Kinder & Medien

Eltern schauen hin: Kinder & Medien

Als die heutigen Eltern selbst Kinder waren, konnten sie die TV-Sender an einer Hand abzählen. Den Begriff „Internet“ kannten sie genauso wenig wie das Wort „Handy“. Wenn sie, was nicht oft vorkam, einen eigenen Heimcomputer besaßen, spielten sie darauf ganz einfache Spiele. Aus heutiger Sicht muten die 70er und 80er Jahre deshalb wie eine digitale Steinzeit an. Die neuen Medien und Formen der Kommunikation haben unser Leben grundlegend verändert. Und auch wenn Erwachsene den Fortschritt oft nicht missen wollen, so sorgen sie sich doch um dessen Auswirkung auf die Kinder. Die moderne Kindheit erscheint ihnen zu schnell, zu gefährlich, überladen mit medialen Reizen.

Das Gute am Neuen

Wer seine eigene Kindheit unverändert auf den Nachwuchs übertragen will, sollte nicht vergessen: Als man selbst Kind war, mochte man das auch nicht. Wer sich ein ferngesteuertes Auto oder eine angesagte Puppe wünschte, wollte nicht vom Opa hören: „Wir haben noch mit Murmeln gespielt.“ Und genauso wenig will ein Kind mit Vorliebe für Computerspiele heute ständig nur Bücher geschenkt bekommen. Modernes Spielzeug ist technischer, bietet andere Formen der Unterhaltung und Kinder wollen das ausnutzen. Genau genommen sollten sie es auch nutzen. Denn der digitale Fortschritt hält ja nicht nur ins Privatleben inklusive Kinderzimmer Einzug, sondern auch ins Berufsleben. Kaum ein Job kommt ohne Computerkenntnisse aus. Der Umgang mit dem Handy oder E-Mail-Programmen ist Voraussetzung, um in der Arbeitswelt zu kommunizieren. Wenn sich also Kinder für Spielzeug mit Tasten und Internet-Zugang interessieren, muss das Eltern nicht zwangsläufig beunruhigen. Denn der spielerische Umgang mit dem Computer macht den Nachwuchs fit für die berufliche Zukunft. Schon Kinder ab 4 Jahren können und sollten mit Mausübungsspielen wie „Befreie Bono“ auf www.spielstrasse.de gefördert werden.

Die Angebotsvielfalt klug nutzen

Bei aller Begeisterung für die neuen Medien müssen Kinder aber erst den richtigen Umgang mit ihnen erlernen. Kinder nutzen Handy, Computer & Co spielerisch. Und wie es beim Spielen so üblich ist, finden sie häufig kein Ende. Weil die heutigen Medien- und Kommunikationsangebote fast rund um die Uhr und an vielen Orten verfügbar sind, fällt Eltern die Kontrolle darüber schwer, welche Angebote das eigene Kind nutzt und wie oft. Deshalb will dieses Themenspecial helfen, Kindern das selbstständige und richtige Verhalten im digitalen Zeitalter beizubringen. Ausführlich werden in vier Artikeln der Umgang mit Internet, Computerspielen, Handy und dem TV-Angebot von heute beleuchtet. Wenn Sie sich als Eltern auch schon gefragt haben „Wie viel Fernsehen und Computer ist gesund?“ und „Wie verhindere ich, dass mein Kind mit Sex und Gewalt in den Medien konfrontiert wird?“, dann finden Sie in unserem Themenspecial die Antworten darauf.