Themendienst 04-2019

Ernährungs-Mythen aufgedeckt!

Ernährungs-Mythen aufgedeckt!

„Viel trinken hilft beim Abnehmen“ und „Dunkles Brot enthält immer Vollkorn“ – das sind nur zwei Beispiele für Ernährungs-Mythen. „Solche ernährungsbezogenen Aussagen sind allgegenwärtig und halten sich beharrlich. Obwohl sie oft unglaubwürdig oder falsch erscheinen, fragen sich viele Menschen, ob sie eventuell doch stimmen“, sagt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio. Im Folgenden werden besonders hartnäckige Ernährungs-Mythen unter die Lupe genommen und gezeigt, was dahinter steckt.

Hilft viel trinken beim Abnehmen?

Dazu gibt es nur wenige Studien, die zudem sehr unterschiedlich ausfallen. Zwar zeigen die Ergebnisse, dass übergewichtige Erwachsene zum Frühstück weniger Kilokalorien aufnehmen, wenn sie 30 Minuten zuvor 500 ml Wasser getrunken haben. Dies war aber nur bei älteren Menschen der Fall. In einer anderen Studie nahmen die Teilnehmer schneller ab, wenn sie während einer Diät jeweils ein bis zwei Gläser Wasser vor den Mahlzeiten tranken. „Es ist jedoch fraglich, ob dies für alle Menschen zutrifft und über einen längeren Zeitraum funktioniert“, erklärt Dr. Annette Neubert. „Ebenso ist der zugrundeliegende Mechanismus noch unbekannt. Vermutlich führt die Flüssigkeit im Magen zu einer schnelleren Sättigung, insbesondere bei älteren Menschen.“ Daneben soll Wassertrinken den Energieumsatz erhöhen, indem die Wärmebildung des Körpers angeregt wird. Dieser Effekt ist allerdings minimal und spielt für die Gewichtsreduktion kaum eine Rolle.

Dunkles Brot enthält immer Vollkorn

Viele Menschen kaufen dunkles Brot, da sie annehmen, dass es auf jeden Fall Vollkorn enthält. Das ist leider ein Irrtum. Die braune Farbe kommt nicht zwangsläufig vom Vollkornmehl, sondern kann auch von dem Lebensmittelfarbstoff Zuckerkulör stammen. „Vollkornbrot ist zum einen am Wortteil „Voll“ wie in Vollkorngetreide, Vollkorn oder 100 Prozent Vollkornweizen, zum anderen an Zutaten wie Vollkornweizenmehl, Vollkornhaferflocken oder Vollkornmais in der Zutatenliste zu erkennen“, erklärt Dr. Annette Neubert. „Vollkornbrot wird aus mindestens 90 Prozent Roggen- und Weizenvollkornerzeugnissen hergestellt und enthält mehr wertvolle Nähr- und Inhaltsstoffe als Weiß- oder Mischbrot. Der Ballaststoffgehalt von Vollkornbrot ist beispielsweise fast doppelt so hoch wie der von Mischbrot.“ Zudem weist es einen höheren Gehalt an Vitamin B6 sowie den Mineralstoffen Kalium, Magnesium, Eisen und Zink auf. Tipp: Beim nächsten Mal an der Brottheke einfach mal nach „reinem“ Vollkornbrot fragen.

Weitere Mythen im Überblick:

