Ernährungs-Mythen aufgedeckt

Ernährungs-Mythen sind allgegenwärtig, manche erscheinen unglaubwürdig und trotzdem stellen wir uns häufig die Frage: Stimmt’s oder stimmt’s nicht? Darf man Spinat nun aufwärmen und ist Margarine gesünder als Butter? Bis Ende des Jahres präsentieren wir Ihnen jeden Monat einen neuen Ernährungs-Mythos und verraten Ihnen die Wahrheit!
  • Wer viel trinkt, nimmt leichter ab

    Stimmt es wirklich, dass ich schneller und leichter mein Wunschgewicht erreiche, wenn ich viel trinke? Geht mit 1 oder 2 Gläsern Wasser vor jeder Mahlzeit der Zeiger auf der Waage wirklich schneller nach unten? Auch Wissenschaftler interessiert diese Frage und sie möchten dem Zusammenhang auf den Grund gehen. Bislang gibt es nur wenige Untersuchungsergebnisse hierzu, die zudem auch noch sehr unterschiedlich ausfallen. So konnte zwar gezeigt werden, dass übergewichtige Erwachsene zum Frühstück weniger Kilokalorien aufnehmen, wenn sie 30 Minuten zuvor 500 ml Wasser getrunken haben, allerdings war dies nur bei älteren Menschen der Fall. Wurde während einer Diät vor den Mahlzeiten jeweils 1 bis 2 Gläser Wasser getrunken, purzelten die Pfunde tatsächlich schneller. Aber ob sich dies bei jedem von uns und auch über einen längeren Zeitraum zeigt, kann noch nicht endgültig gesagt werden.

    Es bleibt auch zu klären, wie es überhaupt dazu kommt, dass Wassertrinken das Abnehmen erleichtert. Vielfach wird vermutet, dass die Flüssigkeit im Magen dazu führt, dass man beim Essen schneller satt wird. Dies scheint insbesondere bei älteren Menschen der Fall zu sein. Daneben gibt es die Theorie, Wassertrinken erhöhe den Energieumsatz, indem die Wärmebildung des Körpers (Thermogenese) angeregt wird. Das ist grundsätzlich richtig, doch handelt es sich dabei nur um einen minimalen Effekt, das heißt das Mehr an Energie, das der Körper verbraucht, ist so gering, dass es bei einer Gewichtsreduktion kaum eine Rolle spielt.

    Die Frage, ob Wassertrinken beim Abnehmen hilft, kann bislang noch nicht eindeutig beantwortet werden. Die vorliegenden Untersuchungsergebnisse reichen hierzu nicht aus. In einem sind sich die Experten aber einig: Ausreichend und regelmäßig trinken – mindestens 1,5 Liter am Tag - ist für jeden von uns wichtig. Und Wasser ist als Durstlöscher besonders gut geeignet, da es keine Kalorien enthält. Der Schlüssel zum erfolgreichen Abnehmen liegt jedoch nach wie vor in einer kalorienreduzierten, abwechslungsreichen Ernährung und regelmäßiger Bewegung. Und wenn Sie wissen wollen, wie Sie dem Hunger ein Schnippchen schlagen können, so schauen Sie doch einmal hier rein.

  • Trennkost macht schlank

    Stimmt es wirklich, dass man Kohlenhydrate und Eiweiße nicht zusammen in einer Mahlzeit essen soll, wenn man abnehmen möchte? Hilft die Trennkost also beim Abnehmen?

