Abstillen und Stillen

Stillen und Abstillen

Muttermilch ist das Beste für ein Kind, weil sie alles bietet, was das Baby für eine gesunde Entwicklung braucht. Sie enthält leicht verdauliches Eiweiß, Fette, Kohlenhydrate und wichtige Vitamine. Vitamin K und Vitamin D sollten noch zusätzlich supplementiert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Hebamme. Muttermilch passt sich ganz automatisch dem Bedarf Ihres Babys an. Außerdem ist sie allergenarm und reich an Stoffen, die vor Allergien und Infektionen schützen.

Stillen – Lernprozess für Mutter und Säugling

Stillen ist zwar ganz natürlich, funktioniert aber nicht immer auf Anhieb. Legen Sie Ihr Kind bald nach der Geburt an die Brust  – dann ist der Saugreflex optimal. Anfangs kann es bequem sein, Ihr Kind im Liegen zu stillen. Dabei legen Sie sich auf die Seite. Ihr Baby liegt ebenfalls in Seitenlage dicht neben Ihnen  – mit dem Kopf direkt vor Ihrer Brust. Eventuell hilft es, den Kopf Ihres Babys mit einer Hand abzustützen. Auch in Sitzhaltung mit Wiegegriff funktioniert das Stillen gut. Probieren Sie aus, was für Sie und Ihr Baby am angenehmsten ist. Wie oft Sie stillen sollten? Am besten immer dann, wenn Ihr Baby danach verlangt. Heute dürfen Babys ihren eigenen Mahlzeitenrhythmus finden. Der einzige Maßstab, ob alles richtig läuft, ist das Wohlbefinden Ihres Kindes. Macht es nach der Brustmahlzeit einen zufriedenen Eindruck, ist alles in Ordnung. Aber lassen Sie Ihr Kind nicht nur an der Brust nuckeln, sonst können sich die Brustwarzen entzünden. Wie lange Sie stillen sollen? Da sind sich die Experten einig. Vier bis sechs Monate ausschließliches Stillen ist ideal. Auch nach Beikosteinführung kann weitergestillt werden.

Essen und trinken in der Stillzeit

Mütter müssen viel trinken  – das ist wichtig für die Milchbildung. 2 bis 3 Liter täglich sollten es sein, an heißen Tagen noch mehr. Ein kleiner Tipp: Stellen Sie sich vor jedem Stillvorgang ein Getränk in greifbare Nähe. Empfehlenswert sind mineralstoffreiche Mineralwässer wie z. B. CONTREX sowie ungesüßte Kräuter- und Früchtetees. Stillende Mütter brauchen in den ersten vier Monaten täglich rund 600 kcal zusätzlich, anschließend etwas weniger, um ausreichend Energie für die Milchbildung zu haben. Eine ausgewogene Ernährung versorgt Sie mit allen Nährstoffen in der richtigen Menge.

Wichtig sind folgende Lebensmittel:

  • viel frisches Gemüse, Kartoffeln und Obst
  • Vollkornprodukte
  • hochwertige Pflanzenöle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren
  • mageres Fleisch sowie Fisch
  • Milch und Milchprodukte

Abstillen – Wenn Ihr Kind nicht mehr satt wird

Es gibt viele Gründe fürs Abstillen: Nicht jede Mutter kann stillen, z. B. weil es an ausreichend Muttermilch fehlt  – andere wollen nicht stillen. Deshalb ist es gut zu wissen, dass es geeignete Säuglingsmilchnahrungen gibt. Sprechen Sie vor der Umstellung in jedem Fall mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Hebamme. Beginnen Sie zunächst damit, eine Mittagsmahlzeit durch ein Milchfläschchen zu ersetzen. Danach kann dann jede Woche eine weitere Still-Mahlzeit durch ein Fläschchen abgelöst werden. Auch wenn Sie gleich mit Beginn der Beikost mit dem Abstillen anfangen möchten, können Sie mit der Mittagsmahlzeit beginnen. Aber: Geben Sie Ihrem Kind etwas Zeit, damit es sich an die neue Mahlzeit gewöhnen kann. Ein paar Tage oder eine Woche sollten es schon sein.

Das bekommt dem Baby nicht

Blähende Lebensmittel wie Zwiebeln oder Kohl auf dem Speiseplan der Mutter verursachen bei manchen Babys Bauchweh. Auch Getränke mit viel Kohlensäure können ähnlich wirken. Zitrusfrüchte und säurehaltige Säfte (z. B. Orangensaft) verursachen oft einen wunden Po. Diese Lebensmittel sollten aber nicht pauschal weggelassen werden, sondern nur wenn sie dem Baby nicht bekommen.
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