So machen Sie Kindern eine gesunde Ernährung schmackhaft

Obst und Gemüse schmecken nicht, Pizza und Pasta könnte es dagegen jeden Tag geben – haben Ihre Kinder und Sie auch öfter mal unterschiedliche Ansichten, was auf den Tisch kommen soll? Wir geben Ihnen acht Tipps, wie Sie die kleinen Esser an eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung heranführen.

  • Wie die Eltern, so die Kinder

    Kinder schauen sich das Essverhalten oftmals von ihren Eltern ab. Deshalb ist es ganz wichtig, dass Sie mit gutem Beispiel voran gehen: Essen Sie abwechslungsreich und ausgewogen und orientieren Sie sich dabei zur Auswahl der Lebensmittel an der Ernährungspyramide. Achten Sie auch darauf, dass Sie mindestens eine Mahlzeit am Tag in aller Ruhe gemeinsam mit der ganzen Familie einnehmen – Kinder, selbst Teenager, genießen das Essen im Kreis der Familie und haben dabei die Möglichkeit, sich über die Ereignisse des Tages auszutauschen. Die Mahlzeiten werden für sie so zu einem schönen Erlebnis, auf das sie sich freuen.


    Möchten Sie wissen, was die Nestlé Studie 2011 über Kinderernährung und das Essverhalten von Schulkindern im Alter von 6-13 Jahren ergeben hat? Lesen Sie mehr in „So essen unsere Kinder“.

  • Kochen Sie gemeinsam

    Kinder finden es spannend, einkaufen, kochen und backen zu dürfen. Beziehen Sie die Kleinen bei diesen Aktivitäten soweit es geht mit ein. Selbst zubereitete Mahlzeiten werden meistens aufgegessen, auch wenn Zutaten darin sind, die die Kinder eigentlich nicht so gerne mögen. Die kleinen Köche fühlen sich ernstgenommen und sind stolz, wenn sie aktiv beim Zubereiten der Speisen mitwirken können. Sie selbst haben so auch die Möglichkeit, den Kindern die Grundlagen einer ausgewogenen Ernährung zu vermitteln. Erzählen Sie ihnen beim Kochen, was in den einzelnen Lebensmitteln steckt und wofür die darin enthaltenen Nährstoffe gut sind. Spaß macht es auch, manchmal den Ess-Alltag zu variieren. Wenn Sie beispielsweise ein Wok-Gericht mit Gemüse gemeinsam kochen, essen Sie es doch danach einfach mal mit Stäbchen!


    Suchen Sie noch mehr Tipps, wie Sie zusammen mit Ihren Kindern kochen können? In unserem Artikel „Gemeinsam kochen mit Kindern macht Freude“ werden Sie fündig!

  • Hm, lecker – so schmecken Obst und Gemüse

    Kinder essen Gemüse häufig lieber roh als gekocht. Zweigen Sie beim Kochen also etwas rohes Gemüse ab und bieten Sie es Ihren Kindern an, wenn sie zwischendurch mal hungrig sind. Als Snack für zwischendurch kommen auch kleine Käse-Spieße mit Gemüsestückchen, Obstspieße oder knackige Gemüsesticks mit einem leckeren Dip sehr gut an. „Verstecken“ Sie Gemüse doch auch mal, indem Sie es pürieren und als Sauce zu Nudeln, Reis, Kartoffeln oder Fleisch servieren – eine cremige Gemüsesuppe essen viele Kinder sehr gerne. Grundsätzlich mögen Kinder es auch, wenn Sie Gemüse in lustiger Form auftischen, z. B. Gesichter aus bunten Gemüsestücken auf Brote legen oder Gesichter in Obst schnitzen. Obst findet bei Kindern großen Anklang, wenn es beispielsweise zu einem Milch-Shake verarbeitet oder in einen Joghurt oder Quark gerührt wird. Etwas Fantasie ist bei der gesunden Kinderernährung ein guter Helfer.


    Probieren Sie mal die „Sonne Mond und Sterne Pizza“ mit jeder Menge frischem Gemüse aus – dieses Rezept wird Ihren Kindern sicher schmecken.

