Themendienst 4-2011

Hilft Hühnersuppe wirklich bei Erkältung?

Hühnersuppe kann Entzündungsprozesse in Nase und Hals eindämmen und ist damit eine leckere und hilfreiche Mahlzeit, um Erkältungsbeschwerden im Winter zu lindern. Zu diesem Ergebnis kommen US-amerikanische Wissenschaftler der Universität Nebraska.(1)


Die Wirkung der Hühnersuppe gegen Erkältungen

Die Zutaten einer frischen Hühnersuppe können gegen Infekte der oberen Atemwege wirken. Die Forscher gehen davon aus, dass die Aktivität der weißen Blutkörperchen, die an Erkältungsprozessen beteiligt sind, gehemmt wird: Wenn bei einem Infekt Viren in die Schleimhäute der oberen Atemwege eindringen, bewegen sich weiße Blutkörperchen dorthin. Durch die Ansammlung weißer Blutkörperchen schwellen die Schleimhäute an und es kommt zu Husten und Schnupfen. Hühnersuppe setzt die Aktivität der weißen Blutkörperchen herab, wodurch Erkältungssymptome vermindert werden können.


Darüber hinaus haben das Hühnerfleisch sowie das gekochte Gemüse eine entzündungshemmende Wirkung. Welche Inhaltsstoffe im Detail für die wohltuende Wirkung der Hühnersuppe bei Erkältung verantwortlich sind, konnte das Forscher-Team aus Nebraska noch nicht klären. Hierzu sind weitere Studien notwendig. Fest steht, dass der heiße Dampf der Suppe die Schleimhäute zusätzlich befeuchtet und dafür sorgt, dass das Sekret in Hals und Nase besser abfließen kann. „Die Suppe trägt darüber hinaus zur täglichen Flüssigkeits-zufuhr bei“, erklärt Dr. Elke Arms, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio. „Bei einer Erkältung braucht der Körper ausreichend Flüssigkeit – 1,5 bis 2 Liter täglich sollten es laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung mindestens sein.“ Geeignete Durstlöscher sind Mineralwasser, ungesüßte Früchte- und Kräutertees sowie Saftschorlen im Mischungsverhältnis 1/3 Saft zu 2/3 Wasser.


Vielseitige Ernährung: das A & O bei Erkältung

„Hühnersuppe allein ist nicht der Schlüssel zu starken Abwehrkräften. Grundsätzlich ist es wichtig, sich abwechslungsreich und ausgewogenen zu ernähren – besonders wenn das Immunsystem geschwächt ist“, erklärt Dr. Elke Arms. „Bei Obst und Gemüse bietet die Regel ,5 am Tag‘ Orientierung, das heißt zwei Portionen Obst mit insgesamt etwa 250 Gramm und mindestens drei Portionen Gemüse mit 400 Gramm werden empfohlen“, so die promovierte Ernährungswissenschaftlerin. Frisches Obst, vor allem Zitrusfrüchte, und viele Gemüsearten wie Paprika sind darüber hinaus gute Vitaminquellen. Das darin beispielsweise enthaltene Vitamin C unterstützt das Immunsystem des Körpers.


Jetzt wird gekocht: Hühnerbrühe

Eine wohltuende Hühnerbrühe gelingt mit dem Rezept des Nestlé Ernährungsstudios ganz einfach:


Zutaten:
1 Suppenhuhn (ca. 1,5 kg)
2 dicke Zwiebeln
4 Möhren, mittelgroß
1/4 Knollensellerie
2 Stangen Lauch
200 g Suppennudeln
ca. 2 TL Salz
Pfeffer

 

Jetzt wird gekocht: Hühnerbrühe
Für die Hühnerbrühe zunächst das Suppenhuhn gründlich abwaschen. Zwiebeln, Möhren und die Sellerieknolle schälen. Die Sellerieknolle in etwa 4 Stücke teilen. Den Lauch säubern und die Stangen halbieren. Das Suppenhuhn mit dem Gemüse, 2 TL Salz und frisch gemahlenen Pfeffer in einen ausreichend großen Suppentopf mit 1,5 bis 2 Liter Wasser geben. Nun die Suppe aufkochen lassen, den Schaum abschöpfen und anschließend die Suppe bei mittlerer Hitze 1,5 bis 2 Stunden köcheln lassen.