  • Rotes Fleisch ist ungesund: Als „rotes Fleisch“ wird das Fleisch von Rind, Schwein, Wild, Lamm beziehungsweise Schaf sowie Ziege bezeichnet. Auch bei rotem Fleisch und daraus hergestellten Produkten wie Wurst zählt: Auf die Menge kommt es an. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) und die internationale Krebsforschungsorganisation WCRF empfehlen, den Verzehr von Fleisch und Fleischwaren insgesamt auf 300 bis 600 Gramm pro Woche je nach Kalorienbedarf zu begrenzen. Denn wer zu viel rotes Fleisch und Wurst isst, hat ein höheres Risiko an Darmkrebs zu erkranken. Unter gesundheitlichen Gesichtspunkten ist fettarmes Fleisch sowie weißes Fleisch wie zum Beispiel Geflügel zu bevorzugen. Für dieses ist nach derzeitigem Wissensstand keine Beziehung zu Krebserkrankungen bewiesen. Außerdem gilt, je weniger verarbeitet, desto besser.
  • Abends essen macht dick: Eine abendliche Mahlzeit trägt weder entscheidend zur Gewichtssteigerung bei, noch führt ein Verzicht auf das Abendessen zur Gewichtsabnahme. Dennoch trägt es zum Wohlbefinden bei, wenn das Abendessen nicht zu reichhaltig ausfällt. Generell gilt: Nur wer mehr Energie verbraucht als er am Tag aufnimmt, kann sein Gewicht reduzieren. Ein aktiver Lebensstil mit viel Bewegung und eine kalorienbewusste Ernährungsweise können dabei helfen.
  • Rotwein schützt vor einem Herzinfarkt: Einige der Inhaltstoffe im Rotwein, beispielsweise sekundäre Pflanzenstoffe, können die Gesundheit der Blutgefäße positiv beeinflussen und somit das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen reduzieren. Allerdings nur, wenn Wein in moderaten Mengen getrunken wird. Die DGE empfiehlt Frauen, maximal ein kleines Glas Wein und Männern zwei kleine Gläser Wein zu trinken, und das nicht täglich. In der Woche sollten mindestens zwei Tage alkoholfrei sein. Ein täglicher Alkoholkonsum kann zu Krankheiten und Abhängigkeit führen.
  • Nüsse machen dick: Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass ein moderater Konsum von Nüssen das Risiko für eine Gewichtszunahme nicht erhöht. Sie sind zwar aufgrund ihres relativ hohen Fettgehalts recht kalorienreich, aber auch hier kommt es auf die Verzehrmenge an. Außerdem liefern Nüsse wertvolle ungesättigte Fettsäuren, die positive Eigenschaften für die Gesundheit besitzen. Daher spricht nichts gegen eine Handvoll Nüsse (circa 25 Gramm) am Tag – am besten ungesalzen und nicht geröstet.
  • Spinat darf man nicht aufwärmen: Der Mythos des „giftigen“ Spinats geht auf dessen Nitratgehalt zurück. Nitrat ist ein Stoff, den Pflanzen zum Wachsen benötigen. Beim Aufwärmen und langsamen Abkühlen von Lebensmitteln kann aus dem Nitrat allerdings Nitrit entstehen und daraus krebserregende Nitrosamine. Wer Spinat wieder aufwärmen möchte, sollte den nicht verzehrten Spinat rasch abkühlen lassen, ihn abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und diesen nur einmal aufwärmen. Babys und Kleinkinder sollten keinen wieder aufgewärmten Spinat bekommen. Tipp: Möglichst frischen Spinat kaufen und die Stiele sowie große Blattrippen vor der Zubereitung entfernen – diese enthalten besonders viel Nitrat.
  • Eier erhöhen den Cholesterinspiegel: Eier liefern viele wertvolle Nährstoffe und gehören zu einer abwechslungsreichen sowie ausgewogenen Ernährung – gleichzeitig ist das Eigelb fett- und cholesterinreich. Cholesterin ist ein wichtiger Bestandteil der Zellwände und wird zur Bildung vieler Hormone benötigt. Zum einen kann der Körper es selbst bilden, zum anderen kann es über die Nahrung aufgenommen werden. Lange wurde allerdings die Bedeutung des Nahrungscholesterins überbewertet: Aktuelle Studien zeigen, dass der Konsum von Hühnereiern per se nicht zu einer Erhöhung des Cholesterinspiegels führt. Daher kann derzeit keine Obergrenze für den Verzehr von Eiern abgeleitet werden. Aber aufgrund der enthaltenen gesättigten Fettsäuren, die sich ungünstig auf die Herz-Gefäß-Gesundheit auswirken können, sollten Eier dennoch nicht täglich auf dem Speiseplan stehen.
  • Kaffee entzieht dem Körper Flüssigkeit: Die guten Nachrichten haben sich bei den meisten Kaffee-Liebhabern schon rumgesprochen: Das beliebte Heißgetränk entzieht dem Körper kein Wasser. Vielmehr leistet Kaffee einen Beitrag zur täglichen Gesamtflüssigkeitszufuhr. Zwar wirkt das enthaltene Koffein harntreibend, jedoch ist dieser Effekt nur vorrübergehend. Langfristig bildet der Körper eine Toleranz gegenüber der harntreibenden Wirkung des Koffeins aus. Gegen den Genuss von bis zu vier Tassen Kaffee über den Tag verteilt, ist also nichts einzuwenden.

