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Galaktose

Galaktose (Schleimzucker) ist ein Einfachzucker (Monosaccharid), der zusammen mit Traubenzucker (Glukose) den Zweifachzucker (Disaccharid) Milchzucker (Laktose) bildet. Fehlt ein bestimmtes Enzym, das Galaktose im Körper in Glukose umwandelt, kommt es zur Krankheit Galaktosämie. Säuglinge mit Galaktosämie leiden nach Milchverzehr an Durchfall und Erbrechen. Zudem treten im Rahmen der Krankheit insbesondere Augen-, Gehirn- und Leberschäden auf.

Galaktose-Intoleranz

Galaktose-Intoleranz (Galaktosämie) ist eine Störung des Galaktosestoffwechsels. Der Einfachzucker (Monosaccharid) Galaktose (Schleimzucker) kann nicht in Glukose (Traubenzucker) umgewandelt werden. Säuglinge gilt es frühzeitig zu behandeln, damit keine lebensbedrohlichen Schäden, wie zum Beispiel im Gehirn und der Leber, auftreten. Da Galaktose Bestandteil des Milchzuckers (Laktose) ist, sind insbesondere Lebensmittel, die Milch, Milchprodukte oder Laktose als Zutat enthalten, zu meiden.

Galle

Die Galle – oder vielmehr die Gallenflüssigkeit - wird in der Leber gebildet und über die Gallengänge an die Gallenblase abgegeben. Dort wird sie gespeichert und eingedickt. Bei Bedarf gelangt sie von dort in den Dünndarm. Wichtiger Bestandteil der Gallenflüssigkeit sind die Gallensäuren. Diese sind für die Verdauung der Nahrungsfette erforderlich und ermöglichen die Aufnahme der Fettbestandteile aus dem Darm ins Blut.

Gallensteine

Gallensteine sind steinartige Gebilde, die sich in den Gallengängen oder der Gallenblase ablagern und langfristig die Leber und die Bauchspeicheldrüse Pankreas) schädigen können. Sie entstehen, wenn sich die Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit ändert und dadurch bestimmte Gallenbestandteile wie beispielsweise Cholesterin auskristallisieren. Menschen mit Übergewicht leiden häufiger an Gallensteinen als Normalgewichtige.

Gastritis

Unter Gastritis versteht man eine Entzündung der Magenschleimhaut. Die akute Form kann durch schleimhautschädigende Substanzen wie Alkohol oder auch Bakteriengifte entstehen. Sie heilt meist ohne bleibende Schäden aus. Ursache der chronischen Gastritis ist meist eine Besiedlung des Magens mit dem Bakterium Helicobacter pylori. Betroffene können unter Magenblutungen leiden und anfälliger gegenüber Magenkrebs sein.

Gastrointestinaltrakt

Zum Gastrointestinaltrakt, auch Verdauungstrakt oder Magen-Darm-Trakt genannt, zählen alle Organe, die der Aufnahme, der Zerkleinerung, dem Transport und dem Abbau der zugeführten Nahrung in resorbierfähige (Absorption) Bestandteile dienen. Zum Verdauungstrakt gehören Mund, Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm und After.

Gelatine

Gelatine ist ein Lebensmittel, das insbesondere aus Eiweiß besteht. Gelatine wird vor allem aus Schweineschwarten, aber auch aus Rinderspalthäuten und Knochen hergestellt. Da Gelatine in Wasser quillt und ein Gel bildet, wird sie vielen Nahrungsmittel als Binde- und Dickungsmittel zugesetzt, beispielsweise Halbfettmargarine, Gummibärchen, Schaumküssen, Milchprodukten, Sülze und Aspik, aber auch Getränken wie Wein und Saft.

Genussmittel

Genussmittel wie zum Beispiel alkoholische Getränke, Kaffee oder Tee gehören zu den Lebensmitteln. Sie können anregen oder munter machen und auch beruhigen.

Gerbstoffe

Gerbstoffe wie Tannine gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen. Sie wirken adstringierend (zusammenziehend) Bekannt sind Gerbstoffe vor allem als Inhaltsstoffe des schwarzen Tees, aber auch von Kaffee und Weintrauben (auch in Rotwein).

Gerste

Gerste ist eine Getreideart, die vor allem zur Bier- und Whiskyherstellung (Gerstenmalz) und in der Viehmast verwendet wird. Es gibt etwa 40 verschiedene Arten, die in Europa, Asien, Nordamerika und Südamerika vorkommen. Geschälte Gerstenkörner finden Verwendung bei der Herstellung von Gerstengrütze, Graupen, Gerstenflocken, Gerstenmehl und Gersten- oder Malzkaffee.