Am Ende der Kochzeit das Suppenhuhn mit dem Gemüse aus der Brühe nehmen. Nach dem Abkühlen das Huhn von Haut sowie Knochen befreien, das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden und wieder in die Brühe geben. Die Möhren in dünne Scheiben schneiden wieder der Suppe zufügen. Nudeln nach Packungsbeilage kochen und ebenfalls der Suppe beigeben.


Tipp: Auch weitere Gewürze, wie Gewürznelken oder Pimentkörner, verfeinern die Suppe, wenn sie von Beginn an mitgekocht werden.


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Quellen zum Artikel

  1. Barbara O et al. (2000). Chicken Soup Inhibits Neutrophil Chemotaxis In Vitro, The Cardiopulmonary and Critical Care Journal, Oktober 2000: 1150-1157.

Der Erkältung keine Chance

In der nasskalten Jahreszeit können trockene Heizungsluft, kalte Füße, Stress, einseitige Ernährung und wenig Flüssigkeit die Abwehrkräfte schwächen. Auch wenig Frischluft und Schlaf sowie ein Mangel an Bewegung bekommen dem Immunsystem nicht gut. Einfache Tipps helfen, die Abwehrkräfte zu stärken.


Schleimhäute schützen
Die kalte Jahreszeit verbringen die meisten Menschen in geschlossenen und gut geheizten Räumen mit trockener Luft. Dadurch verlieren die Schleimhäute Feuchtigkeit und sind deshalb anfälliger für Viren und Bakterien.


Regelmäßiges Lüften versorgt den Raum mit frischer Luft. Auch feuchte Tücher über den Heizkörpern oder ein Gefäß mit etwas Wasser darauf befeuchten die Raumluft. Gegen trockene Schleimhäute helfen darüber hinaus zum Beispiel Nasenspülungen mit Salzwasser. Sie gelingen mit einer sogenannten Nasendusche, die es in Apotheken gibt. „Ganz besonders wichtig ist es aber, ausreichend zu trinken – mindestens 1,5 bis 2 Liter täglich, am besten Wasser, Früchte- und Kräutertees oder Saftschorlen im Mischverhältnis 1/3 Saft zu 2/3 Wasser sind ideal“, empfiehlt Dr. Elke Arms, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio.


Obst und Gemüse für eine starke Abwehr
Wer abwechslungsreich und ausgewogen trinkt sowie isst, nimmt genügend Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe auf. Besonders wichtig für die Abwehrkräfte sind Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Gerade im Herbst und Winter gibt es Äpfel, Birnen, Kiwis oder Zitrusfrüchte wie Orangen, Grapefruits und Clementinen, die viel Vitamin C zur Stärkung des Immunsystems enthalten. Auch heimisches Wintergemüse wie beispielsweise Chicorée, Möhren, Lauch und Rote Bete bereichert in der dunklen Jahreszeit den Speiseplan. Deutscher Feldsalat und Nüsse werden jetzt ebenfalls angeboten. „Eine gute Orientierung für die Menge bietet die Empfehlung ,5 am Tag‘ mit zwei Portionen Obst zu insgesamt etwa 250 Gramm und mindestens drei Portionen Gemüse mit 400 Gramm täglich“, so Dr. Elke Arms.


Frische Luft und Bewegung tun gut
Neben der Ernährung ist Bewegung für das Immunsystem wichtig: Viel Fitness an der frischen Luft bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern auch die Abwehrkräfte. Schon etwa eine Stunde Spazierengehen am Tag oder mehrmals in der Woche 30 bis 45 Minuten lang Joggen, Walken oder Radfahren hält fit und hilft dabei, gesund zu bleiben. Bahnt sich aber eine Erkältung an, ist eher Schonen angesagt und sportliche Aktivitäten sind erst nach der Genesung wieder empfehlenswert.


Kälte und Unterkühlung meiden
Nach dem Sport gilt: sofort umziehen oder duschen. Denn feuchte Kleidung und nasse Haare lassen den Körper rasch auskühlen. Viren haben dann ein leichteres Spiel, da sich die Blutgefäße verengen, um keine weitere Wärme zu verlieren. Durch die engen Blutgefäße ist der Körper insgesamt schlechter durchblutet, auch im Nasen- und Rachenraum. Die Nasenschleimhaut funktioniert nicht mehr optimal und ist anfälliger für Viren. Auch kalte Füße können dies bewirken. Ein warmes, entspannendes Bad oder ein sogenanntes „ansteigendes“ Fußbad regt die Durchblutung an. Hierzu werden die Füße in einen Eimer mit warmem Wasser (33 bis 35°C) gestellt und innerhalb von 20 Minuten wird immer wieder heißes Wasser (ca. 40°C) dazu gegossen.


