Mein Kind wiegt zu viel! Was tun?
Als Vater und Mutter kommt Ihnen eine wichtige Rolle zu, wenn es um das Wohlbefinden Ihres Kindes geht. Sie können Ihr Kind unter anderem dabei unterstützen, dass sein Körpergewicht in Balance bleibt. Helfen Sie ihm bei der Auswahl der richtigen Lebensmittel und motivieren Sie es zu mehr Bewegung. Wenn Sie mit gutem Beispiel vorangehen und Ihr Kind immer wieder ermutigen, können Sie Fettpölsterchen in den Griff bekommen.
Gewicht im Gleichgewicht
Sie sind sich nicht sicher, ob das Gewicht Ihres Kindes im richtigen Rahmen liegt? Nutzen Sie unseren interaktiven
BMI-Rechner für Kinder. Sie müssen nur das Geschlecht, das Gewicht, die Größe und das Alter Ihres Kindes eingeben. Den Rest erledigt der Rechner. Und die Bewertung des BMI können Sie am Bildschirm ablesen. Oder Sie orientieren sich an der Tabelle.
| Alter |
Untergewicht BMI Mädchen (M) BMI Jungen (J) |
Normalgewicht BMI Mädchen (M) BMI Jungen (J) |
| 2 |
unter 14,3 (M) unter 14,6 (J) |
14,3 - 17,9 (M) 14,6 - 18,0 (J) |
| 3 |
unter 13,9 (M) unter 14,1 (J) |
13,9 - 17,6 (M) 14,1 - 17,6 (J) |
| 4 |
unter 13,7 (M) unter 13,9 (J) |
13,7 - 17,5 (M) 13,9 - 17,5 (J) |
| 5 |
unter 13,6 (M) unter 13,8 (J) |
13,6 - 17,7 (M) 13,8 - 17,6 (J) |
| 6 |
unter 13,6 (M) unter 13,8 (J) |
13,6 - 18,0 (M) 13,8 - 17,7 (J) |
| Alter |
Übergewicht BMI Mädchen (M) BMI Jungen (J) |
Starkes Übergewicht BMI Mädchen (M) BMI Jungen (J) |
| 2 |
über 17,9 (M) über 18,0 (J) |
über 19,0 (M) über 19,1 (J) |
| 3 |
über 17,6 (M) über 17,6 (J) |
über 18,8 (M) über 18,8 (J) |
| 4 |
über 17,5 (M) über 17,5 (J) |
über 18,9 (M) über 18,8 (J) |
| 5 |
über 17,7 (M) über 17,6 (J) |
über 19,2 (M) über 19,0 (J) |
| 6 |
über 18,0 (M) über 17,7 (J) |
über 19,7 (M) über 19,4 (J) |
Quelle: Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter (2002)
Ihr Kind wiegt zu viel?
Übergewicht entsteht immer dann, wenn Ihr Kind auf Dauer mehr
Kalorien mit der Nahrung aufnimmt, als es tatsächlich verbraucht. Das ist meist der Fall, wenn Ihr Kind sehr kalorienreich isst und sich zu wenig bewegt. Vor allem eine fettreiche Ernährung schlägt sich auf der Waage nieder. Denn
Fett hat von allen
Nährstoffen die meisten Kalorien. So können Sie Fett sparen:
-
Sichtbare Fette wie Butter, Margarine und Öl einschränken
-
Fettränder am Schinken oder am Fleisch abschneiden
- Fettarme Milchprodukte und fettarmen Käse, mageres Fleisch und magere Wurst wählen, z. B. NESTLÉ LC1 Joghurt und fettarme HERTA Finesse Putenbrust - Produkte
-
Fettarme Leckereien den fettreichen vorziehen: Also z. B. Salzstangen statt Chips, Obstkuchen mit Hefe- oder Biskuitteig statt Sahnetorte, MÖVENPICK Sorbet statt Eiscreme; Tipp: Wie Sie mit Süßigkeiten richtig umgehen, können Sie in unserem Beitrag „Platz für Leckereien“ lesen.
-
Salatsaucen mit fettarmem Joghurt, Quark oder Milch anrühren.
- Es muss nicht immer die fette Sahnesauce zu den Nudeln sein. Auch püriertes Gemüse schmeckt als Sauce.
-
Antihaftbeschichtete Pfannen sparen viel Fett fürs Anbraten.
- Da Fett ein wichtiger Geschmacksträger ist, gilt: Fettarme Gerichte reichlich würzen , z. B. mit frischen Kräutern, Zwiebeln, Senf oder Meerrettich.
Tipp: Wenn Sie sich bei der Zusammenstellung des Speiseplans an der
Ernährungspyramide orientieren, bleibt Ihr Kind fit, schlank und gesund.
| Hungerkuren sind nicht angebracht! |
| Übergewicht kann sehr belastend sein. Sie sollten Ihr Kind jedoch nicht hungern lassen. Bei einer radikalen Einschränkung der Nahrungszufuhr fehlen wichtige Nährstoffe für Wachstum und Entwicklung Ihres Kindes. Gehen Sie zum Arzt. Er kann Ihnen eine geeignete Therapie empfehlen. |
|
Bewegung hält das Gewicht in Grenzen
Viel Bewegung verbraucht viele Kalorien, also Energie, die Ihr Kind beim Essen aufnimmt. Und verbrauchte Energie kann der Körper nicht mehr als Fett speichern. Probieren Sie aus, was Ihren Kindern gut gefällt. Viele Bewegungsspiele können Sie sowohl drinnen als auch draußen betreiben. Wie wäre es mit Ballspielen? Bälle und Luftballons eignen sich zum werfen, fangen, rollen, prellen, zielen, kicken, jonglieren und balancieren. Eine Matratze regt zum Toben an. Purzeln, wälzen, hüpfen, fallen lassen oder springen – all das macht Spaß – mit Eltern, Freunden oder auch alleine. Versuchen Sie, Ihrem Kind attraktive Alternativen zu Videospielen und Fernseher zu bieten.
Weitere Tipps und Tricks für kleine Bewegungsmuffel, erhalten Sie in unserer Broschüre "Vitale Kinder – mit Spaß essen und bewegen".
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