Was ich nicht kenne, das esse ich nicht
Kinder zwischen zwei und sechs Jahren lehnen Nahrungsmittel oftmals ab, die sie nicht kennen. Die Weigerung, etwas Neues zu probieren, haben uns wahrscheinlich unsere Vorfahren in die Wiege gelegt. So hat die Furcht vor unbekannten Früchten sie vermutlich vor Vergiftungen bewahrt. Bieten Sie Ihren Kindern immer wieder Neues an, dann verliert sich diese Abneigung in den meisten Fällen.
Besser Essen ohne Druck und Zwang
Manchmal kann es einen zur Verzweiflung bringen, wenn Kinder bei Tisch nicht essen wollen. Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Ihre Sprösslinge sich wie kleine Suppenkasper aufführen. Bieten Sie immer wieder verschmähte Speisen an. Eine anfängliche Ablehnung muss nicht bleiben. Vielleicht möchte Ihr Kind mit seinem Verhalten auch nur Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit gewinnen. Irgendwann wird es bestimmt probieren. Wichtig ist, dass Sie es nicht dazu zwingen, Ungeliebtes oder Unbekanntes zu essen. Ähnlich wie Verbote, die Lust auf bestimmte Speisen noch größer werden lassen, steigert der Zwang zum Essen die Abneigung.
Loben Sie Ihr Kind, wenn es probiert und sich auf seine Mahlzeit konzentriert. Sollte es 25 Minuten nach Beginn der Familienmahlzeit immer noch nicht fertig sein, kündigen Sie ruhig und bestimmt an, dass Sie den Tisch gleich abräumen werden. Wenn ihr Kind in der Zeit bis zur nächsten Hauptmahlzeit jetzt mehr Hunger hat als gewöhnlich, darf es bei Obst und Rohkost gerne zugreifen.
Kinder orientieren sich an Vorbildern
Seien Sie Ihrem Kind ein Vorbild, damit es die Scheu vor unbekannten Lebensmitteln verliert. Versuchen Sie so oft wie möglich, Mahlzeiten gemeinsam am Familientisch einzunehmen. Wenn Sie selbst von dem leckeren, bunten Gemüseteller schwärmen und Ihr Kind sieht, wie viel Genuss Ihnen das Essen bereitet, wird es neugierig und ist eher bereit, davon zu probieren. Lassen Sie Ihr Kind auch beim Einkaufen und beim Kochen helfen. Auf diese Weise kann es spielerisch die Vielfalt der Lebensmittel, ihren rohen Zustand sowie Geruch und Aussehen kennen lernen. Selbst kochen macht stolz und die selbst gekochte Mahlzeit schmeckt natürlich viel besser als die von Mama und Papa.
Ruhe bei Tisch fördert den Appetit
Gerade bei Suppenkaspern und Nörglern ist der Stressfaktor bei Tisch besonders hoch. Wenn Eltern für eine stressfreie Atmosphäre sorgen, können sie dem entgegen wirken. Sorgen Sie deshalb für eine ruhige und freundliche Stimmung bei den Mahlzeiten. Essen sollte nicht mit Lärm, schlechter Laune und Stress verbunden sein. Das hemmt den Appetit und unbekannte Speisen haben erst Recht keine Chance. Kinder mögen es genau wie Erwachsene ruhig und gemütlich. Kerzenlicht, selbst gepflückte Blumen und bunte Servietten schaffen eine angenehme Essatmosphäre. Geben Sie Ihren Kindern auch Zeit für ihre Mahlzeiten. Sie können nicht so schnell essen wie Erwachsene. Und lassen Sie Ihr Kind möglichst selbständig essen, auch wenn dabei schon mal gekleckert wird. Zwischen drei und vier Jahren können die meisten Kinder ganz alleine essen und auch mit Besteck umgehen. Besorgen Sie speziell für Kleinkinder geeignetes Besteck – damit können die Kleinen besser umgehen und sich nicht verletzen.
| Keine einseitige Ernährung |
| Wenn Ihr Kind neue Speisen oft ablehnt, kann das zeitweise zu einer einseitigen Ernährung führen. Geben Sie nicht auf, sondern bieten Sie Neues immer wieder an. Die Erfahrung zeigt, dass abgelehnte Gerichte mindestens 15-mal angeboten werden müssen, damit sie akzeptiert werden. |
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Geschmäcker sind verschieden
Finden Sie heraus, welche Gewürze und Kräuter Ihr Kind am liebsten mag. Curry, Paprika, Basilikum und Salbei kommen beispielsweise bei vielen Kindern gut an. Lassen Sie Ihr Kind ab und zu selbst entscheiden, womit sein Essen gewürzt werden soll. So ist die Chance größer, dass es auch neue oder ungeliebte Speisen verzehrt. Zucker, Salz, Pfeffer, Zitronensaft und eine ausgepresste Pampelmuse können Sie in ein Schälchen geben. Ihr Kind darf mit der Fingerspitze kosten. So lernt es unterschiedliche Geschmacksrichtungen kennen und kann ganz bewusst seinen Favoriten wählen. Auch fertige Würzmischungen, z. B.
MAGGI Würzmischungen oder
MAGGI Salat mit Pfiff können für eine leckere Abwechslung sorgen.
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