Picky Eater

Picky Eater – was tun, wenn das Kind nicht will?

Picky Eater sind wählerisch und fürchten sich geradezu vor neuen Lebensmitteln. Diese Zeit macht fast jedes Kind einmal durch, da fliegt dann auch schon mal der Brokkoli vom Tisch und Tränen fließen, wenn auf die Nudeln auch noch Soße soll. Machen Sie sich keine Sorgen, meist geht das wieder vorbei. Wichtig ist, dass Sie Ruhe bewahren und kreativ werden.

Gut zu wissen: Die Angst, etwas Unbekanntes zu probieren, hat bei Kindern meistens im Alter zwei bis sechs Jahren ihre Hochphase. Das lustige „Regenbogen“-Essen kann Ihrem Kind helfen, sich in Sachen Ernährung (noch) mehr zu trauen.

Wie Picky Eater Geschmack erleben – so bringen Sie Farbe auf den Teller

„Iiiih!“ Kinder haben oft eine ziemlich selbstbewusste Meinung zum Thema Obst und Gemüse. Vor allem, wenn sie wie manche Salatsorten, Oliven, Rosenkohl oder Brokkoli über einen hohen Bitterstoffanteil verfügen. Da hilft Ausdauer und Geschmacksprägung: Bieten Sie Ihrem „Picky Eater“ das „verschmähte“ Lebensmittel ruhig immer mal wieder (ohne Druck) an und probieren Sie auch andere Zubereitungsformen (roh, gekocht, gebraten etc.) aus, Konsistenz und Geruch spielen eine wichtige Rolle. Gut möglich also, dass der Brokkoli irgendwann ja doch ganz interessant ist – er hat doch schließlich so eine schöne Farbe.

Studien haben ergeben, dass neue Lebensmittel zwischen acht und 15-mal angeboten werden müssen, bevor sie von Kindern akzeptiert und toleriert werden. Außerdem: Unser Gehirn lernt Geschmäcker mit der Zeit kennen und lieben.

Ob das Essen gesund oder ungesund ist, interessiert die meisten Kinder allerdings herzlich wenig. Die Betonung von leicht Erlern- und Erfahrbarem wie Farben und Formen kommt da besser an. Ein Infoblatt zur Psychologie am Esstisch gibt’s hier zum Gratis-Download.

Tipps für „Picky Eater“-Eltern

  • Meister aller Farben: Lassen Sie Ihr Kind schon beim Einkaufen das Obst oder Gemüse in der schönsten Farbe oder allen Farben des Regenbogens auswählen. Als „Bestimmer“ macht das Snacken später gleich viel mehr Spaß.
  • Eine bunte Tüte, bitte: Traube ja, Banane nein? Hier lautet das Zauberwort „Mischen! Ein leckerer Mix auf dem Teller oder in der Brotbox sieht schön aus und kann einiges bewirken.
  • Der Obstler der Woche: Hängen Sie einen Wochenplan (Mo bis So) mit allen Familienmitgliedern am Kühlschrank auf. Wer buntes Obst (oder Gemüse) isst, erhält dafür ein Sternchen. Wer die meisten Sternchen hat, darf sich sein Lieblingsessen wünschen.
  • Tomätlein, versteck‘ dich: Wenn gar nichts geht, hilft tricksen. Eine „Rennfahrersuppe“ aus Nudeln und Brühe ist schnell gemacht, hat einen lustigen Namen und bietet viel Raum, um farbenfrohes Gemüse als Einlage (oder eben als „kleine bunte Autos“, die in den Mund „brummen“) darin zu verstecken.
  • Veggies an die Macht: Legen Sie zuerst das Gemüse auf den Teller, wenn Ihr Kind schon am Tisch sitzt. Ihre Ausrede: Die „richtige“, von ihm verlangte Speise ist noch nicht ganz fertig. Ein hungriger Suppenkasper fängt dann vielleicht schon einmal an zu essen.
  • Popeye & Co.: Regen Sie die Fantasie Ihrer Kids an. Viele Obst- und Gemüsesorten machen Muckis, zaubern uns groß oder werden von Elfen aus den Gärten stibitzt, weil sie so bunt und lecker sind – das weiß doch jedes Kind. 😉
  • Am Ende des Regenbogens steht ein Topf voller: Leckereien! Befüllen Sie bunte Silikon-Muffin-Förmchen mit entsprechend farbigen Früchten oder Gemüsesorten (Lila: Trauben, Rot: Tomaten, Grün: Gurken usw.) und abwechslungsreichen Dips. Kids greifen beim Spielen gerne nebenbei in die bunten Töpfchen. Achten Sie bei den Snacks allerdings darauf, sie nicht in der Stunde vor einer Hauptmahlzeit zu servieren, sonst hat Ihr Sprössling darauf keinen Hunger mehr.
  • Seien Sie ein Vorbild: Sie sind für Ihren Nachwuchs der größte Star. Klar, dass Sie beim Essen mit gutem Beispiel vorangehen. Kochen Sie weder für sich selbst noch Ihr Kind extra und essen Sie lieber alle gemeinsam „bunt“.

