Honigglas und Honiglöffel

Süßer Genuss: Ist Honig in der Schwangerschaft ein No-Go?

Viele rohe Lebensmittel sind in der Schwangerschaft tabu. Doch gehört Honig auch dazu? Und wie beeinflusst er den Organismus?


Der Artikel im Überblick

Wie „gesund“ ist das Naturprodukt Honig?

Da Honig eine Ausscheidung der Bienen ist, handelt es sich dabei um ein tierisches Produkt. Er enthält mehr Nährstoffe als herkömmlicher Kristallzucker, zum Beispiel Natrium, Kalium, Magnesium, Eisen und Vitamine. Als Brotaufstrich oder im Tee ist die aufgenommene Menge jedoch so gering, dass sie kaum relevant für die Gesundheit ist.

Mehr Beachtung muss also dem Zuckergehalt geschenkt werden, denn Honig steht normalem Haushaltszucker in der Regel in nichts nach. Auch von braunem Zucker unterscheidet er sich nicht.

Honig in der Schwangerschaft: Erlaubt oder nicht?

Bei zu hohem Honig- und damit Zuckerkonsum droht Schwangerschaftsdiabetes. Achten Sie als werdende Mutter also auf eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung.

In Maßen ist Honig aber kein Problem. Bei einer Erkältung oder Halsschmerzen in der Schwangerschaft ist er sogar eine gute Wahl, denn ein Tee mit Honig ist besser als eine Tablette. Er macht das Getränk nicht nur süßer, sondern wirkt auch antibakteriell.

Wer Honig im Tee nicht so gern mag, findet übrigens in Zwiebelhonig ein weiteres Anti-Erkältungs-Rezept: Einfach eine Zwiebel fein schneiden und in einem Glas über Nacht mit etwa 4 EL Honig ziehen lassen. Davon über den Tag verteilt einen Teelöffel einnehmen. Und auch bei Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft kann Honig helfen – eingerührt in das gute alte Glas warme Milch.

Die Aminosäure Tryptophan aus der Milch wirkt schlaffördernd, allerdings nur, wenn sie über die sogenannte Blut-Hirn-Schranke ins Hirn gelangt. Man nimmt an, dass diese sich durch den Honig öffnet, der Zucker enthält. Bewiesen ist die Wirkung allerdings nicht.

Manche Schwangere fürchten sich vor Listeriose, also einer Infektionskrankheit, die durch verdorbene oder verschmutze Lebensmittel auftritt. Diese steht aber nicht in Zusammenhang mit Honig, sondern eher mit anderen tierischen Lebensmitteln wie Wurst, Fisch oder Käse.

Vergessen Sie nicht Ihre Zähne

Während der Schwangerschaft verändern sich auch Zähne und Zahnfleisch. Bei vielen Frauen werden sie sensibler und Zahnfleischbluten kommt öfter vor. Die Ernährung spielt neben Mundhygiene-Produkten eine ausschlaggebende Rolle: Noch ein Grund dafür, Zuckerhaltiges wie Honig nur in Maßen zu genießen!