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Hi, ich bin Tommy!

Vorname: Tommy

Warrior-Name: Meatallica

Alter: 42

Beruf/Tätigkeit: Strategischer Berater Digitale Transformation

 

Challenge: Low Carb

Mein Tag besteht aus Workshops, Powerpoint und Immer-wieder-unterwegs-Sein. Zu Hause ist und bleibt es spannend, der erste Sohn ist jetzt ein halbes Jahr alt. Langsam müssen wir uns doch etwas Gedanken über die wertvolle Platten- und Comicsammlung machen – der Junge macht mobil.

 


Welche Challenge habe ich gewählt und warum? Low Carb. Für mich ist es einfacher, einen Bestandteil des Essens einfach wegzulassen, als einem konkreten Plan zu folgen. Deshalb bin ich neugierig auf eine kohlenhydratreduzierte Ernährung.

 

Mehr zum Thema Low Carb lest ihr hier.


Meine größte Herausforderung Natürliche und nicht vermeidbare Events wie Weihnachten oder Urlaube können mich gerne mal aus der Kurve werfen, was meine Vorsätze angeht... da muss ich schön Gegengewicht in Form von Disziplin schaffen. Während meiner Low-Carb-Zeit bin ich in Spanien und muss leckeren Tapas widerstehen. 

Mein Ziel Kurzfristig: Nicht mehr schwanger aussehen. Langfristig: Richtig fit sein, um der wachsenden Energie meines Sohnes und seinem Gewicht (falls er mal wieder in den 4. Stock getragen werden möchte) gerecht zu werden.

Mein Motto Der Kerl hat immer gute Laune.

Ein Satz, der meine Ausgangslage beschreibt Wenn aus entspannt zu bequem wird! 

Wo sehe ich meine persönlichen Stolpersteine, die Challenge zu schaffen? Zum Beispiel: Frische Croissants. Pommes als Beilage, obwohl Salat bestellt, italienische Küche. Saure Gurken – die von Haribo. Grundsätzlich ist es nicht einfach, auf Restaurantkarten Low-Carb-Gerichte zu finden. Außer Fleisch und Salat.

Tagesablauf Fall 1: Stimmungs- oder Konzentrationstiefs während der Arbeit und kein Obst griffbereit. Fall 2: Der Workshop-Raum ist vorbereitet. Auf dem Tisch stehen nur Kekse und Süßigkeiten. 

Woche 1

Moin zusammen,


willkommen bei meinem ersten Beitrag in dieser illustren Neujahrsrunde. Low Carb – wenig Kohlenhydrate! Was heißt das denn jetzt überhaupt? Im Grunde genommen heißt das, dass man auf alle schönen Dinge mit Weizen und Zucker weitgehend verzichten sollte. Diese sind nämlich reich an Carbs und damit böse. Es gibt aber auch die guten Carbs, wie man sie in Obst findet. Achtung: Ich werde erst gar nicht versuchen, Euch das hier zu erklären, dafür haben wir ja ein paar Ökotrophologen im NES Team, die auf Facebook oder Instagram bestimmt Rede und Antwort stehen.


Warum ich mich für Low Carb entschieden habe? Ich liebe Fleisch und möchte darauf nicht verzichten und auch nicht anfangen, Kalorien zu zählen. Ich bin auch ein großer Freund von Obst in jeder und Gemüse in so mancher Form. Man könnte also von einem perfect Match sprechen: Steak, Mandarinen, Eier, Zucchini und vieles mehr.


Im Grunde genommen ist es recht einfach, das Ganze zu Hause durchzuziehen. Man lässt einfach Weizennudeln, Weißbrot, Kartoffeln und Kekse weg und schon hat man eine ganz gute Ausgangslage. :)

Nun zu meiner ganz persönlichen Herausforderung: Ich beginne das Programm in meinem Spanienurlaub und da geht man durchaus auch gerne mal essen und ich kann aus bestehender und neuer Erfahrung sagen, dass Restaurants ihre Karten nicht für Low Carb optimieren. Pizza e Pasta ist definitiv raus und auch hier unter der andalusischen Sonne ist die Lieblingsbeilage die Kartoffel in jeder Form und das Weißbrot ist fester Bestandteil jeder Nahrungsaufnahmeetappe. Dazu kommt noch, dass die spanische Küche auch der Panade nicht abgeneigt ist – ein weiterer kleiner Weizenteufel, dem schwer zu widerstehen ist.


