Toben macht durstig

Toben und Spielen macht durstig: Richtig trinken für Kinder

Der menschliche Körper besteht zu mehr als der Hälfte aus Wasser, der Körper eines Säuglings sogar zu über 70 Prozent. Kein Wunder, dass Wasser zu den wichtigsten Lebensmitteln zählt. Während der Körper mehrere Wochen ganz ohne feste Nahrung auskommt, könnten wir nur wenige Tage ohne Wasser überleben. Das gilt natürlich für Jung und Alt. Da Kinder regelmäßiges Trinken auch manchmal vergessen, ist es wichtig, ihnen immer ausreichend Getränke anzubieten.

 

Wie viel sollte mein Kind trinken?

Wer viel tobt, verspürt Durst – und das ist gut so. Denn Durst ist ein Signal des Körpers, den Flüssigkeitstank wieder aufzufüllen. Besser ist es, etwas zu trinken, bevor es zum Durst kommt, denn dann ist der Körper noch besser mit Flüssigkeit versorgt. Im Alter zwischen vier und sieben Jahren sollten Kinder täglich etwa einen Liter trinken. Kinder von zehn bis unter 13 Jahren benötigen täglich ca. 1,2 Liter Flüssigkeit aus Getränken. Angaben der Flüssigkeitsmengen für andere Altersgruppen finden Sie in unserer Tabelle. Zwar sind Getränke die wichtigste Quelle für die tägliche Wasserzufuhr, ein Teil der benötigten Flüssigkeit wird aber auch über feste Nahrung aufgenommen. Beispielsweise enthalten Wassermelonen oder Gurken mit mehr als 90 Prozent Flüssigkeit, wie praktisch alle Obst- und Gemüsesorten, relativ viel Wasser.


Bedenken Sie, dass es ruhig mehr Flüssigkeit sein darf als in unserer Tabelle genannt. An heißen Tagen mit Sport und Spiel kann sich der Flüssigkeitsbedarf deutlich erhöhen. Schon bei einem leichten Wassermangel sinkt die Konzentration. Schwindel, Müdigkeit und Kopfschmerzen können auftreten. Deshalb sollte Ihr Kind nicht erst nach dem Toben trinken, sondern bereits davor und auch währenddessen zur Trinkflasche greifen.

Empfohlene Flüssigkeitszufuhr für Kinder und Jugendliche


Alter in Jahren Wasserzufuhr aus Getränken (ml / Tag) Empfehlenswerte Getränke, z. B.
1 bis unter 4 820
2 Gläser Wasser, wie Vittel (400 ml), 2 kleine Tassen ungesüßter Früchte- oder Kräutertee (250 ml), 1 Glas Fruchtsaftschorle (200 ml, Mischverhältnis: ¼ Saft und ¾ Wasser)
4 bis unter 7 940 2 Gläser Wasser, wie Vittel (400 ml), 2 Tassen ungesüßter Kräuter- oder Früchtetee (300 ml), 1 großes Glas Fruchtsaftschorle (250 ml, Mischverhältnis: ¼ Saft und ¾ Wasser)
7 bis unter 10 970 2 Gläser Wasser, wie Vittel (400 ml), 1 Glas Fruchtsaftschorle (200 ml, Mischverhältnis: ¼ Saft und ¾ Wasser), 2 große Tassen ungesüßter Kräuter- oder Früchtetee (400 ml)
10 bis unter 13 1.170 2 Gläser Wasser, wie Vittel (400 ml), 2 Gläser Fruchtsaftschorle (400 ml, Mischverhältnis: ¼ Saft und ¾ Wasser), 2 kleine Tassen ungesüßter Kräuter- oder Früchtetee (250 ml), 1 Tasse Getreidekaffee (150 ml)
13 bis unter 15 1.330 3 Gläser Wasser, wie Vittel (600 ml), 2 Gläser Fruchtsaftschorle (400 ml, Mischverhältnis: ¼ Saft und ¾ Wasser), 1 Tasse ungesüßter Kräuter- oder Früchtetee (150 ml), 1 große Tasse Getreidekaffee (200 ml)
15 bis unter 19 1.530 4 Gläser Wasser, wie Vittel (800 ml), 2 Gläser Fruchtsaftschorle (400 ml, Mischverhältnis: ¼ Saft und ¾ Wasser), 1 Tasse ungesüßter Kräuter- oder Früchtetee (150 ml), 1 große Tasse Getreidekaffee (200 ml)

Die besten Durstlöscher: Gesunde Getränke für Kinder

Ein optimaler Durstlöscher hat keine oder zumindest wenig Kalorien. Geeignete Getränke für Kinder zum alltäglichen Verzehr sind

  • Wasser/Mineralwasser
  • Ungesüßte Tees
  • Schorlen

 Die allerbesten Durstlöscher sind Wasser und Mineralwasser wie z. B. Vittel. Das natürliche Mineralwasser ist eine kalorienfreie Erfrischung für die ganze Familie. Sie können es entweder als stilles oder sanft prickelndes Mineralwasser genießen.


Ungesüßte Früchte- oder Kräutertees sind ebenfalls empfehlenswerte Getränke. Zum gelegentlichen Genuss ist Getreidekaffee, wie z. B. CARO, eine besonders köstliche Abwechslung. CARO besteht nur aus natürlichen Zutaten wie Gerste, Gerstenmalz, Zichorie und Roggen. Er enthält weder Koffein noch zugesetzte Aromen oder Zucker – das macht ihn zu einem bekömmlichen Getränk für Kinder und Erwachsene.


