grüner Tee

It’s tea time: Grüner Tee richtig zubereitet

Grüner Tee ist nicht nur in Asien ein Getränk der Wahl. Schon vor mehr als 5000 Jahren wurde Grüntee in China getrunken. Der Teestrauch ist in vielen Ländern der Welt besonders beliebt und er wächst in China, im Orient und sogar in Mitteleuropa. Grüner und schwarzer Tee ist das beliebteste Aufgussgetränk überhaupt und das enthaltene Koffein, das früher als Teein bezeichnet wurde, ist sicher ein Grund dafür. Grüner Tee enthält weniger Koffein als schwarzer Tee. Was im grünen Bruder des Schwarztees steckt und wie er optimal zubereitet wird, verrät Ihnen das Nestlé Ernährungsstudio.

Was grünen Tee von schwarzem Tee unterscheidet

In Deutschland wurden im Jahr 2010 pro Kopf insgesamt rund 26 Liter Tee getrunken. 77 Prozent des verbrauchten Getränks sind Schwarztee und nur 23 Prozent grüner Tee. In vielen asiatischen Ländern wird hingegen mehr Grün- als Schwarztee getrunken. Schwarzer Tee und grüner Tee stammen von der gleichen Pflanze, die den Botanischen Namen Camellia sinensis trägt. Der grüne Tee wird aus angetrockneten frischen Blättern des Teestrauchs hergestellt. Vor dem Rollen werden sie mit Wasserdampf oder durch Rösten behandelt. Schwarzer Tee entsteht, wenn die Blätter nach der Ernte gerollt oder geschnitten werden. Dadurch kommt es zu einer enzymatischen Reaktion – der Fermentierung – und der Tee entwickelt seine typische Farbe und auch das typische Aroma. Der Aufguss von grünem Tee ist heller als der von schwarzem Tee und zeichnet sich durch einen eher bitteren Geschmack aus.

Grüner Tee: Was steckt drin?

Drei Tassen Tee decken bereits 17 Prozent der empfohlenen Tagesmenge an Fluorid und schon mit zwei Tassen ist mehr als die Hälfte der empfohlenen Mangan-Aufnahmemenge abgedeckt.


Andere wertvolle Vitamine und Mineralstoffe kommen in grünem Tee nur in geringer Konzentration vor. Zu den mengenmäßig interessanteren wertvollen Inhaltsstoffen zählen die Flavonoide. Diese Substanzen gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen und machen etwa 30 bis 34 Prozent des Trockengewichts von Grüntee aus. Flavonoide sind Farbstoffe, diese kommen nicht nur im Grün- und Schwarztee vor, sondern auch in zahlreichen Obst- und Gemüsesorten, beispielsweise in Äpfeln und Grünkohl.

Grüner Tee richtig zubereitet

Grüner Tee wird anders zubereitet als schwarzer Tee. Er wird in der Regel mit nur 65 bis 75 Grad heißem Wasser aufgegossen. Damit der grüne Tee optimal schmeckt, muss er zwischen 30 Sekunden und wenigen Minuten ziehen. Viele Grüntee-Trinker schütten den ersten Aufguss aber weg und trinken erst den zweiten. Dieser ist dann auch weniger bitter, da das Gros der Bitterstoffe bereits beim ersten Aufguss aus den Teeblättern herausgelöst wurde.

Weiterer Forschungsbedarf

Immer wieder gibt es Hinweise zu gesundheitlichen Auswirkungen von grünem Tee. Um sicher zu gehen, dass diese Wirkungen nicht nur im Reagenzglas auftreten, sondern auch beim Menschen gegeben sind, sind weitere Forschungen nötig.


Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. weist zudem darauf hin, dass grüner Tee trotz der vermuteten Effekte bei ausreichender Trinkmenge kein Heil-, sondern ein Genussmittel ist und sein Konsum keinesfalls als Ersatz für eine ausgewogene Ernährungsweise oder ein gesundheitsbewusstes Verhalten dienen kann.


Richtig trinken mit Grüntee

Trinken ist wichtig für eine ausgewogene Ernährungsweise. Täglich sollten 1,5 bis 2 Liter Getränke aufgenommen werden. Besonders empfehlenswert sind dabei Wasser, Kräuter- und Früchtetees sowie verdünnte Säfte im Verhältnis ¼ Saft und ¾ Mineralwasser. Wie schwarzer Tee und Kaffee kann auch Grüner Tee in die Flüssigkeitsbilanz einbezogen werden.

Quellen zum Artikel

  1. aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.
  2. Kaffee, Tee und Kakao, 3. Auflage, 2012, aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.
  3. Scholz, E., Bertram, B., Camellia sinensis (L.) O. Kuntze. Der Teestrauch. Z. Phytotherap. 17 (1995) 235 - 250.
  4. Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
  5. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.
  6. Schlesier K., Böhm V. und Roland R.: Unterschiede im protektiven Potenzial von Grün- und Schwarztee, Ernährung im Fokus 2-01/02.
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