Schnell abnehmen

Schnell abnehmen: Von Blitzdiät bis Ernährungsumstellung – wie geht’s und was ist wirklich sinnvoll?


Die Hose drückt, der Bikini ist zu eng, die Bluse spannt – spätestens jetzt denken die meisten: Eine wirksame Diät muss her und zwar zackig! Dass schnell abnehmen innerhalb von kürzester Zeit auf lange Sicht nicht wirklich sinnvoll ist, ist Ihnen wahrscheinlich bekannt: Hier lauern Hunger, Frust und der gefürchtete Jo-Jo-Effekt. Das Nestlé Ernährungsstudio ist der Sache auf den Grund gegangen, gibt Tipps darüber, wie Sie ohne großen Verzicht dauerhaft abnehmen können und beleuchtet den Dauerbrenner in Sachen „Schnell abnehmen“: die Saftkur.

Aber ganz von Anfang: Müssen Sie wirklich (schnell) abnehmen?

Bevor Sie mit Diäten oder einer Ernährungsumstellung beginnen, bestimmen Sie am besten zuerst einmal Ihren Body-Mass-Index (BMI).

Hier geht’s zu unserem BMI-Rechner – schauen Sie gleich mal nach, ob schnell abnehmen überhaupt nötig ist!

Er verschafft Ihnen eine Orientierung, ob Ihr Gewicht im Normalbereich, etwas darunter oder darüber liegt.

Bitte beachten:
Ab einem BMI von 30 sollten Sie auf jeden Fall mit einem Arzt sprechen, der Sie dabei unterstützt, das Übergewicht gezielt in den Griff zu bekommen.
Aber ganz klar: Wenn das Körpergefühl aus der Balance geraten ist und man sich nicht mehr wohl in seiner Haut fühlt, möchte man abnehmen. Der BMI verrät Ihnen schon einmal, wohin die Reise gehen soll und ob sich eine Diät bei Ihrem Gewicht überhaupt empfiehlt.

Schnell abnehmen: Ernährung umstellen statt Blitzdiät

Eine Diät oder besser eine langfristige Ernährungsumstellung kann Sie bei der Gewichtsabnahme unterstützen. Lassen Sie aber lieber die Finger von sogenannten Blitzdiäten, die Ihnen versprechen, in kürzester Zeit extrem viel Gewicht zu verlieren.
Hier lauern Gefahren.

Das sind die Nachteile von Blitzdiäten:

  • Ungesund: Sie sind in Bezug auf die Lebensmittelauswahl meistens sehr einseitig und gewährleisten so keine ausgewogene Ernährung.
  • Fressattacken-Alarm: Sie bedeuten in jedem Fall Verzicht und der Heißhunger lässt nicht lange auf sich warten.
  • Jo-Jo-Effekt: Viele nehmen nach der Diät schnell wieder zu, denn unser Körper ist darauf programmiert, Vorräte für Zeiten des Hungers anzulegen. Wird nach einer Diät also wieder „normal“ gegessen, legt der Körper sich als Schutzmaßnahme Fettpolster an.
  • Falsche Versprechungen: Hinterfragen Sie, was Sie lesen. Eine Gewichtsabnahme ergibt sich stets proportional zur Fettmasse des Körpers. Schwerere Menschen können demnach auch schneller mehr Gewicht verlieren. Verspricht Ihnen eine Diät aus dem Internet oder einer Zeitschrift beispielsweise 10 Kilo in 30 Tagen abzunehmen, können Sie davon ausgehen, dass das nicht dem realistischen Gewichtsverlust einer normal- oder leicht übergewichtigen Person entspricht. Und außerdem:
  • Abnahme ist nicht gleich Abnahme: Durch Blitzdiäten manipulieren Sie meist nur den Wasserhaushalt Ihres Körpers. Sie verlieren kein Fett, sondern Wasser – das sieht man auch auf der Waage, aber eben nur extrem kurzfristig. Und nicht vergessen: Wenn Sie weniger essen, trägt Ihr Magen- und Darmtrakt auch weniger Inhalt – das kann schon mal für 500 bis 1000 g weniger auf der Waage sorgen.
Unser Tipp: Wenn Sie mithilfe einer Diät schnell (und vor allem langfristig) abnehmen möchten, prüfen Sie diese zuerst auf Herz und Nieren – unser Diäten-Check macht’s möglich!

Schnell abnehmen bei ausgewogener Ernährung: So organisieren Sie sich richtig

Im Rahmen einer bewussten Ernährung müssen Sie auf nichts verzichten, sondern nur bewusst aus dem großen Angebot auswählen und etwas auf die Menge achten. Sogar Süßigkeiten und Knabbereien sind in Maßen erlaubt!

