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Nährstoffbedarf

Der Nährstoffbedarf ist die Menge eines bestimmten Nährstoffs, die aufgenommen werden muss, damit alle davon abhängigen Körperfunktionen möglich sind. Der Nährstoffbedarf schwankt von Mensch zu Mensch. Er ist beispielsweise abhängig vom Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand, körperlicher Aktivität in Beruf oder Freizeit, Klima und vielem anderen mehr.

Nährstoffdichte

Die Nährstoffdichte bezeichnet den Nährstoffgehalt bezogen auf den Energiegehalt eines Lebensmittels. Die Nährstoffdichte ist umso höher, je nährstoffreicher und/oder energie- oder kalorienärmer ein Lebensmittel ist. Mit Hilfe der Nährstoffdichte können beispielsweise für Reduktionsdiäten gezielt Lebensmittel ausgewählt werden, die bei niedrigem Kaloriengehalt viele Nährstoffe enthalten.

Nahrungsergänzungsmittel

Nahrungsergänzungsmittel werden eingesetzt, um eventuell vorhandene Nährstoffmängel auszugleichen. Es sind pharmazeutische Zubereitungen (wie Kapseln, Brause- oder Kautabletten) von isolierten Nährstoffen wie Vitamine und Mineralstoffe. Die Aufnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ist in Deutschland i. d. R. nicht erforderlich, da bei den üblichen Verzehrgewohnheiten der Bedarf an Nährstoffen gedeckt ist.

Natrium

Natrium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff. Er kommt zusammen mit Chlorid als Kochsalz (Natriumchlorid) in Lebensmitteln vor. Ein Natriummangel kommt i. d. R. nicht vor. Eine zu hohe Aufnahme in Form von Kochsalz kann bei empfindlichen Personen Bluthochdruck hervorrufen und ist ein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein.

Natriumarme Ernährung

Bei dieser Ernährungsweise wird die Aufnahme von Natrium oder Kochsalz (Natriumchlorid) eingeschränkt. Eine natrium- beziehungsweise kochsalzarme Ernährung wird beispielsweise zur Vorbeugung oder Therapie von Bluthochdruck (Hypertonie) oder bei Wasseransammlungen im Körper (Ödeme), beispielsweise bei Nierenerkrankungen, verordnet. Bei einer natriumarmen Kost sind pro Tag höchstens 1,2 g Natrium (entspricht 3 g Kochsalz) erlaubt.

Natriumarme Lebensmittel

Natriumarme Lebensmittel sind spezielle diätetische Lebensmittel zur Durchführung einer natriumarmen Ernährung. Die Angabe, ein Lebensmittel ist natrium-/kochsalzarm, ist zulässig, wenn das Produkt nicht mehr 0,12 g Natrium (nicht mehr als 0,3 g Kochsalz) pro 100 g oder 100 ml enthält.

Natriumchlorid

Kochsalz (Speisesalz) besteht chemisch gesehen aus Natrium und Chlor und wird als Natriumchlorid bezeichnet. Zur Deckung des Natrium- und Chloridbedarfs genügen 2 bis 3 g Speisesalz pro Tag. In Deutschland wird mit durchschnittlich 6,8 bis 7,8 g täglich zu viel Salz verzehrt. Eine überhöhte Kochsalzzufuhr kann bei empfindlichen Menschen zu Bluthochdruck (Hypertonie) führen.

Natriumglutamat

Natriumglutamat ist das Natriumsalz der Aminosäure Glutamat. Es wird als Geschmacksverstärker (Zusatzstoff) Lebensmitteln zugesetzt. Salziger oder süßer Geschmack kann mit Natriumglutamat verstärkt werden, saurer oder bitterer Geschmack wird unterdrückt. Dass Glutamat bei erhöhter Aufnahme Kopfschmerzen oder Übelkeit hervorrufen kann, ist wissenschaftlich nicht bestätigt.

Natriumreduzierte Ernährung

Eine Kost mit geringer Kochsalzaufnahme nennt man natriumreduziert. Es sollte generell nicht mehr als 6 g Kochsalz (Natriumchlorid) pro Tag mit der Nahrung aufgenommen werden. Die meisten Menschen essen aber zu salzig. Deshalb wird die Beschränkung auf die empfohlene Menge schon als Natriumreduktion empfunden. Gepökelte Fleischwaren, Dauerwurst, roher Schinken und Salzheringe sind Spitzenreiter im Kochsalzgehalt.