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Ernährung ist Erziehungssache: Schwindet der Einfluss der Eltern?

Ernährung ist Erziehungssache: Schwindet der Einfluss der Eltern?

Kinder wollen sich abnabeln, ohne die Eltern die Welt entdecken und ihr eigenes Ding machen. Das gilt für die Ernährung aber nur bedingt. Laut der repräsentativen Nestlé Studie „So is(s)t Deutschland 2019“ ist bei Ernährungsfragen das Elternhaus für einen Großteil der Kinder prägend. Aber die sich verändernden Lebensgewohnheiten wirken sich auch auf den Familienalltag aus. „So ist der Anteil der Familien mit einem festen wochentäglichen Rhythmus in Bezug auf gemeinsame Mahlzeiten in den letzten zehn Jahren von 65 auf 55 Prozent gesunken. Zudem wird deutlich seltener gekocht. 2009 gaben noch 74 Prozent der Eltern mit Kindern unter 18 Jahren an, täglich zu kochen. Heute sind es nur noch 57 Prozent“, sagt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio. Diese Entwicklungen bedeuten auch, dass Eltern immer weniger von der Ernährung ihrer Kinder wissen. Nur 42 Prozent der Eltern können sagen, was ihre Kinder unter der Woche tagsüber essen. Bei Eltern von Kindern, die eine weiterführende Schule besuchen, sind es mit 30 Prozent noch weniger.

Eltern – nach wie vor prägend

Gerade einmal 15 Prozent der „nicht wissenden“ Eltern mit Kindern im Alter zwischen vier und 18 Jahren grübeln darüber, was ihre Sprösslinge tagsüber essen. Das kann zum einen an der immer häufigeren Schulverpflegung liegen und zum anderen damit zusammenhängen, dass die Bedeutung des Abendessens als Hauptmahlzeit zunimmt. Für 43 Prozent der Familien mit Kindern unter 18 Jahren ist das Abendessen mittlerweile die wichtigste Mahlzeit des Tages. „Wie sich die Kinder tagsüber ernähren, hängt aber auch von den erlernten Maßstäben für eine gesunde Ernährung ab“, erklärt Dr. Annette Neubert. „Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Eltern mit Kindern zwischen 14 und 18 Jahren sagen, dass sie bei der Ernährungserziehung einen besonders starken Einfluss auf ihre Kinder haben. Bei Eltern mit jüngeren Kindern ist der Anteil sogar noch größer. Und die Kinder sehen das ähnlich. 80 Prozent der 14- bis 19-Jährigen gaben an, dass die Eltern ihre Essgewohnheiten prägen.“ Doch Konkurrenz ist auf dem Vormarsch: 41 Prozent der Eltern mit Kindern zwischen 14 und 18 Jahren sagen, dass die Freunde der Kinder einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Ernährungsgewohnheiten nehmen. 20 Prozent sehen einen starken Einfluss durch die Schule.