Gleich anschauen und downloaden: Hier finden Sie unsere Ernährungspyramide, die Ihnen anzeigt, was auf Ihrem Speiseplan stehen sollte. Die Nestlé Ernährungsstudio Mini-Coaches und unser WhatsApp Service helfen Ihnen zusätzlich dabei, die Ernährung umzustellen und Ihr Wohlfühlgewicht zu erreichen.

Was können Sie sonst noch tun? Sechs Tipps für ganz Eilige – schnell abnehmen ohne Qualen für den Körper

  • Buntes und frisches Gemüse bzw. Obst sollten Ihre ständiger Begleiter sein. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, sich an die „5 am Tag“-Regel zu halten. Dabei sollen täglich mindestens fünf Portionen (je eine Hand voll) Gemüse und Obst im Verhältnis 3:2 gegessen werden. Hier geht’s zu unserem praktischen Saisonkalender.
  • Ernähren Sie sich Low Carb: Reduzieren Sie Brot, Nudeln & Co., aber verzichten Sie nicht völlig auf Kohlenhydrate. Hier erfahren Sie alles über das Thema Low-Carb-Ernährung.
  • Lassen Sie Lebensmittel mit künstlich zugesetztem Zucker weg. Richten Sie sich stattdessen lieber einen „Cheat Day“ ein, an dem Sie sich mit einer kleinen Leckerei belohnen.
  • Trinken Sie vor jeder Mahlzeit ein großes Glas stilles Wasser. Es hilft, das Eintreten des Sättingungsgefühl zu beschleunigen.
  • Nehmen Sie viel Protein in Form von sorgfältig ausgewählten Fleisch, Fisch sowie Eiern zu sich. Warum Eiweiß wichtig beim Abnehmen ist, lesen Sie hier.
  • Greifen Sie außerdem zu gesunden Fetten aus z. B. kaltgepressten Pflanzenölen, Nüssen, Samen, Avocados und Oliven. Alles aber natürlich in Maßen.

Und ganz wichtig: Schnell abnehmen mit Bewegung, Bewegung, Bewegung

Sie verlieren in der Regel dann Gewicht, wenn Sie mehr Energie verbrauchen als Sie aufnehmen. Wenn Sie also neben der bewussten Lebensmittelauswahl auch mehr Bewegung und Sport in Ihren Alltag bringen, sind Sie schneller auf der Zielgeraden als durch eine Blitzdiät, die sie müde, umotiviert und schlapp macht. Wie Sie die besten Voraussetzungen für gesundes und schnelles Abnehmen erfüllen, lesen Sie hier:  

Tipps für mehr Bewegung im Alltag!

  • Versuchen Sie, so viele Erledigungen wie möglich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu bewältigen.
  • Lassen Sie Aufzüge links liegen und nehmen Sie die Treppe.
  • Unternehmen Sie doch mal einen kleinen Spaziergang in der Mittagspause.
  • Gehen Sie zusätzlich dreimal pro Woche 30 bis 60 Minuten Walken oder ins Fitness-Studio.
  • Legen Sie direkt los! Ganze einfach von zu Hause aus: Schnappen Sie sich Ihre Trainingsmatte und befolgen Sie unseren sechswöchigen Workout-Plan inklusive Videos, Ernährungs- sowie Verhaltenstipps! Hier geht’s zum Beach Body.
Alles viel zu langweilig?
Schauen Sie doch mal in unseren Artikel „Mal was anderes: Trendsportarten für drinnen und draußen!“ – vielleicht inspiriert er Sie, Zumba, Slacklinen & Co. auszuprobieren. Und apropos Trends …

Juice Cleanse, Saftkur, Saft-Diät ­– eine beliebte „Schnell abnehmen“-Methode im Kurzcheck

Im Zusammenhang mit „Schnell abnehmen“, dem Fasten- und Detox-Trend haben Sie sicher auch schon von sogenannten Saftkuren gehört. Wir nehmen diese Methode an dieser Stelle einmal unter die Lupe.

Zwar werden Sie mithilfe einer Saft-Diät Ihr Gewicht nicht langfristig reduzieren können, jedoch kann das Konzept bei der Ernährungsumstellung helfen. Es erhöht Ihre Achtsamkeit in Bezug auf das Thema Essen, durchbricht das gewohnte Verhalten und kann Ihnen einen Neustart erleichtern.

Wie funktioniert eine Saftkur?

