Themendienst 02-2016

Ingwer, Kurkuma, Kreuzkümmel: gesunde Gewürze?!


Ingwer, Kurkuma, Kreuzkümmel: gesunde Gewürze?!Exotische Gewürze sind bei Köchen momentan sehr beliebt. Sie geben Gerichten eine internationale Note und gelten darüber hinaus als sehr gesund. Deshalb werden sie oft als Superfood bezeichnet. „Doch bei Ingwer, Kurkuma und Kreuzkümmel fehlen noch wissenschaftliche Beweise für die angeblich besondere Wirkung beim Menschen“, erklärt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio. Zu bedenken ist auch, dass Gewürze in geringen Mengen verwendet werden. Das reicht kaum aus, um Effekte zu erzielen.

Ingwer – die scharfe Wurzel

Dennoch finden Superfood-Begeisterte an der scharfen Ingwer-Wurzel Gefallen. Sie schwören auf die gesundheitlichen Vorteile. „Ingwer soll entzündungshemmend wirken und den Blutdruck senken. Wissenschaftlich bewiesen ist der Effekt von Ingwer abschließend noch nicht“, erklärt Dr. Annette Neubert. Auch ohne nachweislich positiven Einfluss auf den menschlichen Körper ist Ingwer wegen seines besonderen Geschmacks in der asiatischen Küche ein beliebtes Gewürz: Die kleine Knolle schmeckt in Kombination mit Kräutern und anderen Zutaten frisch und hat dabei eine angenehme Schärfe. Ingwer eignet sich gut für eine asiatische Hühnersuppe oder vegane Frühlingsrollen mit Chili-Sauce.

Kurkuma – der indische Safran

Auch Kurkuma ist ein Ingwergewächs, schmeckt jedoch etwas milder. Die gelbe Knolle gibt Currys die kräftige Farbe. Dem gelben Reis „Nasi Kuning“ oder einem Hühnercurry mit Bananen verleiht das Gewürz seinen würzigen, leicht erdig bitteren Geschmack. „Als Superfood soll es antibakteriell oder entzündungshemmend wirken. Eindeutige Nachweise für diese Effekte beim Menschen fehlen auch hier“, fasst Dr. Annette Neubert zusammen. „Einige Studien weisen auf eine cholesterinsenkende Wirkung des Curcumin hin“, so die Ernährungswissenschaftlerin. Dieser sekundäre Pflanzenstoff verleiht der Kurkuma ihre orange-gelbe Farbe. Aus Kurkuma nimmt der Körper nur in geringen Mengen Curcumin auf. Kurkuma ist nicht zu verwechseln mit Cumin, dem Kreuzkümmel.

Kreuzkümmel ─ das Superfood-Gewürz aus dem Orient

Der Kreuzkümmel gehört wie Kümmel zur Familie der Doldenblütler. Seine leicht bittere Schärfe lässt sich mit Koriander mildern. Kreuzkümmel eignet sich, um marokkanischen Couscous, israelisches Hummus (Kichererbsen-Püree), arabische Falafel (Kichererbsen-Bällchen) oder türkische Köfte (Hackfleischbällchen) zu verfeinern. „Das Gewürz soll ähnlich wirken wie Kümmel: appetitanregend, verdauungsfördernd und lindernd bei Blähungen“, sagt Dr. Annette Neubert und weist zugleich darauf hin, dass dies nicht ausreichend belegt ist.

Gewürze kombinieren

Die Gewürze verleihen einem Gericht nicht nur einzeln eine spezielle Geschmacknote, sondern lassen sich auch mit anderen Gewürzen kombinieren:

Passt gut zuLässt sich beispielsweise gut kombinieren mit
IngwerGeflügel, Fisch, Meeresfrüchten, Fleisch, Gemüse, Nudeln, Chutneys, Süßspeisen, Kuchen, Gebäck, GetränkenZimt, Chili, Koriander, Zitronengras, Muskat, Nelke
KurkumaGeflügel, Fisch, Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchten, Kartoffeln, Reis, Suppen, ChutneysChili, Ingwer, Lorbeer, Knoblauch, Koriander
KreuzkümmelGeflügel, Fisch, Fleisch, Lamm, Gemüse, Hülsenfrüchten, Couscous, Bulgur, Reis, Suppen, Eintöpfen, Soßen, DipsKoriander, Chili, Fenchel, Gewürznelken, Zimt, Pfeffer