Ernährungserziehung durch gemeinsames Einkaufen

Eltern beeinflussen ihre Söhne und Töchter maßgeblich mit dem, was sie einkaufen. Besonders die jüngeren Jugendlichen kaufen ihr Essen und ihre Getränke noch nicht selbst im Supermarkt oder haben ganz einfach kein Geld dafür. Das führt dazu, dass die Eltern mit ihrem Einkaufsverhalten indirekt steuern, welche Marken und Einkaufsorte ihre Kinder als positiv erleben. Darüber hinaus nehmen Mütter häufig eine zusätzliche Vorbildrolle ein und sind sich dessen auch immer bewusster. So machen sich 65 Prozent der Mütter viele Gedanken zur Ernährung ihrer Familie – 15 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Dabei ist 89 Prozent der befragten Mütter eine ausgewogene Familienernährung wichtig und 79 Prozent achten auf eine frische Zubereitung. Die Mütter sind auch diejenigen, die Ernährungsformen wie Vegetarismus oder Low-Carb ausprobieren und in die Familie einbringen.

Wochenende ist Familienzeit

Unter der Woche prägen Eltern das Verhalten ihrer Kinder eher indirekt, wohingegen sie am Wochenende bei gemeinsamen Mahlzeiten mit der ganzen Familie einen direkten Einfluss haben. Auch die Jugendlichen sehen die Mahlzeiten im Familienkreis nicht als lästig an. Im Gegenteil! „Für 63 Prozent der befragten Teenager sind gemeinsame Mahlzeiten wichtig bis sehr wichtig. Das hängt damit zusammen, dass es bei diesen Essen um mehr als die reine Nahrungsaufnahme geht“, betont Dr. Annette Neubert. 87 Prozent der Eltern von Kindern unter 18 Jahren bestätigen die Aussage „Gemeinsame Essen sind für uns wichtige Momente, um miteinander zu reden und uns auszutauschen“. Doch können diese Momente im heutigen Zeitalter überhaupt noch ungestört stattfinden? Schließlich gibt es viele Ablenkungsmöglichkeiten. Jugendliche spielen mit dem Handy beim Essen, die Eltern schimpfen – eine typische Vorstellung in den Köpfen vieler Deutscher. Aber nichts da: Die Nestlé Studie hat herausgefunden, dass Jugendliche nicht nur in Gesellschaft ihrer Freunde das Handy als störend empfinden. Auch am Esstisch versuchen sie, ihr Smartphone wegzulassen – und erwarten dies ebenfalls von ihren Eltern.


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Low-Carb-Plätzchen – eine gute Alternative?

Low-Carb Plätzchen - eine gute Alternative?

Wenn es in der Vorweihnachtszeit nach Zimt, Vanille und Lebkuchen duftet, sind Vanillekipferl, Zimtsterne und Co. nicht weit. Doch die kleinen Leckereien können mitunter sehr kalorienreich sein. Neben Butter und Zucker durfte auch Weizenmehl bei Keksrezepten nie fehlen – bis jetzt. „Low-Carb“ heißt die Alternative für alle, die in der Weihnachtszeit auf die Kohlenhydrate beziehungsweise Kalorien achten wollen. „Unter Low-Carb versteht man im Allgemeinen eine Ernährungsweise, bei der der Anteil an Kohlenhydraten in der täglichen Ernährung reduziert wird“, erklärt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio. „Eine Low-Carb-Ernährung kann Menschen beim Abnehmen helfen. Verschiedene Studien zeigen, dass durch eine kohlenhydratarme Ernährung kurzfristig schneller Gewicht reduziert werden kann als durch eine fettarme Ernährung.“

