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Hämoglobin

Hämoglobin ist der wissenschaftliche Name für den roten Blutfarbstoff. Rote Blutkörperchen transportieren mit Hilfe von Hämoglobin Sauerstoff im Körper. Blutarmut (Anämie) ist die Folge eines zu niedrigen Hämoglobin-Gehaltes im Blut. Wichtiger Bestandteil von Hämoglobin ist Eisen, ein Spurenelement, das über die Nahrung aufgenommen wird. Eisen trägt zur Bildung von normalen roten Blutkörperchen und Hämoglobin bei.

Harnsäure

Harnsäure entsteht als Endprodukt beim Eiweiß-Stoffwechsel und wird über die Nieren (Harn) ausgeschieden. Ein häufiger Genuss von purinreichen Lebensmitteln wie z. B. Innereien erhöht die Harnsäurekonzentration im Blut. Da sich Harnsäure schlecht in Wasser löst, entstehen bei einem Überschuss kleine Harnsäurekristalle, die sich bei der Stoffwechselstörung Gicht in den Gelenken oder der Niere (Nierensteine) ablagern.

Harnstoff

Harnstoff entsteht als Endprodukt bei der Verwertung von Eiweiß (Protein) im Körper. Er wird über die Niere im Harn (Urin) ausgeschieden. Die Harnstoff-Konzentration im Blut hängt im Wesentlichen von der täglichen Eiweißzufuhr, dem Ernährungszustand (Untergewicht) und der Ausscheidungsfunktion der Nieren ab.

Hauptnährstoffe

Hauptnährstoffe sind wertvolle Nahrungsinhaltsstoffe, die dem Körper Energie und Bausteine liefern. Zu den Hauptnährstoffen zählen Eiweiß (Proteine), Kohlenhydrate und Fette (Lipide). Eiweiß ist überwiegend Baumaterial, Kohlenhydrate und Fette dienen hauptsächlich als Energielieferanten.

Hay’sche Trennkost

Die Hay´sche Trennkost wurde vom amerikanischen Arzt Dr. Howard Hay entwickelt. Bei dieser Kostform werden Eiweiße und Kohlenhydrate, um sie besser verdauen zu können, nur getrennt voneinander verzehrt. 80 Prozent der Nahrung besteht bei der Hay´schen Trennkost aus "basenbildenden" Lebensmitteln wie Obst und Gemüse, nur 20 Prozent dürfen säurebildende Lebensmittel wie Getreideprodukte, Milch, Eier, Fleisch und Fisch sein. Aus wissenschaftlicher Sicht sind weder Nährstofftrennung noch Säuretheorie begründet.

Health-Claims-Verordnung

Die sogenannte Health-Claims-Verordnung (Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel) ist die Regelung der Europäischen Union für nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben auf Lebensmitteln. Die Europäische Kommission bietet damit mehr Transparenz und Sicherheit für den Verbraucher. Die autorisierten Health-Claims sind wissenschaftlich fundiert. Voraussetzung für die Zulassung ist die positive Bewertung des Nachweises der behaupteten Wirkung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Alle zugelassenen nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben sind im EU-weiten Register für jedermann unter http://ec.europa.eu/nuhclaims/ zugänglich gespeichert.

Heißhunger

Ein plötzliches, unwiderstehliches Verlangen zu essen, wird als Heißhunger bezeichnet. Stark kontrolliertes Essverhalten oder Diäten mit einschneidenden Verboten können Heißhungerattacken auslösen. Tritt Heißhunger und die Aufnahme von großen Nahrungsmengen gekoppelt mit selbstverursachtem Erbrechen auf, kann dies auf eine suchtartige Störung des Essverhaltens (Bulimie) hindeuten.

Helicobacter pylori

Helicobacter pylori ist ein körperfremdes Bakterium. Die Übertragung erfolgt wahrscheinlich von Mensch zu Mensch. Mehr als 50 Prozent der Bevölkerung sind infiziert, wobei nur bei einem Teil Beschwerden auftreten. Helicobacter pylori kann beim Erwachsenen chronische Magenschleimhautentzündung (Gastritis) oder Geschwüre (Ulcera) im Verdauungstrakt hervorrufen und sogar Magenkrebs begünstigen.

