Kürbis einfrieren

Kürbis einfrieren – so funktioniert’s!

Leider findet man ihn nur im Herbst in unseren Supermarkt-Regalen. Deshalb nutzen eingefleischte Kürbis-Fans ihre Tiefkühltruhe, um Kürbissuppe & Co. auch später noch zaubern zu können. Wir zeigen Ihnen, auf was es dabei ankommt!

Der Artikel im Überblick:

  1. Sympathischer Kürbis: Harte Schale, weicher Kern
  2. Erst dekorieren, dann dinieren
  3. So geht‘s: Kürbis einfrieren
  4. Kürbis ist kalorienarm
  5. Beim Kürbis-Kauf auf die Schale achten
  6. Kürbissuppe, Fritten und mehr: Alleskönner Kürbis

Sympathischer Kürbis: Harte Schale, weicher Kern

Der Kürbis zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Erde und stammt aus Mittel- beziehungsweise Südamerika. Von dort gelangte er nach Europa und ist mittlerweile auch in Deutschland als Gemüse sehr beliebt. Botanisch gesehen ist der Kürbis jedoch eine Beerenfrucht. Je nach Sorte kann ein Kürbis über einen Meter im Durchmesser groß und über 500 Kilogramm schwer werden. Unter der Schale liegt dann das weiche, saftig-zarte, orange-rote Fruchtfleisch.

Erst dekorieren, dann dinieren

Speisekürbisse, die zum Beispiel an Halloween zur Dekoration dienten, lassen sich anschließend noch in der Küche verarbeiten. Es ist jedoch darauf zu achten, dass die Kürbisse keinem Frost ausgesetzt werden, weil sie innerlich faulen könnten. Nach der Ernte lassen sich Kürbisse gut lagern, wenn sie noch nicht ausgereift sind, einen Stiel besitzen und ihre Schale unverletzt ist. Ihre volle Reife erreichen sie nach etwa zwei Wochen bei 15 bis 20 Grad Celsius. Ein reifer Kürbis ist am leicht hohlen Ton zu erkennen, wenn auf ihn geklopft wird. Ist der Kürbis reif, liegt die optimale Lagertemperatur bei 10 bis 13 Grad Celsius. Unter diesen Bedingungen sind Kürbisse über einige Monate bis ins Frühjahr hinein haltbar. Wer aber keine Lust auf genaue Temperaturkontrolle hat, kann das Fruchtfleisch super einfrieren.

So geht‘s: Kürbis einfrieren

Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Kürbis in Stücken oder Streifen einfrieren
  1. Kürbis teilen, Kerne und Kerngehäuse entfernen
  2. Kürbis achteln, dann Schale entfernen
  3. Kürbisfruchtfleisch in Stücke oder Streifen schneiden
  4. In Gefrierbeutel luftdicht verpacken oder vakuumieren und einfrieren

Tipp: In Stücken sollten Sie den Kürbis wirklich roh einfrieren und nicht garen, da er sonst matschig wird und nicht mehr genießbar ist.

  • Kürbis als Mus einfrieren
  1. Kürbis teilen, Kerne und Kerngehäuse entfernen
  2. Kürbis achteln, dann Schale entfernen
  3. Kürbis in Stücke schneiden und 20 min in Wasser dämpfen
  4. Wasser abkippen und weiche Kürbisstücke pürieren
  5. Portionsweise in Gefrierbeutel verpacken und einfrieren

Tiefgefroren hält sich Kürbis mehrere Monate. Sie können Stücke und Spalten nach dem Auftauen ganz normal im Backofen oder der Pfanne zubereiten. Das Mus lässt sich aufgetaut ebenfalls wie gewohnt zu Kürbissuppe verarbeiten.


Tipp: Heben Sie die Kürbiskerne auf und rösten Sie diese – das perfekte Superfood-Topping für die Kürbissuppe!

Kürbis ist kalorienarm

Mit nur 25 Kilokalorien pro 100 Gramm und einem Wassergehalt von 90 Prozent sind Kürbisse kalorienarm und für eine figurbewusste Ernährung ideal. Kürbis versorgt den Körper mit dem Mineralstoff Kalium, das für die Muskelfunktion sowie für die Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks wichtig ist. Darüber hinaus liefert er Vitamin C, das unter anderem die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln erhöht. Es finden sich noch weitere gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe im Fruchtfleisch von Hokkaido, Butternut & Co., wie zum Beispiel Beta-Carotin, das im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird. Vitamin A ist wichtig für die Sehkraft und für den Schutz der Haut und Schleimhäute.

Nährwerte bezogen auf 200 g verzehrbaren Anteil, dies entspricht einer großen Portion Kürbis
Energie: 50 kcal/206 kJ
Eiweiß: 2,2 g
Fett: 0,2 g
Kohlenhydrate: 9,2 g
Ballaststoffe: 4,4 g (15 %)*
Kalium: 608,0 mg (30 %)*
Phosphor: 88,0 mg (13 %)*
Eisen: 1,6 mg (16 %)*
Vitamin A: 256 µg (26 %)*
Vitamin E: 2,2 mg (16 %)*
Niacin: 1,0 mg (7 %)*
Vitamin B6: 0,2 mg (13 %)*
Vitamin C: 24,0 mg (22 %)*
Quelle: Die große GU Nährwert-Kalorien-Tabelle, 2014/15. Die empfohlenen Mengen der Tageszufuhr entsprechen den D-A-CH-Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr (2015) für einen Erwachsenen; *der empfohlenen Tageszufuhr, Erwachsene, 25 – 51 Jahre, männlich

Beim Kürbis-Kauf auf die Schale achten

Von einheimischen Feldern ist die Beerenfrucht von September bis November erhältlich. Außerhalb dieser Saison wird Kürbis aus südlichen Ländern importiert. Verbraucher achten beim Einkauf am besten auf eine feste, unverletzte Schale und dass der Kürbis noch ein Stückchen Stiel hat. Gute Einkaufsmöglichkeiten bieten Supermärkte, Wochenmärkte, Hofläden von Bauernhöfen und regionale Kürbisfeste. Alle Ess-Kürbisse eignen sich auch als Zierkürbisse. Reine Zierkürbisse wie Kronen- und Warzenkürbisse sind hingegen ungenießbar. Sie enthalten den giftigen Bitterstoff Cucurbitacin, der zu Magen-Darm-Reizungen führen kann.

Kürbissuppe, Fritten und mehr: Alleskönner Kürbis

Der Kürbis ist ein echtes Multitalent und schmeckt gebraten, gegrillt, gedünstet, überbacken, gekocht oder eingelegt. Er eignet sich als Beilage zu Fleisch und Geflügel. Weitere leckere Verwendungsmöglichkeiten sind beispielsweise Kürbissuppen, Kürbis-Fritten, Eintopf, Auflauf, Quiche, Kompott und Kürbisbrot. Da Kürbis ein recht dezentes Aroma besitzt, lässt er sich sowohl pikant mit kräftigen Gewürzen als auch süß mit Zucker oder Likör zubereiten.

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