Rezepte selber gestalten
Ihr Kind will immer nur Spaghetti mit Tomatensauce oder Pommes mit Ketchup? Das muss nicht sein. Auch Kinder können die Vielfalt unserer Lebensmittel genießen. Die wichtigste Voraussetzung: Erlebnisse rund ums Essen und Trinken. Wenn Ihre Kinder beim Kochen eigene Kreationen verwirklichen und Lebensmittel mit allen Sinnen entdecken dürfen, legen Sie damit den Grundstein für ein gesundes Ernährungsverhalten.
Kinder brauchen Freiraum
Kinder sollten beim Kochen möglichst viel Freiraum haben, um zu experimentieren, Neues zu entdecken und zu schmecken. Sie finden es aufregend, wenn sie aus allen möglichen Zutaten eigene Kreationen herstellen dürfen, z. B. Müsli, Obstsalat, Obstquark oder Soßen. So isst Ihr Kind evtl. auch Lebensmittel, die es normalerweise nicht so gerne mag. Denn was es selbst zusammengestellt hat, schmeckt natürlich viel besser als das von Mutti oder Vati.
Schnelle Hilfen für kleine Köche
Sie haben heute keine Zeit für langwierige Vor- und Zubereitungen? Fertige Kuchen-, Plätzchen- und Pizzateige, erleichtern das Kochen mit den Kleinen. Die einfache Zubereitung gelingt auch jüngeren Kindern. Und Sie haben mehr Zeit für kreative Dekorationsideen. Wie wäre es mit einem lustigen Gemüsegesicht auf der Pizza? Tomatenscheiben für die Augen, Paprikastreifen für den Mund, eine Nase aus Maiskörnern – lassen Sie der Fantasie Ihrer Kinder freien Lauf.
Lebensmittel mit allen Sinnen erfahren
Schmecken, fühlen, riechen, sehen, hören – beim Essen spielen alle Sinne zusammen wie die Instrumente eines Orchesters. Vor allem Kinder entdecken Lebensmittel mit allen Sinnen – vorausgesetzt, wir lassen sie gewähren. Je mehr Sinne ein Lebensmittel positiv anspricht, desto beliebter ist es auch. Über Geschmack und Geruch, mit Augen, Ohren und den Fingern lernen Kinder langsam und bewusst zu essen, auf Sättigungssignale zu achten und beim Essen zu genießen. Und das sind wichtige Voraussetzungen für ein gesundes Essverhalten.
Es riecht und schmeckt so gut!
Über einfache Experimente können Ihre Kinder lernen, ganz bewusst die verschiedenen Geschmacks- und Geruchkomponenten unserer Nahrung wahrzunehmen. Kleine Versuche machen Kindern und Eltern Spaß:
- "Erschmecken" Sie z. B. gemeinsam den Unterschied einer gelben, roten oder grünen Paprika. Experimentieren Sie auch mit anderen Lebensmitteln, z.B. mit verschiedenen Obstarten.
- Füllen Sie z. B. Petersilie, Zitronenmelisse, Schnittlauch und Basilikum jeweils in leere Filmdosen. Auf jede Duftprobe geben Sie etwas Watte, damit man die Kräuter nicht sehen kann. Zum Vergleich stellen Sie identische Proben offen, also ohne Watte, auf den Tisch. Die Kinder versuchen nun, die Proben einander zuzuordnen. Über dieses Duftmemory lernen Ihre Kinder den würzigen Geruch von Kräutern kennen, die viele Speisen erst richtig lecker machen.
| Geschmack und Geruch |
| Zum Schmecken brauchen wir nicht nur die Zunge, sondern auch die Nase. Probieren Sie es mit Ihren Kindern aus. Verbinden Sie sich gegenseitig die Augen und setzen Sie sich vorsichtig eine Klammer (evtl. mit Wattepad) auf die Nase: Wer kann jetzt noch Lebensmittel eindeutig am Geschmack erkennen? |
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Auch das Ohr isst mit Kinder lieben geräuschvolles Essen. Wenn’s beim Kauen in den Ohren schön knackt, schmeckt es besonders lecker. Knusprige Brötchen oder Frühstücksflocken, knackige Äpfel oder Möhren machen herrlichen Lärm. Fördern Sie den Entdeckungsdrang Ihrer Kinder.
Lassen Sie sie z. B. den Reifegrad von Lebensmitteln feststellen:
- Gluckert die Kokosnuss beim Schütteln? Dann enthält sie noch Kokosmilch und schmeckt lecker. Ohne Flüssigkeit ist die Nuss ausgetrocknet und ungenießbar.
- Klingt die Wassermelone hohl, wenn Ihr Kind mit dem Finger dagegen klopft? Dann ist sie reif und essbar.
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