Die ersten 1.000 Lebenstage – der Einfluss der Ernährung beginnt bereits im Mutterleib

Die Entwicklung eines Babys ist ein kleines Wunder! Während der Schwangerschaft und der ersten zwei Lebensjahre – also insgesamt den ersten 1.000 Tagen – entwickelt sich das Baby so rasant wie nie wieder im Leben. Schon sehr früh bildet der Fötus im Mutterleib die ersten Sinne aus. Und auch nach der Geburt machen Babys in kurzer Zeit viele wichtige Entwicklungsschritte durch. Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung der Mutter in der Schwangerschaft hat dabei einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung des Kindes. Erfahren Sie, wie das kleine Wunder in den ersten 1.000 Lebenstagen wächst, wie sich seine Sinne entfalten – und wie Sie Ihr Baby mit der richtigen Ernährung unterstützen können.

 

Kleinkind in ersten 1000 Lebenstagen
Icon mit Löffel und Schriftzug 'Spoon'

FREUT MICH, IHRE BEKANNTSCHAFT ZU MACHEN, FRAU GABEL! (12 Monate)

Das Essen mit Besteck stimuliert die Entwicklung und die sensorische Wahrnehmung von Kleinkindern. Es erfordert viel Zeit und Geduld, dem Kind beizubringen, mit dem Löffel und dann mit Gabel und Messer zu essen. Doch es ist der beste Weg, seine feinmotorischen Fähigkeiten zu entwickeln und sein Selbstvertrauen zu stärken.

Nährstoffreiches Essen für Kleinkinder

Im ersten Lebensjahr ist der Nährstoffbedarf bezogen auf das Körpergewicht eines Babys höher als der eines Erwachsenen. 50 Prozent des Kalorienbedarfs eines Kindes werden für das Gehirn benötigt – bei Erwachsenen sind es nur 20 Prozent. Babys haben zwar noch einen kleinen Magen, doch ihr Körper wächst im ersten Lebensjahr rasant: Aus diesem Grund benötigen sie Nahrung, die eine hohe Nährstoffdichte hat.

Gehirnentwicklung nach dem ersten Jahr

Nach einem Lebensjahr hat sich das Gewicht des Gehirns auf mehr als das Doppelte erhöht – es wiegt nun rund 1 kg.


Icon mit Fußabdruck und Schriftzug 'Try'

NEUES AUSPROBIEREN (15 Monate)

Es bedarf zahlreicher Versuche, laufen (und fallen) zu lernen. Genauso verhält es sich mit dem Ausprobieren unterschiedlicher Nahrungsmittel. Es dauert seine Zeit, bis ein Kleinkind zu einer ausgewogenen Ernährung findet und seinen persönlichen Geschmack entwickelt.

Früh für Abwechslung auf dem Teller sorgen

Ausgewogene Essgewohnheiten werden bereits in der frühen Kindheit eingeübt. Bieten Sie Ihrem Kind von Beginn an eine ausgewogene Auswahl an unterschiedlichen Lebensmitteln, Geschmacksrichtungen und Konsistenzen an. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Sprössling auch neue Nahrungsmittel annehmen und sich im Laufe seines Lebens vielseitig und abwechslungsreich ernähren wird.

Gibt die Genetik unseren Weg vor?

Die DNA entscheidet nicht über das Schicksal: Unsere Gene bestimmen zwar grundlegende Merkmale, doch Erfahrungen und wiederholt auftretende Reize spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle. Denn mit der Zeit lernt unser Gehirn, sich an neue Situationen anzupassen – und schon hat sich die Ausprägung der genetischen Merkmale verändert.


Icon mit Apfel und Schriftzug 'Food'

GIB MIR ETWAS ZU ESSEN (20 Monate)

Das Kind beginnt, seinen Wunsch nach Essen zu äußern.





Vielseitige Ernährung für Kleinkinder

Viele Kinder scheuen sich, neue Nahrungsmittel auszuprobieren und bevorzugen Essen, das sie bereits kennen. Drängen Sie Ihr Kind nicht dazu, etwas zu essen, doch geben Sie nicht auf, wenn es wiederholt Obst, Salat und Gemüse ablehnt. Teilweise muss ein Kind ein bestimmtes Nahrungsmittel achtmal essen, bevor es ihm schmeckt. Denken Sie daran, dass sich die Mühe auf lange Sicht lohnt! Da Kinder gemeinsam mit der Familie am Tisch essen, schauen sie sich die Essgewohnheiten älterer Geschwister und der Eltern ab – seien Sie also ein Vorbild in puncto ausgewogene Ernährung.

So beeinflusst die Ernährung die Gehirnentwicklung

Im Alter von 2 Jahren hat das Gehirn bereits 80 Prozent seiner endgültigen Größe erreicht. Durch die sogenannte DNA-Methylierung wird das „Ein- und Ausschalten“ von Genen kontrolliert, also die tatsächliche Ausprägung genetischer Merkmale. Dadurch können physiologische und neurologische Funktionen gesteuert werden. Eine ausgewogene Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft und in den frühen Lebensjahren beeinflusst diesen Mechanismus bis ins Erwachsenenalter.
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