Mit Street food einmal rund um die Welt

Der neue Trend heißt Street food. Schon einmal davon gehört? Der Begriff steht für frisch zubereitete, internationale und authentische Gerichte, die „aus der Hand“ gegessen werden. Ob „Surf & Turf“ Burger, Poushe, Churros, Fladen mit Linsenpaste oder Cubitas – die Street food-Köche kochen aus Leidenschaft und verwenden frische und regionale Zutaten. Der Boom zeigte sich zunächst in den Großstädten, doch mittlerweile schwappt der Hype auch in kleinere Regionen über. Ob der Street food-Truck am Straßenrand, auf einem Markt oder gar ein mehrtägiges Festival, die Reise rund um die kulinarische Vielfalt „to go“ geht weiter. Wir haben für Sie einmal hinter die Kulissen geschaut und zeigen Ihnen, was genau dahinter steckt und welche Angebote Sie erwarten.
  • Street food – das neue Fast Food?

    Der Siegeszug dieser internationalen „Küche vom Straßenrand“ – Street food – ist ein Phänomen des 21. Jahrhunderts. Vor allem die asiatischen Angebote, wie gedämpfte Wantan und koreanische Tacos, erinnern an die Ursprünge des Street foods. Aus Bangkok oder Singapur sind die Garküchen an den Straßen nicht wegzudenken. Auch in Vietnam, Laos, Indien, Indonesien oder Mexiko gehören sie zum alltäglichen Leben dazu. Über die USA, wo sich zahlreiche Food Trucks zunächst in New York ansiedelten, kommt die Euphorie nun auch nach Deutschland.

     

    Doch was ist Street food überhaupt und was macht es aus? Street food bietet kulinarische Angebote über den Burger, die Curry-Wurst mit Pommes oder andere Fast Food-Gerichte hinaus. Die Speisenangebote am Straßenrand oder auf einem Markt begeistern zunächst durch ihre Authentizität und ihre Einzigartigkeit. Hier gleicht lange nicht jeder Burger dem anderen. Es werden qualitativ hochwertige und in der Regel auch regionale Lebensmittel verwendet. Neben den vielfältigen internationalen Gerichten gibt es auch regionale Speisen – ein Stück Heimat „to go“. Dabei gilt: Die Frische zählt! Denn fast überall werden frische Zutaten vor den Augen der Kunden zubereitet und serviert. Die Betreiber beschränken sich in der Regel auf eine kleine Auswahl an Speisen, die aber durchaus auch mal wechseln können.

  • Mit dem Street food Truck zum Festival

    Nicht nur bei der Speisenzubereitung zeigen die Street food-Köche Kreativität, auch ihre mobilen Küchen sind mehr als der Imbiss-Wagen um die Ecke. Die sogenannten Food Trucks sind in der Regel stylisch aufgemachte Wägen, Trailer oder Transporter, die regelmäßig ihren Standort wechseln. Food-Trucks stehen mittags vor Bürogebäuden, im Industriegebiet oder einem Markt und später am Abend vielleicht vor einer Diskothek und Bar. Das „Outfit“ verrät Ihnen übrigens häufig, welche Speisen angeboten werden. Fantasievolle Namen – ob Küchenkutsche, Meatwagen, Holy Taco Shack oder Burristas – gehören zum Eigenmarketing dazu. Einen Überblick über Food Trucks in Deutschland finden Sie auf www.foodtrucks-deutschland.de.

     

    Fans der Street food-Szene treffen sich auf sogenannten Street food-Festivals oder einem Street food-Markt. In Deutschland wurden diese zunächst in den Metropolen Berlin, Hamburg oder München organisiert, heute finden sich Festivals auch in vielen kleineren Städten. Die Besucher erleben auf solch einem Festival oder Markt ein buntes Treiben in ungezwungener Atmosphäre. Dabei duftet es an jeder Ecke etwas anders - mal nach gegrilltem Fleisch, mal nach exotischen Gewürzen. Der Reiz der Sache liegt darin, eine Vielfalt an Köstlichkeiten aus den verschiedensten Ecken der Welt zu probieren, die Sie vielleicht noch nicht kennen.

  • Surf & Turf-Burger, Cubita & Co.

    Auf den Street food Festivals oder Märkten lernen Sie Burger einmal auf ganz andere Art kennen. Die Betreiber der zahlreichen Burger Trucks setzen hohe Ansprüche an Qualität und Zubereitung ihrer Speisen. Sie bieten Burger-Kreationen aller Art an, ob mit Geflügel, Rind, Wild oder Fisch. Auch die Burger-Brötchen werden häufig selbst gebacken und die Soßen frisch zubereitet, wie beispielsweise für das japanische Teriyaki-Chicken.

     

    Besonders trendy sind auch Pulled-Pork-Burger aus lange geschmortem oder im Smoker zubereitetem und gezupftem Schweinefleisch, ebenso wie Surf & Turf-Burger aus Frikadelle, Speck und Garnelen. Der kubanische Cubita steht ebenfalls hoch im Kurs. Dabei müssen es nicht immer die klassischen Burger-Brötchen sein. Die taiwanesische Burger-Variante Gua Bao wird zum Beispiel in gedämpften Hefeteigtaschen serviert. Auch Arepas, runde Maisfladen aus Kolumbien oder Venezuela, gefüllt mit würzigem Fleisch oder Schafskäse, lassen sich viele Street food-Begeisterte schmecken.

     

    Keine Frage: Schlemmen ist erlaubt, was aber nicht heißt „täglich“. Denn so ein „Street food-Burger“ kann es ganz schön in sich haben. Schauen Sie genau hin, denn ein mexikanischer Chimichanga aus frittiertem Burrito kann das Kalorienkonto erheblich belasten. Doch es gibt auch „Light“-Alternativen, wenn z.B. zu einem mageren gegrillten Fleisch eine Salatbeilage serviert wird. Ein Plus für die Street food-Angebote dürfen wir dabei nicht vergessen: Es werden frische Zutaten verarbeitet, die in der Regel aus der Region stammen.

  • Street food mal anders: vegetarisch & vegan

    Street food zeigt auch Vegetariern und Veganern die kulinarischen Vorzüge aus aller Welt. Angefangen beim Veggi-Burger aus Tofu über vegane Wraps oder Süßkartoffel-Pommes, gibt es viele internationale Gerichte auf rein pflanzlicher Basis. Für die Italien-Fans unter Ihnen: Haben Sie schon einmal eine Pizza gegessen, deren Teig aus Chia- und Leinsamen hergestellt wird? Diese übrigens auch glutenfreie Variante wird für Veganer mit rein pflanzlichen Zutaten belegt. Etwas mehr Exotik liefert koreanisches Kimchi, ein sauer-scharf eingelegter Kohl. Für den süßen Gaumen bieten sich senegalesische Kochbananen, der bulgarische Strudel „Poushe“, vegane Donuts oder Cupcakes an.

     

    Auch regionale Gerichte sind gefragt, beispielsweise handgeschabte Spätzle oder Maultaschen mit vegetarischen Füllungen. Frisch zubereitet verwandelt sich eine schwäbische Hausmannskost zu einem vegetarischen Street food. Sie sehen, egal ob unmittelbar am Straßenrand oder auf einem Markt, Street food hat auch in der betont oder rein pflanzlichen Küche kulinarisch einiges zu bieten.

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