Gerstenmalz

Gerstenmalz wird neben Hopfen und Wasser sowie Hefe als Ausgangsmaterial zur Herstellung untergäriger Biere, insbesondere Pilsener Biere, verwendet. Dazu wird die Gerste zunächst mit Wasser geweicht. Im nachfolgenden Keimungsprozess entsteht die gekeimte Gerste, das sogenannte "Grünmalz". Dieses wird getrocknet, also gedarrt. Je nach Höhe der Trocknungstemperatur entsteht helles oder dunkles Malz.

Geschmacksverstärker

Geschmacksverstärker sind Zusatzstoffe, die selbst keinen oder nur wenig Geschmack haben, aber den Eigengeschmack von Speisen verstärken können. Der Zusatzstoff Natrium-Glutamat ist der meistverwendete zugesetzte Geschmacksverstärker. Auf den Verpackungen von Lebensmitteln stehen Geschmacksverstärker hinter den E-Nummern E 620 bis E 640.

Gewürze / Gewürzsalze

Unter Gewürzen werden Pflanzenteile verstanden, die wegen ihrer Geschmacks- und Geruchsstoffe als würzende oder geschmackgebende Zutaten zum Verzehr geeignet und bestimmt sind. Gewürzsalze enthalten einen Gewürzanteil von mindestens 15 Prozent und mehr als 40 Prozent Kochsalz (Natriumchlorid). Sie werden nach ihrer Art (wie Kräutersalz) oder ihrem Verwendungszweck (beispielsweise Gewürzsalz für Brathähnchen) bezeichnet.

Gicht

Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung, die einen erhöhten Harnsäurespiegel (Hyperurikämie) zur Folge hat. Die Harnsäure kann sich in Form von Harnsäurekristallen in Gelenken und Geweben (beispielsweise den Nieren) ablagern. Beim akuten Gichtanfall treten plötzlich extrem starke Schmerzen in einem Gelenk (insbesondere das Großzehengrundgelenk) auf. Gichtpatienten wird eine purinarme Kost und die Vermeidung von Alkohol, Fruktose und Sorbit empfohlen, um den Harnsäurespiegel niedrig zu halten.

Glukagon

Das Hormon Glukagon wird in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) als Gegenspieler des Insulins gebildet. Es bewirkt eine Erhöhung des Blutzuckerspiegels, wenn dieser im Rahmen einer Hypoglykämie (zu niedriger Blutzuckerspiegel – Unterzuckerung) zu stark abfällt. Unter dem Einfluss von Glukagon werden die Zuckerdepots der Leber in Form von Glykogen freigesetzt. Im Notfall, also bei schwerer Unterzuckerung, kann eine Glukagonspritze Diabetiker vor Bewusstlosigkeit oder Krampfanfällen bewahren und den Blutzuckerspiegel wieder anheben.

Glukose

Glukose (Traubenzucker), der auch als Dextrose bezeichnet wird, ist ein Einfachzucker (Monosaccharid), der beispielsweise in süßen Früchten oder Honig vorkommt. Als Baustein von Zweifach- und Mehrfachzuckern (Di- und Polysaccharide) ist Glukose in anderen Kohlenhydraten wie beispielsweise Haushaltszucker (Saccharose) oder Getreidestärke enthalten. Die Süßkraft von Glukose beträgt etwa 70 Prozent der von Saccharose. In der Leber und der Muskulatur kann Glukose in Form von Glykogen gespeichert werden.

Glukosesirup

Glukosesirup wird aus Stärke oder Inulin gewonnen und ist ein Gemisch aus verschiedenen Zuckerbausteinen und auch längerkettige Zuckerbausteine. Glukosesirup ist in Wasser leicht löslich und süßt ähnlich wie Haushaltszucker (Saccharose). Verwendung findet Glukosesirup vor allem in der Süßwarenindustrie, beispielsweise bei der Herstellung von Hart- und Weichkaramellen, Zuckerwaren aber auch von alkoholfreien Erfrischungsgetränken, Backwaren, Müsli oder Salatsoßen.

Glukosinolate

Glukosinolate gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen. Die schwefelhaltigen Verbindungen haben einen scharfen Geschmack und einen intensiven Geruch. Kohlgemüse, Rettich, Kresse, Radieschen und Sauerkraut enthalten reichlich Glukosinolate.

Glutamat / Glutamate

Glutamate sind die Salze der Glutaminsäure, die im Stoffwechsel eine wichtige Rolle spielt. Als Zusatzstoff dient vor allem Natriumglutamat als Geschmacksverstärker in Lebensmitteln. Eine überhöhte Zufuhr von Glutamat wurde immer wieder mit dem Auftreten von Symptomen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Prickeln in Verbindung gebracht. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten den Zusammenhang aber nicht bestätigen.