Kleine Kraftpakete

In einem Vanillekipferl stecken beispielsweise je nach Rezept bis zu sieben Gramm Kohlenhydrate, bei Zimtsternen sind es etwa neun Gramm und bei Florentinern sogar rund elf Gramm pro Stück. Die enthaltenen Kohlenhydrate lassen sich leicht durch andere Zutaten ersetzen. So kann der übliche Haushaltszucker weggelassen und zu Zuckerersatzstoffen wie Xylit gegriffen werden. Eine weitere Möglichkeit ist der Austausch von Weizenmehl. Weniger kohlenhydratreich sind zum Beispiel Nussmehle wie Mandel-, Erdnuss- oder Haselnussmehl, die sich aufgrund ihrer Backeigenschaften bewährt haben. Ebenfalls eine gute Alternative sind Mehle aus Hülsenfrüchten und Ölsaaten wie Süßlupinen-, Leinsamen- oder Kokosmehl. „Die Kalorienbilanz von Low-Carb-Keksen fällt durch den fehlenden Kristallzucker vergleichsweise positiv aus: Ein Low-Carb-Vanillekipferl kann je nach Rezept bei circa 50 Kilokalorien pro Stück liegen, während der Klassiker mit etwa 100 Kilokalorien sehr reichhaltig ausfallen kann – ein Rezeptvergleich lohnt sich also“, erläutert Dr. Annette Neubert. Wer jetzt Lust auf Plätzchen bekommen hat, probiert es am besten gleich selber mal aus.

Rezept für Low-Carb Ausstechplätzchen

  • 240 g gemahlene Mandeln
  • 85 g Butter
  • 80 g Birkenzucker (Xylit)
  • 2 Eigelb
  • ½ Päckchen Backpulver
  • Mark einer ½ Vanilleschote

Zubereitung:

  1. Backofen auf ca. 175°C Umluft vorheizen.
  2. Butter mit Birkenzucker und Eigelb verrühren.
  3. Vanilleschote aufschneiden und Mark auskratzen.
  4. Vanillemark und restliche Zutaten hinzufügen.
  5. Zu einem Teig verkneten. 
  6. Teig zwischen Frischhaltefolie ausrollen, Plätzchen ausstechen und auf dem Backblech verteilen.
  7. Im heißen Backofen circa 15 Minuten backen.

Rezept für saftige Low-Carb-Kokosmakronen

  • 250 g Kokosraspeln
  • 1 Vanilleschote (ausgekratztes Mark)
  • 100 g Birkenzucker (Xylit)
  • 4 Eiweiß
  • 1 Prise Zimt

Zubereitung:

  1. Backofen auf 150°C Umluft vorheizen, Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. Eiweiß mit dem Handrührgerät oder einer Küchenmaschine steif schlagen, nach und nach Birkenzucker einrieseln lassen.
  3. Kokosraspeln, Zimt und Vanillemark unter den Eischnee heben. Teig mit einem Esslöffel oder einem Spritzbeutel auf das Backblech setzen. Im heißen Ofen 20 bis 25 Minuten backen, auskühlen lassen.

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Erkältungen keine Chance geben

Erkältungen keine Chance geben

Husten, Schnupfen, Heiserkeit – wenn die Temperaturen wieder sinken, beginnt die Erkältungszeit. Dann ist das Immunsystem besonders anfällig für Erreger und benötigt tatkräftige Unterstützung. Doch was stärkt die Abwehrkräfte? „Zur Vorbeugung von Erkältungen ist grundsätzlich eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung wichtig – vor allem wenn das Immunsystem bereits angeschlagen ist“, sagt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio. „Aber auch Bewegung an der frischen Luft, ausreichend Flüssigkeit und regelmäßiges Händewaschen tragen dazu bei, krankheitserregende Keime und Bakterien abzuwehren.“

