E-Nummern - Eindeutig und unverwechselbar

E-Nummern – Eindeutig und unverwechselbar

E-Nummern kennzeichnen Zusatzstoffe in Lebensmitteln und davon gibt es viele. Denn Nahrungsmittel werden z.B. gefärbt, konserviert und stabilisiert, um ihnen ganz bestimmte Eigenschaften zu verleihen. Wenn Sie wissen möchten, welche Zusatzstoffe Sie verzehren, schauen Sie bei abgepackten Lebensmitteln ins Zutatenverzeichnis. Hier stehen auch alle enthaltenen Zusatzstoffe – meist am Ende der Liste.

Was sind Zusatzstoffe?

Zusatzstoffe sind Stoffe, die Lebensmitteln in einer bestimmten Absicht zugesetzt werden. Sie sollen Lebensmittel beispielsweise haltbarer machen, ihren Geschmack und ihr Aussehen verbessern oder die technologische Verarbeitung erleichtern. So hemmen z. B. Konservierungsstoffe das Wachstum von Schimmelpilzen oder Bakterien. Antioxidationsmittel verhindern, dass Fett ranzig wird und Süßstoffe verleihen Lebensmitteln ihre Süße.

Grundsätzlich verboten – ausdrücklich erlaubt

Zusatzstoffe sind grundsätzlich verboten. Sie dürfen nur verwendet werden, wenn sie ausdrücklich erlaubt – also zugelassen – sind. Für die Zulassung müssen sie drei Grundbedingungen erfüllen:

  • Technologische Notwendigkeit: Das trifft z. B. zu, wenn der Zusatzstoff eine gleich bleibende Qualität oder Stabilität des Lebensmittels gewährleistet.
  • Täuschungsverbot: Das heißt, der Zusatzstoff darf nicht verwendet werden, um z. B. Fehler in der Verarbeitung oder schlechte Rohstoff-Qualitäten zu verbergen.
  • Gesundheitliche Unbedenklichkeit: Vor einer Zulassung werden Zusatzstoffe von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) genauestens untersucht. Erst wenn eine Prüfung durch die EFSA stattgefunden hat und die gesundheitliche Unbedenklichkeit festgestellt wurde, bekommt der Zusatzstoff die Zulassung und auch eine E-Nummer.

Wie werden Zusatzstoffe gekennzeichnet?

Im Zutatenverzeichnis auf der Verpackung sind auch alle verwendeten Zusatzstoffe, welche technologisch wirksam sind, angegeben – und zwar zum einen mit dem Klassennamen, der über die Funktion des Zusatzstoffes informiert, zum anderen ist die genaue Bezeichnung oder die E-Nummer aufgeführt. Dazu ein Beispiel:

  • Verdickungsmittel (Klassenname) Guarkernmehl (Bezeichnung) oder
  • Verdickungsmittel E 412

Folgende Klassennamen werden verwendet: Farbstoff, Konservierungsstoff, Antioxidationsmittel, Emulgator, Verdickungsmittel, Geliermittel, Säuerungsmittel, Säureregulator, Trennmittel, modifizierte Stärke, Süßstoff, Backtriebmittel, Schaumverhüter, Überzugsmittel, Schmelzsalz, Mehlbehandlungsmittel, Festigungsmittel, Feuchthaltemittel, Füllstoff, Treibgas, Stabilisator, Geschmacksverstärker.


Konservierungsstoffe dienen beispielsweise dazu, die Haltbarkeit des Lebensmittels zu verlängern. Trennmittel verhindern z. B. dass Salz verklumpt und Geschmacksverstärker betonen oder verstärken den Geschmack.


Die E-Nummern sind EU-weit gültig. „E“ steht für „EG/EU“ bzw. für „edible/essbar“. Eine Liste der Zusatzstoffe – geordnet nach ihren E-Nummern – inklusive Erläuterungen, z. B. zur Funktion, können Sie im Internet hier kostenlos als PDF-Datei herunterladen.

Zusatzstoffe in unverpackter Ware

Auch bei loser Ware gibt es Vorschriften zur Kenntlichmachung von Zusatzstoffen. Im Handel wird beispielsweise auf Schildern neben den unverpackten Lebensmitteln informiert. Grundsätzlich ist die Verwendung von Farbstoffen, Konservierungsstoffen, Antioxidationsmitteln und Geschmacksverstärkern sowie bei Fleischwaren die Verwendung von Phosphat kenntlich zu machen. Darüber hinaus ist gegebenenfalls die Angabe "geschwefelt" bei mit Schwefelverbindungen behandelten Lebensmitteln vorgeschrieben, sowie „geschwärzt“ bei Oliven oder „gewachst“ bei Zitrusfrüchten.


In Restaurants sind Speisen und Getränke, die oben genannte Zusatzstoffe enthalten, kennzeichnungspflichtig. Der Hinweis auf die Zusatzstoffe erfolgt z. B. auf der Speisekarte oder am Buffet.

Lebensmittel Unverträglichkeit

Einige Zusatzstoffe können bei empfindlichen Personen allergieähnliche Reaktionen auslösen. Schauen Sie deshalb stets auf das Etikett und fragen Sie im Zweifelsfall beim Hersteller nach, ob es Alternativen gibt. So stellt z. B. Nestlé SMARTIES Schokolinsen ausschließlich ohne künstliche Farbstoffe her.
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