News für Fachkräfte

Neueste Studienergebnisse, Trends der Branche oder Nestlé Presseveröffentlichungen: Hier finden Sie alle relevanten Neuigkeiten für Fachkräfte.
News

Optimierte Version des Nährwertberechnungsprogramms DGExpert

07.09.2021
Ab sofort ist das Nährwertberechnungsprogramm DGExpert der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) in einer überarbeiteten und verbesserten Version erhältlich. Die Neulizenz wird für die Ernährungsberatung und die Gemeinschaftsverpflegung angeboten. Die neue Version beinhaltet Features und Optimierungen, die auf Basis von Wünschen und Rückmeldungen von Anwendenden entwickelt wurden.

Therapie der hepatorenalen Tyrosinämie

25.08.2021
Der Enzymdefekt, der bei einer hepatorenalen Tyrosinämie vorliegt, verhindert den vollständigen Abbau der Aminosäure Tyrosin. Dies führt zu Leber- und Nierenschäden und wirkt toxisch auf das Nervensystem. Die betreuenden Stoffwechselzentren handhaben die Strenge einer proteinarmen Diät dabei sehr unterschiedlich. Die Auswertung einer Studie zeigt nun, dass gelockerte Diätempfehlungen keine schlechtere Stoffwechseleinstellung zur Folge haben.

Forschung: Gemüseverzehr von Kindern kann durch größere Portionen erhöht werden

11.08.2021
Die US-amerikanische Penn State University untersuchte in einer Studie mit 67 Vorschulkindern im Alter von 3 bis 5 Jahren, ob eine größere Gemüseportion auf dem Teller die Gemüseaufnahme der Kinder erhöhen kann. Festgestellt wurde, dass eine Vergrößerung der Portion von 60 auf 120g zu einem um 68% gesteigerten Gemüseverzehr geführt hat. Die Wissenschaftler empfehlen, Kindern viele Gemüsearten anzubieten und sie schrittweise an neue Gemüsearten zu gewöhnen.

Aktuelle Publikation über Erkenntnisse aus der Forschung zu nachhaltiger Ernährung

05.08.2021
Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie veröffentlichte kürzlich eine Publikation über aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung zu nachhaltiger Ernährung und wie zukunftsfähige Ernährungssysteme und Konsummuster gestaltet werden können. Darin werden u.a. Themen wie nachhaltige Lebens- und Ernährunsstile fördern, Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Außer-Haus-Verpflegung schaffen und Privathaushalten nachhaltige Ernährung ermöglichen aufgegriffen. Das Paper ist an Politik, (Land-) Wirtschaft und den / die Einzelne(n) gerichtet, da die Umstellung des Ernährungssystems eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist.

Studie: Essenszeiten und Nahrungskomposition beeinflussen den zirkadianen Rhythmus verschiedener Gewebe

29.07.2021
Das Team um PD Dr. Olga Ramich vom DIfE, Professor Achim Kramer und Professor Andreas F. H. Pfeiffer von der Charité – Universitätsmedizin Berlin zeigen in einer neuen Studie, dass Essenszeiten, die nicht im Einklang mit der inneren Uhr stehen, das Risiko für Übergewicht, Typ-2-Diabetes und Metabolisches Syndrom steigern. Dafür untersuchte das Team, welchen Einfluss der erhöhte Insulinspiegel nach einer Mahlzeit auf den zirkadianen Rhythmus des Fettgewebes hat und welche molekularen Mechanismen dabei eine Rolle spielen. Erstmals wird aufgezeigt, wie ungünstige Essenszeiten den zirkadianen Rhythmus stören können.
Mikrobiom des Darms

Gastroenterologen veröffentlichen aktualisierte S3-Leitlinie "Reizdarmsyndrom"

26.07.2021
Zwischen vier und zehn Prozent der Deutschen leiden am sogenannten Reizdarmsyndrom (RDS). Das komplexe Erkrankungsbild kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Eine angemessene therapeutische Betreuung ist wichtig, um die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und die Deutsche Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität e. V. (DGNM) veröffentlichten nun die aktualisierte S3-Leitlinie „Reizdarmsyndrom“. Sie richtet sich sowohl an Ärzte als auch an Betroffene.

