Ob jung oder alt – die Ernährung macht’s

Eins ist klar: Lecker essen und genießen möchten wir immer, daran ändert auch das Alter nichts. Fragen Sie sich aber häufiger, wie Sie eine ausgewogene Ernährung von Ihren Kindern, sich und Ihrem Partner sowie vielleicht noch Ihren Eltern unter einen Hut bringen? Inwiefern unterscheiden sich die Ernährungs-Empfehlungen in den verschiedenen Lebensphasen? Bei uns finden Sie die wichtigsten Informationen!
  • Familie bereitet zusammen einen Salat zu

    Die Pyramide weist den Weg

    Egal, ob Teenager oder Senior, in jedem Alter gilt: Wer sich abwechslungsreich ernährt, tut schon sehr viel für sein Wohlbefinden. Eine ausgewogene Ernährung bedeutet keineswegs Verzicht. Nichts ist verboten, allein auf die richtige Mischung und Menge kommt es an! Orientieren Sie sich am besten an der Ernährungspyramide. Sie zeigt Ihnen, was bei der Auswahl und Zusammenstellung von Lebensmitteln und Getränken wichtig ist.

    Damit Sie die Grundlagen einer ausgewogenen Ernährung immer im Blick haben: Laden Sie sich unsere Pyramide herunter, drucken Sie sie aus und hängen Sie sie an den Kühlschrank.

  • Gut ernährt in jedem Alter, egal ob Senioren oder Kinder

    So werden Ihre Kinder zu Obst- und Gemüseliebhabern

    Als Eltern ist es manchmal nicht leicht: Man möchte nur das Beste für seine Kinder und versucht deshalb, eine möglichst ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse auf den Tisch zu bringen. Das stößt bei den Kleinen aber oftmals auf wenig Gegenliebe. Wenden Sie kleine Tricks an, um Ihren Kindern Obst und Gemüse schmackhaft zu machen. „Verstecken“ Sie Gemüse beispielsweise püriert in einer cremigen Gemüsesuppe oder in Saucen. Kindern gefällt es auch, wenn Gemüse in lustiger Form aufgetischt wird. Legen Sie beispielsweise Gesichter aus Gemüsesticks auf Brote oder schnitzen Sie Gesichter in Obst. Obst löst auch große Begeisterung aus, wenn es in Form von Milch-Shakes oder Desserts angeboten wird.

    Weitere Ernährungs-Tipps für Kinder lesen Sie in unserem Artikel „So machen Sie Kindern eine gesunde Ernährung schmackhaft“.

  • Jugendliche ernährt sich gesund

    Wie sieht’s mit den Jugendlichen aus?

    Pizza, Pommes und Hamburger – Fast Food steht bei Jugendlichen hoch im Kurs. Gerade in dieser Phase kommt es häufig vor, dass Jugendliche zu viel Fett, zu wenig pflanzliche Lebensmittel und insgesamt unausgewogen essen. Folgen davon können auf Dauer Übergewicht und ein Nährstoffmangel sein. Unterstützen Sie Ihr Kind bei einer ausgewogenen Ernährung, indem Sie darauf achten, dass es mehr fettarme Produkte und Lebensmittel aus Vollkorn sowie hochwertige Öle wie Oliven- oder Rapsöl isst. Wichtig ist auch, dass die Jugendlichen pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Vollkornbrot und Kartoffeln essen und Fisch regelmäßig auf den Tisch kommt.

    Mindestens einmal am Tag sollte die ganze Familie zu einem gemeinsamen Essen am Tisch zusammenkommen. Ob Sie’s glauben oder nicht: Viele Jugendliche genießen diese Zeit im Kreise der Familie. Beziehen Sie die Heranwachsenden in die Essensplanung mit ein, kochen Sie gemeinsam oder lassen Sie sie auch mal selbst kochen. So fühlen sich die Kinder ernst genommen und ihrem Alter entsprechend behandelt.

    Sie möchten Ihren Kindern Fisch und Gemüse gleichzeitig auftischen? Dann könnte Lachs mit Sesam auf asiatischem Gemüse genau das Richtige für Sie sein.

  • Gut ernährt in jedem Alter

    Ist mein Kind zu dünn?

