10 %

Werfen Sie bei verpackten Lebensmitteln einen Blick auf die Nährwerttabelle. Denn bis spätestens Dezember 2016 müssen alle Hersteller den Salzgehalt dort angeben. Auf vielen Verpackungen finden Sie ihn schon jetzt. Durch bewussten Genuss verringern Sie Ihren Salzkonsum:

  • Laugengebäck schmeckt auch ohne Streusalz.
  • Gekochter Schinken enthält häufig weniger Salz als Salami.
  • Auch einige Käsesorten haben einen niedrigeren Salzgehalt als andere: Frischkäse ist z. B. eine gute Alternative zu Gouda & Co.
  • Verwenden Sie zum Würzen frische Kräuter – so sparen Sie am Salz, nicht am Geschmack!

Stimmt es eigentlich, dass zu viel Salz zu Bluthochdruck führt?

Salz und Gesundheit: Bluthochdruck

Tatsächlich kann ein dauerhaft hoher Salzkonsum das Risiko für Bluthochdruck steigern. Dies wiederum ist ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Studien zeigen auch, dass weniger Salz im Essen den Blutdruck senken kann. Bei Personen mit Bluthochdruck ist der Effekt stärker als bei Personen, deren Blutdruck im Normbereich liegt. Sogenannte salzsensitive Menschen profitieren mehr als der Durchschnitt. Es lohnt sich also, es einmal auszuprobieren.


Warum Eltern besonders auf den Salzkonsum ihrer Kinder achten sollten, erfahren Sie jetzt.

Säuglinge und Kleinkinder – salzen oder nicht salzen?

Erst mit der Zeit lernen wir, das Salz in der Suppe zu lieben. Unsere Schwäche für Süßes wird uns hingegen in die Wiege gelegt. Bei Kindern entwickeln sich salzige Vorlieben mit zwei bis drei Jahren. Tipp: Selbst gemachter Babybrei kommt ganz ohne Salz aus. Für Säuglinge und Kleinkinder sind in Muttermilch und Lebensmitteln ausreichend Natrium und Chlorid enthalten. Übrigens: Erwachsene können sich die Vorliebe für Salziges langsam wieder abtrainieren – geben Sie einfach immer wieder eine Prise Salz weniger ins Essen.


Ist der Zusatz von Jod oder Fluorid im Kochsalz eigentlich sinnvoll?

Salz mit Zusatz – Jodsalz & Co.

Wie empfehlenswert ist Salz mit Jod, Fluorid oder Folsäure? Salz mit Zusätzen leistet einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung unseres Körpers mit diesen Nährstoffen. Denn Jod, Fluorid und Folsäure haben wesentliche Funktionen:

  • Jod ist wichtig für die Schilddrüse.
  • Fluorid sorgt für die Mineralisation von Zähnen und Knochen.
  • Folsäure ist wichtig für die Blutbildung und die gesunde Entwicklung des Embryos bei Schwangeren.

Die DGE empfiehlt Jod- und Fluorid-Salz. Gute Folsäure-Lieferanten sind auch grünes Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte.


Und jetzt: Unser Fazit zum Thema Salz und Gesundheit!

Wie viel Salz ist nun gut?

Beim Salz kommt es wie so oft auf die Dosis an: Versuchen Sie, wenig zu salzen, da viele Lebensmittel wie Brot oder Käse unser Salzkonto schon reichlich füllen. Mit einer Menge von täglich maximal 6 g liegen Sie entsprechend den Empfehlungen der DGE richtig.

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