Vitamine für eine funktionierende Abwehr

Frisches Obst, vor allem Zitrusfrüchte, und viele Gemüsesorten wie Paprika sind gute Vitaminquellen. Das darin enthaltene Vitamin C unterstützt das Immunsystem des Körpers. „Besonders viel Vitamin C enthalten Acerola (1.700 mg/100 g), Hagebutten (1.250 mg/100 g) und Sanddornbeeren (450 mg/100 g). Aber auch Paprika (120 mg/100 g), Rosenkohl (112 mg/100 g) und Brokkoli (115 mg/100 g) können eine gute Quelle sein“, erklärt Dr. Annette Neubert. „Gemüse wie Karotten, Spinat, Brokkoli und Grünkohl sind außerdem reich an Beta-Carotin, das im Körper in wirksames Vitamin A umgewandelt wird. Vitamin A sorgt unter anderem für die Erhaltung der Schleimhäute und beugt Infekten vor“, so die Expertin weiter. Zusätzlich schützen Vitamin E, Vitamin C, Beta-Carotin sowie sekundäre Pflanzenstoffe die Zellen vor sogenannten freien Radikalen. Vitamin E ist in hochwertigen Pflanzenölen wie Sonnenblumen-, Weizenkeim- und Rapsöl enthalten.

Schützende Spurenelemente

Neben Vitaminen sind Spurenelemente wie Zink, Selen und Eisen wichtige Nährstoffe für den körpereigenen Schutzmechanismus. Zink und Selen unterstützen die Abwehrzellen und stärken so das Immunsystem. In der dunklen Jahreszeit sollten daher zinkhaltige Nahrungsmittel wie Nüsse, Geflügel und Hartkäse bevorzugt werden. Zusätzlich stellen Fisch wie auch Weizen und Haferflocken wichtige Selenquellen dar. Ein guter Eisenlieferant ist vor allem Fleisch, aber auch in pflanzlichen Lebensmitteln wie zum Beispiel Hülsenfrüchten, Spinat und Amaranth kommt das Spurenelement vor. „Die Aufnahme von Eisen aus Getreide und Gemüse lässt sich mit Vitamin C verbessern. Daher mein Tipp: Vor oder auch zum Essen ein Glas frischen Orangensaft trinken“, rät Dr. Annette Neubert.

Starkes Immunsystem dank Sport und Entspannung

Viel Zeit an der frischen Luft bringt den Kreislauf in Schwung und hilft, das Immunsystem zu stärken. Dafür eignen sich besonders regelmäßige Spaziergänge und Ausdauersportarten wie Walking, Joggen, Radfahren oder Schwimmen. Schon ein etwa einstündiger Spaziergang pro Tag oder mehrmals in der Woche 30 bis 45 Minuten Joggen reichen aus, um fit zu bleiben. Ein toller Nebeneffekt: Sport hilft dem Körper dabei, Stress abzubauen. Doch Vorsicht, ist bereits eine Erkältung im Anmarsch, kann Sport das Immunsystem schwächen. Dann ist es Zeit, sich zu schonen und dem Körper ein wenig Ruhe zu gönnen. Sobald die Symptome wieder abgeklungen sind, kann das Training wieder aufgenommen werden.

Erkältungen vorbeugen: sechs weitere Tipps

Eine gesunde Ernährung und Bewegung sind das A und O, doch es gibt noch mehr Tricks, um Viren und Bakterien in Schach zu halten.

  1. Seife marsch: Es klingt profan, doch Händewaschen ist eine der wichtigsten Maßnahmen, Erkältungen vorzubeugen: Regelmäßig die Hände mit warmem Wasser waschen und für mindestens 30 Sekunden einseifen, die Handtücher zu Hause häufig wechseln und unterwegs Einweghandtücher verwenden. 
  2. Nicht austrocknen: Die Heizung läuft in der kalten Jahreszeit auf Hochtouren, erwärmt die Luft und trocknet so den Raum und die Schleimhäute aus. Das macht anfälliger für Viren und Bakterien. Regelmäßiges Stoßlüften, feuchte Tücher oder ein Gefäß mit Wasser auf dem Heizkörper wirken dem entgegen. 
  3. Prost: Um die Schleimhäute feucht zu halten und das Immunsystem zu stärken, sollten zudem jeden Tag 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit aufgenommen werden. In der kalten Jahreszeit tun heiße Getränke wie Kräuter- und Früchtetees besonders gut – Feuchtigkeitsspender Nummer eins ist und bleibt aber Wasser. Bei einer Erkältung eignet sich auch eine leckere Hühnersuppe. 
  4. Ruhe: Stress kann die Abwehrkräfte erheblich beeinträchtigen. Ein Saunabesuch, ein wärmendes Getränk, eine Lesestunde oder gezielte Entspannungsübungen tragen zur inneren Ruhe bei. 
  5. Gute Nacht: Ausreichend Schlaf ist wichtig, sechs bis acht Stunden sollten es sein. So kann der Körper wieder Kraft tanken. 
  6. Warm halten: Ist der Körper unterkühlt, verengen sich die Blutgefäße. Zwar geht so nicht noch mehr Wärme verloren, jedoch verschlechtert sich die Durchblutung – auch im Nasen- und Rachenraum. Ein warmes, entspannendes Bad oder ein Fußbad schaffen Abhilfe.

