EMS-Training

EMS-Training: Mit Spannung zum Traumbody

Wie im Science-Fiction-Film stehen sie in Fitnessstudios und trainieren für ihre Fitness: die Fans des EMS-Trainings. Immer mehr spezielle Studios eröffnen in Groß- und Kleinstädten, um den neuen Trainingstrend anzubieten. Dabei werben sie mit Claims wie „In 20 Minuten pro Woche zum Traumbody“ und locken mit schnellen Erfolgen ohne viel Aufwand. Doch was steckt hinter dem Hype um das Training mit Strom? Wir haben den Fitnesstrend genauer unter die Lupe genommen.
  1. Was bedeutet EMS-Training?
  2. EMS-Training in der Praxis: Wo wird es eingesetzt?
  3. Fit werden ganz ohne Anstrengung: Kann EMS-Training wirklich zaubern?
  4. Wie läuft ein EMS-Training ab?
  5. Für wen ist EMS-Training geeignet?
  6. EMS-Training und Kosten: Das kommt auf Sie zu
  7. Bei Risiken und Nebenwirkungen: Fragen Sie Ihren Arzt und Trainer!
  8. Unser EMS-Trainings-Fazit

Was bedeutet EMS-Training?

„EMS“ ist die Abkürzung für Elektro-Myo-Stimulation. „Myo“ steht dabei für „Muskel“ und bezeichnet die Aktivierung bzw. Kontraktion der Muskulatur durch einen (nicht vom Körper selbst ausgesendeten) elektrischen Impuls. Normalerweise übernimmt das Gehirn die willkürliche, also vom Körper selbst gesteuerte Anspannung eines Muskels.

Die Anspannung des Muskels geschieht beim EMS-Training fast genauso wie bei einer willentlichen Anspannung des Muskels. Denn dabei werden die Zellen ebenfalls durch einen elektrischen Impuls erregt und damit zur Kontraktion gebracht. Der Unterschied: Dieser Impuls wird nicht über die absteigenden Nervenbahnen vom Gehirn gesendet, sondern von einer entsprechend dem Trainingsziel programmierten Elektronik-Einheit.

EMS-Training in der Praxis: Wo wird es eingesetzt?

Die ersten Elektrostimulationsgeräte wurden zunächst in der Rehabilitation eingesetzt. Dabei wurden einzelne Elektroden auf die zu stimulierenden Muskelareale geklebt. Der Patient bewegte sich dabei nicht, auch seine Gelenke blieben in unbewegter Position. In den 80er-Jahren entdeckte man den Nutzen dieser Technologie auch für den Sportler. Daraufhin wurden die Geräte entsprechend modifiziert und die Anfänge der professionellen Nutzung mit sport- und trainingswissenschaftlichem Hintergrund konnten sich entwickeln. Erst seit Mitte der 90er-Jahre ist es möglich, diese immer noch als sehr innovativ zu bezeichnende Trainingsform zur Ganzkörperstimulation (GK-EMS) zu nutzen. Durch die Option, den gesamten Körper stimulieren zu können und dadurch sehr gute Trainingseffekte zu erzielen, wurde das EMS-Training nicht nur für den Spitzen-, sondern auch den Breitensport immer interessanter.

Aufgrund der Möglichkeit die Impulsparameter je nach Trainings- oder Behandlungsziel variieren zu können, ergeben sich eine Vielzahl an unterschiedlichen Therapie- und Trainingsformen. Während dem Training werden dann gezielt die großen Muskelgruppen des Körpers stimuliert.

Fit werden ganz ohne Anstrengung: Kann EMS-Training wirklich zaubern?

Zwar würde der Einsatz in Ruhe auch zu einer Belastungsreaktion des Körpers führen, die Effekte wären allerdings nicht funktionell. Heißt: Der Muskel würde zwar wachsen, aber wäre noch lange nicht so einsatzfähig, als würde er durch normales Training zum Wachstum gebracht werden. Um also ebenfalls seine koordinativen Eigenschaften zu trainieren und damit auch die körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern, muss EMS-Training immer mit zielorientierten Bewegungen kombiniert werden. Je mehr das Bewegungsmuster während der Stimulation mit der Zielkoordination übereinstimmt, desto besser sind die zu erwartenden Effekte. Sprich: Ein Tennisspieler sollte beim EMS-Training zum Beispiel keine statischen Übungen machen, sondern eher funktionelle, die dem Schlagen des Balles mit einem Schläger ähnlich sind.

Wer wirklich seine Trainingsleistung und Fitness verbessern möchte, sollte während des EMS-Trainings genau die Übungen ausführen, die der Zielbewegung am ähnlichsten sind.

Wie läuft ein EMS-Training ab?

Wer sich für ein Training in einem der zahlreichen Studios entscheidet, sollte sich dort zunächst ausreichend beraten lassen. Dabei stellen erfahrene Trainer zum Beispiel folgende Fragen: Welche Trainingsziele möchten Sie verfolgen? Besitzen Sie Vorerkrankungen wie bspw. Bluthochdruck? Haben Sie sonstige körperliche Beschwerden? Sind Sie schwanger? Danach wird ein für Sie geeigneter Trainingsplan erstellt, der je nach Zielsetzung ein bis zwei Trainingseinheiten in der Woche vorsieht. 

