Halal - arabische Esskultur

Halal – arabische Esskultur

Essen und Religion sind eng miteinander verknüpft. So kommt bei den Juden nur koscheres Essen auf den Tisch, bei den Hindus ist Rindfleisch verpönt und Moslems verzehren nur Lebensmittel, die halal sind. Was aber verbirgt sich hinter dem Begriff? Das Nestlé Ernährungsstudio klärt auf.

Der Artikel im Überblick:


  1. Was bedeutet halal?
  2. Welche Lebensmittel sind betroffen?
  3. Ein Gütesiegel für halal

Was bedeutet halal?

Halal prägt den Alltag vieler Muslime. Der Begriff stammt aus dem Arabischen und bedeutet so viel wie „erlaubt“. Was halal bzw. haram, also erlaubt oder verboten, ist, wird ganz klar im Koran beschrieben. Für Lebensmittel bedeutet das beispielsweise, dass Muslime kein Schweinefleisch verzehren dürfen. Das Fleisch anderer Tiere ist nur dann halal, wenn es geschächtet, d. h. nach dem islamischen Ritus geschlachtet, wurde. Zudem dürfen Muslime keine Lebensmittel essen, in denen Blut oder Alkohol enthalten ist. Auch Produkte, in denen Schwein verarbeitet ist, sind nicht erlaubt. Bei den Getränken ist Alkohol verboten.

Welche Lebensmittel sind betroffen?

Gelatine, die aus Schweinefleisch hergestellt wird, findet sich in vielen Lebensmitteln wie z. B. Gummibärchen, Crèmespeisen oder auch Frischkäse wieder. Gelatine kann aber auch aus Rind oder Fisch hergestellt werden. In islamischen Ländern wird Gelatine deshalb grundsätzlich aus Rind oder anderen erlaubten Tieren gewonnen. Aber nicht nur Gelatine aus Schweinefleisch ist für Muslime verboten, sondern streng genommen auch einige Zusatzstoffe wie z. B. Emulgatoren (Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren). Es gibt diese allerdings auch aus pflanzlicher Herkunft.


Möchten Sie wissen, welche Nestlé-Produkte laut Rezeptur für eine Ernährungsweise ohne schweinefleischhaltige Zutaten oder ohne Zutaten aus tierischer Herkunft geeignet sind? Dann informieren Sie sich in unseren Produktinformationen.

Ein Gütesiegel für halal

In Deutschland gibt es verschiedene Institute, die Nahrungsmittel auf für Muslime verbotene Inhaltsstoffe und Schlacht- bzw. Haltungsmethoden der Tiere prüfen. Haben die Lebensmittel die Prüfung bestanden, erhalten sie ein Gütesiegel für halal. Allerdings gibt es in Deutschland noch keine zentrale Stelle, die diese Siegel vergibt. Eine Liste der bestehenden Institute finden Sie beispielsweise unter www.halal.de.

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