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Pantothensäure

Pantothensäure ist ein lebenswichtiges (essentielles) wasserlösliches B-Vitamin. Das Vitamin hat viele Aufgaben im menschlichen Körper: Pantothensäure trägt zur normalen geistigen Leistungsfähigkeit, dem Energiestoffwechsel, zum normalen Aufbau und dem Stoffwechsel von bestimmten Hormonen sowie zur Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung bei. Ein Mangel wurde bisher nicht beobachtet, da Pantothensäure in vielen Lebensmitteln vorkommt. Pantothensäure ist beispielsweise in Muskelfleisch, Innereien, Fisch, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten enthalten.

Parenterale Ernährung

Die parenterale Ernährung ist eine Form der sogenannten künstlichen Ernährung. Daneben gibt es noch die enterale Ernährung mit Trink- und Sondennahrung (Astronautenkost). Die Nährstoffe werden bei der parenteralen Ernährung durch eine Infusion direkt in die Blutbahn gegeben. Sie wird bei gestörter Resorption im Magen-Darm-Trakt, akuter Darmlähmung und akuter Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) notwendig. Nach schweren Operationen kann sie die Genesung beschleunigen.

Pektin

Pektin ist ein Bestandteil der pflanzlichen Zellwand. Besonders reich an Pektin sind Äpfel, Quitten und Zitrusfrüchte. Pektin bindet Wasser und dient als Dickungsmittel in der Lebensmittelindustrie. Das auch als Quellstoff bezeichnete Pektin ist beispielsweise in Konfitüren, Gelees und Milchprodukten enthalten. Pektin ist für den Menschen unverdaulich und wirkt als Ballaststoff. Pektin trägt zudem Aufrechthaltung er normalen Cholesterinspiegel im Blut bei und verhindert den extrem Anstieg des Blutzuckers nach einer Mahlzeit.

Pestizide

Schädlingsbekämpfungsmittel werden auch als Pestizide bezeichnet. Man unterscheidet zwischen Fungiziden (gegen Pilzbefall), Insektiziden (gegen Insekten), Herbiziden (gegen Unkräuter), Akariziden (gegen Spinnmilben), Nematiziden (gegen Nematoden), Molluskiziden (gegen Schnecken) und Rodentiziden (gegen Nagetiere).

Phenolsäuren

Phenolsäuren sind aromagebende Gerb-, Bitter- und Scharfstoffe. Sie gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen und kommen beispielsweise in Erdbeeren, Walnüssen, Oliven und Trauben vor. Die Polyphenole des Olivenöls tragen zum Schutz der Blutfette vor Oxidation bei.

Phenylalanin (Phe)

Phenylalanin ist eine essentielle Aminosäure (lebenswichtiger Eiweißbaustein) und kommt beispielsweise in Sojabohnen, Eiern, Käse, Fleisch und Fisch vor. Ist der Abbau von Phenylalanin im Körper gestört, spricht man von Phenylketonurie. Da Phenylalanin Bestandteil des Süßstoffs Aspartam ist, darf dieser bei Phenylketonurie nicht verwendet werden.

Phenylketonurie (PKU)

Die PKU ist eine angeborene Stoffwechselstörung, bei der der Abbau vom Eiweißbaustein (Aminosäure) Phenylalanin gestört ist. Unbehandelt führt sie u. a. zu Schwachsinn. Heute wird sie bei der Neugeborenenuntersuchung (Neugeborenenscreening) erkannt und durch eine phenylalaninarme Ernährungsweise behandelt, so dass die Betroffenen ein normales Leben führen können. Da Phenylalanin Bestandteil des Süßstoffs Aspartam ist, darf dieser bei Phenylketonurie nicht verwendet werden.

Phosphat

Der lebenswichtige (essentielle) Mineralstoff Phosphor hat im menschlichen Körper viele Aufgaben: Er trägt zur Aufrechterhaltung normaler Knochen, Zähne und Zellwände bei. Zudem ist er wichtig für den normalen Energiestoffwechsel. Da Phosphat in vielen Lebensmitteln vorkommt, ist ein Mangel nicht bekannt. Außerdem findet sich Phosphat als Zusatzstoff in verarbeiteten Lebensmitteln wie Schmelzkäse, Wurst und einigen Getränken.

pH-Wert

Der pH-Wert ist Maß dafür, ob eine Lösung sauer oder basisch reagiert. Er reicht von sauer (0 bis 6) über neutral (7) bis basisch (8 bis 14). Viele Stoffwechselprozesse im Körper können nur in einem engen pH-Wert-Bereich ablaufen. Die Magenflüssigkeit hat beispielsweise einen pH-Wert von 2 bis 3, ist also sehr sauer und tötet dadurch viele Mikroorganismen wie Bakterien wirksam ab. Darmsaft und Bauchspeichel hingegen haben eine neutralen bis basischen pH-Wert.

Phytinsäure

Phytinsäure kommt vor allem in Getreide, Ölsamen und Hülsenfrüchten vor. Sie kann Nahrungseiweiß und Mineralstoffe binden und so deren Verfügbarkeit im Körper verringern. Durch Fermentation, beispielsweise bei der Herstellung von Sauerteig, kann die Phytinsäure abgebaut werden.

Phytoöstrogene

Phytoöstrogene sind pflanzliche Verbindungen, die zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe gehören. Sie kommen beispielsweise in Sojaprodukten, Rotklee, Getreide und Gemüse vor.

Phytosterine

Phytosterine sind pflanzliche Fette, die im Aufbau dem tierischen Cholesterin ähneln. Phytosterine kommen insbesondere in Nüssen und Pflanzensamen natürlich vor. Sie gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen, werden als Functional Food eingesetzt und sind als Novel Food zugelassen. Phytosterine tragen zu einem normalen Cholesterinspiegel bei und können das Risiko für bestimmte Herzerkrankungen reduzieren.

