Die ersten 1.000 Lebenstage – der Einfluss der Ernährung beginnt bereits im Mutterleib

Die Entwicklung eines Babys ist ein kleines Wunder! Während der Schwangerschaft und der ersten zwei Lebensjahre – also insgesamt den ersten 1.000 Tagen – entwickelt sich das Baby so rasant wie nie wieder im Leben. Schon sehr früh bildet der Fötus im Mutterleib die ersten Sinne aus. Und auch nach der Geburt machen Babys in kurzer Zeit viele wichtige Entwicklungsschritte durch. Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung der Mutter in der Schwangerschaft hat dabei einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung des Kindes. Erfahren Sie, wie das kleine Wunder in den ersten 1.000 Lebenstagen wächst, wie sich seine Sinne entfalten – und wie Sie Ihr Baby mit der richtigen Ernährung unterstützen können.

Themenübersicht

  1. Die ersten 1.000 Lebenstage – ausgewogene Ernährung beginnt im Mutterleib
  2. Die ersten 1.000 Lebenstage – Entwicklungsschritte in den 12 Monaten
    nach der Geburt
  3. Die ersten 1.000 Lebenstage – die Welt entdecken im 2. Lebensjahr
Baby im Mutterleib in den ersten 1000 Tagen der Schwangerschaft
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TASTEN: Der erste Sinn (7 bis 8 Wochen)

Der Fötus berührt alles, was ihn umgibt: Der Tastsinn entwickelt sich bereits ab der 8. Schwangerschaftswoche.


Essen in der Schwangerschaft

Für das gesunde Wachstum und die Entwicklung von Säuglingen und Kleinkindern spielt die Ernährung eine bedeutende Rolle – das gilt besonders in den ersten 1.000 Tagen. Es ist heute allgemein anerkannt, dass die ersten 1.000 Tage eine einzigartige und prägende Phase für die gesunde Entwicklung eines Kindes sind. Wissenswertes rund um die Ernährung in der Schwangerschaft lesen Sie gleich hier bei uns.
Gehirnentwicklung des Babys

Die Entwicklung des Gehirns beginnt bereits nach den ersten 28 Tagen der Schwangerschaft mit dem Schluss des Neuralrohrs. Das Neuralrohr ist eine u-förmige Furche, aus der sich Gehirn und Rückenmark des Fötus bilden.
Informieren Sie sich außerdem über die wichtige Rolle der Folsäure für die Entwicklung Ihres ungeborenen Babys.


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HÖREN: Mama spricht (25 bis 26 Wochen)

Im Mutterleib umgibt den Fötus eine stimulierende Welt aus Geräuschen, Vibrationen und Bewegungen. Trotz der Hintergrundgeräusche dringen auch Stimmen in den Mutterleib.

Ernährung für Schwangere

Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung vor und während der Schwangerschaft beeinflusst die Schwangerschaft günstig und legt das Fundament für eine gesunde Entwicklung des Kindes. Essen Sie ab jetzt nicht doppelt so viel, sondern doppelt so gut:
  • Essen Sie in der Schwangerschaft reichlich (drei Portionen) Gemüse, das nicht zu stark gewürzt und gesalzen ist und nehmen Sie mindestens zwei Portionen Obst am Tag zu sich.
  • Greifen Sie möglichst auf Vollkornprodukte statt auf raffinierte Kohlenhydrate wie Zucker zurück und achten Sie auf gute Fette in Ihrer Ernährung, beispielsweise aus fettreichem Fisch oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren aus Pflanzenölen.
  • Werden Sie regelmäßig aktiv und planen Sie wöchentlich mindestens 150 Minuten mäßig intensive körperliche Betätigung ein sowie zweimal leichte Aktivitäten, die den Muskelaufbau fördern. Dazu kann Sie Ihr Arzt oder Ihre Hebamme beraten.
So entwickelt sich das Gehirn

Bis zur 36. Schwangerschaftswoche ist die Bildung der Nervenzellen durch Zellteilung, die sogenannte neuronale Proliferation, beinahe abgeschlossen.


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RIECHEN & SCHMECKEN:
Die Geschmacksentwicklung (28 Wochen)

Was die Mutter isst und trinkt, gelangt auch in das Fruchtwasser, das den Fötus umgibt. Ungefähr am Ende des dritten Trimesters streckt das Baby seine Zunge heraus, um das Fruchtwasser zu „erschmecken“.

Ernährung des Babys während der Schwangerschaft

Das Baby beginnt bereits im Mutterleib Geschmacksvorlieben zu entwickeln. Die Ernährung der Mutter in der Schwangerschaft hat nicht nur wesentlichen Einfluss auf die Qualität der Muttermilch  ̶  Geschmacksstoffe aus der Nahrung der Mutter gelangen auch in die Plazenta und das Fruchtwasser. So lernen Babys bereits vor ihrer Geburt die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen kennen.

Nervenzellen auf Wanderschaft

Im Verlauf der Schwangerschaft wächst die Anzahl der Nervenzellen des Babys: Bei der Ausbildung des Gehirns wandern sie in bestimmte Gehirnbereiche. Eine mangelhafte Ernährung kann diese sogenannte Migration der Nervenzellen stören.


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SEHEN: Und es wurde Licht! (33 Wochen)

Der Fötus reagiert sehr empfindlich auf Licht: Sein Herzschlag erhöht sich, wenn Licht auf den Bauch der Mutter fällt.

Müssen Schwangere mehr essen?

Eine werdende Mutter muss nicht für zwei essen. Im 2. und 3. Trimester steigt der Energiebedarf leicht an, es werden ca. 10 Prozent mehr Kalorien benötigt. Das sind etwa 200 bis 300 kcal pro Tag und entspricht etwa einer Scheibe Vollkornbrot mit Käse.

Das Gehirn – ein gewichtiges Organ

Die Nervenzellen (Neuronen) beginnen sich in dieser Entwicklungsphase zu verknüpfen. Je nach äußeren Reizen und Emotionen verändern sich diese neuronalen Netzwerke auch nach der Geburt ständig. Bei der Geburt wiegt das Gehirn des Babys ca. 400 g – das sind 25 Prozent des Gewichts eines Erwachsenen-Gehirns.

Und wie geht’s weiter? Lesen Sie, wie rasant sich Babys bis zu ihrem ersten Geburtstag entwickeln.
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