    Die Trennkost wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom US-amerikanischen Mediziner Dr. William Howard Hay entwickelt. Diese Ernährungsform zeichnet sich besonders dadurch aus, dass eiweiß- und kohlenhydrathaltige Lebensmittel nicht in einer Mahlzeit gegessen werden dürfen. Bei dieser Methode zur Gewichtsreduktion werden keine Kalorien gezählt und es darf eigentlich fast alles gegessen werden. Das Urteil der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e. V. zur Trennkost lautet, dass die Vorstellung, dass Eiweiße und Kohlenhydrate nicht in einer Mahlzeit enthalten sein dürfen, jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehrt. Der menschliche Verdauungstrakt ist problemlos in der Lage, Eiweiß und Kohlenhydrate gleichzeitig zu verdauen. Es findet keine verzögerte Verdauung statt. Dennoch hat die Trennkost durchaus gesundheitsbewusste Aspekte, da sie vorwiegend Gemüse, Obst und fettarme tierische Produkte wie Milch und Käse enthält. Sie ist kalorienbewusst und das führt auch zur Gewichtsabnahme. Experten sind sich einig, dass das Abnehmen aber nicht auf die Trennung von eiweiß- und kohlenhydratreichen Mahlzeiten zurückzuführen ist. Die Trennkost gewährleistet nur dann eine ausreichende Versorgung mit wichtigen Nährstoffen, wenn täglich ausreichend Fleisch, Fisch, Käse und Getreideprodukte aufgenommen werden. Wenn Sie mit der Trennkost abnehmen möchten, sollten Sie das beachten und sich von einem Arzt oder Ernährungsexperten beraten lassen.

    Mehr zum Thema:
    Zum Themenkomplex Übergewicht gibt es viele Mythen – wir haben für Sie bereits die Mythen Abends essen macht dick!? sowie Nüsse machen dick aufgedeckt. Hier finden Sie Informationen über die Low Carb-Diät.

  • Rotes Fleisch ist ungesund

    Wie bei so vielem gilt auch bei rotem Fleisch und daraus hergestellten Produkten wie Wurst: Auf die Menge kommt es an. Nach Aussagen des Bundesinstituts für Risikobewertung kann aus derzeit vorliegenden Studien jedoch kein direkter Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Krebsleiden oder anderen Krankheiten gezogen werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. und die internationale Krebsforschungsorganisation WCRF empfehlen dennoch, den Verzehr von rotem Fleisch und daraus hergestellten Produkten auf 300 g pro Woche zu begrenzen. Rind und Kalb, Schwein, Wild, Schaf und Lamm sowie Ziege liefern „rotes Fleisch“. Bevorzugen Sie immer möglichst fettarmes Fleisch und essen Sie mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag. Damit nehmen Sie wertvolle Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe auf. Unter gesundheitlichen Gesichtspunkten ist weißes Fleisch, also Geflügel, besser als rotes Fleisch zu bewerten. Greifen Sie deshalb häufiger zu weißem Fleisch. Weitere Informationen rund um das Thema ausgewogener Fleischverzehr finden Sie in unserem Flyer „Fisch, Fleisch, Wurst und Eier“.
  • Abends essen macht dick!?

    Stimmt es wirklich, dass man nach 18.00 Uhr nichts mehr essen sollte, wenn man nicht zunehmen möchte?

    Das Weglassen der Abendmahlzeit ist nicht allein ausschlaggebend, wenn Sie ihr Gewicht halten oder abnehmen möchten - übrigens bezeichnet man das Weglassen oft als Dinner-Cancelling. Wer sein Wohlfühlgewicht erreichen und halten möchte, profitiert von einem aktiven Lebensstil mit viel Bewegung und einer kalorienbewussten Ernährungsweise. Experten sind davon überzeugt, dass das Körpergewicht durch die Energiemenge, die am Tag aufgenommen und verbraucht wird, bestimmt wird. Verschiedene breit angelegte Studien mit tausenden von Teilnehmern zeigen, dass das Abendbrot allein keinen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung des Körpergewichts hat. Es trägt nicht entscheidend zur Gewichtssteigerung bei und das Weglassen ist keine Voraussetzung für eine Gewichtsabnahme. Eine Untersuchung zeigt, dass das Abendessen nicht zu umfangreich sein sollte und daher ist es sinnvoll, eine kalorienbewusste Mahlzeit mit rund 400 Kalorien aufzunehmen. Wer abnehmen und sein Wohlfühlgewicht halten möchte, profitiert von leckeren Salaten, frischen Früchten und natürlich von Vollkornbroten, die jedes Abendessen zu einem Sattmacher werden lassen.
  • Cola und Salzstangen helfen bei Durchfall