  • Süßigkeiten gehören dazu

    In einer ausgewogenen Kinder-Ernährung haben auch Süßigkeiten ihren Platz. Sie sollten allerdings wie ein Sahnehäubchen behandelt werden. Legen Sie für den Verzehr von Süßigkeiten und Knabbereien am besten Regeln für Ihre Kinder fest – beispielsweise eine Leckerei am Tag nach einer Mahlzeit. Oder vereinbaren Sie eine Wochen-Ration, die Sie z. B. in einer Dose aufbewahren, die nur für Ihr Kind bestimmt ist. Daraus darf es sich dann unter Ihrer Aufsicht jeden Tag eine Süßigkeit nehmen. Obst kann übrigens auch den Heißhunger auf Süßigkeiten stillen. Bieten Sie Ihrem Kind anstelle von etwas Süßem auch mal ein Stück Obst an.


    Weitere Tipps für das angemessene „Dosieren“ von Süßigkeiten finden Sie in unserem Artikel „Platz für Leckereien“.

  • Frühstück: der Energiekick am Morgen

    Damit Kinder morgens in Fahrt kommen, brauchen sie ein gutes Frühstück, das Körper und Gehirn nach der langen Nacht mit neuer Energie versorgt. Zu einem ausgewogenem Frühstück gehören vier Bausteine: Milch oder ein Milchprodukt, Obst oder Gemüse, Brot oder Getreideflocken – möglichst in der Vollkornvariante – sowie ein Getränk. Dieser Rahmen lässt viel Platz für Abwechslung: Milch, leicht gesüßter Kakao, Dick- oder Buttermilch, Naturjoghurt, eine Scheibe Käse oder Ähnliches sind gut geeignet. Leckere Apfelschnitze, Trauben, Gurken, Paprika, Karotten oder Radieschen schmecken auch schon morgens – als Fingerfood oder zum Beispiel auf Spieße gesteckt. Eine hervorragende Alternative zur morgendlichen Scheibe Brot mit magerer Wurst, Käse oder süßem Aufstrich ist ein selbst zusammengestelltes Müsli mit Hafer- oder anderen Getreideflocken. Ideal sind kalorienfreie Durstlöscher wie Mineralwasser, ungesüßter Kräuter- und Früchtetee, aber auch dünne Saftschorlen im Mischverhältnis 1/3 Saft zu 2/3 Wasser sind in Ordnung.

    Am besten frühstücken Kinder übrigens zweimal: Das erste Frühstück dient als Grundlage für den Tag und ist etwas üppiger, das kleinere zweite folgt am Vormittag, um den Hunger bis zum Mittagessen zu überbrücken. Kleine Frühstücksmuffel, die morgens noch keinen Appetit haben, können auch tauschen. Sie essen oder trinken morgens nur eine Kleinigkeit und verlegen das Hauptfrühstück auf später – und bekommen ein reichhaltigeres Pausenbrot mit in den Kindergarten oder die Schule.

    Ist Ihr Kind ein kleiner Frühstücks-Muffel? Lesen Sie in „Frühstückshits für Morgenmuffel“, wie Sie Ihrem Nachwuchs das Frühstück schmackhaft machen.

  • Gesundes Fast Food

    Bei vielen Kindern steht Fast Food wie Hamburger und Pizza hoch im Kurs. Wenn Ihr Kind diese Gerichte liebt, bereiten Sie ihm doch selbstgemachtes Fast Food zu: Braten Sie selbst ein Putensteak oder eine Frikadelle aus magerem Rinderhack, servieren Sie es in einem Vollkornbrötchen mit jeder Menge Salat und Gemüse. Isst Ihr kleiner Fast Food-Fan gerne Pizza, peppen Sie diese mit viel frischem Gemüse auf und wenn Ihr Kind Pasta mag, verwenden Sie häufiger auch mal Vollkornnudeln oder mischen Sie normale Nudeln mit Vollkornnudeln. Dazu schmeckt beispielsweise eine Sauce aus püriertem Gemüse. Ob ein solches Gericht ankommt oder nicht, entscheidet sich übrigens erst nach mehrmaligem Probieren. Denn die Geschmacksknospen müssen mit einem Gericht bis zu siebenmal konfrontiert werden, damit ein endgültiges Urteil über die Speise entsteht. Kinder lernen das zu mögen, was sie oft angeboten bekommen. Dieses Prinzip können Sie nutzen, um ihnen ein neues Gericht schmackhaft zu machen. Tischen Sie Ihrem Kind also eine eigentlich ungeliebte Speise ruhig häufiger auf: Vielleicht wird es sie am Ende mögen und Sie können ein neues Gericht in Ihr Repertoire aufnehmen.

