Pilze einfrieren – so funktioniert’s

Kann man Pilze einfrieren?

Pilz-Fans, aufgepasst! Damit Sie das ganze Jahr über in den Genuss frischer Steinpilze, Pfifferlinge & Co kommen, haben wir einen einfachen Tipp für Sie: Einfrieren! Erfahren Sie hier, wie’s funktioniert und wie lange sich diese tiefgekühlt aufbewahren lassen. Außerdem verraten wir drei leckere Pilz-Rezepte.

Der Artikel im Überblick:

  1. Kann man Pilze einfrieren?
  2. Pilze einfrieren: So funktioniert’s
  3. Steinpilze und Champignons einfrieren
  4. Pfifferlinge einfrieren
  5. Wie lange halten eingefrorene Pilze?
  6. Tiefkühl-Pilze: So leiden weder Geschmack noch Nährstoffe
  7. Kochen mit tiefgefrorenen Pilzen
  8. Pilze trocknen oder einmachen: Andere Wege der Konservierung
  9. Leckere Pilz-Rezepte

Kann man Pilze einfrieren?

Pilze lassen sich sehr gut einfrieren. Besonders geeignet sind frische und unverarbeitete, also rohe Pilze. Die einzige Ausnahme bilden Pfifferlinge: Diese sollten vor dem Einfrieren immer gedämpft, gekocht oder angebraten werden, da sie ansonsten bitter schmecken.

Pilze einfrieren: So funktioniert’s

  1. Pilze säubern:
    In der Regel reicht es aus, die Pilze mit einem feuchten Küchenpapier oder einer Pilzbürste abzureiben und so von Schmutz oder Erde zu befreien. Das gilt insbesondere für Pilze aus dem Supermarkt, die schon vorgesäubert sind.
  2. Pilze waschen:
    Nur, wenn sie sehr schmutzig sind, säubern Sie diese mit wenig Wasser – Pilze saugen die Flüssigkeit auf und werden schnell matschig. Die Ausnahme bilden Morcheln: Diese mit reichlich Wasser abspülen, da sich in ihren Kammern oft Sand sammelt.
  3. Pilze für das Einfrieren vorbereiten:
    Schneiden Sie nach dem Säubern die Stiel-Enden ab, vierteln Sie die Pilze oder schneiden Sie diese in Scheiben. Sehr kleine Pilze können Sie im Ganzen einfrieren.
  4. Pilze einfrieren:
    Geben Sie die Pilze portionsweise in einen Gefrierbeutel, verschließen Sie diesen gut – und ab damit in die Tiefkühltruhe.

Steinpilze und Champignons einfrieren

Säubern Sie die Pilze mit einer Bürste oder einem feuchten Küchenpapier und entfernen Sie Stiele sowie beschädigte oder trockene Stellen. Dann einfach in Scheiben oder Stücke schneiden und roh in Gefriertüten verpackt einfrieren. Beim Kochen können Sie die Pilze gefroren verarbeiten, da sie sehr schnell auftauen und so nicht matschig werden.

Pfifferlinge einfrieren

Befreien Sie die Pfifferlinge zunächst mit einer Pilzbürste von grobem Schmutz. Entfernen Sie anschließend trockene oder matschige Stellen sowie die Stielenden mit einem Messer. Mit dem Mehl-Trick lassen sich Pfifferlinge besonders sorgfältig reinigen: Einfach etwas Mehl über die Pilze geben, einreiben und danach kurz mit Wasser abspülen. Das Mehl bindet den Schmutz. Danach mit einem Küchentuch vorsichtig trocken tupfen.


Da Pfifferlinge oft bitter schmecken, wenn sie roh eingefroren werden, sollten diese vorab in Salzwasser gekocht, leicht angebraten oder gedämpft werden. Um sie zu blanchieren, kochen Sie etwas gesalzenes Wasser auf und geben die Pilze hinein. Diese sollten gerade mit Wasser bedeckt sein. Alternativ können Sie etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Pilze etwa drei Minuten darin schwenken.


Beim Dämpfen kochen Sie Wasser auf, geben die Pilze in einen Dämpfeinsatz und garen diese ebenfalls etwa drei Minuten. Wichtig: Lassen Sie die Pilze in allen drei Fällen auskühlen und tupfen sie diese mit Küchenpapier ab. Sie müssen vor dem Einfrieren vollständig trocken sein – ist das nicht der Fall, verkleben sie.

Wie lange halten eingefrorene Pilze?