Gesundheitliche Bewertung von Ethylenoxid-Rückständen in Sesamsamen

20.07.2021
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat die Stellungnahme zur gesundheitlichen Bewertung von Ethylenoxid-Rückständen in Produkten mit Sesamsamen aus Indien (Riegel, Snacks, Salat-Toppings) aktualisiert. In der EU ist Ethylenoxid in Pflanzenschutzmitteln verboten, da es als erbgutverändernd und krebserzeugend eingestuft wird. Kinder sowie die erwachsene Allgemeinbevölkerung in Deutschland sind die am höchsten gegenüber Sesam exponierten Bevölkerungsgruppen. Durch die irreversiblen mutagenen Effekte und der Kanzerogenität sollten höhere Aufnahmemengen in jungem Alter grundsätzlich vermieden werden.

BfR rät zu besonderer Vorsicht beim Verzehr von Bohnen

09.07.2021
Nachdem die Giftinformationszentren im Jahr 2020 viele Anfragen zu Beschwerden wie Übelkeit und Bauchschmerzen nach dem Verzehr grüner Bohnen erhielten, warnt die Kommission „Bewertung von Vergiftung“ des BfR vor dem Verzehr roher Bohnen. Das darin enthaltene Protein Phasin kann schon in geringen Dosen für den Menschen gesundheitsschädlich sein und wird erst durch hohe Temperaturen zerstört. Auf schonendes Garen sollte bei Bohnen deshalb verzichtet werden. Das BfR rät, bei der Zubereitung auf ausreichende Erhitzung und Garzeit zu achten und Bohnen niemals roh zu verzehren.

Expert*innen aus der Gemeinschaftsverpflegung gesucht

07.07.2021
Die DGE entwickelt gemeinsam mit der Hochschule Albstadt-Sigmaringen und dem Unternehmen Pro Care Management Maßnahmen und Angebote für eine gesundheitsfördernde Kitaverpflegung. Welche Schritte notwendig sind, um eine zucker- und salzreduzierte sowie fettoptimierte Verpflegung anbieten zu können, will die DGE anhand einer Umfrage bei Anbietern von Kitaverpflegungen herausfinden. Diese Umfrage findet im Rahmen des Projekts „Start Low“ statt, welches von der DGE koordiniert und im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) durchgeführt wird. Wenn Sie in der Gemeinschaftsverpflegung tätig sind und Verpflegung für Kitas anbieten, dann freut sich das Projekt-Team über Ihre Teilnahme.

Gesellschaften warnen vor Adipositaswelle bei Kindern und Jugendlichen

30.06.2021
Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGJK) und die Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) warnen vor einer „stillen Pandemie“, die sich vor allem bei Kindern und Jugendlichen bemerkbar macht. Laut DGKJ und DAG sind rund zwei Millionen Kinder in Deutschland übergewichtig und davon 800.000 adipös. Die Zahl der Jugendlichen, die von Typ-2-Diabetes betroffenen sind, wird derzeit auf 1.000 geschätzt. Seit Beginn der Coronapandemie sind die Zahlen zudem deutlich gestiegen. Bei Kindern und Jugendlichen konnte eine Zunahme an Adipositas, sowie ein Anstieg der Neumanifestationen von Typ-2-Diabetes beobachtet werden. Ursachen seien die eingeschränkten Bewegungs- und Sportmöglichkeiten, sowie ein hoher Medienkonsum und fehlende Strukturen im Tagesablauf und im Sozialleben. Die Gesellschaften fordern aus dem Grund mehr Prävention und Therapie der kindlichen Adipositas. Dafür seien politische Schritte maßgeblich.
Blutfettwerte

Aufnahme neuer Brotsorten in das Deutsche Lebensmittelbuch

25.06.2021
Im Deutschen Lebensmittelbuch werden Leitsätze für handelsübliche Bezeichnungen, Herstellung und Beschaffenheit von Lebensmitteln aufgeführt. Die Leitsätze beschreiben zudem, welche Rohstoffe und welche Menge an wertgebenden und wertmindernden Bestandteilen enthalten sein können. Seit April 2021 gelten die neuen Leitsätze für Brot und Kleingebäck. Jetzt wurden auch Brotsorten wie „Ciabatta“, „Baguette“ und „Tortilla Wraps“ in die neuen Leitsätze aufgenommen. „Glutenfreies Brot“ und verschiedene Mischbrote wurden ebenfalls definiert. Auch die bislang nicht geregelten Werbehinweise „traditionelle Rezeptur“ und „traditionelle Herstellung“ werden nun konkretisiert. So beschreiben die Leitsätze, dass bei „traditioneller Rezeptur“ keine Enzyme und Zusatzstoffe verwendet werden. Technologisch notwendige Zusatzstoffe sind hierbei ausgenommen. Die Leitsätze sind rechtlich nicht bindend, sollen jedoch Klarheit für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Schutz vor Täuschung bringen.