Ob es trotzdem geklappt hat? Na klar. Als Beilage bestelle ich mir gegrilltes Gemüse, z. B. die Pimientos de Padrón. Eine kleine grüne Paprikasorte aus einer winzigen Stadt in Galizien mit dem Namen „Padrón“. Der Sage nach gibt es aber immer wieder scharfe Schafe unter diesen leicht zu genießenden Paprika, die den Mund zum Glühen bringen können. Bei uns heißt sie übrigens Bratpaprika und in den meisten Supermärkten zu bekommen. Als Hauptspeise gibt es fantastisches Entrecote (im besten Fall ebenfalls aus Galizien), Fisch oder Meeresfrüchte, z. B. Pulpo (Oktopus). Dazu dann aber die Tage mehr.


Ich kann nicht genau sagen, ob ich schon 5 oder 10 Kilo in der ersten Woche abgenommen habe. Ich kann aber mit Sicherheit sagen, dass meine Hose schon etwas lockerer sitzt und meine Verdauung sich wegen des weitgehenden Verzichts auf Weizen nach dem Frühstück komplett umgestellt hat. Eine sehr angenehme Erfahrung für einen bauchlastigen Kerl wie mich.


Fazit: Der Verzicht fällt noch nicht schwer.


Bis nächste Woche


Tommy

Woche 2

Hola, werte Leserinnen und Leser,


meine zweite Woche unter Palmen, Trinktouristen und der spanischen Sonne ist verstrichen und mit ihr eine Zeit voller wohlschmeckender Proteine und sich immer wieder in den Vordergrund schiebender Kohlenhydrate.


Damit wären wir auch schon bei der Versuchung. Dafür, dass man uns Deutsche im Ausland gerne mal liebevoll „Kartoffeln“ nennt, gibt es diese in Spanien wirklich ausgiebig und zu jeder Hauptspeise, die sich nicht schnell genug im Salatbeet verstecken konnte. Es gibt sie in jeder Form: eingebraten in eine Tortilla mit leckerem Ei, als Bratkartoffel in reichlich andalusischem Olivenöl, als lange, gegrillte, knusprige und glitschige Pommes aus dem Ofen mit Aioli, als Püree oder als Zutat in einer unschuldig dreinschauenden Suppe. Dazu gibt es dann immer noch bestes, frisches Weißbrot.


Die Lösung: meine Frau, Familie und Freunde. All diese tollen Menschen kümmern sich liebevoll um die Entfernung der eben genannten Fieslinge von meinen Tellern.


Da es in meinem Bericht um das geht, was ich essen kann, darf oder sollte, steigen wir diese Woche doch einfach bei der täglichen Frühstücksroutine ein. Es gibt sie nicht. Wenn ich es schaffe, dann beglücke ich mich mit Obst. Die Orangen und Mandarinen sind selbst in dieser Jahreszeit immer noch top und mit den roten Trauben aus Chile (ja, ich weiß, meine CO2-Bilanz) bin ich eigentlich gut zufriedenzustellen. Darüber hinaus gibt es dank der Globalisierung endlich auch Eier in Spanien und so kommen diese weichgekocht mit Öl, frischem Rosmarin, etwas Soja sowie Salz und Pfeffer auch gerne mal ins Glas. Sunny side up, also nur auf einer Seite angebraten, gib es sie natürlich auch. Das Frühstück ist auch die einzige Mahlzeit, bei der ich mir gelegentlich eine Weizensünde gönne, z. B. EIN Croissant oder auch mal zwei Scheiben Mischbrot mit Öl, frischer Tomatensalsa oder auch etwas Avocado. Darüber hinaus gibt es viele großartigen Aufschnitte, wie Fuet (Salami), iberischen Schinken oder auch Manchego.


Mein persönliches Highlight diese Woche: eines der geilsten Steaks, das ich jemals essen durfte und aufgrund der Größe auch nicht alleine verköstigen konnte. Dabei handelte es sich um ein Chuleton aus Galizien, das auf Holzkohle gegrillt wird. Hinzugereicht wurde ein kleines Stövchen, das ebenfalls direkt mit Holzkohle betrieben wurde, um auf diesem kurz das fantastische Fett direkt anzuschwitzen und dann das Fleisch noch einmal scharf nachzugrillen. Lecker!


Und wie fühle ich mich am Ende dieser Woche so? Gut. Die Hosen sitzen schon lockerer und die T-Shirts fallen etwas weiter. Ich vermisse lediglich mal ein paar Gummibärchen. Wenn das Wetter jetzt noch etwas besser wäre, fände ich das super.


Nächste Woche geht es dann weiter mit den anderen Mahlzeiten und alternativen Beilagen, die dann auch mal (ein bisschen) weniger fettig sein können – also bleibt dran. Da gab es ja noch diese Leckereien aus dem Meer.


