Topinambur – ein Aufsteiger in der modernen Küche

Im Winter haben nicht nur die Kohlsorten ihren großen Auftritt. Auch die alte Gemüsesorte Topinambur ist ein leckeres und vielseitiges Wintergemüse! Wir zeigen Ihnen, was die sogenannte Sonnenknolle alles zu bieten hat, und warum sie heute wieder total angesagt ist.

Die leckeren Knollen einer Sonnenblume

Topinambur zählt zur Gattung der Sonnenblumengewächse (lt: Helianthus tuberosus; knollige Sonnenblume) – die gelbe Blüte lässt die Verbindung erkennen. Die Bezeichnung leitet sich von einem Indianerstamm ab, den Topinambus. Vielleicht kennen Sie das leckere Gemüse auch unter dem Namen Erdartischocke, Erdbirne oder Indianerknolle.


Das frostharte Wurzelgemüse stammt ursprünglich aus Nordamerika. In Europa angekommen, führte die Topinambur im 18. Jahrhundert zunächst ein Schattendasein: Die Kartoffel war einfach beliebter. Heute hat Topinambur viele Fans gefunden. Die Knolle wird von Oktober bis Mai geerntet – genau richtig für die kalte Jahreszeit. Doch warum die Knolle?

Topinambur – die hippe Knolle

Verzehrt wird das, was unter der Erde wächst: Hier bildet die Wurzel essbare Knollen aus, ähnlich wie bei der Kartoffel. Das Innere des Wurzelgemüses ist hell, die äußere Haut hellbeige über braun bis lila gefärbt. Je nach Sorte unterscheiden sich die Knollen auch in Form und Größe. Sie sind meist birnen- oder apfelförmig – daher die Bezeichnung Erdbirne. Sie erinnern auch häufig an Ingwerwurzeln.


Topinambur erweitert die Vielfalt an köstlichen Wintergemüsen und liefert einiges an Nährstoffen.

Schlanker Genuss – wertvolle Inhaltsstoffe

Topinambur ist mit 25 kcal je 100 g ein kalorienarmes Gemüse. Grund dafür ist der hohe Wassergehalt von etwa 90 %. Die figurfreundliche Knolle hat‘s dabei in sich:

  • lösliche Ballaststoffe, vor allem Inulin 
  • Mineralstoffe, wie Kalium, Calcium, Eisen
  • B-Vitamine, z. B. Vitamin B1

Da sich das Inulin, ein Mehrfachzucker aus 95 % Fruchtzucker und 5 % Glucose, kaum auf den Blutzuckerspiegel auswirkt, ist das Wurzelgemüse für Diabetiker gut geeignet. Jedoch kann der hohe Anteil an Fruchtzucker bei Fruktoseintoleranz Probleme verursachen. Generell gilt: Durch die beachtliche Menge an Inulin können empfindliche Menschen beim ersten Verzehr mit Blähungen reagieren. Beginnen Sie also mit kleinen Portionen. Die vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten  machen es Ihnen leicht, etwas Passendes zu finden.

Lecker und vielseitig – Topinambur in der Küche

Das Wintergemüse überzeugt mit seinem nussig-süßlichen Geschmack, ähnlich der Artischocke. Topinambur lässt sich ungeschält genießen, da die Haut sehr dünn und zart ist. Reinigen Sie die Knolle sorgfältig mit einer Gemüsebürste unter fließendem Wasser und schon können Sie mit der Zubereitung starten.

Rezepte mit Topinambur

Topinambur schmeckt roh zu Salaten, gekocht als Topinambur-Suppe oder gedünstet als leckeres Gemüsegericht. Auch gebacken und frittiert ist Topinambur eine Köstlichkeit. Oder probieren Sie unser Rezept für ein leckeres Topinambur-Püree – als Beilage zu Fisch oder Fleisch können Sie die Sonnenknolle als Kartoffelersatz verwenden. Sie erhalten die Knolle auch als Mehl, Saft und Sirup. Geröstet wird sogar Kaffee-Ersatz daraus gemacht.


Unser Zubereitungstipp: Als Snack für zwischendurch sind Topinambur-Chips schnell und einfach zuzubereiten: Dünn gehobelte Scheiben auf ein Backblech legen und im Ofen bei 130 °C ca. 30 Minuten trocknen, dabei zwischendurch wenden.


Und wenn Sie beim Einkauf und der Zubereitung einige Dinge berücksichtigen, steht dem Genuss nichts mehr im Wege.

Topinambur – am liebsten frisch

Achten Sie beim Einkauf auf die Frische: Die Knolle sollte prall sein, die Schale unversehrt und leicht glänzen. Beachten Sie zudem, dass sich die Schnittflächen schnell braun färben, ähnlich wie bei der Kartoffel. Hier hilft ein Spritzer Zitronensaft.


Die Knollen können nicht lange gelagert werden. Für einige Tage lassen Sie sich jedoch im Kühlschrank oder einem kühlen Keller aufbewahren. Blanchiert können Sie das Wintergemüse auch tiefgefrieren.


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