Titandioxid als Lebensmittelzusatzstoff nicht mehr sicher

12.05.2021
Titandioxid (E171) ist als Lebensmittelzusatzstoff seit 2008 in der EU zugelassen und wird als Lebensmittelfarbstoff in Kategorien wie feinen Backwaren, Suppen, Brühen und Soßen, sowie Brotaufstrichen und verarbeiteten Nüssen verwendet. Die EFSA (European Food Safety Authority) veröffentlichte nun eine aktualisierte Bewertung, in dem das Gremium zum Schluss kam, dass Titandioxid als Lebensmittelzusatzstoff nicht mehr als sicher angesehen werden kann. Obwohl die Evidenz für allgemeine toxische Wirkungen nicht schlüssig war, konnten Bedenken hinsichtlich der Genotoxizität nach dem Verzehr des Stoffes nicht ausgeschlossen werden. Folglich konnte für E171 auch keine zulässige tägliche Aufnahmemenge festgelegt werden. Im nächsten Schritt werden die wissenschaftlichen Empfehlungen der EFSA von Risikomanagern der Europäischen Kommission und den Mitgliedsstaaten herangezogen, um Entscheidungen über mögliche Regulierungsmaßnahmen zu treffen.
Vegan-Vegetarisch-Kennzeichnung

Neue Monitoring-Ergebnisse des MRI

06.05.2021
Seit 2016 werden im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten Basis- und Folgeerhebungen für unterschiedliche Produktgruppen durchgeführt. Das Max Rubner-Institut (MRI) veröffentliche nun weitere Ergebnisse des Produktmonitorings mit Fokus auf den Energie- und Nähstoffgehalt von verpacktem Brot und Kleingebäck, verpackten Wurstwaren und weiteren Fleischerzeugnissen, Riegeln, Quetschprodukten und Kinderfertigmahlzeiten. Ungefähr 5000 Produkte wurden insgesamt erfasst. Im Vergleich zum Jahr 2016 zeigten die Ergebnisse unter anderem eine durchschnittliche Senkung des Salzgehaltes von vier Prozent in verpacktem Brot und Kleingebäck. Des Weiteren gab es deutliche Zuckerreduktionen in Nuss-, Kern-, Müsli-Riegeln und Fruchtschnitten, sowie eine deutliche Salzreduktion in ausgewählten verpackten Wurstwaren und Fleischerzeugnissen. 
Blutfettwerte

Mit Pflanzensterinen angereicherte Lebensmittel - nicht für jedermann geeignet

22.04.2021
Phytosterine sind fettähnliche Substanzen, die natürlicherweise in kleinen Mengen in fetthaltigen pflanzlichen Nahrungsmitteln, wie Nüssen, Speiseölen, Cerealien und Samen, vorkommen. Menschen mit erhöhtem Cholesterinspiegel können von einem regelmäßigen Verzehr der Pflanzensterine profitieren. Bereits zwei Gramm am Tag zeigen nachweislich eine Senkung des LDL-Cholesterins um 10%. Es gibt mittlerweile auch eine Reihe von Produkten, die mit Pflanzensterinen angereichert sind – diese sind aber ausschließlich für Menschen gedacht, die ihren Cholesterinspiegel senken möchten. Zudem muss bei dem Verzehr darauf geachtet werden, dass eine Menge von drei Gramm Phytosterin am Tag nicht überschritten wird, um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden. Außerdem können Pflanzensterine die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen und ß-Carotin aus der Nahrung hemmen. Ein ärztlicher Rat vor der Zunahme von angereicherten Produkten ist daher zu empfehlen.
Fast Food

Neuer Grenzwert für industrielle trans-Fettsäuren

12.04.2021
Trans-Fettsäuren sind ungesättigte Fettsäuren mit einer oder mehreren Doppelbindungen in trans-Konfiguration und entstehen sowohl auf natürlicher Weise als auch durch lebensmitteltechnologische Prozesse. Bereits seit 2012 ersetzen Pflanzenölraffinerien den Transfettgehalt in Lebensmitteln erfolgreich durch Pflanzenölmischungen aus voll-, sowie ungehärteten Ölen. Seit dem 2. April 2021 gilt in der EU nun ein neuer Grenzwert für industrielle trans-Fettsäuren in Höhe von 2%. Die EU folgt damit den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Transfette bis 2023 weitgehend aus Nahrungsmitteln zu verbannen.
Kind das Essen verweigert