LG Tommy

Woche 3

Hallo liebe Meatallica Freunde,


die 3. Woche ist vorbei und der Erfolg stellt sich allmählich ein. Zwei meiner Hosen bleiben nur mit viel Mühe und mithilfe des letzten Lochs des Gürtels gerade noch so oberhalb der Hüfte hängen. Fazit: Der Po schwindet – wahrscheinlich aber auch dank einiger ausgiebiger Spaziergänge zum Strand. Meine Sch(w)einschwangerschaft ist noch nicht ganz vorbei, aber dank scheinfötaler Rückentwicklung bin ich nun wieder im vierten statt im sechsten Monat. Haha!


Fisch

Und wie läuft es mit dem Essen? Es läuft erstaunlich gut. Es gibt viel Fisch. Neben Sashimi oder Tartar vom Thunfisch oder einer perfekt gegrillten Seezunge gibt es auch reichlich Gemüse. Ich mochte Artischocken schon immer sehr gerne, aber hier unten schmecken sie irgendwie noch besser. Oft kommen sie vom Grill oder aus der Pfanne. Die leckerste Artischocke wurde allerdings perfekt angedünstet, um dann noch einmal in der Pfanne angeschmort zu werden. Jeder Biss ist ein kulinarischer Chinaböller – Größe D. Jetzt zum großen Geheimnis: Ich esse hier auch Salat! Da war zum Beispiel dieser Salat mit Foie – ach so das ist erst für nächste Woche.

Heißhunger stille ich übrigens mit Obst und das hängt hier im wahrsten Sinne des Wortes an der Straße. Viel Wasser trinken hilft übrigens auch.


Obst

Um der Woche noch einen runden Abschluss zu bescheren, habe ich auch noch das Thema „Sünde“ auf dem Schirm. In drei Wochen darf man auch mal eine Pizza essen. Habe aber nur die Hälfte geschafft. Deren Weizenanteil hat meinen Magen wohl offensichtlich direkt an seine neuen Grenzen gebracht und mir ein frühes aber auch befriedigendes Völlewohlgefühl bereitet. Echt. Wer hier unten ein Getränk mit Geschmack, aber möglichst wenig Kohlenhydraten sucht, der darf sich (so denke ich zumindest) auch mal ein Aquarius gönnen. Da ist der Zuckeranteil einigermaßen hinnehmbar. An die Experten: Ich nehme Vetos natürlich jederzeit entgegen.

So, das war es dann auch schon. Nächste Woche gibt es noch mehr Fisch, mehr Salat, weniger Bauch und das Secreto iberico.


Hasta luego
Tommy

Woche 4

Buenos días, liebe Freunde des zuckerlosen Vergnügens,


ich heiße alle herzlich willkommen am Ende der vierten Woche und leider auch am Ende meines Urlaubs. Ab der nächsten Woche werde ich darüber berichten, wie ich mich durch den Alltag lowcarbe.


Zunächst einmal ein Update: Meine Frau sagt, dass der Bauch schon sichtbar weniger Volumen habe. Sie ist meine größte Kritikerin. Außerdem fehlt ihr noch die zweite Hälfte der Diät, die ich noch angehen werde, in Form von Sport. Dazu in meinem nächsten Leben mehr. Ich fühle mich auf jeden Fall nach wie vor deutlich entspannter und beweglicher als noch vor ein paar Wochen und das liegt nicht nur an den milden 25 Grad hier am Strand. Es fällt mir auch immer noch recht leicht, auf die meisten Dinge zu verzichten, die sich auf gemeine Art und Weise immer wieder auf meinen Tellern platzieren, eine Unverfrorenheit! ;-)


Zu essen gab es auch in dieser Woche wieder sehr leckere Dinge. Zum Beispiel einen tollen Salat mit einem gewitzt (was ein Wort!) abgestimmten Mangodressing, frisch gepflückten Salatblättern und noch etwas Foie on top. Ein echter Schmeichler im lokalen Geschmackszentrum. Fruchtig ging es dann auch weiter. Ein feiner Aufschnitt mit frischem Obst sorgte für das eine oder andere: „Oh, das ist aber toll zu dieser Jahreszeit. Sehr nice.“


Fisch gab es natürlich auch. Zum einen in seiner frischesten Form als Fischtartar oder auch frisch gefangen aus der Pfanne. Dazu eignet sich scharf angebratener Knoblauch als Beilage und fertig ist der Schmaus.