    Als Kind war das einzig Schöne an Magen-Darmerkrankungen, dass man so viel Cola trinken durfte, wie man wollte. Und salzige Knabber-Snacks gab’s dann auch noch gleich dazu. Aber tat uns Mama wirklich etwas Gutes, wenn sie uns bei Durchfall Cola mit Salzstangen auftischte? Bei Durchfall oder Erbrechen ist es wichtig, dass der Flüssigkeits- und Salz-(Elektrolyt-)Verlust ausgeglichen wird. Das sollte durch Cola und Salzstangen erreicht werden. Der Gedanke war, mit der Cola Flüssigkeit und mit Salzstangen Natrium zuzuführen. Aber dafür ist Cola nicht geeignet, denn sie enthält Kohlensäure, Phosphorsäure und Koffein. Bei einer Durchfallerkrankung oder Erbrechen sind Kamillen-, Fenchel- oder dünner schwarzer Tee mit ein bis zwei gestrichenen Teelöffeln Traubenzucker (Glukose) sowie einer Prise Salz pro Tasse besser geeignet, einem Wasser- und Elektrolytmangel vorzubeugen oder ihn auszugleichen. Optimal geeignet ist die so genannte „WHO-Trinklösung“ aus der Apotheke. Das ist eine Elektrolyt-Glukose-Mischung optimaler Zusammensetzung, die in Wasser aufgelöst wird. Gerade auf Fernreisen kann es zu Durchfall und anderen Magen-Darmkrankheiten kommen. Nicht nur in diesem Fall eignet sie sich optimal zum Ausgleich der Verluste. Die Flüssigkeit ist auch besser als Salzstangen geeignet, den Salzverlust auszugleichen. Erwachsene können, sofern sie nur unter leichten Beschwerden leiden, verloren gegangenes Natrium aber auch wieder aufnehmen, indem sie eine leichte Brühe oder gesalzene Haferflockensuppe essen.

    Weitere Tipps finden Sie in unserem Artikel „Hygienetipps: Kochen und Schälen“.

  • Karotten verbessern die Sehkraft

    Haben Sie als Kind besonders viele Karotten essen müssen, um Ihre Sehkraft zu verbessern? Stimmt es denn wirklich oder ist es ein Ernährungs-Mythos? Fakt ist, dass Karotten reichlich Beta-Carotin, die Vorstufe von Vitamin A, enthalten. Vitamin A wiederum ist für einen normalen Sehvorgang notwendig. Nur wenn Sie ausreichend davon aufnehmen, kann der Sehvorgang bei Ihnen überhaupt normal stattfinden. Vitamin A kann vom menschlichen Körper nur verwertet werden, wenn mit der Nahrung gleichzeitig auch Fett, wie z. B. THOMY Reines Rapsöl, aufgenommen wird. Besonders viel Provitamin A enthalten neben Karotten auch Spinat und Grünkohl.

    Möchten Sie wissen, wann Karotten, Grünkohl und Spinat frisch auf den Markt kommen? Schauen Sie in unserem Saisonkalender nach.

  • Nüsse machen dick

    Wenn wir genussvoll Nüsse knabbern, schleicht sich oft das schlechte Gewissen ein, und wir fragen uns: Stimmt es, führen die kleinen Leckereien wirklich zur Gewichtszunahme? Nuss-Fans können aufatmen. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass ein moderater Konsum von Nüssen das Risiko für eine Gewichtszunahme nicht erhöht. Nüsse sind zwar aufgrund ihres relativ hohen Fettgehalts auch recht kalorienreich, doch wie so oft kommt es auf die Menge an. Nüsse liefern dem Körper wertvolle ungesättigte Fettsäuren. Walnüsse z. B. können die Gesundheit der Blutgefäße unterstützen, wenn sie täglich in einer Menge von ca. 30 g (eine Hand voll) gegessen werden. In Maßen können Sie also regelmäßig zu Nüssen greifen, aber wählen Sie am besten ungesalzene und nicht geröstete Nüsse.