Neue Zahlen zum Kindermarketing für ungesunde Lebensmittel

15.03.2021
PD Dr. Tobias Effertz, Wirtschaftswissenschaftler der Universität Hamburg, publizierte kürzlich einen Projektbericht zum Kindermarketing für ungesunde Lebensmittel im Internet und TV, basierend auf Daten vor der Corona-Krise. Aus dem Bericht geht unter anderem hervor, dass in Deutschland mediennutzende Kinder pro Tag 15,48 Werbespots oder -anzeigen für ungesunde Lebensmittel sehen. Davon entfallen 5,14 auf das Internet und 10,34 auf das Fernsehen. Durchschnittlich 92% der Lebensmittelwerbung bezogen sich auf ungesunde Produkte wie Süßigkeiten, Snacks und Fast Food. Zudem ist die Zahl der ungesunden Spots pro Stunde im Fernsehen seit 2007 um 29% gestiegen. Wissenschaftler, Kinderärzte und die AOK fordern angesichts der Zahlen daher erneut ein Verbot von Kindermarketing für ungesunde Produkte in allen Medienarten.

Schokolade oder keine Schokolade?

02.03.2021
Kürzlich brachte die Alfred Ritter GmbH & Co. KG ein neues Produkt auf den Markt, dessen Zutaten alle aus der Kakaopflanze stammen. Neben den üblichen Zutaten wie Kakaomasse, Kakaobutter und fettfreiem Kakao aus der Kakaobohne, enthält das Produkt zu Süßen an Stelle von herkömmlichem Zucker, Saft aus Kakaofruchtfleisch. Laut der Kakaoverordnung darf das Produkt jedoch wegen seines fehlenden Zuckeranteils nicht als „Schokolade“ vermarktet werden. Die Bezeichnung gilt nur für Produkte aus Kakaoerzeugnissen und Zuckerarten, die mindestens 35 Prozent Kakaotrockenmasse und einen Mindestanteil an Kakaobutter und fettfreier Kakaomasse enthalten. Zwar ist der zu verwendende Mindestanteil an Zucker nicht festgelegt, dafür gibt es jedoch bestimmte Regelungen bezüglich der Zuckerart. So ist die Verwendung von süßenden Zutaten wie Honig, Kokosblütenzucker oder Fruchtsüßen derzeit nicht erlaubt. Nach Einschätzung der Verbraucherzentrale sollten diese Zutaten in Hinsicht auf die ständige Weiterentwicklung des Lebensmittelmarktes auch in der Gesetzgebung berücksichtigt werden.
Aktualisierte Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr von Natrium und Chlorid

Rückläufige Jodzufuhr in der Bevölkerung

22.02.2021
Jod ist ein lebensnotwendiges Spurenelement und vor allem für den Aufbau der Schilddrüsenhormone essenziell. Durch die unzureichende Jodzufuhr der deutschen Population werden daher seit der 1980er Jahre bestimmte Maßnahmen, wie die Nutzung von jodiertem Speisesalz, empfohlen, um die Jodzufuhr der Bevölkerung zu erhöhen. Neue Daten zeigen aber, dass die Jodversorgung immer noch nicht optimal ist und sogar eine rückläufige Tendenz aufweist. Zudem wird in den vergangenen Jahren weniger jodiertes Speisesalz bei der Produktion verarbeiteter Lebensmittel verwendet. Das BfR hat deshalb anhand von Modellrechnungen eingeschätzt, ob eine Erhöhung der gesetzlichen Höchstmenge von Jod in Speisesalz von 25mg/kg auf 30mg/kg das Auftreten des Risikos einer unzureichenden Jodaufnahme verringern kann, ohne gleichzeitig zu einer Überschreitung der nicht tolerierbaren täglichen maximalen Aufnahme zu führen. Die Modellszenarien zeigen, dass eine Erhöhung des Jodgehalts die mediane Jodzufuhr bevölkerungsweit etwas ansteigen lässt, aber insbesondere bei Frauen im gebärfähigen Alter das Auftreten des Risikos für eine unzureichende Jodaufnahme nur geringfügig senkt. Ohne erhöhte Steigerung des Verwendungsgrades von Jodsalz, ist die Erhöhung des Jodgehaltes im Salz daher nicht sachgerecht.
Themendienst 04 2017