Neurodermitis

Neurodermitis wird auch als endogenes oder atopisches Ekzem beziehungsweise atopische Dermatitis bezeichnet. Sie ist eine Krankheit, die überwiegend bei Säuglingen oder Kleinkindern auftritt und oft mit der Pubertät verschwindet. Eine Neurodermitis hat viele Ursachen (dazu gehören Vererbung Allergie, Immunschwäche und Umweltfaktoren). Sie ist verbunden mit juckenden Hautausschlägen.

Niacin

Niacin ist ein lebenswichtiges (essentielles) Vitamin der B-Gruppe und trägt zum normalen Energie-Stoffwechsel bei. Fleisch, Fisch und Getreide enthalten Niacin. Beim Abbau der Aminosäure Tryptophan entsteht Niacin, weshalb tryptophanreiche Lebensmittel wie Milch und Eier Niacin liefern. Ein Niacinmangel kommt in Deutschland praktisch nicht vor.

Nitrat

Pflanzen benötigen Nitrat zum Wachsen. Bei Lichtmangel (z. B. im Winter im Treibhaus) und bei Überdüngung speichern sie Nitrat. Nitrat ist harmlos, kann jedoch zu gesundheitsschädlichem Nitrit bzw. Nitrosaminen umgewandelt werden. Blattsalate, Spinat, Rote Bete und Rettich sind von Natur aus nitratreich.

Nitrit

Bestimmte Bakterien wandeln im Lebensmittel oder während der Verdauung Nitrat in Nitrit um, vor allem beim langsamen Abkühlen und Wiederaufwärmen von nitratreichen Lebensmitteln (beispielsweise Spinat). Gepökelte Fleischwaren wie Kasseler, Salami oder roher Schinken enthalten ebenfalls Nitrit (Nitritpökelsalz). Nitrit kann bei Säuglingen den Sauerstofftransport im Blut behindern (Blausucht) und mit Eiweiß (Protein) zu Nitrosaminen reagieren.

Nitritpökelsalz

Durch das Einsalzen mit Nitritpökelsalz werden Fleisch und Fisch haltbar gemacht. Das Pökelsalz bindet Wasser im Fleisch und verhindert den Befall mit Krankheitserregern. Aus Nitrit können sich krebserregende Nitrosamine bilden. Der Verzehr von gepökeltem Fleisch, Bierschinken, Dauerwurst und Kasseler ist jedoch unbedenklich, weil der größte Teil des verwendeten Nitrits im Fleisch abgebaut wird.

Nitrosamine

Nitrosamine entstehen aus Nitrit und biogenen Aminen (Abbauprodukte von Eiweiß): beim Trocknen und Räuchern von Lebensmitteln sowie beim Grillen von Gepökeltem und vermutlich auch im Magen. Im Tierversuch wurde eine krebserregende (kanzerogene) Wirkung nachgewiesen.

Normalgewicht

Das Normal- oder Wohlfühlgewicht wird seit einigen Jahren mit Hilfe des Body-Mass-Index (BMI) berechnet. Dieser ist normal zwischen 18,5 und 25. Früher war die sogenannten Broca-Formel Gradmesser für das wünschenswerte Normalgewicht (in Kilogramm). Der Index berechnet sich zu folgt: Körpergröße in Zentimeter minus 100. Eine 165 cm große Person hat dementsprechend nach dieser veralteten Formel ein Normalgewicht in Höhe von 65 Kilogramm.

Novel Food

Neuartige Lebensmittel und Lebensmittelzutaten – also Lebensmittel oder Zutaten, die es in Europa noch nicht gab oder gibt - werden als Novel Food bezeichnet. Das können gentechnisch hergestellte Zusatz- oder Hilfsstoffe, gentechnisch veränderte Pflanzen oder Tiere, chemisch modifizierte oder neu synthetisierte Zutaten oder Lebensmittel sein, die erstmals auf den Markt kommen. Auf europäischer Ebene wird die Zulassung von Novel Food durch eine spezielle Verordnung (Novel-Food-Verordnung) geregelt.

Nulldiät

Totales Fasten wird auch Nulldiät genannt. Dabei wird völlig auf Nahrung verzichtet. Erlaubt sind lediglich kalorienfreie Getränke (mehr als 3 Liter täglich) sowie Vitamine und Mineralstoffe als Nahrungsergänzungsmittel. Das vollständige Fasten bewirkt eine rasche Gewichtsabnahme, ist aber nicht ungefährlich. Es sollte daher grundsätzlich nur in stationären Fastenkuren in Form des protein-modifizierten Fastens unter ärztlicher Aufsicht praktiziert werden.