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Küchenpraxis: Alltagskniffe von A-Z

Sie kochen gern, aber Sie haben noch nicht sehr viel Erfahrung? Auch Küchenprofis wissen nicht alles und können hilfreiche Tipps gebrauchen. Beugen Sie Pleiten, Pech und Pannen vor. Und retten Sie Ihre Mahlzeit, wenn einmal etwas schief gegangen ist. Wir verraten Ihnen einfache Tricks, die im Küchenalltag helfen – von A wie Alufolie über E wie Eier bis Z wie Zwiebeln.

Alufolie – richtig einsetzen

Alufolie hat eine matte und eine glänzende Seite. Matt oder glänzend hat bei "klassischen" Alufolien keinen Einfluss auf die Gebrauchseigenschaften. Bei neueren Produkten, die Aluminium mit Kunststoffen als Beschichtung kombinieren, ist das anders. Wenn Sie Speisen mit Alufolie frisch oder warm halten möchten, schlagen Sie die glänzende Seite nach außen. Wenn Sie etwas in der Alufolie garen möchten, dann gehört beispielsweise die matte, beschichtete Seite spezieller Backalufolie nach außen. Sie nimmt Hitze auf und leitet sie nach innen ins Gargut weiter. Orientieren Sie sich an der Alufolien-Verpackung. Wenn die verschiedenen Seiten der Folie unterschiedliche Gebrauchseigenschaften haben, ist das auf der Verpackung vermerkt.

Anbrennen von Saucen vermeiden

Legen Sie eine kleine Kugel, z. B. eine Murmel in den Topf. Die Kugel verhindert, dass Saucen oder Suppen anbrennen, indem sie automatisch "umrührt". Wenn doch einmal etwas anbrennt, füllen Sie die Speise vorsichtig in einen anderen Topf um, ohne vorher umzurühren. Den angebrannten Topf weichen Sie mit Spülwasser ein, damit sich das Angebrannte löst. Verwenden Sie zum Säubern keine scharfen Gegenstände, sonst beschädigen Sie die Beschichtung des Topfes.

Aufbacken: Frischekur für alte Brötchen

Brötchen vom Vortag werden wieder frisch, wenn Sie diese leicht mit Wasser befeuchten und kurz im Backofen aufbacken. Verzehren Sie die wieder knusprigen Brötchen möglichst bald, denn sie altern nach dem Aufbacken noch schneller.

Braunwerden von Obst verhindern

Obst, z. B. Äpfel oder Pfirsiche, verfärben sich beim Schälen und Zerschneiden schnell braun. Beträufeln Sie die Früchte mit Zitronensaft oder geben Sie ein paar Tropfen Essig darauf, um das Braunwerden zu verhindern. In einem Obstsalat hilft auch die Säure von anderen Früchten, wie beispielsweise Ananas, gegen Verfärbungen.

Eier richtig kochen

Geben Sie Eier nie direkt vom Kühlschrank ins kochende Wasser, sonst platzen sie leicht. Legen Sie das Ei zunächst fünf Minuten lang in lauwarmes Wasser und kochen Sie es dann, wie gewünscht – weiche Eier 5 Minuten, harte Eier 10 Minuten. Noch ein Tipp: Wenn Sie die Eier vor dem Kochen am stumpfen Ende anpieksen und einen Teelöffel Salz oder einen Schuss Essig ins Wasser geben, platzen sie nicht so leicht.

Gemüse richtig häuten

Wenn Sie Paprika häuten möchten, schneiden Sie die Frucht quer zum Stielansatz durch. Legen Sie die Hälften auf ein Blech mit der Schnittfläche nach unten und grillen Sie die Paprika im Backofen, bis die Haut dunkel und etwas schrumpelig wird. Von der abgekühlten Paprika können Sie die Haut dann leicht abziehen. Tomaten überbrühen Sie kurz mit kochendem Wasser und holen Sie mit einem Kochlöffel wieder heraus, wenn die Haut geplatzt ist. Sie können die Tomaten auch mit einer Gabel aufspießen, kurz in kochendes Wasser halten und anschließend abschrecken. Die Haut lässt sich dann gut entfernen.

Nudeln: Was tun, wenn sie kleben?

Wenn Sie beim Nudelkochen zu wenig Kochwasser verwenden und die Nudeln während des Kochens nicht umrühren, kleben sie nach dem Abgießen leicht aneinander. Tipp: Noch einmal in heißes Wasser geben und beim Umrühren die Nudeln trennen, danach Wasser abgießen.

Reis: So wird er besonders locker

Schwitzen Sie den Reis zunächst in etwas Butter, Margarine oder Öl an. Dann erst geben Sie die auf der Verpackung angegebene Wassermenge dazu und kochen bzw. quellen den Reis nach Vorschrift. Durch das Anschwitzen klebt der Reis nicht zusammen, sondern bleibt schön locker und körnig.

Schnitzel zart klopfen

Schnitzel werden vor der Zubereitung geklopft, damit das Fleisch zart wird. Geben Sie das Schnitzel zum Klopfen in einen Gefrierbeutel oder bedecken Sie es mit Frischhaltefolie, dann werden die Fleischstrukturen nicht zerstört und der Fleischsaft tritt nicht so leicht aus.

Zwiebeln richtig aufheben

Wenn Sie nur eine halbe Zwiebel brauchen, halbieren Sie die Zwiebel vor dem Schälen und legen die Hälfte, die Sie aufbewahren möchten mit der Schnittfläche auf ein gewachstes Papier. Sie können die Schnittfläche alternativ auch mit etwas Öl bestreichen und so mit der Schnittfläche nach oben auf einem Tellerchen im Kühlschrank ein paar Tage aufbewahren.

So lässt sich Käse besser reiben

Wenn Sie weichen Käse eine halbe Stunde vor dem Reiben in die Tiefkühltruhe legen, lässt er sich besser verarbeiten. Bepinseln Sie die Käsereibe mit etwas Öl. Das Reiben geht dann noch leichter und die Reibe lässt sich leichter reinigen.
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