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Gesund durch die kalte Jahreszeit

Frage von Manuela K. aus Nürnberg an Dr. Elke Arms, Ernährungswissenschaftlerin des Nestlé Ernährungsstudios:
„Sollte ich Vitamin C-Tabletten einnehmen, um meinen Körper fit und gesund durch den Winter zu bringen?“


„Viele Menschen greifen in der kalten Jahreszeit vermehrt zu Vitamin C-Tabletten, um sich vor Erkältungen zu schützen. Heute ist bekannt, dass die zusätzliche Einnahme von Vitamin C-Tabletten kaum vorbeugt. Der australische Arzt Robert Douglas und sein finnischer Kollege Harri Hemilä analysierten 55 Studien zum Thema Vitamin C und Erkältungen. (1) Sie fanden heraus, dass das Vitamin in hohen Dosen lediglich gegen Erkältungen schützt, wenn die Personen starken körperlichen Anstrengungen oder großer Kälte ausgesetzt sind. Bei Profi-Skifahrern oder Marathonläufern beispielsweise zeigte eine zusätzliche Vitamin C-Einnahme eine positive Wirkung auf das Immunsystem. Unter normalen Bedingungen reichen die Vitamine aus einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung vollkommen aus. Wichtiger ist ausreichendes und regelmäßiges Trinken: Auch im Herbst und Winter sollten es mindestens 1,5 bis 2 Liter täglich sein. Am besten geeignet sind dabei Mineralwasser, Saftschorlen im Mischverhältnis 1/3 Saft zu 2/3 Wasser und ungesüßte Tees. Wie wäre es mit einem leckeren Ingwertee? Der heiße Dampf des Tees befeuchtet nicht nur die Schleimhäute, er soll auch das Immunsystem stärken. Ein Stück der geschälten Ingwerknolle wird dazu in dünne Scheiben geschnitten und mit heißem Wasser übergossen. Auch ein Sanddornsaft ist eine gesunde Alternative: Neben Vitamin C befindet sich in den Beeren außerdem noch ß-Carotin. Als Vorstufe von Vitamin A schützt es die Zellen vor den Angriffen aggressiver Sauerstoffverbindungen, den so genannten freien Radikalen. Lecker schmeckt auch eine Granatapfelsaft-Schorle. Darin sind Antioxidantien enthalten, die den körpereigenen Schutzmechanismus unterstützen.“


Dr. Elke Arms ist promovierte Ernährungswissenschaftlerin. Sie verantwortet mit einem Team aus erfahrenen Oecotrophologen die individuelle Ernährungsberatung im Nestlé Ernährungsstudio.


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Quellen zum Artikel

  1. Douglas RM, Hemilä H (2005) Vitamin C for preventing and treating the common cold. LoS Med, 2005 2(6): e168.

Podcast: Die besten Tipps gegen Wintermüdigkeit

Draußen ist es trüb sowie nass und man könnte den ganzen Tag schlafen. Aber dem muss nicht so sein. Der Podcast des Nestlé Ernährungsstudios gibt Tipps, um im Herbst und Winter leistungsfähig und gesund zu bleiben.


Alle Podcasts des Nestlé Ernährungsstudios im Überblick:
/TippsTools/Wissen/Podcast.htm


Hinweis für Online-Redaktionen:

Möchten Sie den Podcast auf Ihrer Website einbinden und für Ihre Leser zugänglich machen? Gerne können Sie sich die Datei downloaden. Klicken Sie unten mit der rechten Maustaste auf den Link "Podcast downloaden" und wählen Sie „Ziel speichern unter...“.


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Frühstück: der Energiekick am Morgen

In der kalten Jahreszeit kommen Kinder schwer aus dem Bett. Damit die Kleinen morgens munter werden, brauchen sie ein reichhaltiges Frühstück, das Körper und Gehirn nach der langen Nacht mit neuer Energie versorgt.


Frühstück für Morgenmuffel
„Zu einem ausgewogenem Frühstück gehören die vier Bausteine Milch oder ein Milchprodukt, Obst oder Gemüse, Brot oder Getreideflocken – möglichst in der Vollkornvariante – sowie ein Getränk“, fasst Dr. Elke Arms, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio zusammen.