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Lebensmittelunverträglichkeiten: von Laktoseintoleranz bis Zöliakie

Lebensmittelunverträglichkeiten: von Laktoseintoleranz bis Zöliakie Broschüre: Nahrungsmittelallergien

Eine Lebensmittelunverträglichkeit stellt die tägliche Ernährung vor besondere Herausforderungen, da Betroffene bestimmte Bestandteile von Lebensmitteln nicht vertragen. Eine Lebensmittelunverträglichkeit wird auch als Nahrungsmittelunverträglichkeit bezeichnet und fasst Allergien sowie Intoleranzen zusammen. Die Symptome sind in beiden Fällen ähnlich: Kratzen im Hals, Hautausschläge oder Magen-Darm-Beschwerden. Das macht die Diagnose häufig schwierig. „Bei Intoleranzen bleibt es normalerweise bei leichten Beschwerden“, erklärt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio. „Bei einer Allergie können hingegen sehr starke Reaktionen auftreten. Eine Erdnussallergie kann zu Atemnot führen oder sogar zu einem allergischen Schock.“

Lebensmittelallergie

Eine Lebensmittelallergie entwickelt sich bei betroffenen Menschen, wenn der Organismus erstmals mit Allergenen in Kontakt kommt. Bei Allergenen handelt es sich um Eiweiße, die zum Beispiel in Lebensmitteln vorkommen. Das Immunsystem bildet Antikörper gegen diese natürlichen Stoffe. Beim nächsten Kontakt mit dem Allergen zeigt sich dann normalerweise die allergische Reaktion. Allergiker müssen ab diesem Zeitpunkt auf die jeweiligen Lebensmittel komplett verzichten. „Wer eine Milcheiweiß-Allergie hat, muss Milch, Milchprodukte und milchhaltige Produkte strikt meiden, da bereits geringe Mengen zu allergischen Reaktionen führen können“, betont Dr. Annette Neubert.

Lebensmittelintoleranz

Bei einer Lebensmittelintoleranz bildet das Immunsystem keine Antikörper gegen die Lebensmittel und deren Bestandteile. Die Symptome zeigen sich bereits beim ersten Verzehr. Auslöser der Symptome ist häufig ein Enzymmangel. „Ein Mangel des milchzuckerspaltenden Enzyms Laktase führt zu einer Laktoseintoleranz“, erklärt Dr. Annette Neubert, „bei dieser Milchzuckerunverträglichkeit bekommen Betroffene nach dem Verzehr von Milch oder Milchprodukten Bauchschmerzen, Durchfall oder Hautausschläge.“ Kleine Mengen an Laktose werden häufig vertragen. Auch Süß- und Backwaren sowie Fleisch- und Wursterzeugnissen enthalten oft Laktose. Die Zutatenliste auf den Verpackungen verrät, ob in einem Produkt Bestandteile wie Laktose enthalten sind. Mittlerweile gibt es zahlreiche laktosefreie Produkte.

Pseudoallergien – eine weitere Lebensmittelunverträglichkeit

Auch Pseudoallergien gehören zu den Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Dabei reagieren empfindliche Personen mit allergieähnlichen Beschwerden auf Inhaltsstoffe in Lebensmitteln, ohne dass Antikörper dafür verantwortlich sind. Wer diese Lebensmittel nicht verträgt, meidet sie am besten oder konsumiert sie nur eingeschränkt. Mögliche Auslöser der pseudoallergischen Reaktionen sind:

  • Histamin: z. B. in Thunfisch, Rohwurst wie Salami, Käse, Sauerkraut, Rotwein
  • Serotonin: z. B. in Bananen, Ananas, Walnüssen
  • Tyramin: z. B. in Käse, Sauerkraut, Fischkonserven, Schokolade
  • Benzoate und Salicylate: z. B. in Beerenobst und Gewürzen

