Diäten unter der Lupe: Fasten

Fazit: Fasten ist nicht zu empfehlen

Prinzip des Fastens

Das Grundprinzip des Fastens: Gewichtsreduktion durch weitestgehenden Verzicht auf feste Nahrung.

Es gibt verschiedene Formen des Fastens. Beim Totalen Fasten sowie Heil- oder Saftfasten ist feste Nahrung für einen bestimmten Zeitraum, beim intermittierenden Fasten in unterschiedlichen Zeitintervallen (zum Beispiel alle 2 Tage) verboten. Getränke sind in dieser Zeit erlaubt. Fastenkuren können in Verbindung mit gezielten Bewegungsprogrammen angeboten werden, zum Beispiel auch in Form des Fastenwanderns. Das sogenannte proteinmodifizierte Fasten mit Formuladiäten wird auch in den Leitlinien* der Fachgesellschaften in bestimmten Situationen zur Gewichtsreduktion empfohlen.

Versprochene Wirkung des Fastens

Die Diät verspricht eine langfristige Gewichtsabnahme durch:
  • Weitestgehenden Verzicht auf feste Nahrung
  • Einschränkung der Kalorienzufuhr
  • Mehr Bewegung und Entspannung

Beurteilung* von Fasten

Positiv Die zunächst schnell einsetzenden Erfolge sowie die Entspannung können motivationsfördernd wirken.
Negativ Fasten hat keinen Lerneffekt im Hinblick auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung und führt langfristig somit auch nicht zu einer Ernährungsumstellung.

Bekannte Begründer von Fastenkuren sind Dr. med. Otto Buchinger, Dr. med. F.X. Mayr oder Johann Schroth. Die Durchführung, insbesondere des Totalen Fastens, sollte wegen medizinischer Risiken generell nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Fastenkuren gewährleisten keine angemessene Nährstoffversorgung, sind nicht alltagstauglich und erfüllen nicht die Anforderungen der Fachgesellschaften an eine sinnvolle Diät. Eine Ernährungsumstellung und eine langfristige Gewichtsstabilisierung im Anschluss sind nicht möglich. Nach den Leitlinien* kann diese Maßnahme nicht zur Gewichtsreduktion empfohlen werden. Wenn Sie trotzdem damit abnehmen möchten, sollten Sie sich vorher in jedem Fall vom Arzt oder Ernährungsexperten beraten lassen, um Risiken zu vermeiden.
* auf der Grundlage der Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und der Deutschen Adipositas Gesellschaft.