Holzkohle, Gas oder Elektro? Die Wahl des passenden Grills
Wer sich einen Grill anschaffen möchte, hat die Qual der Wahl: Zur Auswahl stehen Holzkohle-, Gas- und Elektrogrills, Geräte für drinnen oder draußen, mit vertikaler oder horizontaler Beheizung oder auch Spezial-Varianten wie der Lavasteingrill. Welches Gerät Sie wählen, hängt vor allem von Ihren Möglichkeiten und Vorlieben, aber auch von Ihrer Preisvorstellung ab. Wir geben Ihnen Tipps, worauf Sie beim Kauf achten sollten.
Sicherheit – das A und O
Egal welchen Grill Sie wählen – er muss über ein großes Maß an Sicherheit verfügen. Damit die Grillparty zum ungetrübten Vergnügen wird, sollten Sie vor allem auf die Standfestigkeit achten: Das Gerät darf nicht wackeln und auch bei Wind oder leichten Stößen nicht umfallen. Scharfkantige Ecken und Bleche können Verletzungen hervorrufen. Hier kann es sich lohnen, zu einem etwas teureren Gerät zu greifen. Diese sind in der Regel besser verarbeitet. Achten Sie am besten auf das GS-Zeichen. GS steht für „Geprüfte Sicherheit“. Das Zeichen belegt, dass die Sicherheit von einer unabhängigen Prüfstelle bestätigt wurde. Als nächstes sollten Sie sich überlegen, ob Sie einen klassischen Holzkohlegrill wünschen oder ein leicht zu bedienendes Gas- oder Elektrogerät.
Der Klassiker: Grillen mit Holzkohle
Nach wie vor beliebt sind klassische Grillgeräte, die mit Holzkohle oder -briketts beheizt werden. Sie eignen sich hervorragend für Grillfeste im Garten. Auf dem Balkon sind die Geräte weniger geeignet, da der Rauch die Nachbarn stören könnte. Da die Holzkohle zunächst durchglühen muss, dauert das Grillen mit einem klassischen Grill länger als mit gas- oder elektrobeheizten Geräten. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Rost höhenverstellbar ist – auf diese Weise können Sie die Hitzezufuhr regulieren. Ein Windschutz verhindert zudem, dass die Asche aufgewirbelt wird.
Neben den herkömmlichen Holzkohlegrills gibt es Geräte mit seitlichem Glutbett. Diese so genannten Vertikalgrills haben den Vorteil, dass kein Fett in die Glut tropfen kann und somit kein Rauch entsteht. Dieser enthält nämlich für die Gesundheit bedenkliche Stoffe, die auch in das Grillgut ziehen können. Bei herkömmlichen Holzkohlegrills sollten Sie deshalb darauf achten, dass Ihr Grillgut immer auf Alufolie oder Grillschalen liegt.
Verwenden Sie als Brennstoff am besten Holzkohle oder -briketts. Papier, Verpackungen, Holz oder Kiefernzapfen sind ungeeignet. Das Grillgut wird erst aufgelegt, wenn die Kohle mit einer feinen Ascheschicht überzogen ist.
Sauber und unkompliziert: Der Gasgrill
Wer schnelles und unkompliziertes Grillen bevorzugt, findet im Gasgerät eine gute Alternative. Im Unterschied zum Holzkohlegrill fällt keine Asche an und die Hitze lässt sich besser regulieren. Das ist vor allem bei großen Fleischstücken, zum Beispiel Grillhähnchen, von Vorteil, da bei langer Garzeit die Flamme gedrosselt werden kann. Zudem entsteht weniger Rauch und das Anzünden ist relativ ungefährlich.
Eine spezielle Variante ist der Lavasteingrill. Mit der Gasflamme wird zunächst der Stein erhitzt, der die Wärme dann auf das Grillgut überträgt. Da der Gasgrill, wie die klassischen Geräte, mit offener Flamme arbeitet, sollten Sie einige Sicherheitsvorkehrungen treffen.
Tipps zum sicheren Grillen mit offenem Feuer:
- Verwenden Sie Holzkohle- und Gasgrill ausschließlich im Freien. Platzieren Sie die Geräte dort nicht unter Sonnenschirm oder Markise – es besteht Brandgefahr! Ausnahme sind Geräte, die extra für die Verwendung in geschlossenen Räumen angeboten werden.
- Stellen Sie den Grill möglichst standfest auf. Er darf nicht wackeln.
- Ein Eimer mit Wasser für Notfälle gibt zusätzliche Sicherheit – insbesondere wenn Kinder anwesend sind.
- Verwenden Sie speziellen festen oder flüssigen Grillanzünder. Brennspiritus, Benzin oder ähnliche Brennstoffe können gefährliche Stichflammen auslösen.
- Insbesondere jüngere Kinder sollten niemals ohne Aufsicht in der Nähe des Grills spielen.
| Das richtige Grillbesteck |
| Wählen Sie zum Wenden des Grillguts am besten Spezialbesteck. Zum einen sind die Griffe lang genug, sodass Sie sich nicht verbrennen. Zum anderen wird mit einer Grillzange die Kruste nicht beschädigt. Das Fleisch bleibt auf diese Weise außen knusprig und innen saftig. |
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Alternative für Balkon und Haus: Der Elektrogrill
Wer auf dem Balkon oder bei schlechtem Wetter und ohne Rauch grillen möchte, wählt am besten den Elektrogrill. Da dieser ohne offenes Feuer auskommt, ist er zum Grillen in geschlossenen Räumen wunderbar geeignet. Wie der Gasgrill ist auch die Elektrovariante unkompliziert zu bedienen: Füllen Sie die Fettauffangschale mit Wasser, stecken Sie den Stecker ein und der Grillspaß kann beginnt. Die Zeit zum Anheizen ist kurz und die Hitze lässt sich gut regulieren. Wenn bei Ihrem Elektrogrill das Fett auf die Heizstangen tropfen könnte, legen Sie bitte eine Auffangschale unter das Grillgut, um die Entstehung ungesunder Stoffe zu verhindern. Ansonsten sind Aluschalen überflüssig, da überschüssiges Fett in der Auffangschale gesammelt wird. Bei Elektrogrills mit Rost kann Fett auf die Heizstangen tropfen und dabei können ungesunde Stoffe freigesetzt werden. Aus diesem Grund sollte man eine Aluschale als Auffangschutz unter das Grillgut legen, damit das Fett nicht auf die Heizstangen tropft. Haben Sie einen Grill mit heißem Stein oder einer beschichteten Platte, ist das nicht notwendig. Manche Grillfans vermissen allerdings den typischen Geschmack und Geruch der Holzkohle.
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