Kastanien

Maronen, Kastanien & Co.: Ein echter GeNUSS

„Heiße Maronen“ – so locken die Straßenverkäufer ihre Kundschaft für die wärmende Herbst- und Winterknabberei an. Doch nicht nur solo schmeckt diese nussig-süße Leckerei. Esskastanien oder Maronen sind auch gute Begleiter zu Wildgerichten, schmecken als Maronensuppe oder glänzen als leckere Desserts.

Der Artikel im Überblick:

Maronen mögen es warm: Herkunft und Sorten

Die Esskastanie oder Marone ist eine der ältesten Nutzpflanzen. Sie stammt ursprünglich aus der Schwarzmeerregion. Bei uns wächst sie nur in warmen Regionen, z. B. am Bodensee, in den badischen Weinbaugebieten oder der Pfalz, ansonsten vor allem in der Mittelmeerregion. Die Esskastanie unterscheidet sich stark von der Rosskastanie, die vor allem bei Kindern als Bastelmaterial beliebt ist. Maronen generell enthalten sehr viel Stärke. Deshalb wurden sie früher oft zu Mehl gemahlen und zu Brot verarbeitet. Drei Arten können unterschieden werden: die kleine Esskastanie mit einem weniger feinen Aroma, die größeren und aromatischen Maronen sowie die Dauermaronen.

Eine harte Nuss, die Marone!

Hätten Sie vermutet, dass Esskastanien botanisch zu den Nüssen gehören? Das gelbweißliche Maronenfleisch ist ebenso wie bei Nüssen von einer Samenhaut und einer holzig ledrigen Schale umgeben. Bezüglich der Inhaltsstoffe unterscheidet sie sich aber von den meisten anderen Nusssorten wie beispielsweise der Haselnuss, da diese besonders durch hohe Fettgehalte gekennzeichnet sind. Maronen dagegen sind sehr fettarm.

Nährwerte der Marone: Das steckt in ihr

Der innere Kern der Marone enthält neben Stärke und Ballaststoffen Mineralstoffe wie Kalium und Kupfer. Kalium trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei und ist für die Übertragung von Nerven- und Muskelreizen wichtig. Kupfer wird unter anderem zur Pigmentierung von Haut und Haaren und zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress benötigt. Außerdem ist die Esskastanie reich an Vitamin C, das unser Immunsystem unterstützt, als Zellschutz dient und für ein straffes Bindegewebe sorgt. Maronen enthalten auch Vitamin B1 und B6. Beide Vitamine sind am Energiestoffwechsel beteiligt.

NährstoffGehalt (pro 100 g)
Kalorien196
Eiweiß3,4 g
Kohlenhydrate41,2
Fett1,9 g
Ballaststoffe8,4 g
Kalium707 mg
Calcium

33 mg

Magnesium45 mg
Vitamin A27 µg
Vitamin C27 mg

Quelle: Die große GU Nährwert-Kalorientabelle 2016/17

Maronen zubereiten – so geht's

So leicht wie Nüsse geben Maronen ihr wertvolles Inneres allerdings nicht frei. Zunächst muss die Schale der Esskastanien kreuzweise eingeritzt werden. Damit vermeiden Sie, dass sich im Gehäuse Druck aufbaut und die Marone explodiert. Dann gibt es zwei Wege, das harte Innere der Marone genießbar zu machen:

 

Zubereitung im Kochtopf:

  • Kreuzförmig einritzen
  • 15 bis 20 Minuten im kochenden Salzwasser garen

Zubereitung im Backofen:

  • Kreuzförmig einritzen
  • Bei 170 Grad Ober-/Unterhitze etwa 15 bis 20 Minuten rösten, bis die Schale aufplatzt.
  • Tipp: Stellen Sie ein Schälchen Wasser auf den Boden des Backofens, damit die Maronen nicht trocken werden.

Nun können Sie die Schale mit den Fingern lösen und die Samenhaut vorsichtig mit einem Messer entfernen.

Tipp:Esskastanien nicht abschrecken, sondern so heiß wie möglich schälen und häuten. Beim Abkühlen haften Schale und Haut sonst wieder fester an der Frucht.

Ihre Süße entfalten Maronen erst durch das Kochen oder Rösten. Gut schmecken sie auch, wenn man sie karamellisiert: Dazu 50 g Zucker in einem Topf bei niedriger Hitze leicht braun werden lassen, dann 500 g Esskastanien dazugeben, kurz anrösten und zum Schluss mit 100 ml Orangensaft abschmecken. Das schmeckt prima zu allen Wildfleischgerichten.

Tipp:Wer Maronen vor allem für Pürees, Suppen oder Soßen verwenden möchte, kann getrost auf fertig gegarte Maronen zurückgreifen. Diese enthalten meist noch genauso viele wichtige Nährstoffe und benötigen sehr viel weniger Zeit bei der Zubereitung.

Maronen lagern und einfrieren: Darauf kommt es an

Esskastanien und Maroni können bei Zimmertemperatur gut eine Woche lang aufbewahrt werden. Im Kühlschrank halten sie sogar bis zu einem Monat. Dabei sollten Sie die Nüsse in einen Plastikbeutel mit Löchern oder in eine Folie einwickeln. Somit sind sie mit einer geringen Menge Sauerstoff versorgt.

Maronen können auch eingefroren werden. Dafür sollten Sie sie vorkochen und in einem Gefrierbeutel gut verpacken. Achtung: Trocknen Sie die Maronen vor dem Einfrieren gut, sonst frieren sie aneinander fest. In der Tiefkühltruhe können sie ein halbes Jahr lang aufbewahren. Tauen Sie Maroni nur langsam und bei Zimmertemperatur auf, so behalten sie ihr Aroma am besten. 

4 einfache Maronen-Rezepte

Maronen machen sich besonders lecker in winterlich-festlichen Menüs, schmecken aber das ganze Jahr. Mit diesen vier einfachen Rezepten lassen sich Gäste verzaubern!

 

Einkauf und Lagerung

Achten Sie beim Einkauf auf eine glatte, glänzende Schale. Die Maronen sollten sich zudem schwer anfühlen. Dauermaronen können Sie an einem kühlen, trockenen Ort 2 bis 3 Monate lagern; andere Maronen möglichst rasch nach dem Einkauf zubereiten. Sie keimen sonst und schmecken nicht mehr.

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