Kokosöl: gesund?

Superfood Kokosöl: Wie gesund ist es wirklich?

Kokosöl ist schon seit einer ganzen Weile in aller Munde – ein Superfood für Gesundheit, Schönheit und die schlanke Linie. Aber was ist dran am Hype? Welche Wirkung hat Kokosöl und ist es wirklich so gesund? Wir klären auf.

Kokosöl: Gesund und cholesterinsenkend?

Kokosöl enthält mehr als 85,7 % gesättigte Fettsäuren, die sich ungünstig auf den Cholesterinspiegel im Blut auswirken können. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät stattdessen zu Pflanzenölen wie Raps-, Soja, Oliven-, Sonnenblumen- oder Leinöl mit vielen ungesättigten Fettsäuren. Verwende man Kokosöl nur hin und wieder zum Kochen, müsse man sich allerdings nicht sorgen, heißt es in einem Statement der DGE-Sprecherin Antje Gahl gegenüber der dpa. Superfood-Fans empfehlen Kokosöl aufgrund der Laurinsäure, die mit 44 % in raffiniertem Kokosöl reichlich enthalten ist. Diese gesättigte Fettsäure soll das Verhältnis von „gutem“ HDL- (sorgt dafür, dass Cholesterin vom Körper ausgeschieden wird) zu „bösem“ LDL-Cholesterin (begünstigt Arteriosklerose) verbessern. Der Effekt ist derzeit jedoch noch nicht ausreichend erforscht. In unserem Ernährungsplan finden Sie weitere Empfehlungen und Infos zu Fetten und Ölen.

Unabhängig von der Gesundheitsfrage: Kokosöl bringt ein Stück Tropen in Ihre Küche. Lesen Sie selbst.

Kokosöl in der Küche: Tropen-Feeling inbegriffen

Ob süß oder deftig, Kokosöl ist immer eine Alternative. Die feste Konsistenz verflüssigt sich ab etwa 25 °C. Sein hoher Anteil an gesättigten Fettsäuren erlaubt hohe Temperaturen – perfekt zum Braten und Frittieren. Natives Kokosöl eignet sich mit seinem nussigen Geschmack für asiatische Gerichte. „Desodoriertes“ Kokosöl schmeckt neutral, da Duft- und Aromastoffe entfernt wurden. Sehr beliebt, nicht nur bei Veganern: Eiskonfekt. Unser Rezept zum Ausprobieren:

  • Vermischen Sie ca. 50 g Kokosöl mit etwa 35 g Kakaopulver.
  • Geben Sie zum Süßen nach Belieben 2-3 EL Agavendicksaft hinzu.
  • Füllen Sie die Masse in Eiswürfelformen und ab ins Tiefkühlfach.

Kokosöl soll auch gut für Haut, Haar und nicht zuletzt die Figur sein. Stimmt das?

Kokosöl zum Abnehmen und für die Schönheit?

Beim Abnehmen soll der hohe Anteil an mittelkettigen Fettsäuren helfen. Auch hier kommt wieder die Laurinsäure ins Spiel, die einen um etwa 10 % geringeren Energiegehalt als langkettige Fettsäuren hat. Zudem ist die Thermogenese erhöht, also die Steigerung des Energieverbrauchs nach dem Essen. Weitere Studien sind notwendig, um die langfristige Wirkung der mittelkettigen Fettsäuren auf das Gewicht abschließend beurteilen zu können. Bislang bezeichnet die DGE die Abnehm-Versprechen von Kokosöl-Werbetreibenden als schlichtweg „falsch“. Kokosöl soll dank der Laurinsäure auch Haut und Haar pflegen, bei Falten, unreiner Haut und Augenringen helfen. Doch auch hier fehlen fundierte Belege.

Ist Kokosöl nun tatsächlich ein wahrer Allrounder? Wir fassen zusammen.

Kokosöl: Wirkung und Mythos

Geschmacklich sorgt Kokosöl in der Küche für Abwechslung und bringt Ihnen die Tropen ein Stück näher – das steht außer Frage. Aber: Gesättigte Fettsäuren, die im Kokosöl reichlich enthalten sind, wirken nachteilig auf den Cholesterin- und Fettstoffwechsel. Um deren Wirkung bei langfristigem Verzehr abschließend bewerten zu können, sind weitere Untersuchungen erforderlich. Für die regelmäßige Verwendung werden daher nach wie vor Fette und Öle mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, beispielsweise Rapsöl, z.B. von THOMY, empfohlen. Geschmacklich sorgt Kokosöl in der Küche jedoch für Abwechslung und bringt Ihnen die Tropen ein Stück näher.


Übrigens:

Kokosöl wird durch Pressen des Fruchtfleisches der Kokosnuss gewonnen. Der sogenannte Presskuchen wird zu glutenfreiem Kokosmehl weiterverarbeitet – perfekt für Zöliakie-Betroffene.

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