Frau mit Glas in der Hand

Erfrischen kalte Getränke besser als warme?

Bei sommerlichen Temperaturen oder schweißtreibendem Sport möchten wir uns am liebsten mit eiskalten Getränken erfrischen. In heißen Ländern machen es die Menschen aber anders. Sie trinken warmen Tee in kleinen Schlucken, um sich abzukühlen. Was ist besser, um Flüssigkeitsverluste auszugleichen? Wichtig ist nicht nur die Temperatur des Getränks, sondern auch was und wie viel wir trinken.

Flüssigkeitsverluste müssen wir ausgleichen

Ohne Wasser läuft nichts – denn Flüssigkeit brauchen wir für alle Lebensvorgänge. Deshalb ist es so wichtig, dass wir über Haut, Atem, Harn und Stuhl verloren gegangenes Wasser rechtzeitig ersetzen – und zwar schon bevor wir durstig werden. Bereits ein leichter Flüssigkeitsmangel geht zu Lasten unserer Konzentration und Leistungsfähigkeit. Denn die Durchblutung von Muskeln, Gehirn und anderen Organen verschlechtert sich. Trinken Sie deshalb ausreichend – täglich mindestens 1,5 bis 2 Liter. Bei Hitze und Sport kann der Bedarf auf mehr als das Doppelte ansteigen. Gut geeignete Durstlöscher sind kalorienfreie und -arme Getränke wie Mineralwasser, z. B. VITTEL, Fruchtsaftschorlen und ungesüßte Kräuter- sowie Früchtetees.

Was passiert, wenn wir eiskalt trinken?

Eiskalte Getränke bleiben nicht lange im Magen, denn der Kältereiz bewirkt, dass die Flüssigkeit sehr schnell in den Darm gelangt. Die rasche Entleerung des Mageninhalts in den Darm kann zum einen Magen-Darm-Probleme hervorrufen. Außerdem muss unser Organismus die Flüssigkeit erst auf Körpertemperatur erwärmen, damit sie ins Blut gelangen kann. Das wiederum ist für den Körper anstrengend und führt dazu, dass wir noch mehr schwitzen. Dr. Helmut Oberritter von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) erklärt das so: „Kaltes wird erwärmt… und dafür muss der Körper Energie bereitstellen – eine schweißtreibende Angelegenheit.“

Was bewirken warme Getränke im Körper?

Wenn Sie etwas Warmes trinken, geschieht im Körper Folgendes: In Magen und Darm erweitern sich die Blutgefäße. Warme Getränke werden dadurch schneller als kalte Flüssigkeiten ins Blut aufgenommen. Auf diese Weise können sie Wasserverluste rascher ausgleichen. Wenn wir bei Hitze etwas Warmes trinken, kommen wir zwar auch ins Schwitzen – so Helmut Oberritter von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE): „Allerdings nur leicht… Dabei entsteht an der Hautoberfläche Verdunstungskälte. Sie kühlt den Körper, ohne den Kreislauf zu belasten.“


Unsere Empfehlung für heiße Tage lautet deshalb: Am besten lauwarme bis warme Getränke, z. B. warmen Früchte- oder Kräutertee, trinken.

Wie steht’s mit kalten Duschen bei Hitze?

Für das Duschen gilt das Gleiche wie für Getränke: Ein eiskalter Wasserschauer erfrischt weniger gut, als ein warmer. Durch den Kältereiz ziehen sich die Blutgefäße in der Haut zusammen. Die Folge: Die Haut kann weniger Wärme abgegeben und die Hitze verbleibt im Körper. Deshalb fühlen wir uns nach einer kalten Dusche oft nicht wirklich erfrischt, sondern immer noch unangenehm erhitzt. Wer mit warmem Wasser duscht, wird merken, dass die Abkühlung größer ist. Denn das warme Wasser erweitert die Blutgefäße in der Haut. Auf diese Weise kann die innere Hitze besser nach außen abfließen.

Eiskaltes zwischendurch?

Wissen Sie warum bei mehrgängigen Menüs zwischendurch oft ein Eissorbet serviert wird? Die eiskalte Speise öffnet den Magenausgang und der Mageninhalt kann sich in den Darm entleeren. So hat der Magen wieder Platz für weitere Nahrung und Sie können zusätzliche Gänge essen.
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