    Erfahren Sie noch mehr über gesunde Ernährung für Kinder. In unserem „Experteninterview“ geben Ernährungs- und Kochexpertin Dagmar von Cramm und Ernährungswissenschaftlerin Dr. Elke Arms hilfreiche Tipps.

  • Was tun, wenn das Kind übergewichtig ist?

    Bringt ein Kind zu viele Kilos auf die Waage, ist die ganze Familie gefragt, um gegenzusteuern. Hilfreich sind vor allem klare Strukturen: Regelmäßige Mahlzeiten vermeiden Heißhungerattacken. Empfehlenswert sind drei Haupt- und bis zu zwei Zwischenmahlzeiten, möglichst oft im Familienkreis. Denn Kinder und Jugendliche, die mindestens dreimal pro Woche gemeinsam mit ihrer Familie essen, bringen eher ein gesundes Gewicht auf die Waage und legen ein gesünderes Essverhalten an den Tag als Kinder, die alleine vor ihrem Teller sitzen. Ablenkungen wie Fernsehen, Comics oder Handy sollten beim Essen tabu sein – das verführt dazu, mehr zu essen.

    Bewährt haben sich außerdem kleine Tricks. Trinkt das Kind vor und während dem Essen Wasser, füllt das den Magen und dämpft den Hunger etwas. Zudem gilt die Regel: Jeder nimmt sich zunächst eine kleine Portion, kaut sorgfältig und isst langsam. So spürt man eher, wann man satt ist. Noch ein Tipp: Setzen Sie Essen nie als Belohnung ein. Das Kind lernt dadurch, sich mit Süßigkeiten oder Snacks zu trösten, wenn es traurig ist oder Stress hat. Solche Verhaltensmuster wirken das ganze Leben nach. Besser ist es beispielsweise, das Kind zu loben, zusammen ins Schwimmbad zu gehen oder eine Geschichte vorzulesen. Ist Ihr Kind sehr übergewichtig, sprechen Sie auf jeden Fall mit einem Kinderarzt: Er wird mit Ihnen gemeinsam einen Ernährungsplan für Ihr Kind zusammenstellen und Sie kompetent beraten.

    Sind Sie sich unsicher, ob das Gewicht Ihres Kindes im normalen Bereich liegt? Schauen Sie in unserem „Kinder BMI-Rechner“ nach.

  • Bewegung macht Spaß

    Kinder brauchen viel Bewegung, besonders, wenn sie zu Übergewicht neigen. Checken Sie, wo sich im Alltag Möglichkeiten dafür bieten. Schicken Sie das Kind zu Fuß oder mit dem Fahrrad in die Schule, anstatt es zu fahren oder in den Bus zu setzen. Steigen Sie Treppen statt den bequemen Aufzug zu nehmen. Halten Sie das Kind zum Laufen an – Dreijährige beispielsweise müssen beim Spaziergang nicht mehr im Buggy gefahren werden. Und unternehmen Sie am Wochenende etwas Aktives mit der Familie: Schwimmen, wandern und klettern gehen macht allen Spaß. Ideal ist außerdem Sport im Sportverein. Macht Ihrem Kind eine Sportart besonders Spaß? Melden Sie es doch in einem Verein an. Idealerweise ist der Sportverein in der Nähe und ohne großen Aufwand erreichbar – für größere Kinder auch selbstständig.

    Ganz wichtig ist es, auf die tägliche Medienzeit zu achten. Begrenzen Sie die Fernseh-, PC- und Videozeit Ihres Kindes. Die frei gewordenen Stunden lassen sich besser mit Springen, Laufen, Hüpfen und Spielen verbringen. Als Faustregel gilt: Bis zum Grundschulalter sind eine halbe bis eine Stunde Medienzeit ok, für ältere Kinder eine bis maximal zwei Stunden pro Tag.

    Ihr Kind ist eher ein Couchpotatoe, schaut viel fern und nascht dabei am liebsten? Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Kind zum Bewegungsfan machen in unserem Artikel "Sportlich aktiv – mit Spiel und Sport".

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