Hemicellulose

Als Hemicellulose werden bestimmte langkettige Kohlenhydrate (Polysaccharide) bezeichnet. Es sind Stützsubstanzen, die gemeinsam mit den Cellulosen pflanzlichen Zellen Halt geben. Dem Menschen dienen sie als Ballaststoff. Hemicellulosen kommen in Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Gemüse und Obst vor.

Homocystein

Homocystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure. Sie wird vom Körper selbst aus der Aminosäure Methionin hergestellt. Am Homocystein-Aufbau sind die Vitamine FolsäureVitamin B6 und Vitamin B12 beteiligt. Ein erhöhter Homocysteinspiegel im Blut begünstigt die Entstehung einer Arteriosklerose.Eine ausreichende Zufuhr von Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 tragen zum normalen Homocystein-Stoffwechsel bei.

Homogenisieren

Homogenisieren bezeichnet in der Chemie das Herstellen von beständigen Mischungen von Flüssigkeiten, die sich eigentlich nicht mischen lassen. Beispiel Milch: Bei einer naturbelassenen Milch schwimmt schon nach kurzer Zeit das Milchfett als Rahm auf der Oberfläche. Deshalb wird sie in der Molkerei homogenisiert. Die Fetttröpfchen werden dabei so fein verteilt, dass sich der Rahm nicht mehr absetzt.

Hormon

Hormone sind wichtige Botenstoffe, die vom menschlichen und tierischen Körper gebildet werden. Zusammen mit dem Nervensystem steuern sie den Stoffwechsel, das Wachstum, die Fortpflanzung und die Gefühlswelt eines Menschen. Beispiele für Hormone sind Insulin und Glukagon. Sie haben die Aufgabe, den Blutzuckerspiegel in engen Grenzen konstant zu halten.

Hunger

Im Gegensatz zum Appetit, der hauptsächlich durch äußere Reize gesteuert wird, liegen dem Hunger körperliche Ursachen zugrunde. So können ein leerer Magen oder ein niedriger Blutzuckerspiegel Hunger auslösen. Das Hungergefühl verschwindet in der Regel erst 15 bis 20 Minuten nach Beginn einer Mahlzeit, da das Gehirn erst dann Sättigungssignale sendet.

Hungerstoffwechsel

Als Hungerstoffwechsel wird die Stoffwechselumstellung bei Nahrungsmangel, beispielsweise Fasten, beschrieben. Der Körper gewinnt bei Nahrungskarenz die notwendige Energie aus seinen Energiespeichern. Zunächst werden die Kohlenhydratspeicher der Leber und Muskeln abgebaut, später werden auch Fette und das Eiweiß aus Muskeln und Organen zur Energiegewinnung herangezogen.

Hypercholesterinämie

Bei einer Hypercholesterinämie sind die Cholesterinwerte im Blut erhöht. Das Risiko für Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt. Gewichtabnahme bei Übergewicht und Adipositas und Bewegung können den Cholesterinspiegel optimieren. Eine ausgewogene Ernährungsweise mit reichlich Ballaststoffen sowie ausreichend wertvolle ungesättigte Fettsäuren (hochwertige Pflanzenöle wie Raps-, Sonnenblumen- oder Walnussöl und Nüsse) trägt zur Aufrechterhaltung des normalen Cholesterinspiegels im Blut bei.

Hyperglykämie

Von Hyperglykämie sprechen Ärzte, wenn der Blutzuckerspiegel erhöht ist. Eine Hyperglykämie ist ein typisches Symptom bei Diabetes mellitus. Es kommt zu vermehrtem Durst, häufigem Wasserlassen, Müdigkeit und Gewichtsverlust trotz Heißhunger und Nahrungsaufnahme. Dem Körper fehlt das Hormon Insulin, das dafür sorgt, dass Glukose (Traubenzucker) aus dem Blut von den Körperzellen aufgenommen wird.

Hyperkinetisches Syndrom

Das „Hyperkinetische Syndrom“ ist eine Verhaltensstörung bei Kindern. Die betroffenen Kinder sind hyperaktiv, unaufmerksam, impulsiv, aggressiv, lassen sich leicht ablenken und haben Lernstörungen. Als Ursache diskutiert wird vor allem eine Funktionsstörung bei der Signalübermittlung im Gehirn. Dafür sprechen neueste Forschungsergebnisse. Unverträglichkeiten auf bestimmte Nahrungsinhaltsstoffe, Lebensmittel sowie Zusatzstoffe wie Phosphate, Farb- und Konservierungsstoffe als Ursache sind bislang wissenschaftlich nicht bestätigt.

