Ballaststoffe machen satt
Ballaststoffe tragen nicht nur zum Wohlbefinden bei, sondern helfen auch beim Abnehmen. Gerade Vollkornprodukte bewirken, dass sehr schnell und dauerhaft ein Sättigungsgefühl entsteht. Bestimmte Lebensmittel können hervorragend als Hunger- und Kalorienbremse eingesetzt werden.
Ballaststoffe machen satt – früher und länger
Vollkornbrot sättigt besser als Weißbrot. Aus mehreren Gründen: Ballaststoffreiche Lebensmittel sind fester oder knackiger als ballaststoffarme. Wir kauen sie gründlicher und länger, essen langsamer und merken früh, dass wir satt sind.
Ballaststoffe füllen den Magen und den Darm, denn sie binden viel Wasser und quellen dadurch stark auf. Sie essen dadurch weniger und sparen automatisch
Kalorien. Ballaststoffe machen auch deshalb satt, weil sie ausgleichend auf den Blutzucker wirken. Erst wenn der
Blutzuckerspiegel sinkt, sendet das Gehirn Hungersignale. Ballaststoffhaltige Lebensmittel haben meistens weniger Kalorien als ihre ballaststoffarmen Verwandten.
Tipps für eine ballaststoffreiche Ernährung
Vor allem aus Vollkorngetreide hergestellte Produkte wie Brot, Nudeln, Müsli und Reis aus vollem Korn liefern reichlich Ballaststoffe. Auch NESTLÉ FITNESS wird mit Vollkorngetreide hergestellt. Ballaststoffe stecken in den Randschichten des Getreides. Vollkorn-Müsli mit Obst ist eine ballaststoffreiche Kombipackung, die Energie spendet und lange vorhält. Neben Ballaststoffen liefert sie auch noch Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.
Essen Sie auch viel Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst. Für Obst und Gemüse gilt: mindestens 2 Portionen Obst (ca. 250 g) und 3 Portionen Gemüse (ca. 400 g) täglich. Kleiner Tipp: Immer wieder zwischendurch Rohkost, z. B. Möhren, Paprika oder Kohlrabistücke, knabbern bzw. Obst als Zwischenmahlzeit genießen. Waschen und trocknen Sie Obst und Gemüse gründlich, aber lassen Sie die ballaststoffreiche Schale dran!
So bekommen Sie Ihre tägliche Ration
Mindestens 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag wären ideal. Die Hälfte sollte aus Getreide stammen – den Rest essen Sie mit Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Kartoffeln. Wählen Sie selbst Ihre Favoriten. Unsere Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über den Ballaststoffgehalt ausgewählter Lebensmittel.
Wenn Sie es nicht gewohnt sind, ballaststoffreich zu essen, lassen Sie sich Zeit mit der Umstellung. Ihr Darm muss sich erst an die ungewohnten Nahrungsbestandteile gewöhnen. Wenn die Umstellung schrittweise erfolgt, wird Ihr Darm nicht rebellieren. Im Gegenteil: Er wird Sie mit einer funktionierenden Verdauung belohnen!
| Lebensmittel |
Ballaststoffgehalt in Gramm pro Portion |
| Getreideerzeugnisse |
|
| Vollkornnudeln (50 g Rohware) |
4,0 |
| Früchte-Müsli, ohne Zucker (50 g) |
3,9 |
| Weizenvollkornbrot (1 Scheibe) |
3,4 |
| Roggenvollkornbrot (1 Scheibe) |
3,2 |
| Weizenkleie (6 g) |
2,7 |
| Gemüse |
|
| Linsen (60 g Rohware) |
10,2 |
| Erbsen (60 g Rohware) |
10,0 |
| Rosenkohl (200 g Rohware) |
8,8 |
| Paprika (200 g Rohware) |
7,2 |
| Karotten (200 g Rohware) |
7,2 |
| Weißkohl (200 g Rohware) |
6,0 |
| Blumenkohl (200 g Rohware) |
5,8 |
| Spargel (200 g Rohware) |
2,6 |
| Obst |
|
| Johannisbeeren, schwarz (125 g) |
8,5 |
| Quitte (150 g) |
9,0 |
| Heidelbeeren, Himbeeren (125 g) |
6,1 |
| Apfel (125 g) |
2,5 |
| Weintrauben (125 g) |
1,9 |
Quelle: Die große Nährwert-Kalorien-Tabelle (Gräfe und Unzer, 2010/2011), Nestlé Nährwertangaben
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