Genuss ohne Reue – kein Ostern ohne Ei?
Eier sind zur Osterzeit allgegenwärtig. Nicht nur als Raumdekoration sind sie beliebt, sondern sie finden sich auch in vielerlei Form auf dem Speiseplan. Hühnereier sind besonders reich an wichtigen Nährstoffen wie Eiweißen, Vitaminen und Mineralstoffen.
Erzeugung
Die Haltungsformen für Legehennen werden EU-weit nach Freiland-, Boden- und Käfighaltung unterschieden. Außerdem gibt es noch die ökologische Legehennenhaltung. Die Mehrzahl der Legehennenplätze in Deutschland befinden sich in Anlagen mit Käfighaltung. Die jeweilig einzuhaltenden Standards werden regelmäßig überwacht und immer wieder verschärft. Laut Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung ist die bisher übliche Haltung von Legehennen in relativ engen Käfigbatterien grundsätzlich in Deutschland von diesem Jahr (2007) an verboten. Ausnahmen gelten nur für Betriebe, die ein verbindliches Betriebs- und Umbaukonzept behördlich vorgelegt haben.
Spätestens ab 2009 müssen auch diese Anlagen mehr Platz bieten. Laut Legehennenverordnung bedeutet das unter anderem ein Nest für die Eiablage, genügend Zugang zu Fressen und Wasser, ausreichend Ruheplätze, aber auch die Möglichkeit artgemäße Bedürfnisse, wie Picken, Scharren oder Sandbaden zu befriedigen.
| Nährwerte |
bezogen auf 60 g, entspricht einem Ei der Größe L |
| Energie |
391 kJ ( 94 kcal) |
| Eiweiß |
7,7 g |
| Fett |
6,8 g |
| Cholesterin |
238 mg |
| Kohlenhydrate |
0,4 g |
| Vitamin A |
163 µg Ret.-Ä. |
| Vitamin B12 |
1,1 µg |
| Vitamin D |
1,8 µg |
| Folsäure |
40,2 µg |
| Eisen |
1,2 mg |
| Zink |
810 µg |
Quelle: Die große GU Nährwerttabelle, 2006/07.
Einkauf
Ob die Eier im Regal frisch sind, erkennen Sie am Mindesthaltbarkeitsdatum. Dieses läuft spätestens 28 Tage nach dem Legedatum ab. Am Erzeugercode können Sie ablesen, woher das Ei kommt: Die erste Zahl steht für die Art der Haltung, dann folgt das Länderkürzel. Ein Ei mit der Kennzeichnung 3-DE-0845219 stammt beispielsweise aus der Käfighaltung (3), die Herkunft ist Deutschland (DE). Steht an erster Stelle die Ziffer 0, bedeutet dies, dass Ei ist aus ökologischer Erzeugung, 1 steht für Freilandhaltung und 2 für Bodenhaltung. Die Nummer dahinter setzt sich zusammen aus einem Nummerncode, der Bundesland, Betrieb und Stall definiert. Zusätzlich werden die Eier nach Güte- und Gewichtsklassen eingeteilt.
Lagerung
Um die optimale Frische zu erhalten, sollten Eier nach dem Kauf immer im Kühlschrank aufbewahrt werden. Ideal ist eine Eierbox. Sie schirmt die Eier gegen Fremdgerüche ab, die ansonsten über die poröse Kalkschale leicht vom Ei aufgenommen werden. Unbeschädigte rohe Eier können bedenkenlos bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum gelagert und nach Erhitzen verzehrt werden.
Zubereitung
Eier werden sowohl roh, in Süßspeisen oder Mayonnaise, als auch gekocht verarbeitet. Verwenden Sie für Gerichte, die nicht erhitzt werden, nur ganz frische Eier. Spätestens nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums müssen Eier gut erhitzt werden, bis Eiklar und Eigelb fest geworden sind.
Verzehrsempfehlung
Zwar enthalten Eier Vitamine und Mineralstoffe
– sie sind aber auch reich an
Fett und
Cholesterin. Ernährungsexperten empfehlen deshalb maximal drei Eier in der Woche. Zu Ostern dürfen es ausnahmsweise einmal mehr sein. Für gesunde Menschen ist es kein Problem, wenn Sie einmal mehr Cholesterin mit der Nahrung aufnehmen.
Eignung für spezielle Diäten
Bei erhöhten Blutfettwerten und Arteriosklerose sollte der Verzehr von Eiern und von tierischen Fetten insgesamt begrenzt werden. Menschen mit einer Hühnereieiweiß-Allergie sollten Eier und Eiererzeugnisse strikt meiden. Die Allergie besteht meist gegen das Eiklar. Das Eigelb wird häufig vertragen.
Bei Anzeichen für eine allergische Reaktion oder Unverträglichkeit sollten Sie sicherheitshalber mit Ihrem Hausarzt sprechen.
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