Baustein 1: Milch oder Milchprodukte
Milchprodukte sorgen dafür, dass der Nachwuchs ausreichend Calcium für den Knochenaufbau bekommt. Außerdem enthalten sie neben hochwertigem Eiweiß auch Vitamin B2 und B12. B12 ist zum Beispiel wichtig für die Blutbildung, den Eiweißstoffwechsel, das Nervensystem, die Haut und Schleimhäute. Als Alternative zu Milch schmeckt Kindern Kakao meist sehr gut.


Baustein 2: Das passende Getränk zum Frühstück
Zusätzlich zu Milch oder Kakao ist beim Frühstück auch ein Getränk wichtig. Denn während des Schlafens verliert der Körper Flüssigkeit über die Atmung und über die Haut. Beim Frühstück gilt es, diesen Verlust wieder auszugleichen. Kinder, die wenig trinken, sind schnell müde, schlecht konzentriert und leiden unter Kopfschmerzen. Wasser, Fruchtsäfte, Malzkaffee, Kräuter- und Früchtetees ergänzen das Frühstück - Fruchtsäfte am besten im Verhältnis 1/3 Saft mit 2/3 Wasser.


Baustein 3 + 4: Brot oder Getreideflocken sowie Obst oder Gemüse
Groß und Klein brauchen für einen optimalen Start in den Tag zudem ausreichend Kohlenhydrate. Dabei kommt es auf die Mischung an: Für die Initialzündung sorgen die schnell verfügbaren Kohlenhydrate aus Obst, einer Fruchtsaftschorle oder Marmelade. Denn diese Kohlenhydrate gehen schnell ins Blut über und liefern rasch Energie. „Langanhaltende Energie geben allerdings eher die langsam verfügbaren Kohlenhydrate inklusive Ballaststoffen aus Vollkornprodukten wie Vollkornbrot und Vollkorngetreideflocken. Sie lassen den Blutzuckerspiegel nur langsam, aber stetig steigen – das sorgt für dauerhafte Leistungs- und Konzentrations-fähigkeit“, erklärt Dr. Elke Arms. Am besten frühstücken Kinder zweimal: Das erste Frühstück dient als Grundlage für den Tag und ist etwas üppiger, das kleinere zweite folgt am Vormittag, um den Hunger bis zum Mittagessen zu überbrücken. Der Snack für die Schulpause eignet sich auch gut, um den Kindern Gemüse zu geben: Das Pausenbrot kann mit fettarmer Wurst oder Käse und zusätzlich mit rohem Gemüse belegt werden, denn Gemüse essen Kinder häufig lieber roh als gekocht.


Die wichtigsten Frühstückskomponenten auf einen Blick:

Bausteine

Lebensmittel

Milch und Milchprodukte (fettarme Varianten bevorzugen)

Milch, Kakaogetränk, Joghurt, Dickmilch, Quark, Käse

Getreideprodukte (am besten aus dem vollen Korn)

Brot, Müsli, Haferflocken, Frühstückscerealien

Obst (je nach Saison)

Apfel, Apfelsine, Banane, Mandarine, Erdbeeren, Kiwi, Mango, Ananas und Säfte

Getränke

Mineralwasser, verdünnte Fruchtsäfte, Malzkaffee, Früchte- und Kräutertee (möglichst ungesüßt)

Mit diesen Frühstücksbeispielen für den kleinen Appetit starten Frühstücksmuffel in den Tag:

Frühstücksvorschlag für Kinder der 1. bis 4. Klasse (ca. 350 kcal bis 475 kcal)

Frühstücksvorschlag für Kinder ab der 5. Klasse (ca. 475 kcal bis 525 kcal)

Guten Morgen-Frühstück (1 Portion):

  • Glas fettarme Milch, 1,5 % Fett (200 ml)
  • 1 Portion Knusperfrühstück (30 g)
  • 1 Glas Orangensaftschorle (200 ml)

Milchshake „Tarzan“ (1 Portion):

  • 200 ml fettarme Milch, 1,5 % Fett
  • 1-2 EL Haferflocken, instant (20 g)
  • 1/2 mittlere Banane (125 g)
  • 1/4 Glas Orangensaft (50 ml)

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Kinderernährung: Experten beantworten Fragen