    Spricht Ihr Kind nur noch von Abnehmen und Diäten? Viele Jugendliche, vor allem Mädchen, betrachten ihr Gewicht äußerst kritisch. Eine Studie des Robert-Koch-Instituts zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zeigt, dass 49 Prozent der Mädchen zwischen 11 und 17 Jahren sich „etwas zu dick“ oder sogar „zu dick“ fühlen, obwohl ihr Body-Mass-Index (BMI) im Normalbereich liegt. Bei den normalgewichtigen Jungen trafen 16 Prozent diese Aussage.

    Wenn Sie sich fragen, ob Ihr Kind vielleicht zu dünn ist oder an einer Essstörung leidet: Bestimmen Sie zunächst den BMI. Sollten Sie sehen, dass der BMI nicht im Normalbereich liegt, beobachten Sie das Verhalten Ihres Kindes und suchen Sie den Kontakt zu ihm. Spricht Ihr Kind häufig über Diäten oder Abnehmen und äußert eine große Angst vor Gewichtszunahme, obwohl es nicht übergewichtig ist, kann dies ein Hinweis auf eine Essstörung sein. Auch unkontrollierte Essanfälle und Erbrechen sind Ausdruck eines gestörten Essverhaltens. Ein Arzt wird Sie in diesen Fällen beraten, wie man Ihrem Kind helfen kann.

    Möchten Sie wissen, ob das Gewicht Ihres Kindes im Normalbereich liegt? Ermitteln Sie den BMI mithilfe unseres BMI-Rechners für Kinder. Ab dem Alter von 18 Jahren verwenden Sie bitte den BMI-Rechner für Erwachsene.

  • Junge Frau und junger Mann essen unterwegs einen Snack

    Erwachsene: So viel Zeit muss sein

    Gerade Berufstätige und Familien überlegen häufig: Wie bringe ich eine ausgewogene Ernährung und einen stressigen Alltag unter einen Hut? Das Leben wird flexibler und feste Alltagsstrukturen schwinden immer mehr. Die Nestlé Studie 2011 hat gezeigt, dass sich 67 Prozent der Befragten mehr Zeit und Ruhe beim Essen wünschen. Wenn etwas gegessen wird, ist es vor allem in der Gruppe der 20- bis 29-Jährigen nur ein kleiner Snack außer Haus anstelle einer vollwertigen Mahlzeit.

    Auch wenn Sie viel Stress haben, versuchen Sie dennoch mindestens eine Mahlzeit täglich in Ruhe zu essen. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie nicht nur Fast Food oder Süßigkeiten snacken, wenn sich der Hunger einstellt. Nehmen Sie sich beispielsweise kleingeschnittenes Gemüse wie Paprika oder Kirschtomaten mit zur Arbeit oder legen Sie sich einen Obst- / Gemüse-Vorrat am Arbeitsplatz an. Das kleingeschnittene Gemüse können Sie gut einen Abend vorher vorbereiten und in einer Frischhaltebox im Kühlschrank aufbewahren.

    Suchen Sie Tipps für leichtes und kalorienarmes Essen im Restaurant? In unserem Artikel „Fünf Tipps für das Essen außer Haus“ werden Sie rasch fündig.

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Quellen zum Artikel

  1. aid infodienst für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz e.V.
  2. A. Fenner / S. Hoffmann: Zu dick oder zu dünn? Die Diskussion ums Schlankheitsdideal. http://www.aid-macht-schule.de/index_923.php.
  3. A. Schek (2011): Ernährungslehre kompakt. Umschau Zeitschriftenverlag.
  4. U. Alexy, K. Clausen, M. Kersting (2008): Die Ernährung gesunder Kinder und Jugendlicher nach dem Konzept der Optimierten Mischkost. Ernährungsumschau, 55. Jahrgang, Heft 3.
  5. B.-M. Kurth, A. Schaffrath Rosario (2007): Die Verbreitung von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Ergebnisse des bundesweiten Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS). Bundesgesundheitsblatt, Band 50, 5/6.
  6. C. Küpper (2008): Ernährung älterer Menschen. Ernährungsumschau, 55. Jahrgang, Heft 9.
  7. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (2011).
  8. H. K. Biesalski (2010): Ernährungsmedizin: Nach dem Curriculum Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer und der DGE. Thieme-Verlag.
  9. Nestlé Studie 2011 (2011): So is(s)t Deutschland. Ein Spiegel der Gesellschaft. Deutscher Fachverlag.
  10. T. Ellrott (2010): Interview. Jugendesskultur. Ernährungsumschau, 57. Jahrgang, Heft 8.
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