Das Training selbst kann je nach EMS-Studio unterschiedlich aussehen. Der Trainierende bekommt einen professionellen Anzug, in dem die Elektroden eingearbeitet sind. Der betreuende Trainer schließt die Kabel an und stellt die elektrischen Impulse gemäß des Trainingsplanes ein. Während des Trainings werden unterschiedliche Übungen durchgeführt, meist ohne Geräte in statischer Ausführung.

Eine andere Form des EMS-Trainings bietet Antelope Club an. Das deutsche Startup Unternehmen hat die Technologie des EMS-Trainings mit Funktionswear kombiniert und so innovative Suits entwickelt, mit denen ein Training auch außerhalb des Studios möglich ist.

In unseren sechswöchigen „Diet Diaries“ haben wir EMS-Training mit Antelope-Funktionstop für Sie getestet.

Für wen ist EMS-Training geeignet?

Laut Angaben der Anbieter kann EMS-Training auf jedem Niveau angewendet werden: Vom Einsteiger bis zum Profi können alle von den Effekten eines EMS-Trainings profitieren. Das gilt auch für unterschiedliche Ziele, denn sowohl Ausdauer-, als auch Schnellkraft- oder Kraftsportler können sich die positiven Wirkungen zu Nutze machen. Dabei spielt aber die geeignete Auswahl der Trainingsübungen und elektronischen Frequenzen bzw. Stromstärken eine entscheidende Rolle. Deshalb sollte kein Training ohne professionelle Beratung und Anweisung erfolgen.

Besondere Beachtung hat EMS-Training im Bereich ambitionierter (Leistungs-)Sportler gefunden. Denn austrainierte Sportler können sich auf einem Leistungsplateau befinden, auf dem mit herkömmlichen Methoden fast keine Leistungssteigerungen mehr möglich sind. Hier kann EMS-Training eine sportartspezifische Möglichkeit darstellen, die Leistungsfähigkeit mit neuen Trainingsreizen doch noch ein Stück zu verbessern.

EMS-Training und Kosten: Das kommt auf Sie zu

Je nach Anbieter können die Kosten variieren. Eins steht allerdings fest: EMS-Training ist deutlich teurer als Training in herkömmlichen Fitnessstudios. Es kostet in Discount-Studios zwischen 10 und 20 Euro pro Monat, in Mittelklasse Studios zwischen 20 bis 50 Euro und in High-Class Studios ab 60 Euro im Monat. EMS-Studios verlangen meist Mitgliedsbeiträge zwischen 80 und 100 Euro im Monat. Hinzu kommen die Gebühren für die einzelnen Trainings, die zwischen 15 und 20 Euro pro Einheit betragen. Insgesamt kann pro Monat bei vier Trainingseinheiten also mit Kosten zwischen 140 und 300 Euro gerechnet werden.

Bei Risiken und Nebenwirkungen: Fragen Sie Ihren Arzt und Trainer!

Wie bei vielen anderen Dingen macht auch beim EMS-Training die Dosis das Gift. Ein Training mit zu intensiven Stromreizen kann zu einer erhöhten Ausschüttung der Creatin-Kinase (CK), einem Enzym, das die Muskeln mit Energie versorgt, führen. Das Enzym muss nach seiner Ausschüttung wieder abgebaut bzw. ausgeschieden werden, was bei normalem Training meist kein Problem darstellt. Der Anstieg der CK kann beim EMS-Training allerdings bis zu 18-mal höher liegen als beim herkömmlichen Training und bei der Ausscheidung zu Nierenschädigungen führen.

Um dies zu vermeiden sollte auf eine moderate Stromzufuhr geachtet werden. Darüber hinaus ist es wichtig, genug zu trinken. Der geringe Aufwand und die schnell einsetzenden Erfolge können dazu verleiten, häufiger oder ausgiebiger zu trainieren als empfohlen. Pro Woche sollte aber höchstens ein- bis zweimal trainiert werden. Schmerzen, Herzrasen oder ein Schwächegefühl nach dem Training sind klare Indikatoren dafür, dass ein Arzt aufgesucht werden sollte.

Unser EMS-Trainings-Fazit

EMS-Training ist nicht dazu geeignet, bequem und ohne viel Schweiß in Form zu kommen. Denn der funktionelle Nutzen bleibt auf der Strecke, wenn dabei keine normalen Übungen absolviert werden. Daneben sind die Risiken besonders für Ungeübte relativ hoch. Laien sollten zunächst lieber mit normalem Kraft- oder Ausdauertraining starten, um eine Grundlagenfitness zu erlangen. Wer als ambitionierter Sportler seine Trainingsroutine jedoch einmal unterbrechen oder ein Leistungsplateau überwinden möchte, findet mit dem EMS-Training eine effektive Abwechslung. Dabei sollte aber eine professionelle Betreuung erfolgen und dem Körper nicht mehr als nötig zugemutet werden.

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