  • Zuerst legen Sie einige schonende Entlastungstage ein. In dieser Zeit verzichten Sie schon auf große Mahlzeiten, Milchprodukte, Weizenmehl, Zucker, Alkohol, Nikotin und Koffein. So bereiten Sie den Körper langsam auf die Fastenzeit vor, in der Sie gar keine festen Speisen zu sich nehmen. Manche Menschen unterziehen sich kurz vor der Saftkur auch einer künstlich herbeigeführten Darmentleerung. Alles auf Anfang quasi.
  • Während der Saft-Diät trinken Sie im Abstand von ca. zwei Stunden etwa sechs gekühlte Säfte (500 ml) aus Gemüse und/oder Obst täglich. Zusätzlich sind Wasser, Kräutertees und Gemüsebrühe erlaubt.
  • Nach der Kur beginnen Sie langsam wieder normal zu essen. Man spricht von Aufbautagen. Achten Sie auf eine ballaststoffreiche, fettarme Ernährung und starten Sie mit Brei oder Suppe, um Ihren Magen-Darm-Trakt nicht zu überfordern.
Unser Tipp: Vermeiden Sie Kuren, die über einen langen Zeitraum andauern, da sonst ein Nährstoffmangel droht. Ein bis maximal drei Tag/e genügen völlig. Achten Sie beim Obst- und Gemüsekauf außerdem auf Bio-Qualität, damit Sie keine unerwünschten Stoffe zu sich nehmen. Sollten Sie Ihre Säfte bei einem Online-Anbieter kaufen, unbedingt vorher die Inhaltsstoffe checken!

Warum eine Saft-Diät?

Im Englischen spricht man von einer Juice Cleanse, also einer „Reinigung“ mithilfe von Saft. Der Körper soll von unerwünschten Stoffen wie Chemikalien und Schadstoffen befreit werden, die er aufgrund der vielen künstlichen Zusätze, die man heutzutage in unseren Lebensmitteln findet, gar nicht mehr richtig abbauen könne. Die sogenannten „Schlacken“. Stimmt das? Richtig ist, dass dem Körper während einer Saftkur weniger potentiell schädliche Substanzen zugeführt werden, da der Mensch schlichtweg darauf verzichtet. Der Verdauungstrakt erhält eine Ruhepause. Das viele Trinken „spült“ uns außerdem ordentlich durch, auch das ist richtig.

Juice Cleanse – das Fazit

Laut DGE ist es aber tatsächlich so, dass die Wissenschaft eine Reinigung des Körpers von Schadstoffen gar nicht für nötig hält. Welche Gifte oder Schadstoffe werden bei Saft-Diäten genau abgebaut und wie überhaupt? Darüber gibt es keine belegten Erkenntnisse. Weiter heißt es, ein gesunder menschlicher Körper könne sich selbst „reinigen", indem er unerwünschte Stoffe über Leber, Nieren, Darm, Haut und die Atmung ausscheide. Dennoch, wie eingangs erwähnt, kann eine kurze Saft-Diät in Erwägung gezogen werden, wenn der Wunsch nach einer Ernährungsumstellung oder einer „gefühlten“ Reinigung des Körpers besteht.

Ein bis zwei Kilogramm im Monat: Realistisch statt schnell abnehmen

Wenn Sie gesund abnehmen möchten, planen Sie einen Gewichtsverlust von ein bis zwei Kilogramm Gewicht pro Monat ein. Halten Sie zunächst drei Monate Diät und pausieren dann vier bis sechs Wochen, um das neue Gewicht zu halten. So gelingt es besser, sechs bis zehn Kilogramm pro Jahr zu verlieren und Ihr neues Wohlfühlgewicht auch dauerhaft zu halten.

Wir wünschen alles Gute für den Weg zu Ihrem persönlichen Traumgewicht!

Quellen zum Artikel

  1. aid Infodienst für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz e. V.
  2. BMI. https://www.uni-hohenheim.de/wwwin140/info/interaktives/bmi.htm.
  3. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.

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Nährwerte

Nährwerte pro
100 g
1 Portion (20 g) % RM pro Portion*
Energie 454 kJ 91 kJ
108 kcal 22 kcal 1 %
Fett 2,5 g 0,5 g 1 %
davon ges. FS 0,9 g 0,2 g 1 %
KH 1,0 g 0,2 g 1 %
davon Zucker 1,0 g 0,2 g <1 %
Ballast­stoffe <0,5 g <0,1 g
Eiweiß 20,0 g 4,0 g <1 %
Salz 2,5 g 0,50 g 8 %
Legende:
  • (<)  kleiner
  • (>)  größer
  • (ges. FS)  gesättigte Fettsäuren
  • (KH)  Kohlenhydrate
  • (*)  Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen (8400 kJ/2000 kcal). Portionen sollten für Kinder entsprechend ihrem Alter angepasst werden.
  • (**)  Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen (8400 kJ/2000 kcal). Weitere Informationen zur Nährwertkennzeichnung.
Weitere Informationen