    Knabbern Sie gerne Haselnüsse? Lesen Sie mehr über die kleine Nuss!

  • Zu Kirschen darf man kein Wasser trinken

    Mit Wasser ist nicht gut Kirschen essen? Steinobst in Verbindung mit Wasser verursacht Bauchschmerzen? Hartnäckig hat sich dieser Mythos über Jahrzehnte hinweg gehalten. Wir können Sie beruhigen: Zu einer Portion Kirschen können Sie oder Ihre Kinder gerne ein Glas Wasser trinken. Der Mythos stammt aus einer Zeit, als das Trinkwasser noch aus Brunnen kam und teilweise von mangelhafter Qualität war. Die Magenprobleme entstanden durch Gärungsprozesse im Magen-Darm-Trakt. Auf der Kirschschale können Hefepilze sein, die Bauchschmerzen verursachen. Wenn diese Hefen mit dem Obst in den Magen gelangen, werden sie normalerweise durch die Magensäure fast vollständig unschädlich gemacht. Da sich früher aber im Trinkwasser ebenfalls Hefepilze und Keime wie krankmachende Bakterien befinden konnten, die das Problem verstärken, riet man allgemein davon ab, Kirschen und Wasser zusammen aufzunehmen. Mittlerweile ist die Wasserqualität hierzulande aber so gut, dass wir uns keine Gedanken machen müssen und bedenkenlos Trinkwasser zu Steinobst wie Kirschen trinken können. Natürlich ist es sinnvoll, die Kirschen vor dem Verzehr gründlich zu waschen.

     

    Haben Sie Appetit auf leckeres Steinobst bekommen? Mehr über Pflaumen, Aprikosen und weitere sommerliche Leckerbissen lesen Sie in unserem Artikel „Früchte des Sommers“.

  • Margarine ist besser als Butter

    Entscheiden Sie sich am Kühlregal öfter für Margarine anstelle von Butter, um Fett und Kalorien zu sparen? Gute Nachrichten für Butter-Liebhaber: In Bezug auf den Fett- und Kaloriengehalt ist es letztendlich Geschmackssache, ob Sie Margarine oder Butter essen – solange die Menge im Auge behalten wird. Denn beide Streichfette enthalten in etwa gleich viel Fett und Kalorien. In Sachen gesättigte Fettsäuren und Cholesterin liefert Butter allerdings den höheren Anteil, Margarine enthält in der Regel einen höheren Anteil an ungesättigten Fettsäuren und ist außerdem fast cholesterinfrei. Somit weist Margarine das günstigere Fettsäuremuster auf. Grundsätzlich gilt: Achten Sie darauf, insgesamt nicht zu viel Fett zu sich zu nehmen und verwenden Sie neben Streichfetten auf jeden Fall auch hochwertige Pflanzenöle wie beispielsweise Oliven-, Raps- oder Sonnenblumenöl.

    Erfahren Sie mehr über die Lebensmittelgruppe Öle & Fette – in unserem Flyer.

  • Spinat darf man nicht aufwärmen

    Hartnäckig hält sich der Mythos, dass Spinat nach dem Aufwärmen giftig sei. Aber stimmt es? Die Antwort ist „Nein“. Die Legende um den giftigen Spinat geht auf den Nitrat-Gehalt des Gemüses zurück. Nitrat ist ein Stoff, den Pflanzen zum Wachsen benötigen. Beim Aufwärmen und langsamen Abkühlen von Lebensmitteln kann aus dem Nitrat allerdings Nitrit werden und daraus krebserregende Nitrosamine. Den Nitrat-Gehalt von Gemüse können Sie senken, indem Sie Gemüse der Saison, Freilandgemüse oder Bio-Gemüse kaufen. Denn diese Gemüse enthalten weniger Nitrat. Wenn Sie vorhaben, Spinat wieder aufzuwärmen, lassen Sie die Reste rasch abkühlen, bewahren Sie sie abgedeckt im Kühlschrank auf und wärmen Sie den Spinat nur einmal auf. Dann besteht keine Gefahr. Für Babys und Kleinkinder sollten Sie Spinat allerdings nicht aufwärmen.