In gefrorenem Zustand sind Pilze mehrere Monate haltbar. Dabei gilt die Regel: Je frischer sie eingefroren werden, desto länger sind sie haltbar. Frisch gesammelte und eingefrorene Pilze können Sie bis zu 12 Monate aufbewahren. Anders sieht es bei gedämpften oder angebratenen Pilzen aus – diese sollten Sie spätestens nach sechs Monaten Tiefkühlung verarbeiten. Sie haben Pilze im Supermarkt gekauft und sind unsicher, wie frisch sie sind? Verarbeiten Sie diese besser maximal nach acht Monaten Lagerung in der Tiefkühltruhe.

Notieren Sie vor dem Einfrieren das Datum mit einem Folienstift auf dem Gefrierbeutel. So wissen Sie genau, wie lange die Pilze bereits eingefroren sind.

Tiefkühl-Pilze: So leiden weder Geschmack noch Nährstoffe

Tiefkühlkost ist besser als ihr Ruf: Sie spart nicht nur Zeit, sondern enthält im Vergleich zu vielen länger gelagerten, frischen Lebensmitteln auch noch mehr Nährstoffe. Pilze sind unter anderem reich an B-Vitaminen, die licht- und sauerstoffempfindlich sind. Praktisch: Beim Einfrieren sind die Pilze vor Licht geschützt und luftdicht verpackt, sodass Nährstoffverluste minimiert werden.

Kochen mit tiefgefrorenen Pilzen

Gefrorene Pilze machen sich in fast allen Pilzrezepten bestens. Da sie nach dem Auftauen jedoch an Festigkeit verlieren, verwenden Sie diese vorzugsweise in Soßen, Ragouts, Suppen oder püriert. Die Pilze können direkt tiefgefroren verarbeitet werden, da sie schnell auftauen. Die Garzeit verlängert sich dadurch nur minimal. Wichtig: Im Gegensatz zu frischen Pilzen sollten tiefgefrorene kein zweites Mal erwärmt werden. Reste müssen Sie also leider entsorgen – oder Sie lassen einfach nichts übrig!

Trocknen oder einmachen: So lassen sich Pilze konservieren

Ihre Ausbeute vom Waldspaziergang können Sie auch durch Trocknung haltbar machen -  entweder an der Luft, im Dörrgerät oder im Backofen. Letztere ist die einfachste und gängigste Methode.

So trocknen Sie Pilze im Backofen:

  • Pilze wie oben beschrieben putzen und in Scheiben schneiden.
  • Auf einem mit Backpapier belegten Grillrost verteilen und bei ca. 50 Grad Celsius im Backofen bei Umluft etwa 6 Stunden lang trocknen. Mit Ober- und Unterhitze ist die Trocknung leider kaum möglich.
  • Regelmäßig wenden und die Backofentür einen Spalt geöffnet lassen (bspw. mit einem Kochlöffel), damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
  • Brechen die Pilze nach Ablauf der 2-3 Stunden beim Versuch, sie zu biegen? Dann sind sie vollständig getrocknet.
  • Die Pilze können in einem Schraubglas an einem dunklen Ort bis zu einem Jahr aufbewahrt werden.
  • Übrigens: Trockenpilze müssen vor der Zubereitung etwa eine Stunde in etwas Wasser eingeweicht werden, dann können sie wie frische Pilze verarbeitet werden. Verwenden Sie beim Kochen das Einweichwasser mit – es intensiviert den Geschmack!

Alternativ können Sie die Pilze auch durch Einwecken haltbar machen. Dazu die kleingeschnittenen „Schwammerl“ einfach in Einmachgläser geben, mit Wasser auffüllen, verschließen und zwei Stunden in einem Topf mit heißem Wasser kochen. Vor dem Weiterverarbeiten das Wasser abgießen und die Pilze wie frische Pilze verwenden.

Leckere Pilz-Rezepte

Lust auf Pilze bekommen? Ob aus dem Supermarkt, frisch gesammelt oder eingefroren - hier finden Sie drei leckere Rezepte:

Unser Newsletter

Aktuelle Infos zu Ernährung, Bewegung & Co. per E-Mail – natürlich kostenlos!
Newsletter

Noch Fragen?

Wir antworten gerne. Das Nestlé Beratungsteam freut sich auf Ihre Fragen.
Kontakt
Gewürze: Das steckt in ihnen

Blick ins Gewürzregal

Ob deftig, süß oder scharf – bringen Sie Würze ins Essen!
Gleich anschauen
Pilze aufwärmen - Pilzgerichte

Pilze aufwärmen?

Ja, das dürfen Sie! Wir geben Tipps zur richtigen Zubereitung von Pilzen.
Jetzt lesen