Glutaminsäure

Glutaminsäure ist eine nicht essentielle Aminosäure, die in vielen eiweißreichen Lebensmitteln enthalten ist, beispielsweise in Eiern, Käse, Milch, Geflügel, Fisch und Soja.

Gluten

Unter Gluten versteht man das Getreideeiweiß (Kleber/Klebereiweiß) aus Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, Emmer oder Zweikorn und Grünkern. Es ist mitverantwortlich für die guten Backeigenschaften des Mehls. Menschen, die an Zöliakie (auch als glutensensitive Enteropathie oder Sprue bezeichnet) leiden, zeigen eine Überempfindlichkeit der Dünndarmschleimhaut für Bestandteile des Glutens und reagieren mit Entzündung. Daher müssen Zöliakie-Patienten lebenslang eine glutenfreie Ernährung einhalten.

Glutenfreie Ernährung

Menschen mit Zöliakie oder Sprue zeigen Unverträglichkeiten gegenüber Bestandteilen des Getreideeiweißes Gluten. Sie müssen sich lebenslang glutenfrei ernähren, damit die Darmschleimhaut keinen Schaden nimmt. Geeignete glutenfreie Lebensmittel sind unter anderem Buchweizen, Reis, Hirse, Mais, Quinoa, Soja, Sesam, Kartoffeln, Kastanienmehl, Milch, Eier, Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse, Fette, Öle, Tee, Kaffee, Säfte und Wasser. Auch Hafer und die daraus hergestellten Produkte sollten – wenn durch den Verzehr keine Beschwerden oder Symptome auftreten – von einer glutenfreien Diät nicht ausgeschlossen werden.

Glycerin

Bei der Verdauung werden Nahrungsfette in Glycerin und Fettsäuren gespalten. Glycerin kann im Körper bei Bedarf wieder zum Aufbau von Fetten verwendet werden. Oder aber es wird in Traubenzucker (Glukose) umgewandelt und steht als Energiequelle zur Verfügung. Glycerin ist vielseitig verwendbar und beispielsweise in Hautcremes, Frostschutzmitteln, Kunststoffen, Weichmachern sowie Zahnpasta enthalten.

Glykämischer Index (GI)

Der glykämische Index (GI) gibt die blutzuckersteigernde Wirkung von Kohlenhydrate beziehungsweise kohlenhydrathaltiger Lebensmittel an. Je höher der GI ist, desto stärker und rasanter steigt der Blutzuckerspiegel nach dem Konsum des Lebensmittels an. Empfehlenswert im Rahmen einer ausgewogenen Ernährungsweise sind insbesondere Lebensmittel mit einem niedrigen GI, beispielsweise Gemüse, viele Obstarten und auch Vollkorngetreideprodukte.

Glykogen

Glykogen ist ein aus Traubenzucker (Glukose) aufgebautes Speicher-Kohlenhydrat, das in der Leber und Muskulatur von Mensch und Tier gebildet und gespeichert wird. Es dient als schnell verfügbare Energiereserve, auf die bei körperlichen Anstrengungen rasch zugegriffen werden kann. Vor allem Sportler profitieren von gut gefüllten Glykogendepots, die Spitzenleistungen, beispielsweise im Wettkampf, ermöglichen.

Glyx-Diaet

Die Glyx-Diät bevorzugt Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index (GI). Dazu gehören kohlenhydrathaltige Lebensmitteln wie Vollkornprodukte, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse, oder Frischobst. Lebensmittel mit einem hohen GI, wie beispielsweise Traubenzucker, Weißmehlprodukte, Kartoffelbrei oder Süßigkeiten sollen gemieden werden, da sie den Blutzucker- und damit auch den Insulinspiegel rasch ansteigen lassen. Laut Anhängern der Diät soll Insulin den Fettaufbau fördern, Hunger auslösen und die Gewichtsreduktion erschweren. Die Effekte der Glyx-Diät sind noch nicht hinreichend durch wissenschaftliche Studien belegt.

Grundumsatz

Unter Grundumsatz versteht man die Menge an Energie (Kalorien), die ein entspannt liegender Mensch, 12 Stunden nach der letzten Nahrungsaufnahme, bei einer konstanten Umgebungstemperatur von 20 Grad Celsius zur Aufrechterhaltung seiner Körperfunktionen, beispielsweise Atmung und Herzschlag, benötigt. Die Höhe des Grundumsatzes ist vor allem abhängig von Geschlecht, Alter, Körpergröße und –gewicht sowie der Körperzusammensetzung.