 

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Du bist, was du isst!

Du bist, was du isst!

Höher, schneller, weiter. Menschen definieren sich heute zunehmend über ihre Leistung. So wird auch die Ernährung mehr und mehr zum Wettbewerbsfaktor. Einfach nur satt werden – das war einmal, wie die Nestlé Studie „So is(s)t Deutschland 2019“ zeigt. Immer mehr Menschen wollen sich mit ihrer Ernährung selbstoptimieren und leistungsfähiger werden. Was treibt sie dazu an? „Fitness, Gesundheit und Schönheit sind Ideale unserer Leistungsgesellschaft. Viele sehen in der Ernährung eine Möglichkeit, diese Ziele zu erreichen. Nicht umsonst heißt es im Volksmund: Du bist, was du isst“, sagt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio.

Deutsche möchten sich fit essen

60 Prozent der Befragten gaben in der aktuellen Nestlé Studie an, durch ihre Ernährung ihre Fitness und körperliche Leistungsfähigkeit erhalten zu wollen. 57 Prozent sagten, sie möchten gesund werden oder gesund bleiben. Einige stecken sich sogar noch ambitioniertere Ziele: Für gut ein Drittel der Bevölkerung steht zum Beispiel die Selbstoptimierung im Vordergrund. Sie möchten dadurch „Das Beste aus sich und ihrem Körper herausholen“. „Etwas für das Aussehen tun, zum Beispiel für Haare oder Haut“, das wollen 24 Prozent der Befragten mithilfe der Ernährung erreichen. Jeder Sechste verspricht sich, durch eine ausgewogene Ernährung geistig leistungsfähiger zu werden oder Muskeln aufzubauen. Wie weit die Ernährungsoptimierung bei den Menschen in Deutschland mittlerweile geht, zeigt das spezielle Segment der Nahrungsergänzungsmittel. 15 Prozent der Gesamtbevölkerung und 17 Prozent der 20- bis 34-Jährigen würden diese in Erwägung ziehen, wenn sie die geistige Leistungsfähigkeit steigern.

Zu ambitionierte Ziele

Auch wenn sich viele Deutsche hohe Ziele für die Ernährung stecken, haben sie scheinbar Schwierigkeiten bei der Umsetzung. So sind 85 Prozent der Befragten „nicht rundum zufrieden mit ihrer Ernährung“ und identifizieren durchschnittlich vier Probleme, die dafür verantwortlich sind. Jeder Dritte beklagt sich über abendliche Heißhungerattacken oder über zu wenig Obst und Gemüse auf dem persönlichen Speiseplan. Zu viel fettiges Essen oder Süßes verärgert etwa jeden Vierten. Sich nicht ausreichend Zeit zum Essen zu nehmen oder zu unregelmäßig zu essen, halten rund 25 Prozent der Bevölkerung für kritisch. Was die Studie aber auch zeigt: Je ehrgeiziger die Ernährungsziele, desto wahrscheinlicher ist es, sie nicht zu erreichen. „Wer ausgewogener und gesünder essen möchte, sollte sich realistische Ziele setzen. Hier können kleine Etappen oder Teilziele helfen, besonders beim Abnehmen. Die Erfolgschancen stehen dann deutlich besser“, empfiehlt Dr. Annette Neubert. Außerdem solle der Spaß beim Kochen nicht zu kurz kommen. „Mit neuen Rezepten zu experimentieren oder neue, exotische Obst- und Gemüsesorten auszuprobieren, bringt Abwechslung in den Ernährungsalltag. Wer einen besonderen Motivationsschub benötigt, lädt Freunde zum gemeinsamen Kochen ein“, so die Ernährungswissenschaftlerin.