Hyperlipoproteinämie

Verschiedene Formen von Fettstoffwechselstörungen werden als Hyperlipoproteinämien zusammengefasst. Bei allen sind verschiedene Lipoproteinwerte erhöht. Die Fettstoffwechselstörungen sind erblich oder ernährungsbedingt. Hyperlipoproteinämien erhöhen das Risiko für Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine regelmäßige ärztliche Betreuung und Laborwertkontrolle ist empfehlenswert. Eine ausgewogene Ernährungsweise kann zur Aufrechterhaltung normaler Lipoproteinwerte beitragen.

Hypertonie

Als Hypertonie wird ein dauerhaft erhöhter Blutdruck bezeichnet. Blutdruckwerte oberhalb von 140 zu 90 mmHg werden vom Arzt als Hypertonie bezeichnet. Bluthochdruck wird oft nicht erkannt. Kopfschmerzen, Schwindel, Kurzatmigkeit und Brustschmerzen sind häufig die ersten Anzeichen. Zur Vorbeugung und Behandlung der Krankheit werden eine ausgewogene Ernährungsweise, der Abbau von Übergewicht, Bewegung, die Einschränkung des Verzehrs von Kochsalz und Alkohol sowie der Verzicht aufs Rauchen empfohlen.

Hypervitaminose

Erkrankungen durch eine Überdosierung von Vitaminen werden Hypervitaminosen genannt. Meist treten sie bei fettlöslichen Vitaminen (A, D, E oder K) auf. So kommt es bei einer Überversorgung mit Vitamin A (Retinol) beispielsweise zu Kopfschmerzen, Erbrechen, Haut- und Schleimhautschäden. Auch eine zu hohe Aufnahme von wasserlöslichen Vitaminen kann zum Teil Nebenwirkungen haben.

Hypoallergen

Hypoallergen heißt übersetzt: keine beziehungsweise wenig Allergien verursachend. Bei als hypoallergen deklarierten Nahrungsmitteln wurde sowohl in der Rezeptur als auch bei der Produktion darauf geachtet, die Wahrscheinlichkeit allergischer Reaktionen auf ein Minimum zu reduzieren.

Hypoallergene (H.A.-) Säuglingsnahrung

Säuglingsnahrungen, bei denen das enthaltene Kuhmilcheiweiß in kleine Bausteine aufgespalten (hydrolysiert) wird. Diese Eiweißbausteine werden vom menschlichen Organismus praktisch nicht mehr als "Fremdeiweiß" erkannt und schützen damit vor der Allergieentstehung.

Hypoglykämie

Eine Unterzuckerung wird medizinisch Hypoglykämie genannt. Der Blutzuckerspiegel ist zu niedrig. Das Gehirn reagiert besonders empfindlich auf diesen Zustand. Es kommt zu Zittern, Schwindel, Konzentrationsstörungen bis hin zur Ohnmacht. Insulinpflichtige Diabetiker sind besonders gefährdet. Sie sollten deshalb immer Würfelzucker oder noch besser Traubenzucker (Glukose) mit sich führen und im Notfall lutschen. Auch Fruchtsaft oder Honig können helfen, den Blutzuckerspiegel bei einer Unterzuckerung wieder zu normalisieren.

Hypotonie

Bei einer Hypotonie sinkt der Blutdruck unter die Werte von 95 zu 65 mmHg. Es kann zu einer ungenügenden Blut- und damit Sauerstoffversorgung von Herz, Gehirn und anderen Organen kommen. Typische Symptome sind Schwindel, "Schwarzwerden" vor den Augen, Kopfschmerzen, Kältegefühl und Kribbeln in Fingern und Füßen sowie Blässe. Viele Menschen mit Hypotonie verspüren allerdings keine Beschwerden.

Hypovitaminose

Unter einer Hypovitaminose versteht man Krankheiten und Beschwerden, die durch einen Vitaminmangel entstehen. Schwere Vitaminmangelzustände sind in Deutschland selten. Ein leichter Mangel zeigt sich an unspezifischen Symptomen wie Müdigkeit, Leistungsschwäche oder auch Kopfschmerzen. Die Symptome bessern sich, sobald das fehlende Vitamin wieder in ausreichender Menge aufgenommen wird.