    Um Spinat ranken sich noch weitere Mythen. „Ist Spinat wirklich besonders eisenreich?“ Erfahren Sie es bei uns!

  • Man muss mindestens 2 Liter Wasser am Tag trinken

    Jedes Kind weiß es: Trinken ist das A und O für die Gesundheit. Unser Trink-Mythos entspricht also der Wahrheit. Die empfohlene Trinkmenge liegt bei 1,5 – 2 Liter täglich. Denn unser Körper gibt jeden Tag Flüssigkeit über die Atemluft, Schweiß und Harn ab und diese müssen wir wieder ersetzen. Am besten trinken Sie kalorienarme Getränke wie Mineralwasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen im Mischverhältnis ¼ Saft und ¾ Wasser.

    Warum trinken so wichtig für den Körper ist, lesen Sie in unserem Artikel „Wasser – unser Lebenselixier“.

  • Dunkles Brot enthält immer Vollkorn

    Sie kaufen bevorzugt dunkles Brot, weil Sie sich mit dem darin enthaltenen Vollkorn etwas besonders Gutes tun möchten? Wir müssen Ihnen leider sagen: Nicht jedes dunkle Brot enthält Vollkorn. Die braune Farbe beruht nicht zwangsläufig auf dem Vollkornmehl, sondern kann auch von dem Lebensmittelfarbstoff Zuckerkulör stammen. Vollkornbrot erkennen Sie zum einen am Wortteil „Voll“ (Vollgetreide, Vollkorn oder 100 % Vollweizen), zum anderen an den Zutaten Vollweizenmehl, Vollhafer oder Vollkornmais in der Zutatenliste. Vollkornbrot wird aus mindestens 90 Prozent Roggen- und Weizenvollkornerzeugnissen hergestellt und enthält mehr wertvolle Nährstoffe als Weiß- oder Mischbrot. So ist beispielsweise der Ballaststoffgehalt von Vollkornbrot fast doppelt so hoch wie der von Mischbrot. Und auch der Gehalt an Vitamin B6 und den Mineralstoffen Kalium, Magnesium, Eisen und Zink ist höher.

    Vieles mehr über Vollkorn finden Sie in unserem Flyer „Getreide und Kartoffeln“.

  • Eier erhöhen den Cholesterinspiegel

    Ist es tatsächlich wahr, dass das Frühstücksei am Morgen auf Dauer schädlich sein kann? Keine Bange, auf Ihr Ei müssen Sie nicht gänzlich verzichten. Denn Eier liefern viele wertvolle Nährstoffe und sind im Rahmen einer abwechslungsreichen sowie ausgewogenen Ernährung ein Bestandteil Ihres Speiseplans. Genießen Sie Eier in Maßen – mehr als drei pro Woche sollten es nicht sein. Das insbesondere im Eidotter enthaltene Cholesterin ist nicht etwa ein giftiger Stoff, sondern vielmehr ein wichtiger Bestandteil der Zellwände. Es trägt beispielsweise zur Bildung vieler Hormone bei. Wir nehmen Cholesterin über die Nahrung auf und es wird auch im Körper selbst gebildet. Studien zeigen, dass der Konsum von Hühnereiern im Tierversuch nicht zu einer Erhöhung des Cholesterinspiegels führt. Aber Eier enthalten auch gesättigte Fettsäuren, die sich ungünstig auf die Herz-Gefäß-Gesundheit auswirken können. Daher sollten Eier nicht täglich auf dem Speiseplan stehen.