 

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Leserfrage: Was tun bei einer Magenschleimhautentzündung?

Leserfrage: Was tun bei einer Magenschleimhautentzündung? Portrait: Dr. Anette Neubert

Frage von Bernd J. aus Hochheim an Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio

Wie kommt es zu einer Magenschleimhautentzündung? Und was kann man dagegen tun?“

„In speziellen Zellen der Magenschleimhaut wird die Magensäure gebildet. Sie hilft dabei, verzehrte Speisen zu zerkleinern und zu verdauen. Zudem tötet die Magensäure mögliche krankheitserregende Keime und Bakterien weitestgehend ab. Damit der saure Magensaft die Schleimhaut nicht angreift, ist sie von einer dünnen Schleimschicht überzogen. Wird jedoch zu viel Magensäure produziert oder die dünne Schleimschicht beschädigt, kann sich die Magenschleimhaut entzünden. Es kommt zu einer sogenannten Gastritis. Dabei wird zwischen einer akuten und einer chronischen Form unterschieden. Die akute Gastritis tritt plötzlich auf und verursacht Symptome wie Völlegefühl, Appetitlosigkeit, Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Sodbrennen und Darmbeschwerden, die mitunter sehr stark ausfallen. Allerdings heilt eine akute Magenschleimhautentzündung auch zeitnah wieder ab. Hingegen verläuft eine chronische Gastritis über einen längeren Zeitraum schleichend und führt zu kaum merklichen beziehungsweise schwachen Beschwerden. Langfristig treten dennoch entzündliche Veränderungen der Schleimhautoberfläche auf, die beispielsweise die Entstehung von Magengeschwüren begünstigen. Mögliche Ursachen für eine Gastritis sind bakterielle Infektionen (z.B. Helicobacter pylori), eine ungesunde Ernährungsweise, vermehrter Stress, potenziell magenschädigende Medikamente sowie ein hoher Alkohol- oder Nikotinkonsum. Die chronische Magenschleimhautentzündung wird anhand der Erkrankungsursache in eine autoimmune, bakterielle oder chemisch-verursachte Gastritis unterteilt. Für eine gesicherte Diagnose ist eine Magenspiegelung (Endoskopie) notwendig und gibt in der Regel hinreichend Aufschluss über die zugrundeliegende Erkrankung. Die Therapie der Gastritis erfolgt durch Verhaltens- und Ernährungsumstellungen sowie eine medikamentöse Behandlung, die überschüssige Magensäure je nach Stärke der Beschwerden neutralisieren beziehungsweise gezielt verringern soll. Auch vor der Einnahme rezeptfreier Medikamente sollte unbedingt die Diagnose vom Arzt bestätigt werden. Zusätzlich können eine leichte Vollkost und kleine Mahlzeiten sowie gegebenenfalls lokale Wärme, Ruhe und Stressreduktion den Körper bei der Genesung unterstützen. Bei der leichten Vollkost werden Lebensmittel gemieden, die zu Blähungen, Völle- und Druckgefühl, Übelkeit oder Sodbrennen führen können und solche die mit Unverträglichkeiten im Zusammenhang stehen. Des Weiteren sollte auf fettige, stark gewürzte oder scharfe Speisen sowie auf Kaffee, Nikotin und Alkohol verzichtet werden. Generell kann eine ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebensstil dabei helfen, vor allem einer akuten Magenschleimhautentzündung vorzubeugen.“


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Pressesprecher Ernährung und Gesundheit
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