Polyphenole

Polyphenole gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen. Zu ihnen zählen Phenolsäuren und Flavonoide. Polyphenole sind beispielsweise in Rotkohl, Radieschen, Auberginen, Kirschen, Äpfeln, Pfirsichen, Erdbeeren, Walnüssen, Oliven und Trauben enthalten. Olivenöl Polyphenole tragen beispielsweise zum Schutz der Blutfette vor oxidativem Stress bei.

Prebiotika

Prebiotika sind für den Menschen unverdauliche Verbindungen wie Oligofruktose und Inulin. Prebiotika sind Ballaststoffe. Sie werden insbesondere zur Herstellung von funktionellen Lebensmitteln verwendet. Inulin kann beispielsweise auch als Zutat in fettreduzierten Lebensmitteln verwendet werden.

Probiotika

Probiotika sind funktionelle Lebensmittel, die lebende, probiotische Bakterien enthalten. Es gibt beispielsweise probiotische Joghurts und andere Milchprodukte. Da die probiotischen Bakterien – in der Regel Milchsäurebakterien (Laktobazillen) widerstandsfähig gegen Magen- und Gallensäuren sind, gelangen sie überwiegend lebend in den Darm und sind hier Bestandteil der Darmflora. Lebende Kulturen in Joghurt oder fermentierter Milch verbessern die Milchzuckerverdauung des Produkts bei Menschen, die unter Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) leiden.

Protein

Proteine (Eiweiße) gehören neben Kohlenhydraten und Fetten zu den Hauptnährstoffen. Es besteht aus Aminosäuren (Eiweißbausteinen) und kommt in vielen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vor. Im Körper trägt es beispielsweise zu einem Wachstum und der Aufrechterhaltung der Muskeln bei. Zur Energiegewinnung werden im Normalfall nur überschüssige Mengen herangezogen. Dabei liefert 1 g Eiweiß etwa 4,1 kcal – das entspricht rund 17 kJ.

Provitamine

Provitamine sind Vorstufen von Vitaminen. Sie können im Körper in die entsprechend wirksamen Vitamine umgewandelt werden. So wird zum Beispiel aus Ergosterol das Vitamin D und aus Carotinoiden das Vitamin A (Retinol). Beta-Carotin trägt beispielsweise zur normalen Funktion des Immunsystems bei.

Purinarme Kost

Im Rahmen einer purinarmen Kost werden insbesondere purinarme Lebensmittel verzehrt. Eine purinarme Ernährung empfiehlt sich bei erhöhten Harnsäurewerten im Blut (Hyperurikämie), denn Harnsäureüberschüsse können sich in den Gelenken oder der Niere (Nierensteine) ablagern und zur Gicht führen. Beispielsweise Fleisch und Fleischprodukte wie Wurst, Fleischbrühe, Kleinfische wie Sardinen und Hefe sowie Hefeextrakte sind purinreich und müssen im Rahmen einer purinarmen Kost gemieden werden.

Purinarme Lebensmittel

Purinarme Lebensmittel führen zu einer geringen Harnsäurebildung im Körper. Zu ihnen gehören beispielsweise Milch, Milchprodukte, Eier, Obst, Reis, Stärke, Wasser, Mineralwasser, Tee oder Kaffee. Vereinfachend kann eine ovo-lakto-vegetarische Kost als purinarm angesehen werden. Allerdings enthalten auch einige Gemüsearten relativ große Mengen an Purin, wie Hülsenfrüchte (getrocknete Erbsen, weiße Bohnen oder Linsen), Spargel und Blumenkohl. Im Rahmen einer purinarmen Kost müssen beispielsweise Fleisch und Fleischprodukte wie Wurst, Innereien, Fleischbrühe, Kleinfische wie Sardinen und Hefe sowie Hefeextrakte gemieden werden.

Purine

Purine kommen in den Zellen aller Lebewesen in der Erbsubstanz vor. Purinreiche Lebensmittel sind vor allem Innereien, Fleisch und Fleischprodukte wie Wurst, Innereien, Fleischbrühe und –extrakt, Hefe und Hefeextrakte, Fisch (insbesondere Kleinfische wie Sardinen) und Hülsenfrüchte. Purine werden im Stoffwechsel zu Harnsäure abgebaut. Bei Hyperurikämie und Gicht ist der Harnsäuregehalt im Blut erhöht. Daher wird eine purinarme Kost empfohlen.

Purinreiche Lebensmittel

Purinreiche Lebensmittel sind insbesondere Innereien, Fleischextrakt, Fleischbrühe, Hefe sowie Hefeextrakt, Knochenmark, Fleisch, Wurst, Fisch (insbesondere Kleinfische wie Sardinen), Meeresfrüchte wie Hummer, Krebse, Muscheln und auch Hülsenfrüchte. Sie sollten bei erhöhten Harnsäurewerten im Blut (Hyperurikämie oder Gicht) nicht oder nur in Maßen verzehrt werden.

Pyridoxin

Das wasserlösliche B-Vitamin Pyridoxin wird auch als Vitamin B6 bezeichnet. Pyridoxin hat viele Aufgaben im menschlichen Organismus: Es trägt zum normalen Energiestoffwechsel und der normalen Funktion des Nerven- sowie Immunsystems bei. Zudem verringert es Müdigkeit und Erschöpfung und trägt zur Regulierung der hormonellen Aktivität. Es kommt in vielen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vor. Es ist beispielsweise in Schweinefleisch, Fisch, Kohlarten, Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Bananen enthalten.