Zusatzstoffe & Nahrungsmittelunverträglichkeit

Auslöser für eine Pseudoallergie können auch Zusatzstoffe wie Konservierungs-, Farb- und Aromastoffe sein. In diesen Fällen empfiehlt es sich, die Zutatenliste auf der Verpackung besonders genau zu lesen. Bei folgenden Zusatzstoffen besteht die Möglichkeit, dass Beschwerden auftreten:

  • Konservierungsstoffe: Benzoesäure (E 210 - E 219), Schwefeldioxid (E 220 - E 228)
  • Azofarbstoffe: Tartrazin (E 102)
  • Geliermittel Traganth (E 412); Carrageen (E 407)

Die Glutenunverträglichkeit Zöliakie

Eine besondere Form der Nahrungsmittelunverträglichkeit ist die Zöliakie. Hier reagieren die Dünndarm-Zellen überempfindlich auf das Klebereiweiß Gluten in Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Roggen und Gerste. „Beim Verzehr von Gluten kommt es zu einer Immunreaktion im Dünndarm, die mit einer Entzündung der Darmschleimhaut einhergeht - die Dünndarmzotten bilden sich zurück beziehungsweise werden abgebaut. Diese Darmausstülpungen sind jedoch wichtig, damit der Körper effizient Nährstoffe aus der Nahrung aufnehmen kann. Die Unverträglichkeit auf Gluten bleibt lebenslang bestehen. Auf glutenhaltige Lebensmittel muss dauerhaft verzichtet werden“, erklärt Dr. Annette Neubert.

Broschüre hilft, den Alltag zu meistern

„Der Informationsbedarf von Verbrauchern mit Lebensmittelunverträglichkeiten ist ungebrochen groß. Sie möchten unbeschwert mit der Allergie oder Intoleranz umgehen und in Erfahrung bringen, worauf sie bei ihrer Ernährung tatsächlich verzichten müssen“, so Dr. Annette Neubert: „Einfache Hinweise helfen, um den Speiseplan ausgewogen und abwechslungsreich zu gestalten.“ Das Nestlé Ernährungsstudio bietet ergänzend zum Webangebot einen Ratgeber für Lebensmittelunverträglichkeiten an. Die Broschüre „Nahrungsmittelallergien – Tipps für die richtige Lebensmittelauswahl“ steht im Broschüren-Bereich des Nestlé Ernährungsstudios als Gratis-Download zur Verfügung und kann als kostenfreie Print-Version telefonisch unter 069/66718888 (Montag bis Freitag: 8:00 bis 18:00 Uhr) bestellt werden. Die Publikation orientiert sich an den Empfehlungen des „Aktionsplans gegen Allergien“ des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Zudem sind die Informationen und Tipps mit dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) abgestimmt.


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Essen für die Schönheit: gegen brüchige Nägel, für schöne Haut

Essen für die Schönheit: gegen brüchige Nägel, für schöne HautZur Schönheit trägt nicht nur die individuelle Ausstrahlung eines Menschen bei. Auch eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung sowie ein gesunder Lebensstil sorgen für gesunde Haut, schöne Fingernägel und glänzende Haare sowie ein Gewicht, mit dem man sich wohlfühlt.

Für eine schöne Haut und einen tollen Teint

Für einen leicht gebräunten Teint sorgen Lebensmittel, die ß-Carotin, die Vorstufe von Vitamin A, enthalten. „Wissenschaftler der Universität St. Andrews (1) haben herausgefunden, dass Carotinoide wie ß-Carotin zur Pigmentierung der Haut beitragen. Beobachten lässt sich dies auch bei Babys nach dem ersten Karottenbrei“, erklärt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio. Reich an Carotinoiden sind Karotten, Grünkohl, Spinat, Broccoli, rote Paprika und Rosenkohl sowie Aprikosen und Papaya. „Damit der Körper das fettlösliche ß-Carotin besser aufnimmt, empfiehlt es sich, diese Lebensmittel mit etwas Fett wie Butter, Margarine oder Öl zu verzehren“, rät Dr. Annette Neubert. „Eine schöne Haut unterstützen auch Vitamin C, Zink sowie verschiedene B-Vitamine wie B2, Niacin oder Biotin.“ Gute Lieferanten für diese B-Vitamine sind Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Schweinefleisch und Milch. Darüber hinaus sorgt Kupfer für eine gute Hautfarbe. Getreideprodukte, Fisch sowie einige grüne Gemüsesorten versorgen den Körper mit diesem Spurenelement.

