Low Fat – Diäten sind in, denn
Fett gilt als Hauptverursacher von
Übergewicht. Mit weniger Nahrungsfett ist es aber nicht immer getan. Übergewichtigen gelingt es manchmal nicht abzunehmen, obwohl sie fettarme Lebensmittel bevorzugen. Der Grund: Nicht nur der Fettgehalt von Mahlzeiten spielt eine Rolle, auch die Nahrungsmenge, der Wasser- und Ballaststoffgehalt sind ausschlaggebend für Hunger- und Sättigungsgefühle.
Menge und Gewicht sind entscheidend
Je größer Nahrungsmenge und -gewicht einer Mahlzeit sind, desto schneller ist unser Magen gefüllt. Das ist wichtig, um satt zu werden. Denn unser Körper registriert die Dehnung der Magenwand und das Gehirn sendet daraufhin Sättigungssignale.
Dazu ein Vergleich: Wenn wir große Mengen Obst, Gemüse oder Salat verzehren, füllt sich unser Magen und wir fühlen uns gesättigt. Auch wenn wir viel Schokolade essen, ist der Magen irgendwann gefüllt und wir sind satt. Der Unterschied hierbei: Von Obst, Gemüse oder Salat können wir große Mengen essen, ohne dass wir zunehmen. Denn diese Lebensmittel haben eine geringe Energiedichte, d.h. sie liefern mit 10 bis etwa 70 kcal pro 100 g nur wenig Energie im Verhältnis zu Ihrem Gewicht. Energiedichte Kartoffelchips hingegen strapazieren mit ca. 540 kcal pro 100 g unser Kalorienkonto gewaltig. Bis der Magen gefüllt ist und sich ein Sättigungsgefühl einstellt, haben wir bereits viele Kalorien aufgenommen. Essen wir ständig Lebensmittel mit einer hohen Energiedichte, bis wir davon satt sind, sind überflüssige Pfunde zu erwarten.
Fettarm heißt nicht immer wenig Kalorien
Fett hat bezogen auf sein Gewicht doppelt so viele Kalorien wie
Kohlenhydrate oder Eiweiß. Deshalb sollten Sie fettarmen Lebensmitteln tendenziell den Vorzug geben, damit Ihr Köpergewicht im Rahmen bleibt.
Es kommt allerdings nicht nur auf den Fettgehalt von Nahrungsmitteln an, wenn wir Kalorien sparen wollen. Ausschlaggebend sind zudem folgende Aspekte:
- die Energiedichte, d.h. die Menge an Kalorien bezogen auf das Gewicht
- der Wassergehalt
- der Ballaststoffgehalt
So können auch fettarme Nahrungsmittel eine hohe Energiedichte, also viele Kalorien bezogen auf ihr Gewicht, liefern. Und zwar dann, wenn sie keine oder nur wenig
Ballaststoffe und Wasser enthalten. So haben beispielsweise Bonbons, Gummibärchen und Salzstangen zwar wenig
Fett, aber auch wenig Wasser und Ballaststoffe. Deshalb brauchen wir auch von den Nahrungsmitteln recht große Mengen, bis der Magen gefüllt ist und sich ein Sättigungsgefühl einstellt. Und große Mengen dieser Lebensmittel liefern auch viele Kalorien.
Umgekehrt können Mahlzeiten mit einem relativ hohen Fettgehalt eine niedrige Energiedichte haben, wenn sie viel Wasser oder Ballaststoffe enthalten, so z. B. ein knackiger Rohkostsalat, angemacht mit einer ölhaltigen Salatsauce oder ein erfrischender Obstteller mit Sahnehäubchen.