Eat the Rainbow: Wie Picky Eater in sieben Tagen #allesprobierer werden

Mit Wettbewerben lassen sich kleine Gemüseverweigerer aus der Reserve locken. Die vielfältige Welt von Obst und Gemüse entdeckt Ihr Kind mit dem Regenbogen-Spiel.

Das brauchen Sie:

  • Unsere Regenbogenvorlage
  • Unsere #allesprobierer-Medaille
  • Locher
  • Kordel
  • Bunte Stifte oder Wasserfarben in den Farben des Regenbogens. Das sind Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett. Leichter gesagt: Rot, Orange, Gelb, Grün, Hellblau, Dunkelblau und Lila
  • Ggf. Pinsel

So geht’s:

  1. Drucken Sie unsere Regenbogenvorlage aus und halten Sie Stifte oder Wasserfarben in den Farben des Regenbogens bereit.
  2. Bei jeder Mahlzeit darf ihr Kind die Speisen genauestens inspizieren – entdeckt es eine Regenbogenfarbe auf seinem Teller?
  3. Isst der Nachwuchs ein entsprechend farbiges Lebensmittel darf es einen Streifen des Regenbogens nach dem Essen in der Farbe ausmalen.
  4. Ist der Regenbogen am Ende der Woche komplettiert, erhält Ihr Kind von Ihnen eine kleine Belohnung, zum Beispiel unsere #allesprobierer-Medaille für kleine Regenbogenhelden. Diese einfach ausmalen, links und rechts lochen, Kordel durch die Öffnungen ziehen und um den Hals hängen.

Jetzt Regenbogen und #allesprobierer-Medaille downloaden

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Beispiele für „Regenbogen“-Lebensmittel

Rot: Tomaten, Paprika, Kirsche, Wassermelone, roter Apfel

Orange: Karotten, Orangen, Kürbis

Gelb: Mais, Banane, Ananas, Sternfrucht, Kartoffeln

Grün: Trauben, grüner Apfel, Spinat, Gurken

Blau/Indigo: Heidelbeeren, Brombeeren, Pflaumen

Violett: Aubergine, Trauben, Rote Bete, lila Kartoffeln, lila Karotten, Okinawa-Süßkartoffel, Rotkohl

    Fun Fact:
    Gut, dass es so leckere Beeren gibt (die genau genommen auch gar nicht satt blau sind), denn richtig blaues Essen bleibt nachgewiesenermaßen eher liegen. Es wirkt auf den Menschen eher wie ein Warnsignal, erinnert an Fäulnis oder Gift. In der Natur gibt es wenig Genießbares in Blau und da wir evolutionsbedingt richtig gute Lerner sind, meiden wir derart gefärbte Lebensmittel eher. Hier passt das Sprichwort: „Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht.“ Warum Schlumpf-Eis trotzdem der Hit bei unseren Kleinen ist? Forscher mutmaßen, dass Kinder noch wenig ausgeprägte Nahrungsvorlieben haben, sich gegenüber „künstlichen“ Speisen aufgeschlossener zeigen – und: das Eis schmeckt süß! Zukünftig könnte sich der Mensch also auch mit blauen Lebensmitteln anfreunden.


Den Regenbogen kann man auch trinken!

Trinken ist gesund und wichtig – umso besser, wenn es Ihren Kids auch noch Spaß macht. „Infused Water“ ist nicht nur Trendgetränk, sondern auch perfekt für den kunterbunten Esstisch geeignet. Zusammen mit den Kindern ein paar farbenfrohe Früchte schnippeln, in ein Trinkgefäß mit Wasser geben und fertig! Coole Zubereitungsideen für Infused Water sowie alles zum Thema „Trinken bei Kindern“ finden Sie in unserem dazugehörigen Artikel.

Wie essen unsere Kinder?

Nestlé wollte es wissen und gab eine Studie in Auftrag.
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