Nährstoffe für Haare und Nägel

Für feste Fingernägel und schöne Haare sorgen neben der regelmäßigen Pflege Nährstoffe wie Zink und Selen. „Zink ist in Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch sowie in Milch und Käse enthalten. Kohlgemüse wie Broccoli oder Weißkohl, Spargel und Linsen versorgen den Körper mit Selen. In Deutschland sind auch tierische Lebensmittel wie Fleisch, Eier sowie Fisch zuverlässige Selenquellen“, so Dr. Annette Neubert. Haare brauchen darüber hinaus Kupfer und das B-Vitamin Biotin, das in Nüssen, Haferflocken, Spinat oder Champignons enthalten ist. Kupfer ist bei der Pigmentierung der Haare wichtig, also um die Haarfarbe zu bilden.

Ausgewogen essen für die Wohlfühlfigur

„Neben gesunder Haut und kräftigen Haaren ist für viele Menschen auch die Körperfigur für ihr eigenes Schönheitsempfinden wichtig“, berichtet Dr. Annette Neubert aus der täglichen Ernährungsberatung. Eine abwechslungsreiche Ernährung nach den Empfehlungen der Ernährungspyramide trägt dazu bei, das Gewicht zu erreichen und zu halten, mit dem sich jeder persönlich wohlfühlt. Die Ernährungspyramide zeigt, worauf bei der Auswahl von Lebensmitteln zu achten ist. Als Faustregel gilt: Je größer das dargestellte Lebensmittelsegment in der Pyramide, umso häufiger und reichlicher können die Lebensmittel dieser Gruppe verzehrt werden. Neben möglichst ungesüßten Getränken bilden Obst und Gemüse die Basis der Pyramide. „Obst und Gemüse enthalten vergleichsweise wenige Kalorien und gehören deswegen möglichst häufig auf den Speiseplan“, rät Dr. Annette Neubert. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 2 Portionen Obst und 3 Portionen Gemüse täglich. Auch Vollkornprodukte sind gut. Sie sind reich an Ballaststoffen und helfen, die Darmtätigkeit anzuregen und zu einer geregelten Verdauung beizutragen.

Flüssige Elixiere für die Schönheit

Wer viel trinkt, tut zusätzlich etwas für seine Wunschfigur. Mindestens 1,5 bis 2 Liter sollten es täglich sein. Die besten Durstlöscher sind Mineralwasser, ungesüßte Tees oder Fruchtsaftschorlen im Mischverhältnis 1/3 Saft zu 2/3 Wasser. Regelmäßiges Trinken ist beim Abnehmen besonders wichtig, da der Körper Flüssigkeit braucht, um Abbauprodukte ausscheiden zu können. Doch nicht nur der Figur, sondern dem gesamten Körper kommt regelmäßiges Trinken zugute – und damit auch der Schönheit von Haut, Haaren und Fingernägeln.


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Quelle: (1) Stephan ID et al.: Carotenoid and melanin coloration affect perceived human health. Evolution and human behavior. Bristol und St Andrew: 2010.

Gemüse der Saison Broccoli: nährstoffreich und kalorienarm

Gemüse der Saison Broccoli: nährstoffreich und kalorienarm

Broccoli ist eine Kohlart, die dem Blumenkohl sehr ähnlich und auch als Spargelkohl bekannt ist. Broccoli war hierzulande bis zum ersten Weltkrieg beliebt, geriet danach zunehmend in Vergessenheit. Heute zählt Broccoli in Deutschland wieder zu den gern gegessenen Gemüsesorten. Ursprünglich kommt er aus dem asiatischen Teil der Türkei. „In Europa wird Broccoli neben Deutschland hauptsächlich in Polen, Italien, Spanien und Frankreich angebaut. So ist ein ganzjähriges Angebot möglich. Von Mai bis Dezember ist er aus heimischem Freilandanbau erhältlich und damit besonders frisch und reich an Nährstoffen“, so Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio.

