Salamischeiben mit Pistazienstückchen

Salami, Schwangerschaft und die Frage: Was ist erlaubt?

Als deftiger Genuss auf dem Brot, als Pizzabelag oder Snack: Manchmal muss es einfach Salami sein. Und das gilt natürlich auch, während man ein Kind erwartet. Aber ist Salami in der Schwangerschaft erlaubt?


Der Artikel im Überblick

Fleisch in der Schwangerschaft: No-Go or Go-Go?

Fleisch ist auf dem Speiseplan einer werdenden Mami eine sinnvolle Ergänzung, denn es enthält neben Vitamin B12 auch Eisen. Diese Nährstoffe spielen bei der Ernährung in der Schwangerschaft eine besondere Rolle. Aber es ist Vorsicht geboten, denn nicht alle Fleisch- und Wurstsorten können bedenkenlos gegessen werden. Es kommt auf ihre Herstellungsart an.

Da der Fett- und Salzgehalt in Wurstwaren hoch ist, sollten sie nur in Maßen auf den Tisch kommen. Hier kann man sich auch an der Ernährungspyramide orientieren.

Ist Salami in der Schwangerschaft erlaubt?

Salami ist meist geräuchert oder luftgetrocknet, daher gilt sie nicht als roh. Somit spricht auch während der Schwangerschaft nichts gegen ihren Verzehr. Aufgrund des Fettgehalts von durchschnittlich 35 g pro 100 g sollte man sie jedoch nur in Maßen genießen.

Das Risiko der Toxoplasmose in der Schwangerschaft

Roh oder nicht roh: Das ist während der Schwangerschaft die Frage. Denn ungekochtes oder ungeräuchertes Fleisch kann Erreger der Toxoplasmose enthalten. Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die über Katzen, aber auch unzureichend erhitzte Lebensmittel übertragen werden kann. Toxoplasmen können durch längeres Kochen, Braten, Pasteurisieren und Gefrieren (bei mind. -21 °C) abgetötet werden. Auch ein Steak, das nur Medium gebraten ist würde also noch ein potentielles Risiko darstellen – weisen Sie in einem Restaurant die Bedienung darauf hin. Pro Jahr meldet das Robert Koch Institut in Deutschland bei jährlich rund 700 000 Geburten etwa 50 Fälle mit Komplikationen durch Toxoplasmose und Listeriosen in der Schwangerschaft. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die Dunkelziffer höher ist.

Listeriose in der Schwangerschaft

Schwangere haben im Vergleich zur Normalbevölkerung ein erhöhtes Risiko, an Listeriose zu erkranken. Die Krankheit wird ebenfalls durch Bakterien ausgelöst die besonders im Fleisch vorkommen und äußert sich in unspezifischen Symptomen wie Fieber, grippeähnlichen oder Magen-Darm-Beschwerden und können vorzeitigen Wehen auftreten. Im schlimmsten Fall kann es zu Fehl-, Früh-, Totgeburt oder zur Geburt eines geschädigten Kindes (Neugeborenen-Listeriose) kommen.

Gehen Sie also auf Nummer sicher und achten Sie beim Kauf von Fleisch- und Wurstwaren auf ihren Herstellungsprozess. Braten Sie Fleisch immer gut durch und scheuen Sie sich nicht davor, auch im Restaurant oder bei Freunden die Bitte „well done“ explizit zu äußern.

Leberwurst und andere Wurstwaren: Darf ich?

Gerade bei Aufschnitt ist nicht immer klar, wie dieser hergestellt wurde. Leberwurst gehört zum Beispiel zu den Kochwurstsorten – genießen Sie Leberwurst in der Schwangerschaft also bedenkenlos! Wie sieht es mit anderen beliebten Aufschnitten aus?

  erlaubt nicht erlaubt
Fleischwurst X  
Gelbwurst X  
Kochschinken X  
Mettwurst   X
Rohschinken   X
Teewurst   X

Übrigens: Vermeiden Sie außerdem eine zu hohe Zufuhr von Vitamin A, dies kann dem Fötus schaden. Auf Leber pur sollten werdende Mütter also verzichten, denn sie enthält besonders viel davon.

Quellen zum Artikel

  1. https://www.vdd.de/fileadmin/downloads/D_I/D_I_Fokus_2016/DundI_1_2016_FOKUS_low.pdf
  2. https://www.dge.de/presse/pm/was-schwangere-nicht-essen-sollten/
  3. https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/bevoelkerungsgruppen/schwangere-stillende/handlungsempfehlungen-zur-ernaehrung-in-der-schwangerschaft/