Diäten unter der Lupe: South Beach-Diät

Fazit: Die South Beach-Diät ist nicht zu empfehlen

Prinzip der South Beach-Diät

Das Grundprinzip der South Beach-Diät: Gewichtsreduktion durch Verzicht auf kohlenhydrathaltige Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index, beispielsweise Zucker oder zuckerhaltige Speisen und Getränke. Zu bevorzugen sind Obst, Gemüse, Fisch und mageres Fleisch.

Die South Beach-Diät entspricht einer kohlenhydratarmen Kost unter Berücksichtigung des glykämischen Index. Grundlage der Empfehlungen ist die Annahme, dass Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index eine geringe Ausschüttung von Insulin bewirken, Heißhungerattacken unterbinden und zu einer Gewichtsreduktion führen.

Die Diät gliedert sich in 3 Abschnitte:

Abschnitt 1:
In den ersten 2 Wochen werden praktisch keine Kohlenhydrate, beispielsweise Backwaren, Reis, Nudeln oder Zucker, verzehrt.

Abschnitt 2:
Hier werden Kohlenhydrate mit niedrigem glykämischen Index (zum Beispiel Vollkornprodukte, Gemüse, verschiedene Obstsorten) zunehmend erlaubt. Die Phase endet mit Erreichen des Wunschgewichts.

Abschnitt 3:
Hier sind alle Kohlenhydrate erlaubt, bis es zu einem Gewichtsanstieg kommt. Dies soll durch Einschränkung der Kohlenhydrate wieder reguliert werden.

Versprochene Wirkung der South Beach-Diät

Die Diät verspricht eine langfristige Gewichtsabnahme durch:
  • Kohlenhydratarme Ernährung
  • Verzicht auf Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index
  • Ohne Einschränkung der Kalorienzufuhr

Beurteilung* der South Beach-Diät

Positiv Die Anforderungen an die Lebensmittelauswahl können insbesondere im ersten Abschnitt zu einer kalorienreduzierten Ernährung führen, ohne dass dies explizit gefordert wird. Hier kommt es in der Regel auch zu einer schnellen Gewichtsreduktion.
Negativ Die Lebensmittelauswahl ist insbesondere in den ersten Phasen sehr eingeschränkt. In Abschnitt 3 fehlen konkrete Empfehlungen für eine dauerhafte Ernährungsumstellung. Der Bewegung wird nicht der notwendige Stellenwert beigemessen.

Die South Beach-Diät wurde von dem amerikanischen Kardiologen Dr. Arthur Agatston entwickelt. Sie gewährleistet in der Phase der Gewichtsreduktion keine angemessene Nährstoffversorgung und erfüllt nicht die Anforderungen der Fachgesellschaften an eine sinnvolle Diät. Die South Beach-Diät ist wenig alltagstauglich. Eine Ernährungsumstellung und eine langfristige Gewichtsstabilisierung im Anschluss sind nicht möglich. Nach den Leitlinien* kann diese Diät nicht zur Gewichtsreduktion empfohlen werden. Wenn Sie trotzdem damit abnehmen möchten, sollten Sie sich vorher in jedem Fall vom Arzt oder Ernährungsexperten beraten lassen, um Risiken zu vermeiden.
* auf der Grundlage der Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und der Deutschen Adipositas Gesellschaft.