Reich an Vitamin C und Kalium

Broccoli enthält die Mineralstoffe Calcium, Phosphor, Eisen und Kalium. „Kalium ist wichtig für die Aufrechterhaltung einer normalen Muskel- und Nervenfunktion“, erklärt Dr. Annette Neubert. Broccoli liefert zudem Magnesium, das die Muskeltätigkeit, die Herzfunktion, die Nervenreizübertragung und die Hormonfreisetzung unterstützt. Er ist außerdem reich an ß-Carotin (Vorstufe von Vitamin A), dem B-Vitamin Niacin sowie Vitamin C. „Eine Portion von 200 g liefert 230 mg Vitamin C und trägt damit zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei“, so Dr. Annette Neubert. Darüber hinaus betont die Ernährungswissenschaftlerin den geringen Energiegehalt: „Eine 200 g-Portion enthält nur 52 kcal, aber dafür ein Fünftel des Richtwertes für die tägliche Zufuhr an Ballaststoffen.“ Fettarm zubereitet empfiehlt er sich daher für figurbewusste Menschen.

Nährwerte
bezogen auf 200 g Rohgewicht,
dies entspricht einer großen Portion Gemüse
Energie:52 kcal/216 kJ
Eiweiß:6,6 g
Fett:0,4 g
Kohlenhydrate:5 g
Ballaststoffe:6 g (20 %)*
Vitamin C:230 mg (230 %)*
Kalium:512 mg (26 %)*
Phosphor:126 mg (18 %)*
Niacin:2,2 mg (16 %)*
Magnesium:48 mg (15 %)*
Calcium:116 mg (12 %)*
Eisen:1,6 mg (12 %)*
Vitamin A:292 µg (32 %)*
Vitamin E:1,2 mg (9 %)

*der empfohlenen Tageszufuhr
Quelle: Die große GU Nährwerttabelle, 2014/15. Die empfohlenen Mengen der Tageszufuhr entsprechen den D-A-CH-Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr (2015) für einen Erwachsenen.

Broccoli aus deutschem Anbau

Broccoli aus deutschem Anbau ist wegen der kurzen Transportwege besonders frisch und reich an wertvollen Nährstoffen. Zu erkennen ist die Frische an der kräftig grünen Farbe und den geschlossenen Blüten. Beim Kauf achten Verbraucher am besten darauf, dass die kleinen Blüten noch nicht aufgegangen sind und sich nicht gelblich verfärbt haben. Broccoli aus dem Supermarkt ist meistens in Frischhaltefolie eingewickelt. In ihr sollte er bis zur Weiterverarbeitung verbleiben.

Kühl und kurz lagern

Die Folie sorgt für eine Luftfeuchte von etwa 90 Prozent, die das Gemüse frisch hält. Darüber hinaus lagert man Broccoli möglichst kühl, zum Beispiel im Gemüsefach des Kühlschranks. Auf diese Weise lässt er sich maximal zwei Tage aufbewahren. Denn Broccoli wird schnell welk und verliert seine wertvollen Vitamine und Mineralstoffe. „Broccoli sollte nicht gemeinsam mit Äpfeln oder Orangen gelagert werden. Sie verströmen das Reifegas Äthylen, wodurch der Broccoli schnell vergilbt und seine Blätter verliert“, so Dr. Annette Neubert. Der Kohl lässt sich übrigens gut einfrieren und damit länger haltbar machen. Dafür ist er zunächst gründlich zu waschen, da sich in den Röschen häufig Kleintiere verstecken. Anschließend wird er blanchiert, also etwa drei Minuten in kochendem Wasser erhitzt. In der Gefriertruhe hält er sich anschließend bis zu zehn Monate. Am besten ist es, den Broccoli direkt nach dem Einkauf zu verzehren.

