Detox-Produkte mit Spirulina

Frühjahrsputz mit Detox-Tee & Co.: So sinnvoll sind Detox-Produkte wirklich

Schlapp, träge, ausgelaugt, dazu noch Stress, Fastfood und Alkohol: Klopft bei Ihnen da auch das schlechte Gewissen an? Im Frühling und mit Beginn der Fastenzeit haben viele Menschen das Bedürfnis, nicht nur die Wohnung, sondern auch den Körper einem „Frühjahrsputz“ zu unterziehen. Hierfür bieten findige Hersteller Detox-Produkte wie Tees, Pulver und Pillen an, denen sie häufig bemerkenswerte Wirkungen attestieren.

Abwarten und Detox-Tees trinken

Kräuter- und Grüntee-Mischungen mit fantasievollen Namen wie Flat Tummy, Skinny Beauty Tea oder Teetox werden von Herstellern begleitend zu Detox-Kuren empfohlen, da sie die Entgiftung ankurbeln sollen. Dafür wandern traditionelle Heilkräuter wie Brennnessel, Löwenzahn, Ingwer oder auch Exotisches wie Mate, Ginseng, Tulsi oder Wassernabelkraut in die nett gestalteten Teebeutel. Wirklich „Detoxen“ können diese zwar nicht, für manche Teesorten konnte aber tatsächlich ein gesundheitlicher Nutzen nachgewiesen werden. Das gilt besonders für grünen Tee – dieser soll krebsvorbeugende Effekte haben und das Risiko reduzieren, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Brennnessel- und Löwenzahntee wird eine leicht entwässernde Wirkung nachgesagt. Generell sind Tees gute Flüssigkeitslieferanten, die durch ihren Geschmack das Trinken erleichtern. Besonders beim Abnehmen und während Fastenkuren kann eine hohe Flüssigkeitszufuhr helfen, Hungergefühle zu reduzieren und das Wohlbefinden zu steigern. Dafür sind jedoch keine preisintensiven Trend-Produkte nötig, hier tun es auch herkömmliche Teesorten.

Bringt‘s die Detox-Pille?

Mittlerweile werden Detox-Pillen in jeder Drogerie, vielen Onlineshops, Apotheken und sogar Bioläden verkauft. Im Inneren der Kapseln befinden sich teils Kräuter- und Pflanzenpulver wie hochkonzentriertes Matcha, Spirulina und Acai, teils aber auch Substanzen wie Diosmektit oder Aktivkohle. Letztere wird sonst bei akuten Vergiftungen und Durchfallerkrankungen eingesetzt, trägt aber auch zur Verringerung übermäßiger Blähungen nach dem Essen bei. Allen Inhaltstoffen gemeinsam ist jedoch, dass sie hinsichtlich des Entgiftens wirkungslos sind. Eine ungesunde Lebensweise kann leider auch durch Nahrungsergänzungsmittel nicht ausgeglichen werden. Jedoch ist der Placebo-Effekt, besonders bei Tabletten, nicht zu unterschätzen: Häufig reicht die Erwartung, dass eine Pille hilft, aus, um eine tatsächliche Wirkung hervorzurufen.

Detox-Pulver

Ähnlich wie die Detox-Pillen, werden auch die Detox-Pulver überwiegend in Onlineshops und im Einzelhandel vertrieben. Auch die Inhaltsstoffe gleichen sich: Zusätzlich zu Superfoods wie Acai und Spirulina gibt es mineralische Substanzen, die im Körper Schwermetalle binden sollen, wie z. B. Diosmektit. Zum Einsatz kommen die Pulver untergemischt in Flüssigkeiten oder im Essen. Aufgrund der Konsistenz sind Pulver schwieriger zu dosieren, sodass es leicht zu übermäßigem Verzehr kommen kann. Die Konsequenzen sind noch unbekannt. Manche Hersteller verarbeiten sogar Laxantien, also Abführmittel, die in hohen Dosen und über längere Zeit eingenommen zu massivem Flüssigkeitsmangel und Magen-Darm- sowie Kreislaufstörungen führen können.

Körper entgiften: das muss nicht sein!

Das von vielen Anbietern angepriesene Entschlacken und Entgiften dient einzig und allein einem Zweck: dem Verkauf ihrer meist überteuerten Produkte. Keine der angeblich „entgiftenden“ Wirkungen sind wissenschaftlich nachgewiesen. Vielmehr scheidet der Körper Stoffwechselabbauprodukte und Toxine ganz eigenständig aus. Prinzipiell steht beim Detoxing eher der bewusste Verzicht im Vordergrund und nicht der Konsum bestimmter Lebensmittel. Auch wenn es gar keine Schlacken auszuscheiden gibt, kann ein solcher "Frühjahrsputz" zu einer bewussteren Ernährungs- und Lebensweise beitragen und das Wohlbefinden steigern.

Detox-Produkte für ein besseres Körpergefühl?

Wer glaubt, mit Tees, Pulvern oder Kapseln einen ungesunden Lebensstil kompensieren zu können, ist auf dem Holzweg. Wer seinem Körper etwas Gutes tun möchte, dem seien keine Detox-Produkte empfohlen, sondern eine gewissenhafte Prüfung seines Lebensstils. Versuchen Sie doch beispielsweise mal zeitlich begrenzt auf Alkohol, Zigaretten und vielleicht sogar auf Facebook zu verzichten. Setzen Sie außerdem auf mehr Bewegung und eine ausgewogenere Ernährung. Denn durch einen hohen Verzehr an Obst und Gemüse wird der Körper ausreichend mit Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen versorgt. Ergänzungsmittel sind in der Regel nicht notwendig. Wem es hilft und schmeckt: Es spricht natürlich nichts dagegen, die eigene Motivation und das subjektive Wohlbefinden mit Detox-Produkten zu steigern. Dabei sollten Sie jedoch auf pflanzliche Inhaltstoffe achten und unbedingt die Hände von Produkten mit Laxantien (zum Beispiel Flohsamenschalen) lassen.

Quellen zum Artikel

  1. Cooper, 2011
    http://www.tandfonline.com/doi/full/10.3109/09637486.2011.629180?scroll=top&needAccess=true
  2. Health Claims Verordnung
    http://www.health-claims-verordnung.de/resources/HCVO+Verordnung+$28EU$29+Nr.+432_2012.pdf

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