Tisch mit aufgewärmten Speisen

Nachhaltig lecker: Speisen aufwärmen!

Das Aufwärmen von Speiseresten hat viele Vorteile: Man spart Zeit, Geld und unternimmt zusätzlich etwas gegen die steigende Verschwendung von Lebensmitteln. Doch wie werden Reste nochmal richtig lecker und was gibt es zu beachten? Die Experten des Nestlé Ernährungsstudios haben alles Wissenswerte für Sie zusammengefasst.

Speisen aufwärmen: Auf die richtige Zwischenlagerung kommt es an

Der Glaube, dass man einmal gekochte Speisen nicht wieder erwärmen sollte, hat sich über viele Jahrzehnte hinweg in den Köpfen der Menschen festgesetzt. Erneut aufgewärmtes Essen führte früher häufig zu Übelkeit, Bauchschmerzen und Erbrechen, was diese Vermutung scheinbar bestätigte. Mittlerweile wissen wir jedoch: Nicht das erneute Erhitzen, sondern die richtige Zwischenlagerung entscheidet über die Verderblichkeit der Speisen. Das Gerücht über gesundheitsgefährdende aufgewärmte Speisen entstand zu Zeiten, in denen die Menschen weitaus schlechtere Möglichkeiten hatten, ihre Lebensmittel kühl aufzubewahren. Die wenigsten Menschen besaßen einen Kühlschrank und häufig diente die Kellertreppe als Lagerort für Lebensmittel. Heute ist das anders: Dank moderner Kühltechnik können auch leicht verderbliche Gerichte problemlos frisch gehalten und erneut erhitzt werden.

Darauf müssen Sie achten, wenn Sie Speisen aufwärmen

Die Kühlung der Speisen ist das A und O. Es ist daher wichtig, die Kühlkette nicht länger als nötig zu unterbrechen. Besonders leicht verderbliche Speisen, wie Fleisch oder Fisch, sollten nach dem Einkauf so schnell wie möglich in den Kühlschrank. Beim Kochen gilt: Zwischen der Zubereitung der Speisen und dem Kaltstellen sollte möglichst wenig Zeit vergehen. Lassen Sie das Gericht nach dem Essen abkühlen und legen Sie die Reste in ein sauberes Behältnis, das Sie sorgfältig abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Wie immer im Umgang mit Lebensmitteln sollten Sie stets mit gründlich gewaschenen Händen und sauberen Küchenutensilien arbeiten. Erhitzen Sie die Speisen beim Wiederaufwärmen für zwei Minuten auf mindestens 70 Grad Celsius. Wenn Sie diese Tipps beachten, steht dem erneuten Erwärmen Ihrer Speisereste nichts im Wege.

Die Mikrowelle – Freund oder Feind?

An der Mikrowelle scheiden sich die Geister: Während sie für die Einen ein praktischer Helfer ist, mit dem Speisen schnell und einfach aufgewärmt werden können, befürchten andere schädliche Auswirkungen der Strahlung auf die Lebensmittelqualität und somit auch auf unsere Gesundheit. Forschungsergebnisse zeigen: Es besteht kein Grund zur Sorge. Mikrowellen bringen mit ihren elektromagnetischen Strahlen in den Speisen enthaltene Wassermoleküle zum Schwingen, wodurch sich das Essen erwärmt. Die Zusammensetzung der Lebensmittel wird durch die Strahlung jedoch nicht verändert und auch die Annahme, Lebensmittel nähmen die elektromagnetische Strahlung der Mikrowelle auf, ist falsch. Moderne Geräte verfügen über ein dickes Metallgehäuse und sind rundherum mit Stahlgittern ausgestattet, sodass auch der Austritt der Strahlung aus der Mikrowelle nicht zu befürchten ist. Beim Kauf einer Mikrowelle sollten Sie daher darauf achten, dass diese ein VDE- oder GS-Siegel trägt.


Wichtig: Beim erneuten Aufwärmen von Speiseresten muss eine Temperatur von mindestens 70 Grad Celsius erreicht und für zwei Minuten gehalten werden. Wenn Sie zum Erwärmen die Mikrowelle benutzen, sollten Sie darauf achten, die Speisen zwischendurch umzurühren, damit sich die Wärme gleichmäßig auf die gesamte Portion verteilen kann. Es hilft ebenfalls, die aufgewärmten Speisen für einige Minuten abgedeckt stehen zu lassen. Die Mikrowelle eignet sich aufgrund ihrer Schnelligkeit und der schonenden Arbeitsweise besonders gut zum Aufwärmen kleinerer Portionen.

Verlieren Speisen beim Aufwärmen ihre Vitamine?

Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten. Man unterscheidet zwischen fettlöslichen und wasserlöslichen Vitaminen. Die wasserlöslichen Vitamine, wie Vitamin C und Vitamin B1, sind relativ hitzeempfindlich und sollten daher schonend und nur kurz erhitzt werden, zum Beispiel in der Mikrowelle. Die fettlöslichen Vitamine, etwa Vitamin A und Vitamin E, weisen eine höhere Temperaturresistenz auf. Dass mehrmaliges Aufwärmen den Nährstoffgehalt Ihrer Speisen verringert, lässt sich jedoch auch in diesem Fall nicht vollständig vermeiden.

Speisen aufwärmen: Fazit

Das Aufwärmen von Speiseresten ist eine praktische und kostengünstige Alternative zur steigenden Lebensmittelverschwendung. Sofern Sie die Hygiene- und Kühlvorschriften beachten, ist das Wiederaufwärmen von Speiseresten problemlos möglich. Darüber hinaus gibt es zahlreiche kreative Möglichkeiten, Gerichte vom Vortag in schmackhafte neue Menüs zu verwandeln. In Kombination mit frischen Lebensmitteln wird aus Ihrem Leftover kurzerhand ein vollwertiges und delikates Gericht. Lassen Sie sich im Nestlé Ernährungsstudio inspirieren und überraschen Sie Ihre Liebsten mit einem einfallsreichen Resteessen. Guten Appetit!

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