Möglichst frisch zubereiten

Dabei gelten die grünlich bis bläulich schimmernden Blütenknospen des Broccolis ebenso als Delikatesse wie die nach Spargel schmeckenden Stiele. Broccoli kann gedünstet, gedämpft oder gekocht werden. In wenig Salzwasser gekocht, sind kleinen Stückchen nach 10 bis 12 Minuten bissfest. Wenn er am Stück gekocht wird, schneidet man den Stiel von unten kreuzweise ein. Dadurch gart dieser ebenso schnell wie die Röschen. Das gesunde Gemüse wird in Aufläufen, Suppen, Eintöpfen, Soßen und Salaten verwendet. Auch als leichte Beilage zu Fleischgerichten mit Kalb, Rind, Geflügel, Schwein und Lamm passt Broccoli. Weißwein, Zitronensaft oder Butter unterstützen seinen Eigengeschmack, während starke Gewürze diesen eher verdrängen.


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Leserfrage: Macht Essen müde?

 

Frage von Katja Z. aus Stralsund an
Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio:

„Nach dem Essen fühle ich mich häufig etwas matt. Woran kann es liegen, und wie kann ich dieser Müdigkeit vorbeugen?“

 

Leserfrage: Macht Essen müde?Portraitfoto Dr. Annette Neubert?

„Müdigkeit nach dem Essen kann mehrere Ursachen haben. Ein wesentlicher Grund liegt darin, dass der Körper mit der Verdauung beschäftigt ist. Der Magen-Darm-Trakt braucht viel Blut, um Nährstoffe aufzunehmen und abzutransportieren. Andere Organe werden daher etwas weniger durchblutet, so auch das Gehirn. Dadurch kommt es zu einem Sauerstoffmangel, der wiederum müde macht.


Ein weiterer Grund sind kohlenhydratreiche Mahlzeiten. Steigt dadurch der Glukosespiegel im Blut, schüttet der Körper das Hormon Insulin aus. Folglich strömt der Zucker in die Körperzellen und der Blutzuckerspiegel sinkt wieder. Ist die Insulinausschüttung nach dem Essen sehr stark, fällt der Blutzucker rapide und der Körper unterzuckert. Da das Gehirn Zucker als Energiequelle braucht, kann das kurzfristig zu Leistungseinbußen führen und äußert sich auch in Müdigkeit.


Ebenfalls ausschlaggebend sind der Eiweißbaustein Tryptophan und der Botenstoff Serotonin. Die Aminosäure Tryptophan ist in Erd- und Haselnüssen, Hart- und Weichkäse, Fleisch und Wurstwaren, Eiern, Fisch, Soja und Hülsenfrüchten wie Erbsen, Bohnen, Linsen enthalten. Nehmen wir diese Lebensmittel auf, wird Tryptophan freigesetzt. Im Gehirn wird die Aminosäure zu Serotonin umgewandelt. Serotonin wirkt harmonisierend auf das Zentralnervensystem, macht gute Laune und weniger ängstlich, aber auch etwas schläfrig.


Ein Spaziergang an der frischen Luft verhindert Müdigkeit nach dem Essen und verbessert die Verdauung. Da fettreiche Mahlzeiten ebenfalls müde machen, ist es gut, möglichst fettarm zu essen und auf Sahnesoße, fettes Fleisch oder fetten Käse zu verzichten."


Dr. Annette Neubert ist promovierte Ernährungswissenschaftlerin. Sie verantwortet mit ihrem Team den Bereich Ernährung, Gesundheit und Wohlbefinden bei Nestlé und damit auch die individuelle Ernährungsberatung im Nestlé Ernährungsstudio.


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Fotos

Fotos von oben nach unten:


Natalia Klenova – fotolia/Nestlé Ernährungsstudio (Header),
pinkomelet - fotolia/Nestlé Ernährungsstudio,
Popova Olga - fotolia/Nestlé Ernährungsstudio,
Nestlé Ernährungsstudio,
Nikola Hristovski - fotolia/Nestlé Ernährungsstudio,
D&Jfoodstyling - fotolia/Nestlé Ernährungsstudio,
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Pressekontakt

Tobias Henritzi

Pressesprecher Ernährung und Gesundheit
Nestlé Deutschland AG
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Tel.: 069 / 66 71-3740
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Daniel Schwind, Dirk Fischer

Dorothea Küsters Life Science Communications GmbH
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