Nun denn, der Urlaub ist fast vorbei und ab der nächsten Woche berichte ich dann vom grauen Winter zu Hause. Auf Teneriffa – unserer letzten Station – schneit es jetzt auch. :-D


Cheerio und hasta Allemaña
Tommy

Woche 5

Moin liebe Leser,



nun bin ich schon wieder eine ganze Woche im Lande und vermisse die Sonne Spaniens doch ein wenig. Dafür hat man zu Hause alles, was man braucht, und die Organisation des Tages lässt sich leichter planen.


Es fällt mir also deutlich leichter, mal mit etwas Obst oder einem grünen Obst-Gemüse-Smoothie in den Tag zu starten. Bei Letzterem hat sich eine Mischung aus Kiwi (lieber die aus Neuseeland, da sie einfach saftiger und auch etwas süßer sind), Banane, frischem Spinat und auch etwas Brokkoli bewährt. Manchmal kommt dann noch etwas frischer kalter O-Saft dazu. Wenn der O-Saft nicht kalt sein sollte, kann man auch noch ein paar Eiswürfel dazugeben. Zum Snacken für zwischendurch schneide ich mir dann etwas Kohlrabi, Möhren oder auch Gurken klein und habe sie parat, wenn der Hunger oder der „Ich-könnte-doch-Appetit-haben“ kommt. Ich bin kein großer Dipper, habe mir aber von Freunden bestätigen lassen, dass z. B. ein frischer Jogurt- oder Kräuter-Dip geschmackliche Wunder vollbringen kann.


Das Mittagessen ist am einfachsten. Hier gönne ich mir verschiedene Salate mit verschiedenen Dressings, wobei ich die klassische Vinaigrette insgesamt doch vorziehe. Beim Salat ist alles möglich; z. B. Spinat-, Feld- oder Rucola-Salat, wenn es etwas nussiger sein soll. Man kann sich aber auch einfach ein paar Salatmischungen im Supermarkt besorgen. Die fertigen Tütenmischungen würde ich persönlich immer noch mal waschen, auch wenn auf der Verpackung das Wort „verzehrfertig“ steht.


Als Nächstes kann man sich noch überlegen, ob es jetzt fruchtiger werden darf oder gemüsig bleiben soll. Mangos oder Birnen sind beispielsweise sehr lecker. Für eine gewisse Ausgewogenheit sorgen frische Tomate oder etwas Karotte. Nun denn, ich wäre nicht Meatallica, wenn es beim Salat nicht auch noch Proteine gäbe. Meine Highlights: Kiko-Hähnchenbrust in einer Curry-Marinade, frische Gambas in Knoblauch (Knoblauch besser nur am Wochenende), kleine Käsewürfel mit ein paar Walnüssen oder einfach etwas angebratenem Speck. So sieht es aus!


Was es dann zum Abendessen gibt und wie ich mich nach 6 Wochen Low-Carbing fühle, gibt es dann nächste Woche.

Woche 6: Das Fazit

Finaaaaaleee ohoooo,

was soll ich sagen? Ich freue mich, dass das Low Carb Experiment vorbei ist und ich wieder zulangen kann, wie ich will. Nein, ganz ehrlich mir viel der Verzicht auf verschiedene Dinge wie die ein oder andere Scheibe Weißbrot, Cola und Spaghetti ganz leicht. Schwieriger wurde es dann beim Burger ohne Deckel und Boden oder die berühmt berüchtigte Lasagne meiner Frau. Das tat dann schon ein weniger in der Seele weh. Ich war wirklich froh, dass ich nicht auch noch auf mein heiß geliebtes Fleisch verzichten musste, das hätte ich wahrscheinlich nicht durch gestanden.

Aber ich muss zugeben, ich habe abgenommen. Wenn ich so an mir runter sehe, kann ich meine Füße sehen und zwar nicht nur die Schuhspitzen. Für einen Mann im dritten Monat also doch ein recht passables Ergebnis oder? Natürlich vermisst man während dieser Zeit gewisse Carbs und ganz besonders in der Faschingszeit fiel es mir sehr schwer auf den einen oder anderen Berliner, Krapfen, Kräppel oder Pfannkuchen zu verzichten. Aber man muss ja nicht immer verzichten. Vor allem dann nicht, wenn ein grandioses Essen mit Freunden oder Arbeitskollegen ansteht und dann doch mal eine Limonade oder Cola bestellt wird.

Wie ich weiter machen werde? Ich habe mir vorgenommen mehr bei Schwarzbrot und Vollkornnudeln zu zugreifen, die eine oder andere Cola vielleicht doch mal wegzulassen und durch Wasser zu ersetzen. Schließlich tut ein Kompliment von meiner Frau ja auch mal ganz gut. Aber damit eins klar ist, mein Sonntagscroissant lass ich mir von keinem nehmen.

Euer Meatallica Thommy

Das machen die Anderen