  • Kaffee entzieht dem Körper Flüssigkeit

    Gute Nachrichten für Kaffee-Liebhaber: Das beliebte Heißgetränk entzieht dem Körper kein Wasser. Vielmehr leistet Kaffee (wie z. B. NESCAFÉ Gold) einen Beitrag zur täglichen Gesamtflüssigkeitszufuhr. Das im Kaffee enthaltene Koffein wirkt zwar harntreibend, dieser Effekt ist aber nur vorrübergehend – innerhalb eines Tages gelangt der Flüssigkeitshaushalt wieder ins Gleichgewicht. Gegen den Genuss von bis zu vier Tassen Kaffee am Tag ist nichts einzuwenden. Sorgen Sie aber bitte dafür, dass Sie täglich insgesamt mindestens 1,5 – 2 Liter kalorienarme Getränke aufnehmen.

    Haben Sie weitere Fragen zum Thema Kaffee? Schauen Sie in unseren „Kaffee-FAQs“ nach.

  • Rotwein schützt vor dem Herzinfarkt

    Wir haben es alle schon gehört – Rotwein scheint ein wahres Wundermittel zu sein. Aber stimmt es tatsächlich? Kann der Genuss von Rotwein die Herz-Gefäß-Gesundheit fördern? Fakt ist, dass einige der Inhaltstoffe im Rotwein, wie beispielsweise sekundäre Pflanzenstoffe, die Gesundheit der Blutgefäße verbessern können. Allerdings nur, wenn Wein in moderaten Mengen getrunken wird. Das belegt auch eine von Dr. Thomas Wallerath (Universität Mainz) durchgeführte Studie. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. empfiehlt Frauen, maximal ein kleines Glas Wein und Männern zwei kleine Gläser Wein zu trinken, und das nicht täglich. In der Woche sollten mindestens zwei Tage alkoholfrei sein. Rotwein in Maßen genossen kann also einen durchaus positiven Effekt auf die Gesundheit haben. Dabei darf aber nie übersehen werden, dass der tägliche Konsum großer Alkoholmengen zu Krankheiten und Abhängigkeit führen kann.

    Weitere Informationen rund um das Thema Getränke finden Sie in unserem Flyer „Getränke“.

  • Zu viele Süßigkeiten verursachen die Zuckerkrankheit

    Im Volksmund wird Diabetes mellitus auch häufig als „Zuckerkrankheit“ bezeichnet. Daher liegt die Vermutung nahe, dass Zucker diese Stoffwechselerkrankung auslöst. Entwarnung für alle Süßigkeiten-Fans: Einen direkten Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Zucker und dem Auftreten von Diabetes mellitus gibt es nicht. Eine reichliche Zuckeraufnahme ist aber nicht ratsam und daher empfehlen Ernährungswissenschaftler, täglich nicht mehr als zehn Prozent der Nahrungsenergie durch zugesetzten Zucker zu decken. Für Erwachsene mit einem durchschnittlichen täglichen Energieverbrauch von 2.000 Kalorien sind das höchstens 50 g Zucker am Tag.

    Der sogenannte Typ-1-Diabetes, der meist bereits im Kinder- und Jugendalter entsteht, ist genetisch bedingt oder wird durch Viren verursacht. Der oft auch als Alters-Diabetes bezeichnete Typ-2-Diabetes kann allerdings auf unausgewogene Ernährungsgewohnheiten zurückzuführen sein. Ungefähr 80 Prozent der Typ-2-Diabetiker sind übergewichtig. Übergewicht ist ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung einer Typ-2-Diabetes-Erkrankung. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie ausgewogen und abwechslungsreich im Sinne der Ernährungspyramide essen. Damit können Sie auch der Entstehung von Übergewicht vorbeugen oder vorhandenes Übergewicht abbauen. Das trägt zur Vermeidung von einer Typ-2-Diabetes-Erkrankung bei.

    Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel „Die Ernährungspyramide“.

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Quellen zum Artikel

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