Selber kochen oder Fertignahrung?

Selber kochen oder Fertignahrung?

Eines vorweg: Sie können Ihr Baby mit selbst zubereiteter Beikost, und auch mit Fertignahrung gesund ernähren. Gekochtes ist nicht zwingend besser als fertige Nahrung aus dem Gläschen oder zum Anrühren. Wenn Sie Babykost selbst herstellen, sollten Sie nur ausgesuchte Lebensmittel in der richtigen Kombination verwenden. Dann bekommt Ihr Baby alles, was es für eine gesunde Entwicklung braucht.

Vorteile von Fertignahrung

Bestimmt haben Sie sich schon gefragt, ob Fertignahrung oder selbst Gekochtes für Ihr Baby richtig ist? Grundsätzlich ist beides geeignet:

  • Fertignahrung ist praktisch frei von Schadstoffen, denn der Gesetzgeber stellt an Lebensmittel für Babys besonders hohe Ansprüche. Und die lassen sich nur erreichen, wenn beispielsweise auf Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel weitestgehend verzichtet wird.
  • Für die erste Löffelfütterung ist Gläschenkost besonders geeignet. Ihr Kind wird wahrscheinlich erst einmal nur geringe Mengen davon essen. Da lohnt es nicht, selbst zu kochen.
  • Gläschennahrung ist praktisch, spart Zeit und Arbeit. Sie können die Gläschen überall hin mitnehmen.
  • Die meisten Fertigprodukte sind so zusammengestellt, dass Ihr Baby die Nährstoffe bekommt, die es benötigt – entsprechend seinem Alter.

Gemüse-Kartoffel-Fleisch: Was ist wichtig?

Wenn Sie die erste Babynahrung selbst kochen, sollten Sie nur ausgesuchte, frische Zutaten verwenden, die Sie sinnvoll kombinieren und schonend zubereiten. Gemüsesorten wie Karotten, Fenchel, Kohlrabi, Zucchini, Blumenkohl, Brokkoli oder Pastinaken verträgt Ihr Baby wahrscheinlich gut. Wechseln Sie die Gemüsesorte anfangs nicht zu häufig, so können sie leichter erkennen, ob Ihr Baby das Gemüse mag und verträgt. Für die Versorgung Ihres Babys mit Eisen ist mageres Fleisch wichtig. Als zusätzliche Zutaten für den selbst gekochten Brei empfehlen sich Vitamin C-reicher Saft, z. B. Orangensaft oder Obstpüree sowie Öl. Rapsöl ist wegen der hochwertigen ungesättigten Fettsäuren besonders gut geeignet.

Getreidebreie mit Vollmilch und/oder Obst

Nach dem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei ergänzt in der Regel ein Getreide-Milchbrei die Ernährung Ihres Babys. Später können Sie zusätzlich einen Vollkorn-Früchte-Brei einführen. Lesen Sie in unserem Beitrag "Ernährungsfahrplan für das erste Lebensjahr", welcher Brei in den verschiedenen Altersstufen geeignet ist. Unsere Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über empfehlenswerte Zutaten von selbst hergestellten Breien. Wenn Sie Fertignahrung verwenden möchten, stehen Ihnen Milch-Getreide-Breie oder Getreide-Breie zum Anrühren bzw. aus dem Gläschen zur Verfügung.


Zutaten für selbst Gekochtes Anmerkung
Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei 90-100 g Gemüse, 40-60 g Kartoffeln, 15-20 g Obstsaft/-püree, 8-10 g Öl, 20-30 g Fleisch Eine Gemüsesorte reicht aus. Der Brei sollte milchfrei sein.
Vollmilch-Getreide-Brei 200 g Vollmilch, 20 g Getreideflocken, 20 g Obstsaft/-püree Jeweils eine Getreide- und eine Obstsorte sind ausreichend. Verwenden Sie möglichst Vollkornprodukte.
Getreide-Obst-Brei 20 g Getreideflocken, 90 g Wasser, 100 g Obst, 5 g Öl Eine Obstsorte ist ausreichend.

Wichtig: Ihr Baby braucht jetzt mehr Flüssigkeit!

Mit der Einführung von Beikost wird die Nahrung zunehmend fester und enthält weniger Flüssigkeit. Dann kann es sein, dass Ihr Baby nun öfters Durst hat und zusätzlich zur Milch mehr zu trinken braucht. Zuckerfreie und säurearme Getränke sind für Babys die richtigen Durstlöscher. Stilles Mineralwasser mit der Aufschrift "geeignet für Säuglinge" sowie ungesüßte Kräuter- und Früchtetees bieten sich als Getränke an. Babysäfte sind nur mit Wasser verdünnt als Durstlöscher geeignet. Wichtig: Zum Schutz vor Zahnzerstörung durch Karies Getränke jeder Art nicht zum Dauernuckeln überlassen.

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