Viele Kinder lieben Fruchtsäfte, denn sie schmecken lecker und versorgen uns auch mit wertvollen Nährstoffen. Allerdings stecken in ihnen Kalorien in Form von Fruchtzucker. Wenn Sie im Zweifel sind, wie viel Zucker ein Getränk enthält, sehen Sie in der Zutatenliste nach. Dort ist ganz genau aufgeführt, welche Zutaten im Getränk vorkommen. Bevorzugen Sie Fruchtsaft ohne Zuckerzusatz. Die Kalorienmenge eines Getränks entnehmen Sie der Nährwerttabelle bzw. auch den weiteren Angaben auf der Verpackung. Auch wenn ein Saft zu 100 % aus Frucht besteht: Kalorisch kann er häufig mit Cola oder anderen Softgetränken mithalten. Säfte sollten deshalb nur selten auf dem Getränkeplan stehen.


Eine kalorienärmere, erfrischende Alternative zum Fruchtsaft sind Schorlen mit Fruchtsaft. Mischen Sie den Saft, den Ihr Kind am liebsten mag, einfach mit Mineralwasser (im Mischverhältnis zu ¼ Saft und ¾ Wasser). Schneller geht es mit bereits verdünnten Säften.


Ob Mineralwasser, Früchte- und Kräutertees, Fruchtsaftschorlen oder ab und zu auch ein Getreidekaffee: Wechseln Sie für Ihre Kinder zwischen den Getränken ab – so bleibt die Lust aufs Trinken erhalten.

Infused Water: Mitmach-Trinkidee für Kids

Gerade für Kinder ist "einfach nur Wasser" trinken oft zu langweilig. Damit es mit dem Trinken besser klappt, ist das Trend-Getränk Infused Water genau das richtige. Hier werden verschiedene Früchte, Kräuter oder auch Gewürze in Wasser gegeben. Somit geht das Aroma ins Wasser über und verleiht sogar langweiligem Leitungswasser einen Hauch von Frische. Netter Nebeneffekt: Die Kids können mit einbezogen werden und drauf losschippeln. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt: Wir haben einige Ideen gesammelt.

  • Erdbeeren und Minze
  • Blaubeeren, Himbeeren und Johannisbeeren
  • Zitrone und Lavendel
  • Pampelmuse und Rosmarin

 

Trinkerinnerung für Kids: So wird das Trinken nicht vergessen

Kinder lassen sich leicht ablenken und vergessen z. B. beim intensiven Spiel das Trinken. Sie brauchen jedoch viel Wasser. Leiten Sie Ihr Kind deshalb schon früh zu ausreichendem Trinken an:

  • Bieten Sie zu jeder Mahlzeit Getränke an.
  • Erinnern Sie Ihre Sprösslinge immer wieder zwischendurch ans Trinken.
  • Legen Sie bei gemeinsamen Ausflügen und beim Sport Trinkpausen ein.

Kinder wollen Freiheiten, auch beim Trinken. Das geht am besten, wenn jedes Kind für unterwegs, im Kindergarten und in der Schule seine eigene Trinkflasche hat, aus der es trinken kann, wann immer es möchte. Bieten Sie Ihrem Kind die oben erwähnten gesunden Durstlöscher zur Auswahl an.

Die Dosis macht das Gift: So viele süße Getränke sind erlaubt

Zwar mögen Kinder zuckersüße Getränke wie Limo, Cola und Brausen besonders gern. Sie sollten diese jedoch für besondere Gelegenheiten aufheben, da sie viele Kalorien und Zucker, aber kaum lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Heben Sie süße Getränke deshalb am besten für besondere Gelegenheiten auf: Der Almdudler auf der Skihütte, die Cola am Kindergeburtstag - damit bleiben Softdrinks etwas besonderes.

Milch – kein Durstlöscher

Milch enthält eine Fülle wertvoller Nährstoffe wie Eiweiß, Kohlenhydrate, Fett, Vitamine und Mineralstoffe. Das macht Milch zu einem wichtigen, nährstoffreichen Lebensmittel – es zählt aber nicht zu den Getränken und ist deshalb zum Durstlöschen ungeeignet. Wenn Ihr Kind beispielsweise zum Frühstück gerne ein Glas Milch trinkt, dann bieten Sie ihm zusätzlich auch ein Glas Wasser an. So kann Ihr Kind seinen Flüssigkeitstank auffüllen.

Quellen zum Artikel

  1. H.-K. Biesalski / P. Grimm (2004): Taschenatlas der Ernährung. Thieme Verlag.
  2. G. Wagner / J. Peil / U. Schröder (2004): Trink Dich Fit: Handbuch für das richtige Trinken in Sport, Beruf, Freizeit. Pala-Verlag.
  3. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.
  4. A.Schek (2002): Top-Leistung im Sport durch bedürfnisgerechte Ernährung. Philippka.
  5. aid Infodienst für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz e. V.
  6. L. Libuda et al. (2008): Pattern of beverage consumption and long-term association with body-weight status in German adolescents – results from the DONALD study. British Journal of Nutrition, 99, 1370-1379.
  7. M. Schulze et al. (2004): Sugar-sweetened beverages, weight gain, and incidence of type 2-diabetes in young and middle-aged women. JAMA, 8, 927-934.
  8. K. Pohl (2012): Nicht erst bei Durst trinken. Pharmazeutische Zeitung online. http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=33694
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