Kinder sind neugierig und haben daran Spaß, die Welt zu erkunden Beim Essen hingegen sind sie manchmal vorsichtig und verschmähen neue sowie bisher unbekannte Lebensmittel. Auf der Suche nach Rat wenden sich viele Eltern an die Ernährungsberatung des Nestlé Ernährungsstudios. „Da wir sehr häufig Fragen zur Kinderernährung bekommen, widmen wir dem Thema im Ernährungsstudio einen eigenen Expertenrat“, erklärt Dr. Elke Arms. Die Ernährungswissenschaftlerin verantwortet im Nestlé Ernährungsstudio die individuelle Ernährungsberatung. Diese neue Fachberatung ergänzt das Themenspezial „Kinderernährung“ und ist vom 14. bis 27. November online auf dem Nestlé Ernährungsstudio. Zu finden ist der Service in der Rubrik „Tools & Community“. Neben Dr. Elke Arms beantwortet auch der Privat-Dozent Dr. Thomas Ellrott die Fragen der User, die wie bei einem Online-Forum öffentlich diskutiert werden. Ellrott ist Leiter des Instituts für Ernährungspsychologie an der Universitätsmedizin Göttingen.


Häufige Fragen und Antworten zur Kinderernährung aus der Ernährungsberatung des Nestlé Ernährungsstudios:


Meine Töchter haben Hunger, wenn sie aus der Schule kommen. Was ist als Mittagessen geeignet? Abends essen wir zusammen mit meinem Mann eine warme Mahlzeit. Was kann ich mittags hungrigen Schulkindern anbieten?


Orientieren Sie sich an fünf Mahlzeiten am Tag, wobei drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst ideal wären. Wenn Ihre Kinder mittags hungrig nach Hause kommen, können Sie ihnen zunächst einen Teller mit Knabberrohkost geben. Das mögen Kinder normalerweise sehr gerne. Danach eignet sich eine kohlenhydratreiche kleine Mahlzeit wie Pfannkuchen oder Pasta. Aber auch Kartoffeln mit Quark, Müsli, oder eine pürierte Gemüsecremesuppe mit belegten Vollkornbroten sind okay. Nudeln oder Pfannkuchen können Sie zudem aufwerten, indem Sie Vollkornprodukte verwenden und dazu eine herzhafte Beilage wie Tomatensoße oder andere Gemüsesoßen anbieten.


Mein Sohn bevorzugt Wurst und Fleisch, obwohl wir das gemeinsame Essen abwechslungsreich gestalten. Die Beilagen isst er kaum. Wie viel darf er durchschnittlich am Tag von Wurst und Co. essen?


Wurst und Fleisch sollten etwa 40 bis 50 Gramm pro Tag ausmachen. Es ist nicht so tragisch, wenn es mal mehr ist. Aber Wurst liefert viel Salz. Versuchen Sie es mit vegetarischen Aufstrichen oder mogeln Sie etwas: Hackfleisch mit Gemüse wie Kohlrabi ist beliebt und gibt dem Gemüse ein Fleischaroma. Oder mischen Sie bei Frikadellen geraspelte Möhren unter. Wichtig: Seien Sie konsequent: Wer Fleisch möchte, muss auch die Beilagen essen.


Meine Kinder mögen am Morgen ihr Glas Milch nicht mehr trinken. Was kann ich ihnen alternativ anbieten, damit sie trotzdem ausreichend Calcium für das Wachstum zu sich nehmen?


Probieren Sie es mit Milchmixgetränken: Dazu mixen Sie beispielsweise Joghurt mit einer Frucht zu gleichen Teilen wie Milch. Auch ein Käsebrot kann ein Ersatz sein – Hartkäse wie Gouda oder Gruyère enthält besonders viel Calcium.


Mein Sohn ist 7 Jahre alt und hat nun im Oberkiefer alle Schneidezähne verloren. Welches Pausenbrot kann er essen, damit er satt wird und damit seine Zähne bald nachwachsen?


Kinder gewöhnen sich an die „zahnlose“ Situation schnell. Zudem geht diese Phase nach einigen Monaten vorbei. Für das Wachstum der Zähne ist vor allem Calcium wichtig. Um es in ausreichender Menge aufzunehmen, empfehle ich drei Portionen Milchprodukte pro Tag. Das sind zum Beispiel eine Tasse Milch, ein Joghurt und zwei Scheiben Käse. Außerdem enthalten auch grüne Gemüsesorten, Vollkornprodukte und ausgewählte Mineralwasser Calcium. Sie können ihm belegte Brote auch mit Gemüse geben. Das Abbeißen funktioniert übrigens auch mit den übrigen Zähnen ganz gut.


Die Fragen beantwortete Dr. Elke Arms. Sie ist promovierte Ernährungswissenschaftlerin und verantwortet mit einem Team aus erfahrenen Oecotrophologen die individuelle Ernährungsberatung im Nestlé Ernährungsstudio.


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Fotos

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