Stiftung Warentest warnt vor CBD-Ölen

09.02.2021
Cannabidiol (CBD) ist ein Inhaltsstoff der Hanfpflanze, dem zahlreiche gesundheitliche Vorteile nachgesagt werden. CBD-haltige Produkte sollen neben beruhigenden Eigenschaften entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken. Stiftung Warentest warnte jedoch ihrer der aktuellen Ausgabe vor der Einnahme des Öls. Einige Produkte enthielten erhöhte Mengen an Tetrahydrocannabinol (THC), ein weiterer Stoff, der aus der Hanfplanze gewonnen wird und bei erhöhter Zunahme Auswirkungen auf die Reaktionsfähigkeit ausüben könnte. Zudem seien durch einen Mangel an Studien die Langzeitfolgen und Wechselwirkungen mit Medikamenten noch unklar. Von den 17 CBD-Produkten, die untersucht wurden, wurde keines von den Experten als empfehlenswert eingestuft.
Grillen

Fleischatlas 2021

28.01.2021
Die Heinrich-Böll-Stiftung und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordern von der deutschen und europäischen Politik einen grundlegenden Umbau der Fleischproduktion und gezielte Strategien für einen Verbrauchsrückgang um mindestens die Hälfte. Der kürzlich veröffentlichte ,,Fleischatlas 2021’’ bietet zahlreiche Daten und Fakten über die Fleischproduktion und den Fleischkonsum in Deutschland und weltweit und zeigt in der aktuellen Ausgabe, dass die weltweite Fleischproduktion bis 2028 um 40 Millionen Tonnen auf rund 360 Millionen Tonnen steigen könnte, wenn der Verbrauch nicht eingeschränkt wird. Schon jetzt verursache die Tierhaltung 14,5 % der Emissionen und befördere stark den globalen Artenschwund. Laut einer Umfrage lehnt vor allem die jüngere Generation die Fleischproduktion in Deutschland in ihrer jetzigen Form ab und fordert Änderungen der Produktions- und Arbeitsbedingungen.
Kennzeichnungssystem Nutri Score

Nutri-score zum Lebensmittelvergleich richtig nutzen

25.01.2021
Seit der Einführung des Nutri-scores beteiligen sich immer mehr deutsche Lebensmittelhersteller an der neuen Kennzeichnung. Der Nutri-score ermöglicht Verbrauchern einen schnellen Vergleich der Nährwertqualität von Lebensmitteln. Die Bezugsgröße für die Berechnung bezieht sich immer auf 100g bzw. 100ml. Lebensmittel mit ,,weniger gut'' bewerteten Nährstoffen erhalten eine schlechtere Bewertung, als Lebensmittel mit positiveren Nährstoffen. Hierbei ist zu beachten, dass der Vergleich zwischen Produkten nur dann sinnvoll ist, wenn die Lebensmittel derselben Produktkategorie, wie z.B. Früchtemüslis oder Pizzen unterschiedlicher Hersteller oder ähnlicher Produktgruppen, wie z.B. ein Sahnejoghurt mit einem Schokoladenpudding, miteinander verglichen werden. Ein Vergleich über Produktgruppen hinaus ist demnach nicht sinnvoll und nicht Ziel des Nutri-Scores.
Kinder beim Ostereier basteln

Kükentöten wird in Deutschland beendet

22.01.2021
Das Bundeskabinett beschließt einen Gesetzentwurf von Bundesministerin Klöckner das Töten von männlichen Eintagsküken ab Ende 2021 deutschlandweit zu verbieten. Dies sei nach Aussage der Bundesministerin ein bedeutender Fortschritt für den Tierschutz. Deutschland sei zudem weltweit das erste Land, das so vorgeht und soll damit Taktgeber und Vorbild für andere Länder sein. Das Bundesministerium förderte bereits mit mehreren Millionen Euro Alternativen zur Geschlechtsbestimmung im Brutei, die aktuell noch weiterentwickelt werden. Außerdem stehen den Betrieben weitere Alternativen, wie der Aufzucht von Brüderhähnen oder der Verwendung von Zweinutzungshühnern, zur Verfügung.

Zulassung von Mehlwürmern in Lebensmitteln

20.01.2021
Seit Eintritt der Verordnung über neuartige Lebensmittel 2018 geht eine Welle von Anträgen bei der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ein. Kürzlich erst veröffentlichte die EFSA die erste angenommene Bewertung zu Insekten als neuartiges Lebensmittel. Hierbei wurde speziell die Verarbeitung von getrockneten Mehlwürmern (Tenebrio molitor larva) in Lebensmittelprodukten wie Snacks oder Nudeln bewertet. Solange die Produktionsbedingung eingehalten werden, sei der Verzehr der EFSA nach für den Verbraucher gesundheitlich unbedenklich und sicher. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass allergische Reaktionen bei Personen eintreten können, die gegenüber Insektenproteinen empfindlich sind oder andere Allergien, beispielsweise gegenüber Staubmilben oder Krustentiere, aufweisen.

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